{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233515,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233515,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233515,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233515,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233515,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233515,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233515,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233515,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233515,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233515,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233515,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233515,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233515,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233515,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233515,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233515,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233515,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233515,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3515","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Fotovoltaik- oder Windkraftanlagen. Gefahr f\u00fcr die landwirtschaftlichen Nutztiere","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Gegenw\u00e4rtig werden auf unsere Wiesen Windkraftanlagen gestellt und unsere Hofd\u00e4cher mit Photovoltaikanlagen geschm\u00fcckt. Hat man dabei die Gefahr elektromagnetischer St\u00f6rungen und anderer Kriechstr\u00f6me f\u00fcr die Nutztiere untersucht? Ich frage den Bundesrat nach Studien und ergriffenen Massnahmen, um den Tierhalterinnen und Tierhaltern zu versichern, dass die Anlagen zuverl\u00e4ssig sind.</p>","ReasonText":"<p>Insbesondere in Frankreich besch\u00e4ftigen seit mehreren Jahren elektromagnetische Belastungen in der Tierhaltung die Branche. Das Thema ist l\u00e4ngst auch auf politischer Ebene angekommen. Die Nationalversammlung und der Senat Frankreichs ver\u00f6ffentlichten ausf\u00fchrliche Berichte, w\u00e4hrend die Vereinigung \"Groupe Permanent pour la S\u00e9curit\u00e9 Electrique en milieu agricole\" (St\u00e4ndiger Ausschuss f\u00fcr elektrische Sicherheit in der Landwirtschaft) 2019 ein Dokument zum Thema st\u00f6rende elektrische Str\u00f6me in der Tierhaltung mit dem Titel \"Courants \u00e9lectriques parasites en \u00e9levage - Conna\u00eetre et ma\u00eetriser\" herausgab. Untersuchungen in Frankreich zufolge soll es zu erheblichen St\u00f6rungen gekommen sein, die in einigen Betrieben sogar zum Tod von Tieren gef\u00fchrt haben. Mehr in unserer N\u00e4he lebt ein Waadtl\u00e4nder Tierhalter, der k\u00fcrzlich wegen seiner Photovoltaikanlage mit zahlreichen Problemen konfrontiert wurde. </p><p>Sonnenkollektoren oder Windr\u00e4der sind heute notwendige Anlagen zur Energiegewinnung. Die Landwirtschaft ist nicht dagegen, aber in der Anwendung dieser Technologien m\u00fcssen sowohl die Tierhalterinnen und Tierhalter als auch die Tiere respektiert werden. Ich stelle dem Bundesrat somit folgende Fragen: </p><p>- Sind in unserem Land in j\u00fcngster Zeit Studien zu den erw\u00e4hnten elektromagnetischen St\u00f6rungen durch Photovoltaik- oder Windkraftanlagen durchgef\u00fchrt worden? Zu welchen Erkenntnissen haben diese gef\u00fchrt und welche Massnahmen zur Beseitigung der St\u00f6rungen wurden ergriffen?</p><p>- Kann der Bundesrat garantieren, dass die von ihm erw\u00fcnschten Neuinstallationen keine Kriechstr\u00f6me verursachen? </p><p>- Sind dem Bundesrat in der Schweiz \u00e4hnliche F\u00e4lle bekannt? Welche Massnahmen wurden ergriffen? </p><p>- Hat er im Schadensfall eine Entsch\u00e4digung f\u00fcr Betriebseinbussen dieser Art vorgesehen? </p><p>Mit vollumf\u00e4nglicher Transparenz in der erw\u00e4hnten Problematik k\u00f6nnen das Vertrauen der Tierhalterinnen und Tierhalter wiederhergestellt und die Konsumentinnen und Konsumenten beruhigt werden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Photovoltaik- und Windenergieanlagen m\u00fcssen im Betrieb die Vorschriften und Grenzwerte der Verordnung \u00fcber den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (NISV, SR 814.710) einhalten. Die Verordnung hat zum Ziel, Menschen vor sch\u00e4dlicher oder l\u00e4stiger nichtionisierender Strahlung zu sch\u00fctzen. Es existieren keine besonderen Vorschriften zum Schutz von Nutztieren vor nichtionisierender Strahlung.