{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224166,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224166,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224166,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224166,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224166,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224166,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224166,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224166,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224166,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224166,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224166,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224166,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224166,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224166,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224166,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224166,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224166,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20224166,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.4166","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Anforderungen an die Ausbildung von Psychologinnen und Psychologen f\u00fcr die \u00dcbernahme ihrer Leistungen durch die Krankenkasse","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Status der psychologischen Psychotherapeutinnen und -therapeuten wurde neu definiert (sie sind nicht mehr von einer Psychiaterin oder einem Psychiater abh\u00e4ngig), damit ihre Leistungen von der Krankenkasse \u00fcbernommen werden. Sie k\u00f6nnen nun direkt abrechnen. Laut verschiedenen R\u00fcckmeldungen sei diese Reform jedoch zu schnell vonstattengegangen. Es w\u00fcrden sich f\u00fcr einige junge Therapeutinnen und Therapeuten und damit auch f\u00fcr deren Patientinnen und Patienten ernsthafte Schwierigkeiten ergeben. </p><p>Um im neuen System anerkannt zu werden, m\u00fcssen psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten n\u00e4mlich: </p><p>1. \u00fcber einen eidgen\u00f6ssischen oder anerkannten ausl\u00e4ndischen Weiterbildungstitel in Psychotherapie verf\u00fcgen (Grundvoraussetzung f\u00fcr eine kantonale Bewilligung f\u00fcr die Berufsaus\u00fcbung);</p><p>2. mindestens drei Jahre klinische psychotherapeutische Erfahrung nachweisen k\u00f6nnen; </p><p>3. ihren Beruf selbstst\u00e4ndig und auf eigene Rechnung aus\u00fcben.</p><p>Der zweite Punkt ist das Problem, da viele psychologische Psychotherapeutinnen und -therapeuten in Ausbildung sind und nicht \u00fcber drei Jahre klinische Erfahrung in einer anerkannten Einrichtung verf\u00fcgen. Die n\u00f6tigen Pl\u00e4tze in solchen Einrichtungen sind aufgrund der erw\u00e4hnten Ver\u00e4nderungen rar geworden. Unsere Gesellschaft hat den akuten Mangel an erw\u00e4hnten Therapeutinnen und Therapeuten erkannt. Gleichzeitig aber erschweren es die fehlenden Pl\u00e4tze, das Reformziel der Vereinfachung zu erreichen. Und es werden wom\u00f6glich die Patientinnen und Patienten darunter leiden, weil ihre Betreuung von der Krankenkasse nicht verg\u00fctet wird. Dar\u00fcber hinaus scheinen sich gem\u00e4ss den Kantonen auch Probleme bei der Festlegung des Tarifs zu ergeben. Kann der Bundesrat diese Situation und L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten n\u00e4her erl\u00e4utern? </p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Mit dem Modellwechsel vom Delegations- zum Anordnungsmodell seit Juli 2022 wird der Zugang im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) verbessert, indem bisher selbst\u00e4ndig und nicht delegiert arbeitende Therapeutinnen und Therapeuten auch zu Lasten der OKP abrechnen k\u00f6nnen. Die \u00dcbergangsregelung erm\u00f6glicht weiter, dass psychologische Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, die vor dem Inkrafttreten der Neuregelung ihre Weiterbildung abgeschlossen haben und 3 Jahre klinische T\u00e4tigkeit vorweisen k\u00f6nnen, auch dann zur T\u00e4tigkeit zu Lasten der OKP zugelassen werden, wenn diese nicht 12 Monate T\u00e4tigkeit an einer vom Schweizerischen Institut f\u00fcr \u00e4rztliche Weiter- und Fortbildung (SIWF) anerkannten Institution nach Artikel\u00a050c Buchstabe\u00a0b der Verordnung \u00fcber die Krankenversicherung (KVV; SR 832.102) vorweisen k\u00f6nnen.