{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20231056,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20231056,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20231056,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20231056,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20231056,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20231056,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20231056,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20231056,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20231056,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20231056,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20231056,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20231056,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20231056,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20231056,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20231056,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20231056,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20231056,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20231056,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.1056","BusinessType":18,"BusinessTypeName":"Anfrage","BusinessTypeAbbreviation":"A","Title":"Gesuch zur Entfernung des Wolfsrudels im Valle Onsernone/Rovana abgelehnt. Best\u00e4tigt der Bundesrat den Entscheid des Bundesamtes f\u00fcr Umwelt?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Das Bundesamt f\u00fcr Umwelt hat allen Gesuchen, die die Kantone zu pr\u00e4ventiven Absch\u00fcssen auf der Grundlage der neuen Verordnung des Bundes eingereicht haben, zugestimmt, ausser jenem zur Entfernung des Rudels im Valle Onsernone/Rovana. Die offizielle Begr\u00fcndung war, dass es in den letzten zw\u00f6lf Monaten nicht zu Rissen in gesch\u00fctzten Situationen gekommen sei. Doch nach aktuellen Informationen gab es im Valle Rovana mindestens sechs Angriffe in der Region um Bosco Gurin (13.8., 8.8., 31.7., 25.7., 17.7., 19.6.) und einen im Val di Campo (Sfille, 21.8.). In all diesen F\u00e4llen bezieht sich der Eintrag auf \u00abnicht sch\u00fctzbare Tiere\u00bb. Insgesamt wurden bei diesen Angriffen zwanzig Schafe und sieben Ziegen gerissen, weitere sind verschwunden. Es scheint seltsam, um nicht zu sagen absurd, dass man die \u00abnicht sch\u00fctzbaren\u00bb Tiere nicht gleich ber\u00fccksichtigt wie die \u00abangemessen gesch\u00fctzten Tiere\u00bb, wenn man die Entfernung des betreffenden Rudels zum Ziel hat. Ich erinnere daran, dass sowohl das Gesetz als auch die Verordnung vorgeben, dass die Schutzmassnahmen zumutbar sein m\u00fcssen (also dem Kosten-Nutzen-Prinzip entsprechen m\u00fcssen). Das Ganze ist noch weniger verst\u00e4ndlich, wenn man daran denkt, dass der Bund und der Kanton Tessin zwischen 2020 und 2023 die Erstellung einer Karte finanziert haben, auf der alle Tessiner Alpen aufgef\u00fchrt sind, auf denen keine Schutzmassnahmen m\u00f6glich sind und die somit als \u00abnicht sch\u00fctzbar\u00bb eingestuft werden m\u00fcssen. Die Gleichsetzung von \u00abangemessen gesch\u00fctzt\u00bb und \u00abnicht sch\u00fctzbar\u00bb ist besonders wichtig, weil das betroffene Gebiet, in dem das Rudel vom Valle Onsernone/Rovana jagt, mehrheitlich so beschaffen ist, dass keine zumutbaren Schutzmassnahmen angewendet werden k\u00f6nnen.</p><p>Ich bitte daher den Bundesrat, die folgenden Fragen zu beantworten:</p><p>1. H\u00e4lt er den Entscheid des Bundesamtes f\u00fcr Umwelt f\u00fcr korrekt, das den Tessiner Beh\u00f6rden verbietet, das Rudel im Valle Onsernone/Rovana zu eliminieren?