{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233323,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233323,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233323,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233323,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233323,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233323,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233323,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233323,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233323,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233323,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233323,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233323,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233323,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233323,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233323,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233323,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233323,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233323,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3323","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Nicht\u00fcbertragbare Krankheiten und Umwelt. Die Exposition gegen\u00fcber chemischen Schadstoffen ist in unserer nationalen Strategie zu ber\u00fccksichtigen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, den Themenkreis Gesundheit-Umwelt in seine Strategie zur Bek\u00e4mpfung nicht\u00fcbertragbarer Krankheiten zu integrieren und dabei die Auswirkungen der Umweltverschmutzung und der endokrinen Disruptoren zu ber\u00fccksichtigen.</p>","ReasonText":"<p>Der Bundesrat ber\u00fccksichtigt in seiner Strategie zur Bek\u00e4mpfung nicht\u00fcbertragbarer Krankheiten die Auswirkungen der Exposition der Menschen gegen\u00fcber chemischen Schadstoffen, die sich in unserer Umwelt (Luft, Wasser, Boden, Nahrung) verbreiten, nicht. Synthetische Pestizide, Mikroplastik, Dioxine, fluororganische Verbindungen (PFAS, Teflon), Farben und Lacke verbleiben in der Umwelt oder sind in den meisten Konsumg\u00fctern des t\u00e4glichen Bedarfs, Kosmetika und Lebensmitteln direkt enthalten. Diese Stoffe besitzen selbst in verschwindend geringen Dosen genver\u00e4ndernde, krebserzeugende, f\u00fcr Fortpflanzung, Nerven und Immunsystem toxische und reizende Wirkungen. Sie sind in der Lage, das Hormonsystem (endokrine Disruptoren) und/oder die neurobiologische Entwicklung zu st\u00f6ren. Sie sind deshalb mitverantwortlich f\u00fcr die Zunahme neuronaler Erkrankungen (autistische St\u00f6rungen, ADHS, Parkinson, Alzheimer im j\u00fcngeren Lebensalter usw.). Die Explosion der Krebserkrankungen steht ebenfalls in Zusammenhang mit dieser chronischen Exposition. Sie kann nicht durch die Alterung der Bev\u00f6lkerung erkl\u00e4rt werden, da die Erkrankungen immer fr\u00fcher auftreten, auch bei Kindern. Allergien sind explosionsartig angestiegen, und fr\u00fcher seltene Autoimmunerkrankungen (Sklerose, Polyarthritis) werden immer h\u00e4ufiger.</p><p>St\u00f6rungen des Hormonhaushalts k\u00f6nnen den ganzen Stoffwechsel beeintr\u00e4chtigen. Sie wirken sich auf die Zucker- und Fettregulierung aus. Sowohl die m\u00e4nnliche als auch die weibliche Fruchtbarkeit wird - schon in jungen Jahren - in Mitleidenschaft gezogen. Die geltende Regulierung der Chemikalien ist nicht geeignet, die \u00dcberexposition der Bev\u00f6lkerung gegen\u00fcber diesen vielf\u00e4ltigen toxischen Schadstoffen zu verringern. Sie beruht auf dem Prinzip \"Allein die Dosis macht das Gift\" und tr\u00e4gt weder den endokrin wirksamen Stoffen, den Gleichzeitigkeit verschiedener Wirkungen (Cocktail-Effekt) noch der mittel- und langfristigen chronischen Exposition Rechnung. Die sch\u00e4dliche Wirkung eines endokrinen oder neuronalen Disruptors misst sich nicht an der vorhandenen Menge, sondern am Zeitpunkt, zu dem der Schadstoff in den K\u00f6rper gelangt. Besonders anf\u00e4llig ist der F\u00f6tus, da die Schadstoffe, denen seine Mutter ausgesetzt ist, \u00fcber das Blut zu ihm gelangen.