{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233427,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233427,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233427,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233427,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233427,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233427,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233427,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233427,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233427,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233427,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233427,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233427,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233427,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233427,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233427,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233427,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233427,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233427,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3427","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Wohnfl\u00e4che pro Kopf. Analyse des Pro-Kopf-Wohnfl\u00e4chenverbrauchs und Strategie f\u00fcr einen gerechteren und faireren Wohnfl\u00e4chenverbrauch","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Statistiken zeigen, dass der Pro-Kopf-Wohnfl\u00e4chenverbrauch seit Jahrzehnten nur eine Richtung kennt: nach oben. Dieser Trend scheint ungebrochen und gibt Anlass zu Besorgnis. Nach den Bundesstatistiken unterscheidet sich aber der Wohnfl\u00e4chenverbrauch je nach Gebiet, Art der Erwerbst\u00e4tigkeit, Einkommen, Haushaltgr\u00f6sse und Herkunft der Personen.</p><p>Angesichts dieser Situation, die die Nutzung der Bauzonen, die Anzahl leer stehender Wohnungen, den \u00f6kologischen Fussabdruck eines jeden Haushalts und die Lebensbedingungen bestimmter Bev\u00f6lkerungskategorien beeinflusst, bitte ich den Bundesrat, einen Bericht zu verfassen, der folgende Punkte beleuchtet:</p><p>- die Faktoren, die entscheidend sind f\u00fcr den Anstieg der Pro-Kopf-Wohnfl\u00e4che, und zwar sowohl aus Nachfrage- als auch aus Angebotssicht;</p><p>- die Verteilung des Pro-Kopf-Wohnfl\u00e4chenverbrauchs nach Gebiet, Art der Wohnnutzung (Eigent\u00fcmer/-in oder Mieter/-in) und Haushaltseinkommen;</p><p>- die Strategie und die Massnahmen, die in Betracht kommen, um den Anstieg des Pro-Kopf-Wohnfl\u00e4chenverbrauchs zu bremsen, zu stoppen und sogar umzukehren. Dabei ist einer sozial gerechten Verteilung Rechnung zu tragen.</p>","ReasonText":"<p>Die Pro-Kopf-Wohnfl\u00e4che steigt seit Jahrzehnten unabl\u00e4ssig. In j\u00fcngerer Zeit vergr\u00f6sserte sie sich von 45 m2 im Jahr 2013 auf 46,6 m2 im Jahr 2021. Gleichzeitig ging die Belegungsdichte erheblich zur\u00fcck: Von 1970 bis 2021 sank die Anzahl Bewohnerinnen und Bewohner pro Wohnung von 2,9 auf 2,2.</p><p>Diese Entwicklung ist allerdings nicht \u00fcberall gleich. Nach den Statistiken des Bundesamts f\u00fcr Statistik gibt es grosse Differenzen zwischen den einzelnen Kantonen. Auch unterscheidet sich die Wohnfl\u00e4che pro Person, je nachdem, ob die Wohnung gemietet oder im Eigentum genutzt wird. Sie steigt auch mit zunehmendem Alter. </p><p>Auch die H\u00f6he des Einkommens hat einen deutlichen Einfluss auf die Wohnfl\u00e4che pro Person.</p><p>Eine k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichte Dissertation der ETHL zeigt, dass die Wohnfl\u00e4che pro Person im Referenzszenario bis 2050 um 11 Prozent steigt. Dies geht mit einer Zunahme der durchschnittlichen Fl\u00e4che pro Zimmer und pro Wohnung einher.</p><p>Diese Dynamik f\u00fchrt dazu, dass die Anzahl Wohnungen bei gleicher bebauter Wohnfl\u00e4che abnimmt. Aufs Ganze gesehen erh\u00f6ht sie die Bodennutzung, die angesichts des starken Bev\u00f6lkerungswachstums und dem damit verbundenen Bedarf an neuen Wohnungen bereits erheblich ist. Im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung muss dieser Trend umgekehrt werden. Und dies nicht nur wegen des Fl\u00e4chenverbrauchs, sondern auch wegen des zunehmenden Energieverbrauchs pro Person (Strom und Heizung) auch in energieeffizienteren Geb\u00e4uden.