{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233518,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233518,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233518,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233518,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233518,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233518,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233518,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233518,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233518,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233518,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233518,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233518,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233518,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233518,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233518,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233518,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233518,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233518,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3518","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"R\u00fcckschritte statt Fortschritte bei der Lohngleichheit wegen tieferer Nominallohnentwicklung bei Frauen?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>- Was sind die Gr\u00fcnde, dass die Nominall\u00f6hne der M\u00e4nner 2022 durchschnittlich mit 1,1 Prozent st\u00e4rker stiegen, die jene der Frauen (+0,8%)?</p><p>- In welchen Branchen (mind. 5) sind die Nominall\u00f6hne der Frauen am st\u00e4rksten gestiegen?</p><p>- In welchen Branchen (mind. 5) sind die Nominall\u00f6hne der Frauen am schw\u00e4chsten gestiegen?</p><p>- In welchen Branchen (mind. 5) sind die Nominall\u00f6hne der M\u00e4nner am st\u00e4rksten gestiegen?</p><p>- Was bedeutet die ungleiche Nominallohnentwicklung nach Geschlecht f\u00fcr die Erreichung der verfassungsm\u00e4ssig garantierten Lohngleichheit \"gleicher Lohn f\u00fcr gleiche und gleichwertige Arbeit\"?</p><p>- Wie erkl\u00e4rt sich der Bundesrat die \u00fcberdurchschnittlichen Nominallohnanstiege bei den M\u00e4nnern in der Branche \"Finanzdienstleistungen, mit Finanz- und Versicherungsdienstleistungen verbundene T\u00e4tigkeiten\" von +2,2 Prozent?</p><p>- W\u00e4re es m\u00f6glich, dass die Entwicklung der Nominall\u00f6hne aller Branchen jeweils auch nach Geschlecht ausgewertet und publiziert werden?</p><p>- Welche Massnahmen ergreift der Bundesrat, dass sich die Nominall\u00f6hne der Frauen k\u00fcnftig wieder gleich wie jene der M\u00e4nner entwickeln?</p><p>- Sind Frauen angesichts der schlechteren Nominallohnentwicklung st\u00e4rker vom Kaufkraftverlust betroffen?</p><p>- Welche ausgleichenden Massnahmen ergreift der Bundesrat wegen der - aufgrund der schlechteren Nominallohnentwicklung - f\u00fcr Frauen schw\u00e4cheren Kaufkraft?</p><p>- In welchen Gef\u00e4ssen findet mit den Sozialpartner/innen der Austausch statt, wie die Lohngleichheit \"gleicher Lohn f\u00fcr gleichwertige Arbeit\" vorangetrieben werden kann?</p>","ReasonText":"<p>Der j\u00fcngst publizierte Nominallohnindex im Jahr 2022 zeigt beunruhigende Entwicklungen. So sinken die Reall\u00f6hne um 1,9 Prozent, was insgesamt sozialpolitisch ein Problem ist, da die Kaufkraft der Bev\u00f6lkerung geschw\u00e4cht wird. \u00c4usserst problematisch ist die Entwicklung nach Geschlecht, wonach das Nominallohnwachstum bei den Frauen tiefer ist als bei den M\u00e4nnern. Demnach ist die Kaufkraft f\u00fcr Frauen schlechter als f\u00fcr M\u00e4nner. Die ungleiche Lohnentwicklung steht im v\u00f6lligen Widerspruch zur verfassungsm\u00e4ssig geforderten Lohngleichheit \"gleicher Lohn f\u00fcr gleichwertige Arbeit\". 