{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224051,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224051,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224051,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224051,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224051,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224051,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224051,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224051,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224051,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224051,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224051,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224051,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224051,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224051,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224051,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224051,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224051,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20224051,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.4051","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Vergabe von \u00dcbersetzungsauftr\u00e4gen in der Schweiz","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Nach Bundesverfassung und Sprachengesetz muss die Bundesverwaltung die Informationen in allen Landessprachen zur Verf\u00fcgung stellen. Die Unterlagen werden aber nicht nur in der Schweiz, sondern auch im Ausland \u00fcbersetzt. Allein im Zeitraum 2019-2021 hat die Bundesverwaltung \u00dcbersetzungsmandate in der H\u00f6he von 4,2 Millionen Franken ins Ausland vergeben. In diesem Zusammenhang stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>- Welche Qualit\u00e4tsanforderungen legt der Bundesrat f\u00fcr die Vergabe von \u00dcbersetzungsauftr\u00e4gen ins Ausland fest?</p><p>- Wird die Qualit\u00e4t der im Ausland hergestellten \u00dcbersetzungen kontrolliert? Und wenn ja, wie?</p><p>- Wurde in der Vergangenheit der Qualit\u00e4t bei der Mandatsvergabe durch den Bund zu wenig Gewicht beigemessen?</p><p>- Wie hoch wird bei der Vergabe von \u00dcbersetzungsauftr\u00e4gen der Preis gewichtet?</p><p>- Wie hat sich der durchschnittliche \u00dcbersetzungsseitenpreis in der Bundesverwaltung in den letzten drei Jahren entwickelt?</p><p>- Wie geht der Bundesrat vor, um die Transparenz bei der Mandatsvergabe zu gew\u00e4hrleisten?</p><p>- Was unternimmt der Bundesrat, um sicherzustellen, dass amtliche Dokumente des Bundes zur Hauptsache in der Schweiz \u00fcbersetzt werden?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Zur Sicherstellung der Qualit\u00e4t der \u00dcbersetzungen, konkret der sachlichen Richtigkeit (Inhalt, Vollst\u00e4ndigkeit), der formalen Korrektheit (Stil, Orthografie, Syntax) und der terminologischen Koh\u00e4renz, vergeben die Sprachdienste der Bundesverwaltung \u00dcbersetzungsauftr\u00e4ge nur an Externe, die ausreichend qualifiziert sind. Die Qualifikation wird mit Eignungstests \u00fcberpr\u00fcft. Allgemein wird vorausgesetzt, dass die Auftragnehmerinnen und Auftragnehmer \u00fcber einen Hochschulabschluss verf\u00fcgen, wie er von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Sprachdienste der Bundesverwaltung verlangt wird, \u00fcber berufliche Erfahrungen verf\u00fcgen, die einen solchen Abschluss aufwiegen, oder \u00fcber die spezifischen Kenntnisse verf\u00fcgen, die f\u00fcr die Bearbeitung eines bestimmten Fachtextes n\u00f6tig sind.</p><p>2. Gem\u00e4ss Artikel\u00a011 Absatz\u00a02 der Sprachdiensteverordnung (SR 172.081) sind die Sprachdienste der Bundesverwaltung verantwortlich f\u00fcr die Qualit\u00e4t der Texte, die extern \u00fcbersetzt werden. Bei externen \u00dcbersetzungsauftr\u00e4gen m\u00fcssen sie s\u00e4mtliche Texte revidieren, um die Qualit\u00e4t sicherzustellen und die erbrachten Dienstleistungen zu beurteilen, bevor allenfalls weitere Auftr\u00e4ge erteilt werden.</p><p>3. Die Sprachdienste der Bundesverwaltung halten sich an strenge Kriterien f\u00fcr die Auswahl der externen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie treffen alle Massnahmen, die n\u00f6tig sind, um die Qualit\u00e4t der Dienstleistungen sicherzustellen (Pr\u00fcfung der Qualifikationen, Eignungstests, systematische Pr\u00fcfung der erbrachten Dienstleistungen).</p><p>4. \u00d6ffentliche Ausschreibungen: Bei der Auswahl von Anbieterinnen und Anbietern in einer Ausschreibung wird dem Preis ein Gewicht von 20 Prozent zugemessen; das ist das kleinste Gewicht, das nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zul\u00e4ssig ist. Danach werden die einzelnen Auftr\u00e4ge nach dem rahmenvertraglich vorgesehenen Abrufverfahren (\"Mini-Ausschreibungen\") den ausgew\u00e4hlten Anbieterinnen und Anbietern vergeben. Dabei hat der Preis ein Gewicht von 30 Prozent, und die Qualit\u00e4t der bisherigen Dienstleistungen (sachliche Richtigkeit, formale Richtigkeit, terminologische Koh\u00e4renz) wird zu 70 Prozent gewichtet. Freih\u00e4ndige Auftragsvergabe: Bei der freih\u00e4ndigen Auftragsvergabe an Externe wird der Preis immer ber\u00fccksichtigt, er ist aber nicht entscheidend; von Belang sind in jedem Fall auch die Qualit\u00e4t der erbrachten Dienstleistungen und die Kompetenzen der Externen auf dem f\u00fcr den \u00dcbersetzungsauftrag relevanten Gebiet.</p><p>5. Bis zur Abschaffung der \u00dcbersetzungstarife, wie sie die Motion 16.3870 Steinemann \"Mindesttarife bei der Auftragsvergabe in der Bundesverwaltung aufheben\" forderte, wurde ein Durchschnittspreis von 126 Franken pro \u00fcbersetzte Seite verrechnet. Der Preis sank 2019 auf 109 Franken, 2020 auf 104 Franken und stieg 2021 wieder auf 109 Franken.</p><p>6. Die Sprachdienste der Bundesverwaltung unterstehen der Gesetzgebung \u00fcber das \u00f6ffentliche Beschaffungswesen. Die Auftr\u00e4ge werden unter Einhaltung der gesetzlich vorgesehenen Verfahren vergeben, wodurch die n\u00f6tige und verlangte Transparenz sichergestellt ist (Ver\u00f6ffentlichung der Ausschreibung mit den Auswahlkriterien und ihrer Gewichtung sowie Ver\u00f6ffentlichung des Entscheids mit den Namen der Anbieterinnen und Anbieter, die den Zuschlag erhalten, auf simap.ch).</p><p>7. Der Bundesrat ist bestrebt, sicherzustellen, dass die Sprachdienste der Bundesverwaltung \u00fcber gen\u00fcgend eigene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verf\u00fcgen, damit Auftr\u00e4ge nur f\u00fcr die \u00dcberbr\u00fcckung von Belastungsspitzen extern vergeben werden m\u00fcssen. Die Auswahlkriterien bei externen Mandatsvergaben sichern die Qualit\u00e4t und garantieren, dass die Besonderheiten des Schweizer Italienisch ber\u00fccksichtigt werden. Durchschnittlich wurden von 2019 bis 2021 externe \u00dcbersetzungsauftr\u00e4ge in einem Umfang von ungef\u00e4hr 84,5 Prozent des Gesamtwerts in der Schweiz vergeben, was rund 23 Millionen Franken entspricht.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1669161600000)\/","SubmittedBy":"Aebischer Matthias","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1671148800000)\/","ResponsibleDepartment":10,"ResponsibleDepartmentName":"Bundeskanzlei","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"BK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|15|24|2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1751963830713)\/","SubmissionDate":"\/Date(1664323200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5116,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Wirtschaft|Finanzwesen|Kultur"}}