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Wie eine Untersuchung ergab, war es chinesischen Angreifern gelungen, einen sogenannten Master-Key von Microsoft zu entwenden und ihn f\u00fcr ihre Zwecke zu missbrauchen. Microsoft musste sp\u00e4ter einr\u00e4umen, dass der Schl\u00fcssel nicht nur Zugang zu beliebigen Email-Konten, sondern auch Zugang zu beliebigen Accounts mit pers\u00f6nlicher Authentisierung wie Sharepoint, die Konferenz-Software Teams, OneDrive, Kundenapplikationen mit Microsoft-Login etc. zuliess. Aus einer Sicherheitsperspektive kann nicht ausgeschlossen werden, dass Teile der Cloud-Infrastruktur kompromittiert bleiben.</span></p><p>&nbsp;</p><ol><li><span style=\"color:#000000;\">Wie sch\u00e4tzt der Bundesrat das Ausmass des Vorfalls f\u00fcr die Bundesverwaltung ein?</span></li><li><span style=\"color:#000000;\">Verf\u00fcgt der Bund \u00fcber Auditrechte beim Lieferanten?</span></li><li><span style=\"color:#000000;\">Wurden die zus\u00e4tzlichen durch Microsoft den Kunden zur Verf\u00fcgung gestellten Log-Dateien \u00fcberpr\u00fcft und was wurde dabei herausgefunden?</span></li><li><span style=\"color:#000000;\">Welche Massnahmen hat der Bundesrat ergriffen, um eine allf\u00e4llige Kompromittierung bereits in die MS-Cloud migrierter Applikationen der Verwaltung zu erkennen?</span></li><li><span style=\"color:#000000;\">Wie beeinflusst der erfolgreiche Angriff auf Microsoft die bereits gef\u00e4llte Entscheidung, die B\u00fcroautomation nach Office365 zu wechseln?</span></li></ol><p>&nbsp;</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<ol><li>Die Bundesverwaltung ist vom Sicherheitsvorfall Storm 0558 gem\u00e4ss schriftlichem Statement der Firma Microsoft vom 11. August 2023 und nach aktuellem Kenntnisstand der internen Untersuchungen nicht betroffen.</li><li>Microsoft r\u00e4umt ihrer Kundschaft ein vertragliches Auditrecht ein, das es ihr n\u00f6tigenfalls erlaubt, die Datenbearbeitung durch unabh\u00e4ngige Fachleute \u00fcberpr\u00fcfen zu lassen und vermittelt der Kundschaft den Zugang zu Microsoft-internen Auditberichten.</li><li>Ja, die Logdateien wurden von den internen Leistungserbringern \u00fcberpr\u00fcft. Es wurde keine Kompromittierung der Bundesaccounts festgestellt.</li><li>Zurzeit gibt es noch keine produktiven M365 Applikationen in der Cloud. Pr\u00e4ventiv wurde ein Monitoring des Datenverkehrs und die Analyse der Logdateien durchgef\u00fchrt und als fester Bestandteil der Betriebsorganisation des internen Leistungserbringers aufgenommen. Alle Microsoft-Kontosignaturschl\u00fcssel-Schl\u00fcssel (MSA), die vor dem Vorfall aktiv waren - einschlie\u00dflich des vom Angreifer erworbenen Signierschl\u00fcssels - wurden ung\u00fcltig gemacht. Der Designfehler im Token-Validierungsprozess wurde durch Microsoft korrigiert. Die Bundesverwaltung hat Sofortmassnahmen zur Verbesserung der internen Kommunikation bei Sicherheitsvorf\u00e4llen getroffen. Der Aufbau einer Alarmorganisation im Umfeld der Cloud-Infrastruktur ist zwischen NCSC, DTI und dem BIT in Arbeit.</li><li>Der Vorfall Storm0558 hat keinen Einfluss auf den Einf\u00fchrungsentscheid von Microsoft&nbsp;365. Bereits vor dem Sicherheitsvorfall wurde festgelegt, dass keine vertraulichen Informationen (nach IschV oder ab 01.01.2024 nach ISG) oder besonders sch\u00fctzenswerte Personendaten (nach DSG) in der Cloud bearbeitet werden d\u00fcrfen. 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