{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233312,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233312,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233312,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233312,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233312,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233312,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233312,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233312,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233312,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233312,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233312,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233312,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233312,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233312,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233312,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233312,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233312,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233312,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3312","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Materialverschwendung in der Chirurgie","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die chirurgische Disziplin ist eine nicht unwichtige Produzentin von Materialverschwendungen. Auch die Chirurgie kann einen Beitrag zum Umweltschutz und zur Nachhaltigkeit leisten. Abfall von Krankenh\u00e4usern entsteht zu einem knappen Drittel bei Operationen, was insbesondere auf die zunehmende Nutzung von Einmalartikeln zur\u00fcckzuf\u00fchren ist; modernere Sterilisationsmethoden werden oft nicht aus Kostengr\u00fcnden genutzt. Einweg statt Mehrweg, dieser Trend zeigt sich seit einigen Jahren bei Scheren, Pinzetten und anderen Instrumenten in Krankenh\u00e4usern und Arztpraxen (vgl. Fotos). </p><p>Die Einwegbestecke sind in der Regel aus Stahl oder Kunststoff (Polymer) hergestellt. Das Problem bei den Einweginstrumenten ist, dass sie nicht oder bestenfalls nur teilweise recycelt werden k\u00f6nnen. Dabei enthalten die Instrumente zum Beispiel kostbares Chrom, das im Spitalabfall praktisch verloren geht. Um die Instrumente zu recyceln, m\u00fcssten diese allerdings getrennt gesammelt und anschliessend zur Verwertung gegeben werden.</p><p>1. Verfolgt der Bund diese Tendenz von Mehrwegmaterial zu Einwegmaterial in den chirurgischen Disziplinen?</p><p>2. Wie sieht die \u00d6kobilanz f\u00fcr Einweg- und f\u00fcr Mehrwegmaterial aus?</p><p>3. Hat der Bund M\u00f6glichkeiten einzugreifen und wenn ja \u00fcber welche gesetzliche Grundlage?</p><p>4. Unternimmt der Bund in diesem Bereich bereits etwas zugunsten der Nachhaltigkeit?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Der Bund verf\u00fcgt \u00fcber keine Daten zur Entwicklung des Einsatzes von Mehrweg- bzw. Einwegmaterial in chirurgischen Disziplinen.</p><p>2. Unter normalen Bedingungen weisen Mehrwegprodukte gegen\u00fcber Einwegprodukten dann \u00f6kologische Vorteile auf, wenn sie lange und oft gebraucht werden. Etwas differenzierter zu betrachten ist die Situation im Gesundheits- und Spitalbereich und speziell in der Chirurgie, wo sehr hohe Anforderungen und Auflagen bez\u00fcglich Hygiene gelten und auch notwendig sind: Die dort verwendeten Instrumente m\u00fcssen vor und nach jedem Gebrauch zwingend sterilisiert werden. Die energieintensive Dampfsterilisation hat einen entscheidenden Einfluss auf die Umweltbilanz der Instrumente. Bei den Treibhausgasemissionen macht sie bis zu 90 Prozent aus. In Bereichen, die aus hygienischer Sicht weniger kritisch sind, sind die Mehrwegvarianten aus Stahl von oft verwendeten Instrumenten wie chirurgische Scheren und Pinzetten aber \u00f6kologisch vorteilhafter als Einweginstrumente. Die bedeutendsten Ursachen von Treibhausgasemissionen der Spit\u00e4ler liegen aber bei der Heizung (26%), der Verpflegung, inklusive Food Waste (17%), der Geb\u00e4udeinfrastruktur (15%) und den Medikamenten (12%). Kleinger\u00e4te und -instrumente sowie die Entsorgungsdienstleistungen sind von untergeordneter Bedeutung.</p><p>3. Das Heilmittelgesetz (HMG, SR 812.21) erlaubt es dem Bundesrat, grunds\u00e4tzliche Anforderungen an Medizinprodukte zu formulieren. Im HMG steht jedoch der Schutz der Gesundheit im Vordergrund. So ist beispielsweise die Aufbereitung von gebrauchten Einmalprodukten und deren Weiterverwendung in der Medizinprodukteverordnung (MepV, SR 812.213) verboten. Das Umweltschutzgesetz (USG; SR 814.01) w\u00fcrde es dem Bundesrat erlauben, ein Verbot f\u00fcr das Inverkehrbringen von Produkten zu erlassen, die f\u00fcr eine einmalige und kurzfristige Verwendung bestimmt sind. Dies allerdings nur, wenn der Nutzen dieser Produkte die durch sie verursachte Umweltbelastung nicht rechtfertigt. Ein Verbot steht aber aus Gr\u00fcnden des Gesundheitsschutzes nicht zur Diskussion.</p><p>4. Bei Medizinprodukten steht - wie vorstehend ausgef\u00fchrt - die Sicherheit von Patientinnen und Patienten und des Personals im Vordergrund. Die Anforderungen an die Qualit\u00e4t und Sicherheit von Medizinprodukten wurden mit dem revidierten Medizinprodukterecht weiter erh\u00f6ht. Zudem ist die Wahl der verwendeten Materialien und Instrumente in Spit\u00e4lern und Arztpraxen eine unternehmerische Entscheidung.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1684886400000)\/","SubmittedBy":"Weichelt Manuela","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1742546681000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1745522722197)\/","SubmissionDate":"\/Date(1678924800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5118,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Gesundheit"}}