2022 erh\u00f6hten sich die Nominall\u00f6hne der M\u00e4nner durchschnittlich um 1,1 Prozent, die der Frauen stiegen mit +0,8 Prozent weniger stark. Zu den Wirtschaftszweigen mit den gr\u00f6ssten Nominallohnanstiegen geh\u00f6rten bei den M\u00e4nnern \"Finanzdienstleistungen, mit Finanz- und Versicherungsdienstleistungen verbundene T\u00e4tigkeiten\" (+2,2%) und bei den Frauen \"Freiberufliche, wissenschaftliche und technische T\u00e4tigkeiten\" (+1,7%).</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Zu (1 bis 4 und 6): Die Statistiken zur Lohnentwicklung bilden die Dynamik der L\u00f6hne in den einzelnen Wirtschaftszweigen in einem bestimmten Jahr ab. Der synthetisch berechnete Nominallohnindex der Schweiz, der vom Bundesamt f\u00fcr Statistik (BFS) erstellt wird, wird jedes Jahr durch eine ganze Reihe von mehrheitlich konjunkturbezogenen Faktoren (Gesamtarbeitsvertr\u00e4ge, Entwicklung der Produktivit\u00e4t, Inflationsniveau, Arbeitsmarktsituation, Frankenst\u00e4rke usw.) beeinflusst. Zwischen 2012 und 2022 legten die Nominall\u00f6hne der Frauen gem\u00e4ss dem Schweizerischen Lohnindex mit 7,5% etwas st\u00e4rker zu als jene der M\u00e4nner mit 5,4%. Die Nominallohnentwicklung zeigt auf, wie sich die L\u00f6hne in den einzelnen Wirtschaftszweigen insgesamt ver\u00e4ndern, l\u00e4sst aber nicht auf die Lohnentwicklung (vergleichbarer) Berufsprofile schliessen. Die Statistik ist nicht f\u00fcr ein Monitoring der Lohngleichheit zwischen Frauen und M\u00e4nnern vorgesehen. Um die Lohngleichheit zwischen den Geschlechtern auf dem Schweizer Arbeitsmarkt zu analysieren, muss die Schweizerische Lohnstrukturerhebung herangezogen werden, die alle zwei Jahre vom BFS durchgef\u00fchrt wird. Mit den damit erhobenen Zahlen lassen sich die Struktur und das Niveau der L\u00f6hne von Frauen und M\u00e4nnern anhand einer spezifischen, international anerkannten Methode (ILO, OECD, Eurostat) messen und vergleichen<span style=\"color:red;\">.</span></p><p>Zu (5): Die Schweizer Arbeitsmarktpolitik zeichnet sich durch einen grossen Spielraum f\u00fcr Verhandlungsl\u00f6sungen und dezentrale Entscheide innerhalb des gesetzlichen Rahmens aus. Aufgrund der grossen Zahl an Einflussfaktoren, die sich zum Teil auch zeitlich versetzt auswirken, k\u00f6nnen sich L\u00f6hne nach Branchen und Berufen unterschiedlich entwickeln. Dies kann sich in einer j\u00e4hrlichen Betrachtung auch in unterschiedlichen Entwicklungen nach Geschlecht \u00e4ussern, auch weil sich die Geschlechteranteile nach Branchen unterscheiden. Der Schweizerische Lohnindex (SLI) 2022 des BFS zeigt einzig, dass die Erh\u00f6hung der L\u00f6hne der Frauen im Jahr 2022 etwas geringer ausfiel als der Anstieg der L\u00f6hne der M\u00e4nner. Daraus lassen sich aber im Gegensatz zu den Analysen basierend auf den Daten der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung keine R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Lohngleichheit zwischen Frau und Mann ziehen.</p><p>Zu (7): Aufgrund der weiter oben ausgef\u00fchrten Argumente (vgl. Antworten auf Fragen 1 bis 6) w\u00fcrde eine Aufschl\u00fcsselung der Ergebnisse des Nominallohnindexes nach Wirtschaftszweig und Geschlecht keine relevanten Informationen liefern.