{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233319,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233319,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233319,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233319,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233319,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233319,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233319,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233319,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233319,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233319,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233319,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233319,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233319,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233319,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233319,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233319,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233319,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233319,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3319","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Auswirkung hochverarbeiteter Lebensmittel auf Gesundheit, Natur und Landwirtschaft","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht \u00fcber den Konsum hochverarbeiteter Lebensmittel (UPF) in der Schweiz und dessen Auswirkungen auf die Gesundheit (insbesondere im Zusammenhang mit den nicht\u00fcbertragbaren Krankheiten [NCD]), auf die Umwelt und auf die schweizerische landwirtschaftliche Produktion zu erarbeiten. Der Bericht soll zudem Empfehlungen enthalten.</p>","ReasonText":"<p>In seiner Antwort auf die Interpellation Thorens 19.3462 verweist der Bundesrat auf die Nationale Ern\u00e4hrungserhebung menuCH, wonach \"ein Ziel der Schweizer Ern\u00e4hrungsstrategie [...] insbesondere in der Verbesserung der Rezepturen von verarbeiteten Lebensmitteln [besteht], die wie Joghurt oder Fr\u00fchst\u00fcckszerealien zu einer ausgewogenen Ern\u00e4hrung geh\u00f6ren. Im Fokus steht dabei nicht der Grad der Verarbeitung des Produkts, sondern die Bedeutung der Lebensmittelgruppe f\u00fcr eine ausgewogene Ern\u00e4hrung\".</p><p>Es ist jedoch belegt, dass hochverarbeitete Produkte Auswirkungen auf Gesundheit, Natur und Landwirtschaft haben. Sie enthalten als Charakteristikum kosmetische (gereinigte und/oder synthetische) Inhaltsstoffe zur Ver\u00e4nderung von Geschmack, Farbe, Aroma und Textur. Dazu geh\u00f6ren neben k\u00fcnstlichen Zusatzstoffen auch zugesetzter und/oder raffinierter Zucker, Salz und andere Produkte, die zu unechten Lebensmitteln verarbeitet werden (Geliermittel, Verdickungsmittel etc.). So ist beispielsweise Maltodextrin, das durch Cracking von Weizen oder Mais entsteht, in der Zusammensetzung von UPF weit verbreitet. Dieser Zusatzstoff beschleunigt die Aufnahme von Zucker in den Blutkreislauf und ist deshalb problematisch f\u00fcr Diabetikerinnen und Diabetiker, die ihm ohne ihr Wissen t\u00e4glich ausgesetzt sind. Ein weiteres Beispiel sind die Fleischersatzprodukte, f\u00fcr die es noch keine Ern\u00e4hrungsempfehlungen gibt.</p><p>Der Bericht \u00fcber die UPF sollte namentlich auf Folgendes eingehen:</p><p>- die Zusammenh\u00e4nge zwischen dem Konsum von UPF und NCD. Die Literatur zu diesem Thema ist vorhanden, aber es fehlen noch entsprechende Empfehlungen aus der Schweiz;</p><p>- die Auswirkungen von UPF, deren Herstellung eine industrielle Ausbeutung der B\u00f6den und allgegenw\u00e4rtige Plastikverpackungen bedingt, auf die Natur;</p><p>- die Auswirkungen der (fast vollst\u00e4ndig im Ausland stattfindenden) Produktion von UPF auf die Schweizer Landwirtschaft. Aufgrund ihrer geringen Kosten ersetzen UPF n\u00e4mlich zunehmend lokal produzierte Lebensmittel.</p><p>Auch die WHO empfiehlt den Staaten derzeit, die Forschung in diesem Bereich voranzutreiben.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Einen Zusammenhang zwischen der Gesundheit und dem Konsum hochverarbeiteter Lebensmittel (\"ultra-processed food\", UPF) herzustellen, ist schwierig und setzt aufw\u00e4ndige Studien voraus. Zwischen den gesundheitlichen Auswirkungen eines Verarbeitungsgrades und der Tatsache, dass solche Lebensmittel oft viel Salz und/oder Zucker enthalten, zu unterscheiden, ist dabei nicht einfach. Das Thema ist gleichwohl von Interesse und wird weltweit erforscht, die Ergebnisse sind bisher jedoch noch umstritten. Das Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV) hat hierzu Anfang 2023 ein Projekt in Auftrag gegeben, das den Zusammenhang zwischen dem Konsum von UPF und den Essgewohnheiten untersucht. Die Ergebnisse werden 2024 vorliegen.</p><p>Die nationale Ern\u00e4hrungserhebung menuCH hat gezeigt, dass die Konsumentinnen und Konsumenten zu s\u00fcss, zu salzig und zu viel Fleisch essen, aber nicht genug Obst und Gem\u00fcse. Eine unausgewogene Ern\u00e4hrung tr\u00e4gt zu \u00dcbergewicht und Fettleibigkeit bei und erh\u00f6ht das Risiko, an nicht\u00fcbertragbaren Krankheiten zu erkranken.</p><p>Deshalb zielt die Schweizer Ern\u00e4hrungsstrategie unter anderem darauf ab, die Rezepturen f\u00fcr verarbeitete Lebensmittel zu verbessern und den Anteil an Obst und Gem\u00fcse zu erh\u00f6hen. Der Schwerpunkt liegt jedoch nicht auf dem Grad der Verarbeitung eines Produkts, sondern auf der Reduktion von Zucker und Salz.</p><p>Dar\u00fcber hinaus ist bereits bekannt, dass die Umweltwirkungen von UPF sich je nach Produktegruppe unterscheiden. Grunds\u00e4tzlich ist die Umweltwirkung von tierischen Produkten signifikant h\u00f6her als von pflanzlichen Lebensmitteln. Wie in der Stellungnahme des Bundesrates zur Interpellation 21.3915 Egger \"Keine einseitigen Massst\u00e4be bei der Beurteilung von Fleisch und Fleischersatzprodukten\" aufgezeigt, schneiden beispielsweise verarbeitete Fleischersatzprodukte bei \u00d6kobilanzen in der Regel deutlich besser ab als Fleisch.</p><p>Schliesslich k\u00f6nnten UPF f\u00fcr die Landwirtschaft einen zus\u00e4tzlichen Absatzmarkt f\u00fcr die Rohstoffe der Schweizer Agrarproduktion darstellen. Generell f\u00f6rdert die Agrarpolitik eine klima-, umwelt- und tierfreundliche Produktion von Lebensmitteln und eine Regionalisierung der Wertsch\u00f6pfungsketten.</p><p>Vor diesem Hintergrund w\u00fcrde ein Bericht derzeit keinen zus\u00e4tzlichen Nutzen bringen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1683676800000)\/","SubmittedBy":"Porchet L\u00e9onore","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1726048948000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1745522585080)\/","SubmissionDate":"\/Date(1678924800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5118,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft|Gesundheit"}}