{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233472,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233472,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233472,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233472,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233472,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233472,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233472,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233472,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233472,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233472,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233472,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233472,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233472,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233472,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233472,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233472,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233472,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233472,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3472","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Realwirtschaftlichkeit des Finanzmarkts","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Kreditprodukte wie Darlehen und Hypotheken haben eine direkte Auswirkung auf die Realwirtschaft, da sie Privatpersonen und Unternehmen Mittel zur Verf\u00fcgung stellen, um K\u00e4ufe zu t\u00e4tigen, in Immobilien zu investieren und ihren Betrieb zu erweitern. </p><p>Aktien hingegen haben einen indirekteren Einfluss auf die Realwirtschaft. Sie stellen den Unternehmen zwar Kapital zur Verf\u00fcgung, um zu expandieren und in neue Projekte zu investieren, f\u00fchren aber nicht unbedingt zu einem unmittelbaren Anstieg der Wirtschaftsleistung oder zur Schaffung von Arbeitspl\u00e4tzen. </p><p>Derivate sind noch weiter von der Realwirtschaft entfernt, da es sich um zuweilen sehr komplexe Finanzinstrumente handelt, die ihren Wert von einem zugrunde liegenden Verm\u00f6genswert oder Index ableiten, aber nicht unbedingt direkte, einfach verst\u00e4ndliche Auswirkungen auf die Realwirtschaft haben. Derivate k\u00f6nnen zu Zwecken des Risikomanagements, aber auch zu spekulativen Zwecken eingesetzt werden.</p><p>Diversit\u00e4t bei Finanzprodukten ist nicht per se falsch. Problematisch wird es, wenn strukturierte Produkte \u00fcberhand nehmen und die Finanzmarktstabilit\u00e4t gef\u00e4hrden. Nicht mehr beherrschbare Komplexit\u00e4t solcher Produkte haben beispielsweise die desastr\u00f6se Subprime-Krise in den USA mitverursacht. </p><p>Ein Indikator der realwirtschaftlichen Wirkung wird derzeit im Finanzmarkt nur von wenigen Akteuren auf Produkte- oder Unternehmensebene deklariert.</p><p>1. Hat sich der Bundesrat mit dieser Thematik bereits auseinandergesetzt und falls ja, was waren seine Erkenntnisse? Und falls nein, weshalb?</p><p>2. Inwiefern teilt der Bundesrat die Auffassung, dass ein Kauf- respektive Investitionsentscheid von der Kundschaft besser informiert gef\u00e4llt werden k\u00f6nnte, best\u00fcnde ein solcher Indikator?</p><p>3. Ist der Bundesrat bereit, \u00e4hnlich wie bei den eben lancierten Swiss Climate Scores, einen Realwirtschaftsindikator f\u00fcr Produkte aber auch ganze Finanzunternehmen zu entwickeln oder dies zumindest zu eruieren?</p><p>4. Sieht der Bundesrat alternative Ans\u00e4tze, damit die Finanzmarktkundschaft \u00fcber die Wirkung der Gesch\u00e4ftsmodelle von Finanzinstituten transparent aufgekl\u00e4rt werden kann?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>[1] Ein spezifischer Indikator, welcher die Auswirkungen von Finanzprodukten auf die Realwirtschaft misst, ist bis anhin vom Bundesrat nicht n\u00e4her untersucht worden. Zwischen den Finanzm\u00e4rkten und der Realwirtschaft besteht eine Wechselwirkung, die von vielen verschiedenen Faktoren abh\u00e4ngt (z.B. Wirtschaftswachstum, Fiskalpolitik, Inflation). Da sich diese Faktoren im Laufe der Zeit ver\u00e4ndern, k\u00f6nnen Finanzprodukte eine unterschiedliche Wirkung auf die Realwirtschaft haben. Diese Zusammenh\u00e4nge stehen im Zentrum einer effizienten Regulierungst\u00e4tigkeit.</p><p>[2] Der Bundesrat begr\u00fcsst eine hohe Transparenz bei Finanzprodukten. So hat er sich im Zusammenhang mit dem Finanzdienstleistungsgesetz (FIDLEG) verst\u00e4rkt mit der Verbesserung des Anlegerschutzes auseinandergesetzt und auch im Bereich der Nachhaltigkeit Transparenz als ein wesentliches Element behandelt. Zudem haben die Finanzberatungen und Verm\u00f6gensverwaltungen den unterschiedlichen Risiken von Produkten sowie den Erfahrungen, Interessen und Kenntnissen der Kundinnen und Kunden angemessen Rechnung zu tragen (Art. 8 und 10-12 FIDLEG). Die N\u00fctzlichkeit eines Indikators wie vorgeschlagen h\u00e4ngt von seiner Qualit\u00e4t, seiner Herleitung, genauen Verst\u00e4ndlichkeit und dem Informationswert ab.</p><p>[3-4] Der Bundesrat ist bestrebt, die bestm\u00f6glichen Rahmenbedingungen f\u00fcr einen effizienten, funktionsf\u00e4higen und nachhaltigen Finanzplatz zu schaffen. Um diese Ziele zu erreichen, erachtet der Bundesrat das Engagement des Privatsektors ebenfalls als wesentlich. Solche Indikatoren k\u00f6nnen durch private Akteure entwickelt werden, da sie z.B. auch einen Wettbewerbsvorteil bedeuten k\u00f6nnen. Die Rolle des Staates ist subsidi\u00e4r und kommt bei Marktversagen in den Bereichen Stabilit\u00e4t, Reputation und Kundenschutz zum Tragen.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1684886400000)\/","SubmittedBy":"Andrey Gerhard","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1750409531000)\/","ResponsibleDepartment":7,"ResponsibleDepartmentName":"Finanzdepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EFD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|24","Category":null,"Modified":"\/Date(1750409545057)\/","SubmissionDate":"\/Date(1681171200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5119,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Finanzwesen"}}