{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224305,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224305,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224305,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224305,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224305,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224305,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224305,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224305,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224305,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224305,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224305,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224305,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224305,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224305,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224305,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224305,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224305,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20224305,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.4305","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Drohende Wohnungsknappheit. Was tut der Bundesrat?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In seiner Publikation \"Der Wohnungsmarkt auf einen Blick\" vom 22. November 2022 schreibt das Bundesamt f\u00fcr Wohnungswesen BWO, dass sich der Trend in Richtung Wohnungsknappheit weiter fortsetzen werde. Dabei weist das BWO einerseits auf das beschleunigte Bev\u00f6lkerungswachstum und andererseits auf den R\u00fcckgang der Neubauproduktion hin. Vor diesem Hintergrund wird der Bundesrat gebeten, folgende Fragen zu beantworten: </p><p>1. Welche angebots- und nachfrageseitigen Treiber sind haupts\u00e4chlich f\u00fcr die sich abzeichnende Wohnungsnot verantwortlich?</p><p>2. L\u00e4sst sich der Umfang der fehlenden Wohnungen beziffern?</p><p>3. Welche Folgen erwartet der Bundesrat in Bezug auf die Mieten? </p><p>4. Was tut der Bundesrat, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken?</p><p>5. Was ist dabei die Rolle des gemeinn\u00fctzigen Wohnungsbaus?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Wohnungsnachfrage h\u00e4ngt eng mit der Bev\u00f6lkerungsentwicklung zusammen; wichtiger ist allerdings die Zunahme der Anzahl der Haushalte, die seit 2019 merklich h\u00f6her ausfiel als das Bev\u00f6lkerungswachstum. In den Jahren 2019 bis 2021 entstanden gem\u00e4ss Bundesamt f\u00fcr Statistik BFS pro Jahr zwischen 49 000 und 56 000 neue Haushalte. Die haupts\u00e4chlichen Treiber sind dabei die Zuwanderung und die Haushaltsverkleinerung. Wie Analysen der Raiffeisen Schweiz zeigen, hat sich die Haushaltsverkleinerung in den letzten Jahren zum bedeutendsten Treiber entwickelt. Sie h\u00e4ngt mit demografischen und gesellschaftlichen Entwicklungen (steigende Zahl von Trennungen, Patchwork-Haushalte, l\u00e4ngerer Verbleib in der Wohnung nach dem Verlust des Partners, Individualisierung etc.) zusammen, die dazu f\u00fchren, dass die Zahl der Kleinhaushalte zunimmt und die mittlere Haushaltsgr\u00f6sse sinkt. Diese sank zwischen 2012 und 2021 von 2,26 auf 2,19 Personen. 2021 waren 69,5 Prozent der gut 3,9 Millionen Haushalte Ein- oder Zwei-Personenhaushalte. W\u00e4hrend dieser Faktor eine konstante Wohnungsnachfrage in der Gr\u00f6ssenordnung von 20 000 bis 25 000 pro Jahr generiert, schwankt der Beitrag der Zuwanderung.</p><p>W\u00e4hrend die Nettozuwanderung 2022 \u00fcber 80 000 Personen ausmachen d\u00fcrfte, lag sie in den f\u00fcnf vergangenen Jahren bei durchschnittlich 57 300 Personen. Diese Angaben beziehen sich auf die st\u00e4ndige Wohnbev\u00f6lkerung; die Wohnungsnachfrage von Personen mit einem Fl\u00fcchtlingsstatus ist noch nicht ber\u00fccksichtigt. F\u00fcr die Angebotsseite ist die Wohnungsproduktion massgeblich, die allerdings seit 2018 (53 199 neue Einheiten) r\u00fcckl\u00e4ufig ist. Gem\u00e4ss provisorischen Zahlen des BFS wurden 2021 knapp 46 000 Einheiten gebaut. Zwischen 2016 und 2022 sank die Zahl der Baubewilligungen um 24,7 Prozent. Die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt zeigt sich auch in der Leerwohnungsziffer. Diese ist von 2020 bis 2022 von 1,72 auf 1,31 Prozent gesunken.</p><p>2. In den Jahren 2020 und 2021 bildeten sich knapp 6800 resp. gut 4200 mehr zus\u00e4tzliche Haushalte als neue Wohnungen gebaut wurden. Das Beratungsunternehmen W\u00fcest Partner veranschlagt den Wohnungsmangel f\u00fcr 2022 aufgrund eines eigenen Modells zum Wohnungsmangel resp. -\u00fcberfluss mit 6600 Wohnungen und prognostiziert f\u00fcr 2023 einen Mangel von 19 700 Wohnungen. Allein f\u00fcr den Kanton Z\u00fcrich wird ein Mangel von rund 7500 Wohnungen ausgewiesen.</p><p>3. Eine Verknappung des Wohnungsangebots f\u00fchrt u.a. zu steigenden Angebotsmieten. Verschiedene Angebotsmietindizes zeigen seit Anfang 2022 steigende Tendenz. Besonders stark sind die Anstiege in den Grossregionen Z\u00fcrich und Zentralschweiz.</p><p>4. Der Bundesrat verfolgt die Entwicklungen aufmerksam und ist sich bewusst, dass ein ungen\u00fcgendes Wohnungsangebot nicht nur die Wirtschaftsentwicklung hemmen, sondern auch zu sozialpolitischen Spannungen f\u00fchren kann. Abgesehen von der Wohnraumf\u00f6rderung (vgl. Punkt 5) ist die Wohnraumversorgung in erster Linie die Aufgabe der Immobilienwirtschaft. Der Bundesrat ist bereit, in Erf\u00fcllung der Postulate 22.4290 und 22.4289 auch weitergehende Massnahmen zu evaluieren.</p><p>5. Der gemeinn\u00fctzige Wohnungsbau spielt eine wichtige Rolle bei der Bereitstellung von preisg\u00fcnstigen Wohnungen, namentlich weil sich gemeinn\u00fctzige Bautr\u00e4ger an der Kostenmiete orientieren. F\u00fcr die zwei haupts\u00e4chlichen Instrumente der Wohnraumf\u00f6rderung des Bundes - Darlehen aus dem Fonds de roulement und B\u00fcrgschaften - haben Bundesrat und Parlament erst k\u00fcrzlich neue Rahmenkredite gesprochen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1676419200000)\/","SubmittedBy":"Weichelt Manuela","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1734683940000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"1211|2846","Category":null,"Modified":"\/Date(1763103818553)\/","SubmissionDate":"\/Date(1669852800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5117,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Zivilrecht|Raumplanung und Wohnungswesen"}}