{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224363,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224363,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224363,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224363,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224363,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224363,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224363,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224363,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224363,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224363,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224363,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224363,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224363,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224363,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224363,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224363,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224363,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20224363,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.4363","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Pr\u00e4zisionslandwirtschaft. Wo steckt der Wurm drin?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Pr\u00e4zisionslandwirtschaft hat dank dem Einsatz moderner Technologien das Potential, die Produktionsverfahren in der Landwirtschaft zu automatisieren, den Einsatz von Pestiziden und D\u00fcnger zu optimieren und den Treibhausgasausstoss der Landwirtschaft zu reduzieren. Die Schweiz h\u00e4tte als Innovationsland mit Spitzentechnologien in Robotik und Sensorik einzigartige M\u00f6glichkeiten, eine Vorreiterrolle in der Pr\u00e4zisionslandwirtschaft einzunehmen. Dennoch werden moderne Technologien in der Landwirtschaft praktisch nicht eingesetzt und sind nur sehr vereinzelt in Pilotbetrieben anzutreffen. Immerhin hat der Bundesrat zumindest beim Once Only Prinzip zur Entlastung der Betriebe den Handlungsbedarf erkannt, doch damit sind die Chancen der Digitalisierung nur in administrativer Hinsicht adressiert.</p><p>In diesem Zusammenhang wird der Bundesrat gebeten, zu folgenden Fragen Stellung zu beziehen:</p><p>1. Welche Bedeutung misst der Bundesrat der Pr\u00e4zisionslandwirtschaft mit Blick auf den Umweltschutz, insbesondere dem Schutz der Biodiversit\u00e4t und der Gew\u00e4sser und der Reduktion des Treibhausgasausstosses bei?</p><p>2. Weshalb ist Pr\u00e4zisionslandwirtschaft angesichts ihres Potentials in der Schweiz nicht weiter fortgeschritten, resp. welche Hindernisse stehen der Verbreitung dieser modernen Technologien im Weg?</p><p>3. Inwiefern k\u00f6nnten finanzielle Anreize resp. die Verkn\u00fcpfung an Subventionen den Einsatz moderner und digitaler Technologien in der Landwirtschaft erleichtern resp. beschleunigen?</p><p>4. Welche Rolle k\u00f6nnten Lohnunternehmen bei der Einf\u00fchrung der Pr\u00e4zisionslandwirtschaft resp. der Senkung von Investitionsh\u00fcrden f\u00fcr einzelne Betriebe spielen?</p><p>5. Inwiefern ist der Bundesrat bereit, die Rahmenbedingungen f\u00fcr autonome Landmaschinen zu verbessern, etwa den Verzicht auf eine Bemannung von autonomen, kameragesteuerten Hackmaschinen, damit diese tats\u00e4chlich autonom arbeiten k\u00f6nnen?</p><p>6. Welche weitere Massnahmen fasst der Bundesrat zur Verbreitung von Pr\u00e4zisionslandwirtschaft ins Auge?</p>","ReasonText":"<p>Das Potenzial von digitalen L\u00f6sungen in der Landwirtschaft wird nicht ausgesch\u00f6pft - zum Leidwesen der Biodiversit\u00e4t, des Gew\u00e4sserschutzes und des Klimas. Eine Untersuchung in der Schweiz etwa zeigt auf, dass durch teilfl\u00e4chenspezifische D\u00fcngung rund 10 Prozent der ben\u00f6tigten D\u00fcngermenge eingespart werden k\u00f6nnte.</p><p>Nur wenige Pilotbetriebe setzen heute auf Pr\u00e4zisionslandwirtschaft. Gezielte Nachfragen haben ergeben, dass die H\u00fcrden f\u00fcr deren Verbreitung zahlreich sind. Genannt werden etwa die kapitalintensive Anschaffung der Maschinen und Technologien im Verh\u00e4ltnis zur tiefen Wertsch\u00f6pfung. Ausserdem fehlten den Betrieben die Ressourcen, sich mit den vielschichtigen Fragen in Zusammenhang mit Pr\u00e4zisionslandwirtschaft vertieft auseinanderzusetzen. Eine Unterst\u00fctzung durch Lohnunternehmen k\u00f6nnte m\u00f6glicherweise den Flaschenhals l\u00f6sen, ist jedoch alleine mit den Optimierungsgewinnen nicht finanzierbar.</p><p>Auch der Einsatz autonomer Landmaschinen ist nur bedingt sinnvoll, da diese heute noch von einem Menschen \u00fcberwacht werden m\u00fcssen und somit keine personelle Kostenersparnis m\u00f6glich ist. Die daf\u00fcr erforderliche komplette Einhagung der Fl\u00e4chen ist sehr teuer.</p><p>Auch die administrative Last, die auf den landwirtschaftlichen Betrieben dr\u00fcckt, k\u00f6nnte mit digitalen Prozessen erleichtert werden. Damit w\u00fcrden wiederum Ressourcen in den Betrieben frei, um sich mit der Pr\u00e4zisionslandwirtschaft zu befassen. Der Bundesrat hat den Handlungsbedarf bei der Umsetzung des \"Once Only\" Prinzips zwar erkannt, wie er in seinem Bericht \"Digitalisierung im Agrarsektor. Rolle des Bundes\" festh\u00e4lt, doch von einer umfassenden Digitalstrategie im Landwirtschaftssektor sind wir damit noch weit entfernt.