{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20230415,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20230415,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20230415,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20230415,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20230415,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20230415,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20230415,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20230415,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20230415,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20230415,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20230415,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20230415,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20230415,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20230415,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20230415,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20230415,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20230415,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20230415,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.415","BusinessType":4,"BusinessTypeName":"Parlamentarische Initiative","BusinessTypeAbbreviation":"Pa. Iv.","Title":"F\u00fcr eine leichtere Anerkennung stressbedingter Krankheiten als Berufskrankheiten","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Artikel\u00a09 Absatz\u00a02 des Unfallversicherungsgesetzes (UVG) wird wie folgt ge\u00e4ndert:</p><p>Als Berufskrankheiten gelten auch andere Krankheiten, von denen nachgewiesen wird, dass sie ausschliesslich oder \u00fcberwiegend durch berufliche T\u00e4tigkeit verursacht worden sind. (Streichung des Adverbs \"stark\").</p>","ReasonText":"<p>Die bestehende Differenz in der Beweislast nach Artikel\u00a09 Absatz\u00a01 des UVG (Berufskrankheiten, die auf der Liste der Berufskrankheiten stehen) und nach Artikel\u00a09 Absatz\u00a02 dieses Gesetzes (f\u00fcr andere m\u00f6gliche Berufskrankheiten) ist nicht mehr zeitgem\u00e4ss. Sie erschwert die Anerkennung neuer mit dem Beruf zusammenh\u00e4ngender Syndrome. Stressbedingte Erkrankungen werden deshalb kaum je als Berufskrankheiten anerkannt. Nach der Rechtsprechung muss f\u00fcr Berufskrankheiten, die nicht auf der Liste der Unfallversicherungsverordnung stehen, nachgewiesen werden, dass sie zu mehr als 75 Prozent auf die berufliche T\u00e4tigkeit zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Damit liegt die Latte sehr hoch, namentlich f\u00fcr \u00c4rztinnen und \u00c4rzte, die die Anerkennung beantragen, und dies hat eine abschreckende Wirkung. </p><p>Die Ungleichbehandlung der auf der Liste verzeichneten Berufskrankheiten und der anderen Berufskrankheiten entspricht nicht mehr dem Kenntnisstand von Arbeitsmedizin und Arbeitswissenschaft, wonach mit der beruflichen T\u00e4tigkeit verbundene, vor allem stressbedingte gesundheitliche Probleme wegen der Ver\u00e4nderungen in der Arbeitswelt (Intensivierung, Fristendruck, verschwimmende Grenzen zwischen Arbeits- und Privatleben, wachsender Dienstleistungssektor) stark zunehmen. Eine Angleichung dieser Krankheiten an diejenigen, die auf der Liste stehen, tr\u00fcge dieser Entwicklung Rechnung. Zudem k\u00f6nnte damit die Entwicklung der Berufskrankheiten dynamischer angegangen werden. Die \"anderen\" aufgrund von Artikel\u00a09 Absatz\u00a02 UVG anerkannten Berufskrankheiten k\u00f6nnten damit leichter auf die im Anhang zur UVV figurierende Liste aufgenommen werden. </p><p>Das SECO hat im Jahr 2000 den Bericht \"Die Kosten des Stresses in der Schweiz\" (1) ver\u00f6ffentlicht. Die Kosten des Stresses beliefen sich f\u00fcr die erwerbst\u00e4tige Bev\u00f6lkerung auf rund 4,2 Milliarden Franken; das entsprach etwa 1,2 Prozent des BIP. Diese Zahl verdoppelt sich, wenn man zu den direkt durch Stress verursachten Kosten die Kosten von Arbeitsunf\u00e4llen und Berufskrankheiten hinzuz\u00e4hlt. Leider wurde bisher noch keine neue solche Studie ver\u00f6ffentlicht. In einer anderen vom SECO 2014 in Auftrag gegebenen Studie (2) ist jedoch zu lesen, dass die Kosten f\u00fcr Berufskrankheiten in den entwickelten Volkswirtschaften gem\u00e4ss internationalen Studien mindestens 3 Prozent des BIP ausmachen. F\u00fcr die Schweiz entspricht dies f\u00fcr das Jahr 2022 22 Milliarden Franken. </p><p>F\u00fcr einen Grossteil der Kosten stressbedingter Krankheiten kommt die Allgemeinheit und nicht die Arbeitgeberschaft auf. Angesichts der Explosion der Krankenkassenpr\u00e4mien ist es notwendig, das Verursacherprinzip zu verst\u00e4rken, den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern einen besseren Versicherungsschutz anzubieten und st\u00e4rkere Anreize f\u00fcr den Ausbau der Pr\u00e4vention am Arbeitsplatz zu schaffen. </p><p>Das Parlament wird ersucht, dazu beizutragen, dass arbeitsbedingte Gesundheitsprobleme und durch Stress im Beruf bedingte Krankheiten vermehrt als Berufskrankheiten anerkannt werden. Wenn arbeitsbedingte Krankheiten leichter als Berufskrankheiten anerkannt werden und damit unter das UVG fallen, verbessert sich der Versicherungsschutz der betroffenen Personen. Die Krankheitskosten fallen nicht mehr bei den einzelnen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern an, die unter der steigenden Last der Krankenkassenpr\u00e4mien ohnehin schon \u00e4chzen, sondern zunehmend dort, wo sie entstehen. Die Arbeitgeber werden damit mehr in ihre Unterst\u00fctzungspflicht genommen, und die Pr\u00e4vention wird gest\u00e4rkt.</p><p>(1) Arztkosten: 1,4 Milliarden Franken, Selbstmedikation gegen Stress: 348 Millionen Franken, Kosten aufgrund von Fehlzeiten und Produktionsausfall: 2,4 Milliarden Franken.</p><p>(2) Thomas L\u00e4ubli (Seco). Gesundheitskosten hoher Arbeitsbelastungen. 2014.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"Hurni Baptiste","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1716971220000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"44|2836|2841","Category":"IV","Modified":"\/Date(1717057642833)\/","SubmissionDate":"\/Date(1678924800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5118,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Sozialer Schutz|Gesundheit"}}