{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233400,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233400,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233400,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233400,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233400,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233400,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233400,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233400,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233400,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233400,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233400,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233400,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233400,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233400,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233400,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233400,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233400,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233400,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3400","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Mangelhafte Information der Bev\u00f6lkerung \u00fcber den Gebrauch der Jodtabletten","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Eine Umfrage zum Gebrauch von Jod-Tabletten im Falle eines Atomunfalls ergab, dass grosse Teile der Bev\u00f6lkerung gerade auch in den Risikogebieten nur ungen\u00fcgend \u00fcber Verwendung, Wirkung und Risiken informiert sind. Der Bundesrat ist gebeten, folgende Fragen zu beantworten.</p><p>1. Ist sich der Bundesrat bewusst, dass die Bev\u00f6lkerung nur mangelhaft informiert ist \u00fcber den Gebrauch der Jod-Tabletten?</p><p>2. Gedenkt der Bundesrat bei der n\u00e4chsten Verteilrunde im Herbst 2023 anders zu informieren als in der Vergangenheit?</p><p>3. Wie will der Bundesrat die mangelhafte Information in der Bev\u00f6lkerung beheben?</p><p>4. Wie will der Bundesrat darauf reagieren, dass immerhin \u00fcber 15 Prozent der Personen in einem Risikogebiet keine Tabletten mehr haben?</p>","ReasonText":"<p>Im November und Dezember 2022 hat die Schweizerische Energie-Stiftung SES mit einer Online-Umfrage ermittelt, wie gut die Menschen auf einen Atomunfall vorbereitet sind: <a href=\"https://energiestiftung.ch/jodtabletten-umfrage\">https://energiestiftung.ch/jodtabletten-umfrage</a> 9405 Menschen haben an der Umfrage teilgenommen; davon leben oder arbeiten 8155 Befragte im Verteilgebiet der Jodtabletten.</p><p>\u00dcberblick der wichtigsten Erkenntnisse:</p><p>- 20,6 Prozent der Befragten sind unzul\u00e4nglich \u00fcber die Wirkung von Jod informiert. 11,7 Prozent meinen irrt\u00fcmlich, dass Jodtabletten auch vor radioaktiven Stoffen wie C\u00e4sium und Strontium sch\u00fctzten. Und 8,9 Prozent sagen, dass sie nicht wissen w\u00fcrden, wovor Jod sch\u00fctze.</p><p>- Es herrscht grosse Unsicherheit, ob Kinder im Ernstfall Jod einnehmen sollen. 54,8 Prozent der Befragten wissen nicht, ob Jod f\u00fcr Kinder geeignet ist. Und 9,3 Prozent unterliegen dem Irrtum, dass Kindern kein Jod verabreicht werden sollte.</p><p>- Nur wenige wissen, dass \u00fcber 45-J\u00e4hrige vor der Einnahme von Jodtabletten eine \u00c4rztin oder einen Arzt fragen sollten. W\u00e4hrend \u00fcber die H\u00e4lfte der Befragten davon ausgeht, dass \u00fcber 45-J\u00e4hrige bei einer Atomkatastrophe unbedingt Jod einnehmen sollten, kennen nur 7,2 Prozent die Empfehlung des Bundes f\u00fcr diese Altersgruppe, eine \u00e4rztliche Fachperson zu konsultieren.</p><p>- 15,8 Prozent haben ihre Jodtabletten verlegt oder verloren. Hochgerechnet auf die 3,92 Millionen erwachsenen Personen im Verteilgebiet, entspricht das rund 619 000 m\u00f6glichen Verlusten. Weiter geben 5,7 Prozent (223 440 Personen) an, kein Jod erhalten zu haben, obwohl sie in der Risikozone leben.