</p><p>Zu (8 bis 10): Im Jahr 2022 beobachtete der Bundesrat die Entwicklung der Teuerung sehr genau, da sie mit 2,8% im Jahresdurchschnitt verglichen mit den letzten Jahren sehr hoch ausfiel. In diesem Zusammenhang er\u00f6rterte er auch die Notwendigkeit von Massnahmen zur Abfederung der Teuerung, wobei er zum Schluss kam, dass in der Schweiz keine ausserordentlichen Massnahmen angezeigt sind. In der ausserordentlichen Session im Herbst 2022 wurden zahlreiche parlamentarische Vorst\u00f6sse mit Bezug zum Thema Kaufkraft behandelt und mehrheitlich abgelehnt. Das Parlament folgte damit mehrheitlich auch der Einsch\u00e4tzung des Bundesrates und wie dieser in seiner Antwort zur Frage 22.7732 Imboden ausgef\u00fchrt hat, wird zuk\u00fcnftig regelm\u00e4ssig der \u00abGender Overall Earnings Gap\u00bb erhoben, berechnet und ver\u00f6ffentlicht. Dieser Indikator erg\u00e4nzt das bereits etablierte Bild der Einkommensunterschiede zwischen Frauen und M\u00e4nnern. Zudem hat der Bundesrat im Jahr 2021 die Gleichstellungsstrategie 2030 verabschiedet. Diese zielt insbesondere auf die St\u00e4rkung der wirtschaftlichen Autonomie der Frauen w\u00e4hrend ihres ganzen Lebens ab, unabh\u00e4ngig von ihrem Zivilstand und ihrer famili\u00e4ren Situation. Damit will der Bundesrat zum Beispiel die Lohndiskriminierung beseitigen, die Rahmenbedingungen f\u00fcr die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern und eine ausgeglichenere Erwerbsbeteiligung von Frauen und M\u00e4nnern erreichen. Weitere Ziele sind die Verbesserung der Rentensituation von Frauen, namentlich in der beruflichen Vorsorge (2. S\u00e4ule), sowie die ausgewogenere Geschlechterverteilung in der Ausbildung, in allen Berufsgruppen, auf allen Verantwortungsebenen und in allen Entscheidungsgremien. Dazu geh\u00f6rt etwa ein h\u00f6herer Frauenanteil in F\u00fchrungspositionen von Hochschulen oder die F\u00f6rderung von M\u00e4nnern in Gesundheits- und Bildungsberufen. Die einzelnen Massnahmen sind in einem detaillierten Aktionsplan aufgef\u00fchrt, der regelm\u00e4ssig aktualisiert wird (www.gleichstellung2030.ch). Zudem stellt der Bund mit Logib Modul 2 neu auch kleineren Unternehmen ein kostenloses Analyse-Tool zur \u00dcberpr\u00fcfung der Lohngleichheit zur Verf\u00fcgung. Alle Arbeitgebenden verf\u00fcgen damit \u00fcber die Grundlage, um den Anspruch auf gleichen Lohn f\u00fcr gleichwertige Arbeit umzusetzen</p><p>Zu (11): Die Sozialpartner und der Bund <span style=\"color:black;\">haben&nbsp;</span>einen Lohngleichheitsdialog durchgef\u00fchrt, aus dem das Projekt \u00abEngagement Lohngleichheit\u00bb entstanden ist. Alle Schweizer Unternehmen k\u00f6nnen kostenlos daran teilnehmen. <span style=\"color:black;\">Im Rahmen dieses Projekts zur F\u00f6rderung der Lohngleichheit treffen sich die Sozialpartner und der Bund (vertreten durch das Eidgen\u00f6ssische B\u00fcro f\u00fcr die Gleichstellung von Frau und Mann, Bundesamt f\u00fcr Statistik und Bundesamt f\u00fcr Justiz) ein- bis zweimal j\u00e4hrlich, um sich \u00fcber aktuelle Vorhaben und Massnahmen zur Erreichung der Lohngleichheit zwischen Frau und Mann auszutauschen.</span></p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1692748800000)\/","SubmittedBy":"Imboden Natalie","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1750413859000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|28|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1750413872853)\/","SubmissionDate":"\/Date(1683072000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5120,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Soziale Fragen|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}