</p><p>Der vom Interpellanten zitierte Bericht aus Frankreich (\"Courants \u00e9lectriques parasites en \u00e9levage\", Groupe Permanent pour la S\u00e9curit\u00e9 Electrique en milieu agricole 2019) nennt als Quellen elektromagnetischer Strahlung und daraus induzierter Str\u00f6me im Umfeld der Tierhaltung in erster Linie Freileitungen und elektrische Installationen im Stall. Der Bericht stellt fest, dass eine Analyse wissenschaftlicher Publikationen durch die nationale Agentur f\u00fcr Lebensmittelsicherheit, Umwelt und Arbeit (ANSES) keine direkte Wirkung elektromagnetischer Felder nachweisen konnte - weder auf das Verhalten noch auf die Gesundheit von Nutztieren.</p><p>Auch Publikationen aus der Schweiz (z.B. \"Streustr\u00f6me in Tierhaltungsbetrieben\", Mitteilung Eidg. Starkstrominspektorats ESTI, 2018 oder \"Differenzspannungen / Streustr\u00f6me in landwirtschaftlichen Tierhaltungsbetrieben, Bedeutung, Erl\u00e4uterungen und Beurteilung\", Technisches Komitee Erdungen des Comit\u00e9 Electrotechnique Suisse CES, Bulletin SEV/VSE 12/2018) weisen darauf hin, dass von korrekt installierten und regelm\u00e4ssig kontrollierten Elektroinstallationen keine Gefahr f\u00fcr Nutztiere ausgeht. Bei Auslegung und Installation des Potenzialausgleichs gem\u00e4ss Niederspannungsinstallationsnorm erreichen Differenzspannungen Werte von lediglich einigen Millivolt. Bei Differenzspannungen unter 1 Volt (V) konnten in diversen Studien im Ausland keine Befindlichkeitsst\u00f6rungen bei Nutztieren festgestellt werden.</p><p>In praktisch allen F\u00e4llen, die das Eidg. Starkstrominspektorats (ESTI) bislang untersucht hat, sind nicht die Installationen der Verteilnetze, sondern die Hausinstallationen Ursache f\u00fcr allf\u00e4llige Streustromproblematiken. Gem\u00e4ss Art. 5 Abs. 1 der Niederspannungs-Installationsverordnung (SR 734.27) sorgt der Eigent\u00fcmer oder der von ihm bezeichnete Vertreter daf\u00fcr, dass die elektrischen Installationen st\u00e4ndig den Anforderungen der Artikel 3 und 4 (grundlegende Anforderungen zur Sicherheit und zur Vermeidung von St\u00f6rungen) entsprechen. Er muss auf Verlangen den entsprechenden Sicherheitsnachweis erbringen. Die Vermeidung von St\u00f6rungen - zu welchen Streustr\u00f6me zu z\u00e4hlen sind, soweit sie nicht eine Gef\u00e4hrdung darstellen - ist also allein Sache des Eigent\u00fcmers. F\u00fcr Streustromproblematiken sind folglich Energieerzeugungsanlagen in den seltensten F\u00e4llen urs\u00e4chlich. Mit Installationen, welche nach den anerkannten Regeln der Technik erstellt, betrieben und regelm\u00e4ssig kontrolliert werden (vgl. Art. 3 Abs. 1 NIV), lassen sich Streustr\u00f6me vermeiden oder zumindest so reduzieren, dass sie durch Mensch und Tier nicht wahrnehmbar sind.</p><p>Bei Verdacht auf Installationsm\u00e4ngel oder wenn Differenzspannungen \u00fcber 1 V gemessen werden, empfiehlt es sich, die korrekte Erdung und die Wirksamkeit des Potenzialausgleichs durch eine Fachperson \u00fcberpr\u00fcfen zu lassen. Die Informationsplattform Streustr\u00f6me von AGRIDEA (initiiert durch den Schweizer Bauernverband (SBV) und finanziert durch das Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft (BLW) sowie das Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen (BLV)) unterst\u00fctzt betroffene Landwirtschaftsbetriebe und bietet Kontakte zu Fachpersonen an.</p><p>Dem Bundesrat sind keine F\u00e4lle von gesundheitlichen Beeintr\u00e4chtigungen von Nutztieren durch Photovoltaik- und Windenergieanlagen in der Schweiz bekannt. Aus diesem Grund hat sich die Frage nach besonderen regulatorischen Massnahmen bisher nicht gestellt. Ebenso fehlt eine gesetzliche Grundlage daf\u00fcr in der Elektrizit\u00e4tsgesetzgebung.</p>  Antwort des Bundesrates.","FederalCouncilProposal":8,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1687910400000)\/","SubmittedBy":"Page Pierre-Andr\u00e9","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1750410530000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55|66","Category":null,"Modified":"\/Date(1763107990690)\/","SubmissionDate":"\/Date(1682985600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5120,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft|Energie"}}