{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224464,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224464,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224464,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224464,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224464,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224464,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224464,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224464,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224464,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224464,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224464,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224464,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224464,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224464,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224464,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224464,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224464,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20224464,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.4464","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Sprachenvielfalt der Schweiz st\u00e4rken. Auch im Nationalrat","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Das Gesch\u00e4ftsreglement des Nationalrates soll so erg\u00e4nzt werden, dass Schweizerdeutsch (Dialekt) als zus\u00e4tzliche Verhandlungssprache zugelassen wird. Hochdeutsch, franz\u00f6sisch, italienisch und r\u00e4toromanisch bleiben weiterhin als offizielle Verhandlungssprachen erhalten, aber Schweizerdeutsch soll zus\u00e4tzlich m\u00f6glich werden.</p>","ReasonText":"<p>Dialekte pr\u00e4gen den Charakter und sind Symbol und Ausdruck der Schweiz. Nichts dr\u00fcckt besser die Vielfalt unseres Landes aus. </p><p>Wir erleben einen nachhaltigen Umschwung im Verh\u00e4ltnis zu den schweizerdeutschen Dialekten als Schl\u00fcsselmerkmal der Deutschschweizer Identit\u00e4t. Der Dialekt gilt als sch\u00fctzens- und pflegenswert. Die Verwendung des Dialekts breitet sich aus, weil die Mundart N\u00e4he und Vertrautheit signalisiert. Eine volksnahe Politik sollte auch N\u00e4he und Vertrautheit signalisieren und die Mundart durch eigene Anwendung st\u00e4rken. </p><p>Die Pflege der Mundart findet nicht nur bei der Jugend und in den Sozialen Medien grossen Zuspruch, sondern erlebt eine eigentliche kulturelle Bl\u00fcte. Ein Schweizer Konzern hat seinen Jahresbericht in Schweizerdeutsch abgefasst und eine Gratis-Abendzeitung ver\u00f6ffentlichte mehrmals ihre Ausgabe ausschliesslich in Dialekt, was auf grosses Interesse und Zustimmung gestossen ist. In den Kantonsparlamenten ist die Frage der Verhandlungssprache unterschiedlich geregelt. In den Kantonen AR, BE, BL, GL, SH, SO und SZ sehen die Gesch\u00e4ftsreglemente vor, dass Parlamentsmitglieder f\u00fcr ihre Beratungen neben der Schriftsprache auch die Mundart verwenden k\u00f6nnen, wobei letztere in AR, BL, SO und SZ vorgeschrieben ist. Es steht dem Nationalrat gut an, den Dialekt vermehrt zu pflegen und zur Unterstreichung der kulturellen Identit\u00e4t soll im Gesch\u00e4ftsreglement des Nationalrates ausdr\u00fccklich erw\u00e4hnt werden, dass die Beratungen im Nationalrat sowohl in der Schriftsprache, als auch in Mundart gef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. </p><p>Dialekt geh\u00f6rt f\u00fcr Schweizerinnen und -schweizer (auch f\u00fcr Westschweizer, die Dialekt sprechen im Parlament) zu ihrem Selbstverst\u00e4ndnis. Ob Sanggal\u00e4t\u00fctsch, Baseldytsch, Z\u00fcrit\u00fctsch oder B\u00e4rnd\u00fctsch: Auch im digitalen 21. Jahrhundert hat Dialekt Zukunft. </p><p>Ein Dialekt ist zu pflegen und weiterzuentwickeln. Solche Pflege findet einerseits im Alltag statt. Andererseits ist gerade das Parlament ein geeigneter Ort, um lokale Dialekte zu pflegen, zu f\u00f6rdern und zu fordern, um auch f\u00fcr die Zukunft eine lokale Sprachidentit\u00e4t zu erhalten.