<br>2. Denkt er nicht, in Anbetracht der oben dargelegten Argumente, dass es notwendig ist, die Kategorien \"angemessen gesch\u00fctzt\" und \"nicht sch\u00fctzbar\" einander gleichzusetzen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<div><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Gem\u00e4ss der seit dem 1. Dezember 2023 in Kraft gesetzten Revision des Jagdgesetzes (JSG) und der Jagdverordnung (JSV) d\u00fcrfen die Kantone gest\u00fctzt auf Artikel 7a JSG mit Zustimmung des Bundesamtes f\u00fcr Umwelt (BAFU) eine proaktive Regulierung von Wolfsrudeln bewilligen. </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Diese proaktive Regulierung besteht grunds\u00e4tzlich darin, dass bis zu zwei Drittel der Jungtiere eines Rudels entfernt werden d\u00fcrfen (Art. 4b Abs. 3 Bst. b JSV). Soweit gewisse Voraussetzungen erf\u00fcllt sind, d\u00fcrfen im Rahmen der Regulierung auch ganze Rudel entfernt werden. Dies ist zul\u00e4ssig, wenn zum einen der minimale Wolfsbestand in der jeweiligen Region nach Anhang 3 der Jagdverordnung (JSV) \u00fcberschritten ist und der Schwellenwert mit dem Abschuss nicht unterschritten wird (Art. 4b Abs. 3 Bst. c JSV). Zum anderen darf ein ganzes Rudel nur dann entfernt werden, wenn es sich dabei um ein </span><span style=\"font-family:Arial; font-style:italic\">auff\u00e4lliges Rudel</span><span style=\"font-family:Arial\"> handelt. Ein solch auff\u00e4lliges Rudel ist dann gegeben, wenn sich dessen W\u00f6lfe in den letzten zw\u00f6lf Monaten a) auf das Reissen von Tieren der Rinder- oder Pferdegattung zu spezialisieren begonnen, b) Herdenschutzmassnahmen umgangen oder wenn sie c) Menschen gegen\u00fcber ein \u00abunerw\u00fcnschtes Verhalten\u00bb entwickelt haben (vgl. Erl\u00e4uterungen zur \u00c4nderung der Jagdverordnung von 1. Nov. 2023, S. 8). Herdenschutzmassnahmen (b) k\u00f6nnen dabei nur auf einer sch\u00fctzbaren Alp getroffen werden. </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Das Reissen von ungesch\u00fctzten Nutztieren oder von Nutztieren auf nicht sch\u00fctzbaren Alpen ist als normales Wolfsverhalten zu beurteilen. Wenn demnach W\u00f6lfe eines Rudels Schafe oder Ziegen auf nicht sch\u00fctzbaren Alpen ohne Herdenschutzmassnahmen gerissen haben, kann nach aktuellem Recht nicht von einem auff\u00e4lligen Rudel gesprochen und folglich nicht das ganze Rudel entfernt werden. W\u00fcrde man die nicht sch\u00fctzbare Alp mit der sch\u00fctzbaren Alp gleichsetzen, w\u00fcrde die Unterscheidung zwischen einem auff\u00e4lligen und einem unauff\u00e4lligen Rudel bei der Pr\u00fcfung der Entfernung ganzer Rudel aufgehoben.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Auf Grundlage der dem BAFU zur Verf\u00fcgung stehenden Informationen waren beim Onsernone-Rudel bei der Pr\u00fcfung, ob im Rahmen der Regulierung das ganze Rudeln entfernt werden durfte, die Anforderungen nach Anhang 3 JSV erf\u00fcllt. Hingegen hatten die W\u00f6lfe des Rudels in den letzen zw\u00f6lf Monaten weder Rinder noch Pferde gerissen, noch hatten sie gegen\u00fcber Menschen ein unerw\u00fcnschtes Verhalten entwickelt. Nutztiere (Schafe und Ziegen) hatten die W\u00f6lfe zwar gerrissen, die Risse erfolgten jedoch auf nicht sch\u00fctzbaren Alpen. Damit waren beim Onsernone-Rudel die Anforderungen an die Entfernung eines </span><span style=\"font-family:Arial; font-style:italic\">ganzen</span><span style=\"font-family:Arial\"> Rudels nicht erf\u00fcllt. Entsprechend erachtet der Bundesrat den Entscheid des BAFU, anstelle der Zustimmung zur Eliminierung des gesamten Onserone-Rudels dem Abschuss von insgesamt zwei Drittel der Jungtiere zuzustimmen, als in \u00dcbereinstimmung mit dem geltenden Recht.</span></p></div>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1708473600000)\/","SubmittedBy":"Marchesi Piero","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1708520541000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1763098495183)\/","SubmissionDate":"\/Date(1701907200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5201,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Umwelt|Landwirtschaft"}}