{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224106,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224106,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224106,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224106,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224106,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224106,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224106,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224106,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224106,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224106,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224106,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224106,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224106,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224106,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224106,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224106,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224106,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20224106,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.4106","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Alleinstehende \u00e4ltere Menschen durch aufsuchende Arbeit kontaktieren?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Unsere Gesellschaft leidet an Einsamkeit - mehr, als sie weiss, und mehr, als sie sich eingestehen will. Einsamkeit macht, wenn sie chronisch ist, verwundbar und kann psychisch und k\u00f6rperlich krank machen. Die Ursachen und Auswirkungen sind vielf\u00e4ltig und betreffen generationen\u00fcbergreifend alle.</p><p>Einsamkeit offenbart sich meist nicht sofort. Wer einsam ist, zieht sich zur\u00fcck, wird leise und unsichtbar. Und nur wer genau hinschaut, wer nachfragt und zuh\u00f6rt, stellt fest, dass sich die Einsamkeit \u00fcberall in unserem Alltag zeigt. Wegschauen ist nie eine Option. Denn die Folgen von Einsamkeit k\u00f6nnen sehr einschneidend sein und betreffen die ganze Gesellschaft - weit \u00fcber das Gesundheitssystem hinaus.</p><p>Die Zahl der Privathaushalte lag gem\u00e4ss Bundesamt f\u00fcr Statistik in der Schweiz Ende 2020 bei 3,87 Millionen. Die durchschnittliche Gr\u00f6sse eines Haushalts betrug 2,20 Personen. Am geringsten war die durchschnittliche Haushaltsgr\u00f6sse mit 1,94 Personen im Kanton Basel-Stadt, am h\u00f6chsten war sie in den Kantonen Appenzell Innerrhoden (2,40 Personen), Genf und Freiburg (jeweils 2,34 Personen). In gut einem Drittel der Haushalte lebt nur eine Person (17\u00a0Prozent der st\u00e4ndigen Wohnbev\u00f6lkerung). In knapp einem weiteren Drittel der Haushalte leben zwei Personen (30\u00a0Prozent der st\u00e4ndigen Wohnbev\u00f6lkerung).</p><p>Die Anzahl der Einpersonenhaushalte nimmt kontinuierlich zu. Im Kanton Basel-Stadt betrug er Ende 2020 47,6 Prozent aller Haushalte. Tendenziell ist der Anteil der Einpersonenhaushalte in st\u00e4dtischen Gebieten h\u00f6her als in l\u00e4ndlichen.</p><p>Vor allem \u00e4ltere Personen leben vermehrt in Einpersonenhaushalten. Der Soziologe Fran\u00e7ois H\u00f6pflinger schreibt in seinem Forschungsdossier \"Alter im Wandel - Zeitreihen f\u00fcr die Schweiz\" von 2021, dass 2017 55 Prozent der Frauen und 31 Prozent der M\u00e4nner zwischen 65 und 79 Jahren und 80 Prozent der Frauen und 45 Prozent der M\u00e4nner \u00fcber 80 Jahre in Einzelhaushalten lebten. Fehlt ein soziales Netz, drohen Personen in Einzelhaushalten zu vereinsamen.</p><p>Meine Fragen: </p><p>1. Wie beurteilt der Bundesrat die Entwicklung, dass immer mehr Menschen in Einpersonenhaushalten leben?</p><p>2. Sind dem Bundesrat die Auswirkungen von Altersarmut und Einsamkeit im Alter bekannt? Mit welchen Instrumenten m\u00f6chte er entgegenwirken?