{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224578,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224578,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224578,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224578,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224578,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224578,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224578,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224578,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224578,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224578,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224578,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224578,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224578,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224578,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224578,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224578,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20224578,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20224578,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"22.4578","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Transitionsversorgung junger Menschen in der Schweiz","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>1. Wie beurteilt der Bundesrat die Situation der Transitionsversorgung (\u00dcbergang Jugendliche, junge Erwachsene) in der Schweiz?</p><p>2. Im Jahr 2020 identifizierte eine Studie \"gravierende Versorgungsl\u00fccken\" in diesem Bereich. Welche Massnahmen haben der Bund und die Kantone seither ergriffen, um diese Versorgungsl\u00fccke zu bew\u00e4ltigen? </p><p>3. Mit welchen Massnahmen kann aus Sicht des Bundesrates die Transitionsversorgung verbessert werden?</p><p>4. Braucht es aus Sicht des Bundesrates eine Anpassung der tariflichen Strukturen?</p>","ReasonText":"<p>Heranwachsende zwischen 16 und 24 Jahren befinden sich in einer besonders vulnerablen Phase. Sie durchlaufen eine Reihe psychosozialer Ver\u00e4nderungen, werden autonom, entwickeln ihre eigene Pers\u00f6nlichkeit und besch\u00e4ftigen sich mit der Zukunft. Bis Mitte 2023 wird der Bundesrat in Erf\u00fcllung des Postulates dringlichen Bericht die Situation in Bezug auf die psychische Versorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aufzuzeigen und auch konkrete Massnahmen zur Wahrung der psychischen Gesundheit und zur Versorgungssicherstellung der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen (insbesondere Studierende) auff\u00fchren. </p><p>Eine Studie aus dem Jahr 2020 identifiziert diverse Schwachstellen bei der Transitionversorgung, also bei der Versorgung von Jugendlichen beim \u00dcbergang vom Jugend- zum Erwachsenalter. Gesetzliche, budget\u00e4re, tarifliche, fachdisziplin\u00e4re und versorgungskonzeptionelle Unterschiede und Abgrenzungen, die sich mit der Status\u00e4nderung der Patientinnen und Patienten beim 18. Geburtstag ergeben, sowie ein fehlender Ver\u00e4nderungsdruck und Anreiz im Schweizer Gesundheitsmodell und der Politik verhindern eine zielgerichtete Entwicklung. Bei Expert:innen herrscht ein Konsens, dass f\u00fcr psychisch kranke Adoleszente in der Transitionsphase schweizweit eine kritische Versorgungsl\u00fccke besteht. Diverse Massnahmen k\u00f6nnten die Versorgungsl\u00fccke entsch\u00e4rfen, so beispielsweise die bessere Verg\u00fctung spezifischer Leistungen. Angepasste Tarife k\u00f6nnten das Einrichten spezifischer transitionspsychiatrischer Angebote zu einer optimierten Behandlung von jungen Patientinnen und sowie den Austausch zwischen Erwachsenen-Psychiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie f\u00f6rdern.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Gem\u00e4ss dem Nationalen Gesundheitsbericht 2020 verf\u00fcgt die Schweiz \u00fcber eine Vielzahl an (hoch-)spezialisierten Angeboten f\u00fcr die Pr\u00e4vention, Fr\u00fcherkennung, Behandlung und Rehabilitation von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Potenzielle L\u00fccken und Herausforderungen werden bez\u00fcglich der Sicherstellung der praxisp\u00e4diatrischen Versorgung, der psychiatrisch-psychotherapeutischen Versorgung und bei den \u00dcberg\u00e4ngen in die Erwachsenenmedizin geortet (vgl. www.gesundheitsbericht.ch). Der Bundesrat fokussiert in seiner Antwort auf die Transitionspsychiatrie, auf welcher sich auch der erw\u00e4hnte Bericht bezieht.