</p><p>Bevor Massnahmen ergriffen werden, sind die Faktoren f\u00fcr die Zunahme der Wohnfl\u00e4che pro Person zu kl\u00e4ren und ein \u00dcberblick \u00fcber die verschiedenen Kantone und Regionen der Schweiz zu gewinnen. Dabei ist der Verteilung der Wohnfl\u00e4che in Abh\u00e4ngigkeit vom Haushaltseinkommen besonderes Augenmerk zu widmen.</p><p>Der Bundesrat soll eine mit den Kantonen, St\u00e4dten und Gemeinden koordinierte Strategie \u00fcber m\u00f6gliche kurz-, mittel- und langfristige Massnahmen vorlegen, um das Wachstum der Wohnfl\u00e4che pro Kopf zu bremsen, zu stoppen oder sogar umzukehren, und dabei eine sozial gerechte Verteilung ber\u00fccksichtigen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Wohnfl\u00e4chenkonsum nimmt in der Tat seit Jahrzehnten zu. 1980 wurden pro Person durchschnittlich 34 m2 bewohnt, 1990 waren es 39 m2 und im Jahr 2000 bereits 44 m2.</p><p>Im Jahr 2012 wurde erstmals nach dem Systemwechsel bei der Volksz\u00e4hlung wieder ein entsprechender Wert ausgewiesen, wobei aufgrund der mit dem Systemwechsel einhergehenden methodischen \u00c4nderung die absoluten Daten nicht mehr direkt vergleichbar sind. Aufgrund der registerbasierten Erhebung ergab sich ein Niveauunterschied von rund 1 m2. 2012 wurde ein Wert von 45 m2 ausgewiesen, was bereinigt um die methodischen \u00c4nderungen einen Anstieg von 2 m2 gegen\u00fcber dem Jahr 2000 bedeutete. Von 2012 bis 2021 ist die im Durchschnitt konsumierte Fl\u00e4che pro Person um 1,6 m2 auf 46,6 m2 angestiegen, was einen deutlich gebremsten Anstieg im Vergleich zu den letzten 2 Jahrzehnten des letzten Jahrhunderts zeigt.</p><p>Der Anstieg des Fl\u00e4chenkonsums ist wesentlich auf die demografische Alterung und kleiner werdende Haushalte zur\u00fcckzuf\u00fchren. Der Anteil der 1- und 2-Personenhaushalte hat stark zugenommen, der Anteil von Grossfamilien mit 5 oder mehr Personen hat deutlich abgenommen. Dies erkl\u00e4rt auch den R\u00fcckgang der Bewohner pro Zimmer, welcher sich bei Wohnungen mit \u00fcber 4 Zimmern seit 1980 auf zwischen 14 und 18 Prozent bel\u00e4uft. Insgesamt sank die Wohndichte (Bewohner pro Zimmer) von 0,79 im Jahr 1970 auf 0,59 im Jahr 2021.</p><p>Aufgrund des zunehmenden wirtschaftlichen Wohlstandes und dem damit einhergehenden Anstieg der Anspr\u00fcche wurden auch auf Angebotsseite die Wohnungen pro Zimmerzahl grossfl\u00e4chiger gebaut. Dieser Trend hat sich jedoch vor einigen Jahren wieder ins Gegenteil verkehrt. Seit 2005 ist die durchschnittliche Wohnfl\u00e4che bei neugebauten Wohnungen r\u00fcckl\u00e4ufig.</p><p>Einen Einfluss auf den im Durchschnitt steigenden Fl\u00e4chenkonsum kann auch auf die seit 1980 (30,1%) bis Mitte der 2010er-Jahre (2015: 38,4%) deutlich angestiegene Wohneigentumsquote zur\u00fcckgef\u00fchrt werden.</p><p>Wie sich der Fl\u00e4chenkonsum nach Eigentumsform und Siedlungstyp darstellt, wurde in der vom BWO in Auftrag gegebenen Studie \"Gemeinn\u00fctziges Wohnen im Fokus. Ein Vergleich zu Miete und Eigentum\" untersucht, welche im November 2017 publiziert wurde.</p><p>Bez\u00fcglich m\u00f6glicher Instrumente zur Steuerung des Wohnfl\u00e4chenkonsums wurde im Oktober 2016 eine vom Bundesamt f\u00fcr Wohnungswesen und der Kantons- und Stadtentwicklung des Kanton Basel-Stadt in Auftrag gegebene Analyse publiziert. Darin werden anhand eines Zielsystems 14 instrumentelle Ans\u00e4tze mit wohnungspolitischem Bezug analysiert. Diese Ans\u00e4tze umfassen Regulierungsinstrumente, F\u00f6rderinstrumente mit Subventionscharakter, wohnspezifische Lenkungsabgaben und die Steuerung mittels steuerlicher Anreize. Schliesslich wurde deren Wirkungspotenzial thematisiert und eine Einsch\u00e4tzung bez\u00fcglich verschiedener Ziele vorgenommen.</p><p>Die geforderten Analysen des Wohnfl\u00e4chenkonsums sowie m\u00f6glicher Massnahmen zu dessen Beeinflussung liegen grossmehrheitlich bereits vor, weshalb der Bundesrat Ablehnung des Postulates empfiehlt.</p>  Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":20,"FederalCouncilProposalText":"Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1683676800000)\/","SubmittedBy":"Sommaruga Carlo","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1686614400000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2846","Category":null,"Modified":"\/Date(1712761598040)\/","SubmissionDate":"\/Date(1679011200000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5118,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Raumplanung und Wohnungswesen"}}