</p><p>Diese Voraussetzung hinsichtlich klinischer Erfahrung soll die f\u00fcr die T\u00e4tigkeit zu Lasten der OKP notwendige Erfahrung in einem breiten Behandlungsspektrum und in der interdisziplin\u00e4ren Zusammenarbeit gew\u00e4hrleisten. Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit hat hinsichtlich der Voraussetzungen zur Erlangung der zus\u00e4tzlichen 12 Monate klinische Erfahrung im August 2022 eine Konsultation zur Erweiterung der Kategorien von durch das SIWF anerkannten Institutionen durchgef\u00fchrt. Dies wird die Kapazit\u00e4t an entsprechenden Praxisstellen erh\u00f6hen. Die entsprechende \u00c4nderung der KVV ist per Anfang 2023 geplant. Ausserdem pr\u00fcft das Eidgen\u00f6ssische Departement des Innern zur kurzfristigen Entlastung der Situation bei bisher delegiert arbeitenden Personen in Weiterbildung eine Anpassung der \u00dcbergangsregelung in der Krankenpflege-Leistungsverordnung (KLV; 832.112.31) dahingehend, dass bei Fach\u00e4rztinnen und Fach\u00e4rzten f\u00fcr Psychiatrie und Psychotherapie sowie Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie f\u00fcr ein weiteres Jahr delegierte Psychotherapie m\u00f6glich ist.</p><p>Grunds\u00e4tzlich werden von der OKP nur Leistungen von zugelassenen Leistungserbringern verg\u00fctet. Eine ambulante Organisation der psychologischen Psychotherapie wie auch ein Spital kann jedoch Fachpersonen in Weiterbildung oder solche, die klinische Erfahrung f\u00fcr die Zulassung zur T\u00e4tigkeit erlangen m\u00fcssen, besch\u00e4ftigen. Gegen\u00fcber solchen Personen hat die Organisation als zugelassener Leistungserbringer Aufsichtspflichten (Beaufsichtigung durch eine Fachperson, die die OKP-Zulassungsvoraussetzungen erf\u00fcllt) und daf\u00fcr zu sorgen, dass die Leistungen wirksam, zweckm\u00e4ssig und wirtschaftlich sind (WZW-Kriterien). Wurde eine Leistung von einer Person in Weiterbildung erbracht, gilt sie als von der Person erbracht, welche mit der Beaufsichtigung betraut war. Die zugelassenen Leistungserbringer tragen die Verantwortung und rechnen zulasten der OKP ab.</p><p>Weiter ist auch zu ber\u00fccksichtigen, dass Bedenken hinsichtlich Mengen- und Kostenausweitungen durch ein \u00dcberangebot an Leistungserbringern bestehen. Diesbez\u00fcglich haben die parlamentarischen Kommissionen f\u00fcr soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) dem Bundesrat vorg\u00e4ngig empfohlen, Massnahmen zur Vermeidung von unkontrollierten Mengenausweitungen vorzusehen. Die SGK-N hat zudem eine Motion 20.3914 \"Zulassungssteuerung bei psychologischen Psychotherapeuten und Psychotherapeutinnen\" eingereicht, um ein zus\u00e4tzliches Instrument gegen \u00dcberkapazit\u00e4ten in der psychologischen Psychotherapie zu schaffen.</p><p>2. Die Berufsverb\u00e4nde der Psychologinnen und Psychologen, H+ Die Spit\u00e4ler der Schweiz, curafutura und die Einkaufsgemeinschaft HSK haben eine Tarifvereinbarung \u00fcber die psychologische Psychotherapie per 1. Juli 2022 getroffen. Diese gesamtschweizerisch anwendbare Tarifvereinbarung wurde dem Bundesrat zust\u00e4ndigkeitshalber zur Genehmigung eingereicht. Die Pr\u00fcfung ist im Gang. Die Genehmigung ist eine Voraussetzung f\u00fcr die verbindliche Anwendung dieser Tarifvereinbarung. Der Bundesrat hat jedoch keine Kompetenz, einen provisorischen Tarif festzulegen. Liegt kein genehmigter Tarifvertrag vor, sind die Kantone angehalten, Tarife festzulegen, die ab dem 1. Juli 2022 g\u00fcltig sind, und dies auf der Grundlage von Artikel\u00a047 KVG. Dabei d\u00fcrfen die Kantone einen Zeit- oder Pauschaltarif festsetzen. Die Kantone haben provisorische Tarife festgelegt.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1669161600000)\/","SubmittedBy":"Fridez Pierre-Alain","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1671148800000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1776958116437)\/","SubmissionDate":"\/Date(1664409600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5116,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Gesundheit"}}