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Techniken der Pr\u00e4zisionslandwirtschaft k\u00f6nnen einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten. So kann beispielsweise mit dem Einsatz von J\u00e4t-Robotern auf den Einsatz von Herbiziden verzichtet oder dieser \u00fcber eine kameragesteuerte Einzelpflanzenapplikation anstelle einer fl\u00e4chigen Ausbringung massgeblich reduziert werden.</p><p>2. Die Pr\u00e4zisionslandwirtschaft entwickelt sich auch in der Schweiz. Sie ist Teil des Begriffes Smart Farming. Ihr Ziel ist es, die klassische Landwirtschaft mit digitalen und technischen L\u00f6sungen zu kombinieren. Da die landwirtschaftlichen Strukturen im Vergleich zu unseren Nachbarl\u00e4ndern kleiner sind, ist der Anreiz f\u00fcr Bauernfamilien, in diese Technologien zu investieren, geringer. Das f\u00fcr herk\u00f6mmliche Familienbetriebe immer noch ung\u00fcnstige Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnis verhindert oder verz\u00f6gert die Einf\u00fchrung dieser neuen Technologien.</p><p>3. Im Rahmen der Agrarpolitik ab 2022 (AP22+) schl\u00e4gt der Bundesrat vor, Bauten, Anlagen und technologische Anwendungen, die zur F\u00f6rderung der Tiergesundheit und des Tierwohls sowie zur Begrenzung der negativen Auswirkungen auf die Umwelt beitragen, mit Finanzhilfen f\u00fcr Strukturverbesserungen zu unterst\u00fctzen. Ebenso schl\u00e4gt er vor, im Landwirtschaftsgesetz zu verankern, dass der Bund die Digitalisierung der Landwirtschaft und des Agrar- und Lebensmittelsektors unterst\u00fctzt. Diese Massnahmen sollen zu einer schnelleren Entwicklung von Smart Farming in der Schweizer Landwirtschaft beitragen, indem die Bauernfamilien ermutigt werden, neue Technologien zu erwerben, und indem sie finanzielle Unterst\u00fctzung in den Bereichen Forschung und Beratung erhalten. Beschliesst das Parlament die Vorschl\u00e4ge des Bundesrates, k\u00f6nnen sie voraussichtlich ab 2025 in Kraft gesetzt werden.</p><p>4. Da die Lohnunternehmen ihre Maschinen und Ger\u00e4te meist auf einer gr\u00f6sseren Fl\u00e4che und damit wirtschaftlicher einsetzen k\u00f6nnen, werden Smart Farming-Technologien von diesen Unternehmen schneller \u00fcbernommen und eingesetzt. Die Lohnunternehmer spielen daher eine sehr wichtige Rolle bei der Entwicklung der Pr\u00e4zisionslandwirtschaft. Sie k\u00f6nnen die get\u00e4tigten Investitionen h\u00e4ufig wesentlich schneller amortisieren als dies einzelne Betriebe k\u00f6nnen.</p><p>5. Die Anforderungen an fahrerlose autonome Maschinen in der Landwirtschaft werden in der k\u00fcnftigen europ\u00e4ischen Maschinenverordnung geregelt. Diese soll - wie die aktuell geltende europ\u00e4ische Maschinenrichtlinie - mittels der Schweizer Maschinenverordnung (MaschV; SR 819.14) gleichwertig und gleichzeitig ins Schweizer Recht umgesetzt werden. Die Europ\u00e4ische Kommission hat am 15. Dezember 2022 in einer Pressemitteilung verk\u00fcndet, dass eine politische Einigung zwischen dem Europ\u00e4ischen Parlament und dem Rat der Europ\u00e4ischen Union \u00fcber eine neue Maschinenverordnung erzielt wurde. Der n\u00e4chste Schritt ist nun, dass das Europ\u00e4ische Parlament und der Rat die neue Maschinenverordnung f\u00f6rmlich annehmen. Die offizielle Verabschiedung, \u00dcbersetzung und Ver\u00f6ffentlichung ist f\u00fcr Q1/Q2 2023 geplant. Dann tritt die Verordnung am zwanzigsten Tag nach ihrer Ver\u00f6ffentlichung im Amtsblatt der Europ\u00e4ischen Union in Kraft und ist 42 Monate nach ihrem Inkrafttreten anzuwenden.</p><p>6. Mit den in der AP22+ vorgeschlagenen Massnahmen verf\u00fcgt der Bund \u00fcber ausreichende Instrumente, um angemessen zur Entwicklung von Smart Farming in den Schweizer Landwirtschaftsbetrieben beizutragen. Im Bericht zur zuk\u00fcnftigen Ausrichtung der Agrarpolitik vom 22. Juni 2022 hat der Bundesrat ein Zukunftsbild 2050 der Schweizer Land- und Ern\u00e4hrungswirtschaft skizziert, auf das er die agrarpolitischen Massnahmen ausrichten will. Demnach sollen die Chancen der Digitalisierung genutzt werden, damit ressourceneffizienter und standortangepasster produziert, die Transparenz erh\u00f6ht, die Produkte besser in Wert gesetzt, die Kosten gesenkt und Prozesse vereinfacht werden. Zudem hat die Finanzkommission des Nationalrates (FK-N) dem Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft (BLW) im Februar 2022 den Auftrag erteilt, mit einer Strategie aufzuzeigen, welche Massnahmen bei der Strukturverbesserung gest\u00e4rkt werden sollen. Das BLW wird der FK-N voraussichtlich im ersten Quartal 2023 Bericht erstatten und dabei auch die Unterst\u00fctzung des technologischen Wandels in der Landwirtschaft thematisieren.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1675209600000)\/","SubmittedBy":"Bellaiche Judith","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1679011200000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"34|52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1763103506803)\/","SubmissionDate":"\/Date(1670889600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5117,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Medien und Kommunikation|Umwelt|Landwirtschaft"}}