</p><p>Die Bundesstrategie gegen nicht\u00fcbertragbare Krankheiten sollte nicht nur diese Problematik einbeziehen. Vielmehr sollte sie auch anstreben, Gesundheitsfachkr\u00e4fte und Bev\u00f6lkerung zu warnen, damit sie, insbesondere die schwangeren Frauen, diese Belastungen so weit wie m\u00f6glich reduzieren.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die auf den Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation basierende Strategie Pr\u00e4vention nicht\u00fcbertragbarer Krankheiten (NCD Strategie) richtet den Fokus gezielt auf jene Risikofaktoren und Erkrankungen, die durch individuelle Verhaltensweisen in den Bereichen Tabakkonsum, Alkoholkonsum, Bewegung und Ern\u00e4hrung beeinflusst werden k\u00f6nnen (\"Verhaltenspr\u00e4vention\").</p><p>Jedoch k\u00f6nnen auch Belastungen durch Schadstoffe in der Umwelt (Luft, Wasser, Boden) wichtige Risikofaktoren f\u00fcr die Entstehung nicht\u00fcbertragbarer Krankheiten darstellen. W\u00e4hrend nach heutigem Kenntnisstand relativ gute Aussagen \u00fcber die Auswirkungen der Luftverschmutzung (insbesondere durch Feinstaub, Stickoxide und Ozon in der Aussenluft) m\u00f6glich sind, bestehen noch grosse Wissensl\u00fccken betreffend den m\u00f6glichen gesundheitlichen Auswirkungen von Schadstoffen in Boden, Wasser und Nahrung (M. Ragettli et. al., Auswirkungen der Umwelt auf die Gesundheit: Studie im Auftrag des Bundesamtes f\u00fcr Umwelt, Basel 2017). Die Exposition mit Umweltschadstoffen, die praktisch \u00fcberall vorhanden sind, kann allerdings nur wenig \u00fcber eine Verhaltenspr\u00e4vention beeinflusst werden und ist deshalb nicht im Fokus der NCD Strategie.</p><p>Der Schutz vor gesundheitsgef\u00e4hrdenden Einfl\u00fcssen von Schadstoffen ist Gegenstand verschiedener gesetzlicher Regelungen wie beispielsweise im Umweltschutzgesetz (USG; SR 814.01), Gew\u00e4sserschutzgesetz (GSchG,;SR 814.20), Lebensmittelgesetz (LMG; SR 817.0), Chemikaliengesetz (ChemG; SR 813.1) oder im Strahlenschutzgesetz (StSG; SR 814.50). Von Seiten der hierf\u00fcr zust\u00e4ndigen Bundesstellen wird bereits sehr viel unternommen, um die Gesundheitsrisiken durch die Belastung mit chemischen Stoffen bzw. deren Eintr\u00e4ge in die Umwelt zu reduzieren. Dies beinhaltet neben regulatorischen Massnahmen (u.a. Beschr\u00e4nkungen und Verbote) auch gezielte an die breite \u00d6ffentlichkeit gerichtete Informationen und Empfehlungen. Diese Massnahmen erfolgen gest\u00fctzt auf dem aktuellen Stand des Wissens und in Abstimmung mit internationalen Entwicklungen. Beispielsweise wird die Sicherheit von Lebensmitteln mittels H\u00f6chstwerten f\u00fcr Zusatzstoffe, Pestizidr\u00fcckst\u00e4nde und andere Stoffe gew\u00e4hrleistet. Bei Bedenken bez\u00fcglich der Sicherheit m\u00fcssen R\u00fcckstandsh\u00f6chstwerte revidiert oder Stoffe verboten werden. Dies ist unter anderem bei neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen der Fall. So werden beispielsweise R\u00fcckstandsh\u00f6chstwerte von Pflanzenschutzmitteln bei Bedarf angepasst.</p><p>Die verlangte Ausweitung der NCD Strategie auf Aspekte der Vermeidung individueller Schadstoffexpositionen w\u00fcrde den Rahmen der Strategie sprengen, ohne einen zus\u00e4tzlichen Mehrwert f\u00fcr die Pr\u00e4vention zu bringen.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":21,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1684886400000)\/","SubmittedBy":"Python Valentine","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1726049046000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1745522501640)\/","SubmissionDate":"\/Date(1678924800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5118,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft|Gesundheit"}}