</p><p>Der Bundesrat erachtet eine gute psychiatrische Versorgung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen angesichts der aktuellen Zunahme von psychischen St\u00f6rungen und Verhaltensst\u00f6rungen sowie von Suizidversuchen bei jungen Menschen als h\u00f6chst relevant. Dazu geh\u00f6rt auch, dass die Angebote m\u00f6glichst ohne lange Wartefristen zug\u00e4nglich sind. Wie der im Auftrag des Bundesamtes f\u00fcr Gesundheit (BAG) erstellte Bericht \"Station\u00e4re und tagesklinische Angebote der psychiatrischen Gesundheitsversorgung an der Schnittstelle des Jugend- und Erwachsenenalters in der Schweiz\" im Januar 2020 aufgezeigt hat, sind die bestehenden transitionspsychiatrischen Angebote bei weitem nicht ausreichend (<a href=\"http://www.bag.admin.ch/psychische-gesundheit\">www.bag.admin.ch/psychische-gesundheit</a> &gt; Gesundheitsversorgung psychisch erkrankter Personen &gt; Datenlage zur psychischen Gesundheit und zur psychiatrischen Versorgung).</p><p>Allerdings ist anzumerken, dass viele Kantone inzwischen Massnahmen ergriffen haben, um die Versorgung im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie zu verbessern. So zeigte eine unver\u00f6ffentlichte Umfrage des BAG im Herbst 2022, dass fast alle Kantone und Regionen mehr station\u00e4re Pl\u00e4tze geschaffen und das Personal in der Kinder- und Jugendpsychiatrie aufgestockt haben (vgl. Antwort auf die Ip. 22.4360 Bellaiche). Eine aktuelle \u00dcbersicht \u00fcber das bestehende Angebot im Bereich der Transitionspsychiatrie liegt nicht vor.</p><p>2. Der Bund hat die in der Antwort 1 erw\u00e4hnte Studie in Auftrag gegeben und begleitet die Entwicklung der Versorgungssituation im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie weiterhin im Rahmen seiner Kompetenzen. Er wird darauf achten, die Transitionspsychiatrie dabei mitzuber\u00fccksichtigen. Zudem wird er pr\u00fcfen, wie die Datengrundlage verbessert werden kann, u.a. im Rahmen des Nationalen Gesundheitsberichts 2025 zur psychischen Gesundheit. Ob die Kantone spezifische Massnahmen im Bereich Transitionspsychiatrie ergriffen haben, ist dem Bund nicht bekannt.</p><p>3. Aus Sicht des Bundesrats ist es grunds\u00e4tzlich notwendig, die psychiatrische Versorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu verbessern. Dazu sind auch Massnahmen zur Behebung des Fachkr\u00e4ftemangels und der Finanzierung von intermedi\u00e4ren Versorgungsstrukturen zu ergreifen. Die Sicherstellung der Gesundheitsversorgung liegt grunds\u00e4tzlich in der Kompetenz der Kantone. Das BAG unterst\u00fctzt die zust\u00e4ndigen Akteure, um diese Herausforderungen anzugehen. Gem\u00e4ss dem erw\u00e4hnten Bericht erachten die befragten Expertinnen und Experten die Entwicklung eines Positionspapiers und die Erarbeitung von Qualit\u00e4tsstandards f\u00fcr transitionspsychiatrische Angebote und Behandlungen als wichtige initiale Schritte. Empfohlen wird deshalb die Gr\u00fcndung einer entsprechenden Fachgesellschaft oder Fachsektion. Damit verbunden werden k\u00f6nnte die Einf\u00fchrung eines spezifischen F\u00e4higkeitsausweises oder Fachschwerpunktes. Zust\u00e4ndig f\u00fcr die Umsetzung dieser Massnahmen sind die Fachpersonen.</p><p>4. In den meisten Kantonen gibt es unterschiedlich hohe Tarife f\u00fcr station\u00e4re Behandlungen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und in der Erwachsenenpsychiatrie. Dies beeinflusst die Behandlung in der Transitionspsychiatrie. Nach dem Bundesgesetz \u00fcber die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) ist es Sache der Leistungserbringer und Versicherer (Tarifpartner) die Tarife und Preise f\u00fcr KVG-Leistungen in Vertr\u00e4gen zu vereinbaren. Eine sachgerechte Tarifierung der Leistungen liegt folglich in der Verantwortung der Tarifpartner und unterliegt der Genehmigungspflicht durch die zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1677024000000)\/","SubmittedBy":"Brenzikofer Florence","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1734682687000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1745522655483)\/","SubmissionDate":"\/Date(1671148800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5117,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Gesundheit"}}