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Ergebnisse der Online-Umfrage der Schweizerischen Energie-Stiftung (SES) wurden vom Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) zur Kenntnis genommen. Die Resultate der im April 2013 durchgef\u00fchrten Haushaltsbefragung im Vorfeld der letzten Jodtabletten-Verteilung im Jahre 2014 sind vergleichbar. Es ist davon auszugehen, dass bei rund 20 Prozent der Bev\u00f6lkerung das Wissen \u00fcber die Anwendung von Jodtabletten w\u00e4hrend der Jahre nach einer Verteilung verloren geht. Der Bundesrat erachtet eine umfassende Information der Bev\u00f6lkerung im Rahmen der Verteilung wie auch regelm\u00e4ssig zwischen den zehnj\u00e4hrlichen Verteilkampagnen daher als notwendig (siehe Antwort 3).</p><p>2. Um eine proaktive, klare und verst\u00e4ndliche Information aller Bev\u00f6lkerungsgruppen zu den Jodtabletten sicherzustellen, hat der Bundesrat anl\u00e4sslich der Teilrevision der Jodtabletten-Verordnung am 10.3.2023 das Departement f\u00fcr Verteidigung, Bev\u00f6lkerungsschutz und Sport (VBS) und das Eidgen\u00f6ssische Departement des Innern (EDI) beauftragt, die Kommunikation zur Neuverteilung der Jodtabletten im Herbst 2023 entsprechend vorzubereiten. Die Armeeapotheke setzte f\u00fcr diesen Auftrag externe Kommunikationsspezialisten ein: Diese bereiten Informationen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung allgemein, aber spezifisch auch f\u00fcr Kantone, Gemeinden sowie Betriebe vor. Parallel dazu wird das BAG \u00fcber die gesundheitlichen Aspekte und die Wirkungsweise von Jodtabletten informieren. Besonderes Augenmerk wird dabei auf m\u00f6gliche Fragen betreffend die neuen Empfehlungen der Eidgen\u00f6ssischen Kommission f\u00fcr Strahlenschutz (KSR) zur altersabh\u00e4ngigen Einnahme der Jodtabletten gelegt: Die Einnahme von Jodtabletten ist eine sinnvolle Schutzmassnahme f\u00fcr Kinder, Jugendliche, Schwangere und Erwachsene bis 45 Jahre. Personen \u00fcber 45 Jahren wird neu eine Einnahme der Jodtabletten nicht mehr empfohlen.</p><p>3. Bisher wurde die Bev\u00f6lkerung jeweils anl\u00e4sslich der alle zehn Jahre stattfindenden Verteilkampagnen informiert. Auch im Hinblick auf die Verteilkampagne im Herbst 2023 soll, wie auch unter Antwort 2 erw\u00e4hnt, erneut umfassend \u00fcber die Verteilung und Anwendung der Jodtabletten, sowie auch \u00fcber die vorhandenen Informationsquellen (Webseite der Gesch\u00e4ftsstelle Jodtabletten Schweiz, Webseite des BAG, \u00c4rzt/-innen, Apotheken, Drogerien und Gemeinden) und die m\u00f6glichen Bezugsquellen bei verlorenen Tabletten orientiert werden.</p><p>Zus\u00e4tzlich ist vorgesehen, dass diese Informationen der Bev\u00f6lkerung j\u00e4hrlich aktiv, z.B. beim Sirenenalarm im Februar in Erinnerung gerufen werden. Dadurch soll sichergestellt werden, dass das Wissen \u00fcber Jodtabletten in der Bev\u00f6lkerung regelm\u00e4ssig aufgefrischt wird und Personen, die zwischen den Verteilkampagnen ins Verteilgebiet gezogen sind, diese wichtigen Informationen ebenfalls erhalten.</p><p>4. Das Verteilkonzept in der Schweiz sieht vor, dass f\u00fcr die gesamte Bev\u00f6lkerung Jodtabletten zur Verf\u00fcgung stehen. Bis Ende 2023 werden den Haushalten im Umkreis von 50 km um die Schweizer Kernkraftwerke, bis Ende April 2024 den Schulen, Kinderg\u00e4rten, Kindertagesst\u00e4tten sowie den Betrieben die Jodtabletten direkt per Post zugestellt. Diese Empf\u00e4nger/-innen erhalten bewusst mehr Tabletten, als f\u00fcr jeweils eine Person n\u00f6tig w\u00e4ren, damit sie auch Angeh\u00f6rige oder Besucher/-innen versorgen k\u00f6nnen, die keine Jodtabletten erhalten bzw. diese verloren haben oder keine dabeihaben (Nachbarschaftshilfe). In den Jahren zwischen den Verteilkampagnen erhalten Neuzuz\u00fcger/-innen jeweils automatisch bei der Anmeldung in der jeweiligen Gemeinde einen Bezugsschein f\u00fcr Jodtabletten in der Apotheke oder Drogerie. Sollte es trotzdem Personen geben, die keine Jodtabletten erhalten oder diese verloren haben, k\u00f6nnen sie bei der Gemeinde einen Bezugsschein abholen und die Jodtabletten dann in einer Apotheke/Drogerie beziehen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1683676800000)\/","SubmittedBy":"Masshardt Nadine","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1686873600000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"9|52|66|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1712760807480)\/","SubmissionDate":"\/Date(1679011200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5118,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Sicherheitspolitik|Umwelt|Energie|Gesundheit"}}