</p><p>3. Welche Erfahrungen liegen vor, alleinstehende \u00e4ltere Menschen mit aufsuchender Arbeit zu kontaktieren, um allf\u00e4llige negative Folgen von Einsamkeit fr\u00fchzeitig zu erkennen und anzugehen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Alleine zu leben oder sich einsam zu f\u00fchlen, sind zwei verschiedene Realit\u00e4ten. Die Zunahme von Einpersonenhaushalten widerspiegelt bereits seit einigen Jahrzehnten den gesellschaftlichen Wandel. Die von der Forschung gut untersuchte Entwicklung hat vielf\u00e4ltige Auswirkungen, nicht nur in Bezug auf soziale und gesellschaftliche Aspekte, sondern zum Beispiel auch auf die Wohnungssituation. Diesem Umstand ist Rechnung zu tragen, ohne die Entwicklung zwangsl\u00e4ufig als Problem einzustufen.Das Einsamkeitsgef\u00fchl, die soziale Unterst\u00fctzung sowie die Vertrauensbeziehungen in der Bev\u00f6lkerung werden periodisch im Rahmen der Schweizerischen Gesundheitsbefragung erhoben (www.bfs.admin.ch &gt; Statistiken finden &gt; Bev\u00f6lkerung &gt; Migration und Integration &gt; Integrationsindikatoren). So geben 65-j\u00e4hrige und \u00e4ltere Personen seltener an, sich einsam zu f\u00fchlen, als j\u00fcngere Altersgruppen. Hingegen geben sie weniger h\u00e4ufig als der Durchschnitt an, Vertrauenspersonen zu haben, mit denen sie \u00fcber pers\u00f6nliche Probleme sprechen k\u00f6nnen.</p><p>2. Der Bundesrat ist sich bewusst, dass Armut und Einsamkeit negative Auswirkungen sowohl auf die physische und psychische Gesundheit als auch auf das allgemeine Wohlbefinden \u00e4lterer Menschen haben. Das wichtigste Instrument zur Bek\u00e4mpfung der Armut im Alter sind die Erg\u00e4nzungsleistungen (ELG; SR 831.30). Dar\u00fcber hinaus sind die F\u00f6rderung der sozialen Teilhabe und die Integration \u00e4lterer und insbesondere vulnerabler Personen eine der Priorit\u00e4ten der Alterspolitik des Bundes. Gest\u00fctzt auf Artikel\u00a0101bis AHVG (SR 831.10) unterst\u00fctzt der Bund Organisationen, die Dienstleistungen zur Aufrechterhaltung sozialer Kontakte erbringen (z. B. Kurse der Pro Senectute), Hausbesuche durchf\u00fchren (z. B. Besuche durch Freiwillige des Roten Kreuzes) oder sich f\u00fcr mehr Lebensqualit\u00e4t im Alter einsetzen (GERONTOLOGIE CH).Die Stiftung Gesundheitsf\u00f6rderung Schweiz hat im Rahmen der kantonalen Aktionsprogramme die Informationsbrosch\u00fcre \"F\u00f6rderung der sozialen Teilhabe im Alter in Gemeinden\" herausgegeben (https://gesundheitsfoerderung.ch &gt; Kantonale Aktionsprogramme &gt; Psychische Gesundheit bei \u00e4lteren Menschen &gt; Fokusthemen &gt; Soziale Teilhabe).Mit der Unterst\u00fctzung des Bundes f\u00f6rdern die kantonalen Integrationsprogramme das Zusammenleben, insbesondere die Integration \u00e4lterer Migrantinnen und Migranten (www.sem.admin.ch &gt; Integration &amp; Einb\u00fcrgerung &gt; Integrationsf\u00f6rderung &gt; Kantonale Integrationsprogramme und Integrationsagenda).</p><p>3. Als f\u00fcr das Sozialwesen zust\u00e4ndige Stellen haben die Kantone und Gemeinden die Grundlagen und Strukturen ihrer Alterspolitik stark ausgebaut. In vielen Gemeinden gibt es Altersbeauftragte. Gemeinsam mit Organisationen der Zivilgesellschaft, Stiftungen und den Kirchen setzen Kantone und Gemeinden b\u00fcrgernahe Massnahmen um. Hinzu kommen verschiedene lokale, oft in Netzwerken organisierte Initiativen. Dazu z\u00e4hlen beispielsweise das Netzwerk \"Altersfreundliche Gemeinde\", das Netzwerk \"Caring Communities\" oder die \"Quartiers Solidaires\" im Kanton Waadt. Die aufsuchende Sozialarbeit ist in den Programmen f\u00fcr \u00e4ltere Menschen indes noch nicht sehr verbreitet, kommt aber immer mehr auf. Es ist Sache der lokalen Gebietsk\u00f6rperschaften oder der Netzwerke, die mit ihnen zusammenarbeiten, die mit dieser Methode gemachten Erfahrungen auszuwerten. F\u00fcr diese Art von Massnahmen stehen dem Bund keine Evaluationsm\u00f6glichkeiten zur Verf\u00fcgung.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1669161600000)\/","SubmittedBy":"Atici Mustafa","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1701968028000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28","Category":null,"Modified":"\/Date(1745522212813)\/","SubmissionDate":"\/Date(1664409600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5116,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen"}}