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die vom Motion\u00e4r beantragte Erg\u00e4nzung der Verhandlungssprachen k\u00f6nnte nicht einzig mit einer Anpassung des Gesch\u00e4ftsreglements des Nationalrates (GRN; SR 171.13) umgesetzt werden, sondern w\u00fcrde vorg\u00e4ngig eine Revision des Bundesgesetzes \u00fcber die Landessprachen und die Verst\u00e4ndigung zwischen den Sprachgemeinschaften (<a href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2009/821/de\">Sprachengesetz</a>, SpG; SR 441.1) bedingen.</p><p>Im SpG wird der Gebrauch der Amtssprachen (<a href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2009/821/de\">Art. 5 SpG</a>) durch die Bundesbeh\u00f6rden geregelt: Gem\u00e4ss <a href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/2009/821/de\">Artikel\u00a08 Absatz\u00a01 </a>\u00e4ussert sich jedes Mitglied in den Beratungen der eidgen\u00f6ssischen R\u00e4te und in ihren Kommissionen in einer Landessprache seiner Wahl. Landessprachen sind gem\u00e4ss <a href=\"https://www.fedlex.admin.ch/eli/cc/1999/404/de\">Artikel\u00a04 der Bundesverfassung (BV</a>; SR 101) Deutsch, Franz\u00f6sisch, Italienisch und R\u00e4toromanisch.</p><p>Die Verst\u00e4ndigung und der Austausch zwischen den Sprachgemeinschaften w\u00fcrde durch das Verwenden der Mundart in der Bundesversammlung erschwert.</p><p>Nebst diesen juristischen und sprachpolitischen Aspekten w\u00fcrde die Umsetzung der Motion zu Problemen und Fragen bei der Simultan\u00fcbersetzung und der schriftlichen Publikation der Voten im Amtlichen Bulletin f\u00fchren:</p><p>Einerseits w\u00e4re die Simultan\u00fcbersetzung im Nationalrat aus einer Deutschschweizer Mundart ins Franz\u00f6sische, resp. Italienische aus folgenden Gr\u00fcnden nicht machbar:</p><p>- An den Dolmetscherschulen wird ausschliesslich Hochdeutsch gelehrt/trainiert.</p><p>- Im Unterschied zu kantonalen Parlamenten - wie z.B. Grosser Rat Bern, wo haupts\u00e4chlich Berndeutsch gesprochen wird - sind im Nationalrat verschiedenste Deutschschweizer Dialekte vertreten, die aufgrund der terminologischen Unterschiede einzeln erlernt werden m\u00fcssten.</p><p>Es gilt zu beachten, dass in den beiden Kantonsparlamenten Freiburg und Wallis, die nebst Bern auch \u00fcber eine Simultan\u00fcbersetzung der Plenarverhandlungen verf\u00fcgen, Hochdeutsch und nicht Mundart gesprochen wird. In den anderen, vom Motion\u00e4r aufgef\u00fchrten Kantonen (AR, BL, GL, SH, SO, SZ) wird nicht simultan gedolmetscht.</p><p>Andererseits gilt es in Bezug auf die schriftliche Publikation der Voten festzuhalten, dass die Umsetzung des Vorstosses einen betr\u00e4chtlichen Mehraufwand bedeuten w\u00fcrde, selbst wenn die Motion so zu verstehen w\u00e4re, dass die auf Dialekt gehaltenen Voten im Amtlichen Bulletin weiterhin auf Hochdeutsch wiedergegeben werden. Man k\u00f6nnte Reden auf Schweizerdeutsch nicht mehr so zeitnah publizieren wie bisher. Je mehr Rednerinnen und Redner Mundart sprechen w\u00fcrden, desto l\u00e4nger w\u00fcrde die Wartezeit, bis das Votum online gestellt w\u00e4re.</p><p>W\u00e4re die Motion so zu verstehen, dass die Voten der Ratsmitglieder in Schweizerdeutsch verschriftlicht werden, dann w\u00fcrde sich der Zeitaufwand um ein Mehrfaches erh\u00f6hen. Auch m\u00fcssten wohl Spezialistinnen und Spezialisten der verschiedenen Dialekte beigezogen werden.</p><p>Aus all diesen Gr\u00fcnden kommt das B\u00fcro zum Schluss, die Verhandlungen in der Bundesversammlung weiterhin in den Landessprachen zu f\u00fchren und die Mundart bei anderen Gelegenheiten zu pflegen.</p> Das B\u00fcro beantragt, die Motion abzulehnen.Eine Minderheit (Aeschi Thomas, B\u00fcchel Roland) beantragt die Annahme der Motion.","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1675987200000)\/","SubmittedBy":"Reimann Lukas","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1682985600000)\/","ResponsibleDepartment":1,"ResponsibleDepartmentName":"Parlament","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"Parl","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"421|2831","Category":"IV","Modified":"\/Date(1763108912557)\/","SubmissionDate":"\/Date(1671062400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5117,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Parlament|Kultur"}}