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Sie hat zum Ziel, vorl\u00e4ufig Aufgenommene und anerkannte Fl\u00fcchtlinge (VA/FL) rasch in die Arbeitswelt und die Gesellschaft zu integrieren. Zu einer guten Asylpolitik geh\u00f6rt auch eine wirksame Integrationspolitik. Eine erfolgreiche Integration in den Arbeitsmarkt entlastet Kantone und Gemeinden l\u00e4ngerfristig klar und hilft, den Arbeitskr\u00e4ftemangel zu lindern. Es ist unbestritten, dass die Anfangsphase der Integration entscheidend ist. </p><p>Erstmals ver\u00f6ffentlichten Zahlen des Monitorings Integrationsf\u00f6rderung zeigen, dass das IAS-Wirkungsziel 3, wonach sich zwei Drittel aller VA/FL im Alter von 16-25 Jahren f\u00fcnf Jahre nach der Einreise in einer postobligatorischen Ausbildung befinden, leider noch klar nicht erreicht wird: Nur 30 Prozent dieser jungen Gefl\u00fcchteten befinden sich nach f\u00fcnf Jahren in einer Berufsbildung und 20 Prozent in der Vorbereitung dazu. Bei den Frauen ist der Anteil zudem deutliche tiefer als bei den M\u00e4nnern. Bei den Erwachsenen sieht die Situation besser aus, das IAS-Wirkungsziel 4 wird erreicht: \u00dcber die H\u00e4lfte der erwachsenen Fl\u00fcchtlinge und vorl\u00e4ufig Aufgenommenen sind sieben Jahre nach Einreise nachhaltig im ersten Arbeitsmarkt integriert. </p><p>Nat\u00fcrlich beziehen sich diese Zahlen auf Personen, die vor der Einf\u00fchrung der IAS in die Schweiz eingereist sind. Aber sie zeigen deutlich: gerade junge Menschen m\u00fcssen besser in den Arbeitsmarkt integriert werden, also eine Ausbildung machen k\u00f6nnen. Eine Berufsauslehre sch\u00fctzt nachhaltig vor finanzieller Abh\u00e4ngigkeit. Und die Ausbildung ist der Schl\u00fcssel, damit die Schweiz das Arbeitskr\u00e4ftepotential der Gefl\u00fcchteten nutzen kann.</p><p>Vor diesem Hintergrund bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Frage: </p><p>Ist der Bundesrat bereit, einen Bericht zu Best-Practice-Beispielen zur Arbeitsmarktintegration von Gefl\u00fcchteten und vorl\u00e4ufig Aufgenommenen, insbesondere junger Erwachsener, vorzulegen? Damit k\u00f6nnten wirksame Arbeitsmarktintegrationsinstrumente aufgezeigt werden und es k\u00f6nnte dargelegt werden, wie diese von anderen Kantonen, St\u00e4dten und Gemeinden adaptiert werden k\u00f6nnen, damit das Wirkungsziel 3 der Integrationsagenda Schweiz m\u00f6glichst schnell erreicht wird.</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat teilt die Auffassung, dass der Erwerb eines postobligatorischen Abschlusses eine zentrale Rolle im Hinblick auf eine nachhaltige berufliche Integration von Gefl\u00fcchteten spielt. Um dieses Ziel umzusetzen, haben Bund und Kantone nicht nur die Integrationsagenda Schweiz lanciert. Seit 2018 wird in Zusammenarbeit mit den kantonalen Berufsbildungs\u00e4mtern und den Organisationen der Arbeitswelt auch das Pilotprogramm \"Integrationsvorlehre\" (INVOL) umgesetzt. Dieses hat zum Ziel, Jugendliche und junge Erwachsene auf den Einstieg in eine berufliche Grundbildung vorzubereiten. Zudem hat das Parlament mit Annahme der Motion 21.3964 der Kommission f\u00fcr Wissenschaft, Bildung und Kultur vom 6. Dezember 2021 \"L\u00fccken in der Integrationsagenda Schweiz f\u00fcllen\" den Bundesrat beauftragt, die INVOL als Bundesprogramm zu verstetigen und bei Bedarf aufgrund der Ergebnisse der Evaluation anzupassen.</p><p>Der Bundesrat hat Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Anliegen der Interpellantin. Ein separater Bericht \u00fcber die good practices bei der F\u00f6rderung des Zugangs zur postobligatorischen Ausbildung w\u00fcrde aber nur einen beschr\u00e4nkten Mehrwert bringen angesichts verschiedener geplanter und laufender Arbeiten. Um Erkenntnisse dar\u00fcber zu gewinnen, wie die Wirksamkeit der IAS und der INVOL erh\u00f6ht werden k\u00f6nnen, gibt das Staatssekretariat f\u00fcr Migration (SEM) regelm\u00e4ssig Evaluationen und Studien in Auftrag.</p><p>So wird beispielsweise die Umsetzung der INVOL von einer Evaluation begleitet, welche laufend Erkenntnisse zu good practices in den Kantonen liefert. Die Ergebnisse der Evaluation werden Ende 2024 ver\u00f6ffentlicht. Der Wissenstransfer zu good practices erfolgt im Rahmen von regelm\u00e4ssigen Erfahrungsaustauschen zwischen dem Bund und den kantonalen Partnerinnen und Partnern der Berufsbildung.</p><p>Des Weiteren haben Bund und Kantone im Hinblick auf die Phase 2024-2027 der kantonalen Integrationsprogramme beschlossen, den Wissens- und Erfahrungsaustausch zu verst\u00e4rken. Dies betrifft auch die Umsetzung der kantonalen Integrationsprogramme. Dazu sollen in erster Linie die bestehenden Gef\u00e4sse der Konferenz der kantonalen, regionalen und kommunalen Integrationsdelegierten genutzt werden.</p><p>Zudem plant das SEM eine Studie zu lancieren, um unter anderem Erkenntnisse dar\u00fcber zu gewinnen, wie der Zugang zu einer postobligatorischen Ausbildung f\u00fcr Frauen besser gef\u00f6rdert werden kann. Die Erkenntnisse aus dieser Studie sollen in die Umsetzung der IAS einfliessen und dazu beitragen, die Ergebnisse beim Wirkungsziel 3 zu verbessern.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1684886400000)\/","SubmittedBy":"Widmer C\u00e9line","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1686873600000)\/","ResponsibleDepartment":5,"ResponsibleDepartmentName":"Justiz- und Polizeidepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EJPD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|44|2811","Category":null,"Modified":"\/Date(1777992999947)\/","SubmissionDate":"\/Date(1679011200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5118,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Migration"}}