{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233317,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233317,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233317,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233317,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233317,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233317,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233317,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233317,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233317,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233317,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233317,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233317,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233317,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233317,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233317,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233317,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233317,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233317,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3317","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Nachhaltigkeit der Windkraft?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird gebeten zum Thema Windkraft folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Weshalb kann und wird in der Schweiz Windkraft nicht rentabel betrieben?</p><p>2. Wie hoch ist die Nettoproduktion von Windkraftanlagen in der Schweiz?</p><p>3. Wie gross sind die Schwankungen der Energieproduktion von Windanlagen und wie hoch ist die Auslastung pro Jahr mit produktiven Stunden?</p><p>4. Wurden bei den teilweise seit Jahren bestehenden Windenergieanlagen detaillierte betriebswirtschaftliche Daten durch den Bund erhoben? Wenn nein, weshalb nicht? Wenn ja, wurden diese durch den Bund ausgewertet? Sind allf\u00e4llige solche Daten f\u00fcr die Entscheidungsfindung neuer Anlagen verf\u00fcgbar?</p><p>5. Wie stehen die R\u00fcckbaukosten im Verh\u00e4ltnis zu den Investitionskosten?</p><p>6. Woher kommen kritische oder selten Rohstoffe f\u00fcr Windkraftanlagen? Welche Abh\u00e4ngigkeiten sind damit verbunden?</p><p>7. Wie werden sich die zahlreichen Windanlagen auf den Schweizer Tourismus auswirken, welche massgeblich von der m\u00f6glichst unber\u00fchrten und eindr\u00fccklichen Landschaft lebt?</p><p>8. Wieviel Wald wird gerodet werden m\u00fcssen, um die geplanten Windparks zu bauen?</p><p>9. Wie wird sich ein weiterer Ausbau von Windenergieanlagen auf das Management der \u00dcbertragungsnetze auswirken?</p><p>10. Wie wird sichergestellt, dass die KEV (Kostendeckende Einspeiseverg\u00fctung) dynamisch mit dem Energiepreis im Markt koordiniert wird?</p><p>11. Wie wird sichergestellt, dass keine KEV an unrentable Windkraftanlagen bezahlt werden?</p><p>12. Wie ver\u00e4ndern sich die Grundst\u00fcck- und Hauspreise im Umfeld von neuen Windkraftanlagen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Rentabilit\u00e4t des Betriebs einer Windenergieanlage h\u00e4ngt von verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise vom Standort, der Windgeschwindigkeit, der vorhandenen Infrastruktur und vom R\u00fcckliefertarif. Es kann daher nicht generell gesagt werden, dass Windenergieanlagen in der Schweiz nicht rentabel betrieben werden k\u00f6nnen. So beanspruchen die Anlagen des Windparks in St-Brais im Kanton Jura keine F\u00f6rderung.</p><p>2. Im Jahr 2022 betrug die gesamte Produktion aller Windenergieanlagen 153 Gigawatt-Stunden (GWh). Die j\u00e4hrliche Nettoproduktion aller in der Schweiz in Betrieb stehender Windenergieanlagen ist auf der Webseite des Bundesamts f\u00fcr Energie (BFE) ersichtlich.</p><p>3. Die mittlere Anzahl Volllaststunden der Windenergieanlagen in der Schweiz liegt zwischen 1'500 und 2'500 Stunden pro Jahr. Ausnahmen sind die Standorte Gries im Kanton Wallis und Rengg im Kanton Luzern, deren Auslastung deutlich tiefer ist. Zu den Schwankungen der Stromproduktion aller erneuerbaren Technologien geben die von der Pronovo AG monatlich publizierten viertelst\u00fcndlichen Lastgangprofile Auskunft.