{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233414,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233414,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233414,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233414,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233414,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233414,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233414,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233414,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233414,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233414,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233414,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233414,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233414,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233414,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233414,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233414,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233414,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233414,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3414","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Wie gef\u00e4hrlich sind Blaualgen f\u00fcr Mensch und Tier? Was ist zu tun?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Am 18. Februar 2023 sorgten im Zugersee Ansammlungen von Burgunderblutalgen, die mit dem Wind ans Ufer geschwemmt wurden, f\u00fcr den Tod diverser M\u00f6wen und Kr\u00e4hen. Diese Algen geh\u00f6ren zu den sogenannten \"Blaualgen\", was keine echten Algen, sondern Cyanobakterien sind. Auch der \u00c4gerisee war im Februar 2023 von Blaualgen betroffen. Die Luzerner Zeitung schreibt dazu, das aktuell verst\u00e4rkte Auftreten h\u00e4nge mit dem anhaltenden sch\u00f6nen Wetter zusammen, denn die Bakterien wachsen wie Pflanzen mit Hilfe des Sonnenlichts.</p><p>Bereits letzten Dezember hatte der Zugersee mit Blaualgen zu k\u00e4mpfen. Auch im Greifensee, im Neuenburger-, Luganer- und Z\u00fcrichsee konnte in den letzten Jahren ein vermehrtes Aufkommen von Cyanobakterien beobachtet werden. Immer wieder wird von Hunden berichtet, die beim Baden im See daran sterben - allein im Z\u00fcrichsee betraf dies im August 2022 acht Hunde, wie Schweiz Aktuell berichtete.</p><p>Auch der Kanton Bern warnte im Sommer 2022 ausdr\u00fccklich vor Blaualgen in Berner Seen: \"Wenn sie sich massenhaft vermehren (Algenbl\u00fcte), k\u00f6nnen sie gef\u00e4hrlich f\u00fcr Mensch und Tier werden\". Die Zeitung \"Der Bund\" erkl\u00e4rte: \"Bei Wasserkontakt und vor allem beim Schlucken von Wasser mit hoher Giftkonzentration k\u00f6nnen gesundheitliche Sch\u00e4den an Nerven, Leber und Haut entstehen, die im schlimmsten Fall zum Tod f\u00fchren. Gef\u00e4hrdet sind insbesondere kleine Kinder und Hunde\".</p><p>In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><p>1. Was sind die Gr\u00fcnde f\u00fcr das vermehrte Auftreten von Blaualgen in Schweizer Gew\u00e4ssern?</p><p>2. Ist das Auftreten solcher Algen im Februar aussergew\u00f6hnlich? Wenn ja, warum?</p><p>3. Wie viele Hunde starben in den letzten 20 Jahren aufgrund von Blaualgen in Schweizer Gew\u00e4ssern?</p><p>4. Laut Zeitungsberichten sind auch Menschen und insbesondere Kinder an Leib und Leben gef\u00e4hrdet: Teilt der Bundesrat diese Sorge?</p><p>5. Muss mit einer Zunahme solcher Blaualgenbef\u00e4lle gerechnet werden? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?</p><p>6. Welche Massnahmen m\u00fcssen ergriffen werden, um das Problem in den Griff bekommen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1), 2) und 5) Cyanobakterien kommen heute in mehr Gew\u00e4ssern als vor 20 Jahren vor. Der Hauptgrund daf\u00fcr ist die Erw\u00e4rmung der Gew\u00e4sser aufgrund des Klimawandels. Ruhiges und warmes Wasser, starke Sonneneinstrahlung und ausreichend N\u00e4hrstoffe (Stickstoff und Phosphor) sind f\u00f6rderlich f\u00fcr Massenvorkommen von Cyanobakterien, den sogenannten Bl\u00fcten. Aufgrund des Klimawandels und damit weiter ansteigender Wassertemperaturen muss in Zukunft mit noch h\u00e4ufigeren Bl\u00fcten gerechnet werden.</p><p>Das Auftreten der Cyanobakterien an der Oberfl\u00e4che von Seen im Winter ist nicht aussergew\u00f6hnlich. Cyanobakterien ben\u00f6tigen Licht. Manche Arten wandern im Winter an die Seeoberfl\u00e4che, weil die Sonneneinstrahlung im Winter abnimmt. Dort k\u00f6nnen sie gut sichtbare Schichten bilden.</p><p>3) Die Anzahl im Zusammenhang mit Cyanobakterien vergifteter oder gestorbener Hunde werden vom Bund nicht erfasst.</p><p>4) Manche Cyanobakterien produzieren Giftstoffe. Bei einer Bl\u00fcte steigt die Konzentration der Giftstoffe so stark an, dass der Hautkontakt mit Wasser oder das Verschlucken von gr\u00f6sseren Wassermengen gesundheitssch\u00e4digend ist. Dies macht Cyanobakterien insbesondere f\u00fcr Hunde gef\u00e4hrlich, die Seewasser trinken. F\u00fcr Menschen ist wichtig, nicht in auff\u00e4llig verf\u00e4rbtem oder stark getr\u00fcbtem Wasser zu baden. Tiere sollen von solchem Wasser ferngehalten werden. Die Kantone f\u00fchren pr\u00e4ventiv Informationskampagnen durch. Sobald Bl\u00fcten festgestellt werden, warnen die Kantone oder Gemeinden die Bev\u00f6lkerung und verbieten das Baden. Bei der Aufbereitung von Seewasser zu Trinkwasser werden die Giftstoffe eliminiert. Vom Trinkwasser geht deshalb keine Gefahr aus.</p><p>6) Es ist wichtig, dass Kantone und Gemeinden ihre Informationskampagnen fortsetzen und bei Bl\u00fcten rasch warnen. Zentral ist, dass Eintr\u00e4ge von N\u00e4hrstoffen aus den Abwasserreinigungsanlagen und der Landwirtschaft in die Gew\u00e4sser reduziert werden. Daf\u00fcr sind die Reduktion der Stickstoffeintr\u00e4ge aus Abwasserreinigungsanlagen, welche die Motion 20.4261 \"Reduktion der Stickstoffeintr\u00e4ge aus den Abwasserreinigungsanlagen\" fordert, sowie die Umsetzung des N\u00e4hrstoff-Absenkpfades in der Landwirtschaft wichtige Massnahmen. Weiter m\u00fcssen die Kantone die Seen sanieren, in welchen die Phosphor-Konzentrationen die rechtlichen Anforderungen nicht erf\u00fcllen. Stammen die zu hohen Phosphoreintr\u00e4ge prim\u00e4r aus der Landwirtschaft, erm\u00f6glicht es Artikel\u00a062a Gew\u00e4sserschutzgesetz dem Bund, Massnahmen zur Reduktion dieser Eintr\u00e4ge finanziell massgeblich zu unterst\u00fctzen. Stammen die zu hohen Phosphoreintr\u00e4ge hingegen prim\u00e4r aus dem Siedlungsgebiet, m\u00fcssen die Kantone daf\u00fcr sorgen, dass die erforderlichen Massnahmen bei der Siedlungsentw\u00e4sserung ergriffen werden.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1683676800000)\/","SubmittedBy":"Weichelt Manuela","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1686873600000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1712761876380)\/","SubmissionDate":"\/Date(1679011200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5118,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Gesundheit"}}