</p><p>4. Zu den Anlagen, die sich im F\u00f6rdersystem der Einspeiseverg\u00fctungssystems (KEV) befinden, verf\u00fcgt das BFE nicht \u00fcber betriebswirtschaftliche Daten. Investitionsbeitr\u00e4ge an Windenergieprojekte k\u00f6nnen erst seit dem 1. Januar 2023 ausgerichtet werden. Dazu liegen jedoch noch keine auswertbaren Daten vor.</p><p>5. Gem\u00e4ss der Studie \"Entwicklung eines Konzepts und Massnahmen f\u00fcr einen ressourcensichernden R\u00fcckbau von Windenergieanlagen\" des deutschen Umweltbundesamtes aus dem Jahr 2019 liegen die R\u00fcckbaukosten von Windenergieanlagen - je nach Bauart und Gr\u00f6sse der Anlage - zwischen 40'000 und 250'000 Euro pro Anlage. In der Regel wird im Rahmen der Baubewilligung eine Bankgarantie \u00fcber die voraussichtlichen R\u00fcckbaukosten verlangt. Die Investitionskosten sind - je nach Standort - sehr variabel, weshalb dazu keine pauschalen Angaben gemacht werden k\u00f6nnen.</p><p>6. In den Generatoren einiger Typen von Windenergieanlagen werden Permanentmagnete eingesetzt, die das Element Neodym enthalten. Neodym wird haupts\u00e4chlich in China abgebaut und aufbereitet. Gem\u00e4ss den Informationen des BFE enthalten die in der Schweiz in Betrieb stehenden Windenergieanlagen kein Neodym.</p><p>7. Rund um den Windpark Mt. Crosin im Kanton Bern existiert seit Jahren ein Tourismusangebot. Das gilt ebenso f\u00fcr die F\u00fchrungen des Tourismusvereins Andermatt durch den Windpark G\u00fctsch. Aus diesen beiden Beispielen lassen sich keine generellen Schl\u00fcsse ziehen. Die Auswirkungen auf den lokalen Tourismus m\u00fcssen im Einzelfall gepr\u00fcft werden.</p><p>8. Eine Auswertung des Bundesamts f\u00fcr Umwelt (BAFU) hat ergeben, dass f\u00fcr eine Windenergieanlage im Wald mit einer Gesamtrodungsfl\u00e4che (definitive plus tempor\u00e4re Rodung) von rund 0,5 bis 1 Hektar zu rechnen ist. Das tats\u00e4chliche Ausmass der Rodungen h\u00e4ngt davon ab, welcher Anteil der Anlagen im Wald zu liegen kommt.</p><p>9. Lokal muss der Anschluss der Windenergieanlagen ans Stromnetz und die Aufrechterhaltung der Frequenz- und Spannungshaltung sichergestellt werden. F\u00fcr das \u00dcbertragungsnetz sind die in der Schweiz geplanten Windparks mit einer Leistung von weniger als 100 Megawatt (MW) von untergeordneter Bedeutung. Ein Anschluss ans \u00dcbertragungsnetz ist erst ab einer Leistung von etwa 150 MW erforderlich. Die bei einem Ausfall eines Windparks erforderliche Ausgleichsenergie kann mit dem bereits bisher vorgehaltenen Umfang an Regelleistung durch die nationale Netzgesellschaft erbracht werden.</p><p>10. Im Jahr 2018 wurde beim Einspeiseverg\u00fctungssystem die Direktvermarktung eingef\u00fchrt. Das bedeutet, dass die Anlagenbetreiber ihre Elektrizit\u00e4t selber am Markt verkaufen. Die Einspeiseverg\u00fctung setzt sich aus dem vom Betreiber am Markt erzielten Erl\u00f6s und der Einspeisepr\u00e4mie f\u00fcr die eingespeiste Elektrizit\u00e4t zusammen. Die Einspeisepr\u00e4mie ergibt sich aus der Differenz zwischen dem zugesicherten Verg\u00fctungssatz und dem Referenz-Marktpreis. Somit schwankt die H\u00f6he der Einspeisepr\u00e4mie mit der H\u00f6he des Referenz-Marktpreises.</p><p>11. Das Einspeiseverg\u00fctungssystem soll sicherstellen, dass Anlagen, die Elektrizit\u00e4t aus erneuerbaren Energien erzeugen, kostendeckend bzw. kostenorientiert betrieben werden k\u00f6nnen.</p><p>12. Die Studie \"Untersuchung der Preiswirkung von Windenergieanlagen auf Einfamilienh\u00e4user\" der Firma W\u00fcest Partner aus dem Jahr 2019 kommt zum Schluss, dass im Umfeld von bestehenden und geplanten Windenergieanlagen keine eindeutigen und statistisch signifikanten Effekte auf die Preise von Einfamilienh\u00e4usern festgestellt werden k\u00f6nnen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1683676800000)\/","SubmittedBy":"Burgherr Thomas","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1703238052000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|52|66","Category":null,"Modified":"\/Date(1751297557833)\/","SubmissionDate":"\/Date(1678924800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5118,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Umwelt|Energie"}}