{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233542,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233542,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233542,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233542,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233542,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233542,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233542,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233542,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233542,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233542,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233542,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233542,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233542,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233542,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233542,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233542,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233542,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233542,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3542","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Massnahmen gegen den Nachwuchs- und Fachkr\u00e4ftemangel in der Tiermedizin","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Veterin\u00e4rbereich in der Schweiz sieht sich in naher Zukunft einem erheblichen Nachwuchs- und damit Fachkr\u00e4ftemangel konfrontiert, vor allem auch in der Grosstiermedizin. </p><p>Wie beurteilt der Bundesrat erstens die drohende L\u00fccke in der tier\u00e4rztlichen Grundversorgung und zweitens die folgenden Vorschl\u00e4ge, um dieser ung\u00fcnstigen Entwicklung entgegenzuwirken?</p><p>- Substanzielle Erh\u00f6hung der j\u00e4hrlich zugelassenen Studentinnen und Studenten der Veterin\u00e4rmedizin</p><p>- Erweiterung der veterin\u00e4rmedizinischen Fakult\u00e4t (evtl. dritter Standort) und Intensivierung der Zusammenarbeit mit anderen Bildungsinstitutionen</p><p>- \u00dcberpr\u00fcfung der Zulassungsbedingungen zum veterin\u00e4rmedizinischen Studium auf ihre berufliche Relevanz</p><p>- Differenzierter Zugang zum veterin\u00e4rmedizinschen Studium (z.B. Passarelle)</p><p>- F\u00f6rderung \"professional knowledge\" inkl. der wirtschaftlichen Kompetenz w\u00e4hrend dem Studium</p><p>- F\u00f6rderung der Praktika und Entwicklung von (finanziellen) Anreizsystemen f\u00fcr die Nutztiermedizin in Randregionen</p><p>- Entwicklung von Massnahmen zur Reduktion der Abwanderung von Tier\u00e4rztinnen und Tier\u00e4rzten aus der klinischen T\u00e4tigkeit</p><p>- \u00dcberarbeitung der arbeitsrechtlichen Bedingungen f\u00fcr Tier\u00e4rztinnen und Tier\u00e4rzte</p><p>- Substanzielle Reduktion der administrativen Auflagen</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat ist mit dem Interpellanten einig, dass die tier\u00e4rztliche Grundversorgung in der Schweiz von grosser Wichtigkeit ist. Gem\u00e4ss einer Studie zur Versorgungslage in der Schweizer Nutztiermedizin der Universit\u00e4t Bern (2019) ist die Versorgungssicherheit gegenw\u00e4rtig \u00fcberwiegend gut bis sehr gut gew\u00e4hrleistet. Langfristig gen\u00fcgend Nachwuchs f\u00fcr die Nutztierpraxis zu generieren ist aber, wie in anderen Bereichen, ein vielschichtiges Thema, das nicht nur die Zahl der Ausbildungspl\u00e4tze betrifft, sondern auch die Attraktivit\u00e4t der Arbeitsbedingungen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>F\u00fcr die Grundausbildung aller Studierenden der Veterin\u00e4rmedizin ist die Vetsuisse-Fakult\u00e4t VSF der autonomen Universit\u00e4ten Bern und Z\u00fcrich, respektiv deren Tr\u00e4gerkantone, verantwortlich. Der Bund verf\u00fcgt \u00fcber keine Kompetenzen, um eine Erh\u00f6hung der Studierendenzahlen in der Veterin\u00e4rmedizin oder die Erweiterung auf einen dritten Standort anzuordnen. Er k\u00f6nnte das Thema einzig im Rahmen der Schweizerischen Hochschulkonferenz (SHK) mit den kantonalen Tr\u00e4gern aufnehmen und zur Diskussion bringen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Die Kosten im Bereich der Lehre im Veterin\u00e4rstudium belaufen sich pro Studierenden im Durchschnitt auf 43\u2019000 CHF/Jahr. Da die Anzahl Anmeldungen die Studienplatzkapazit\u00e4ten deutlich \u00fcbersteigt, beschr\u00e4nkt die VSF den Zugang (Numerus clausus) und st\u00fctzt sich bei der Auswahl der Studierenden auf den Eignungstest (EMS). Auf Grund der grossen Nachfrage hat sie die Studienplatz\u00adkapazit\u00e4ten in den letzten Jahren bereits deutlich erh\u00f6ht (Bachelorstudium: 2016: 150, 2023: 172). Eine weitere Erh\u00f6hung ohne Qualit\u00e4tsverlust in der Ausbildung h\u00e4tte sehr grosse Investitionen in die Infrastrukturen sowie einen starken personellen Ausbau zur Folge. Insbesondere der klinische Teil der Ausbildung bedarf einer Klinikstruktur, die sich nicht ohne weiteres in anderen Bildungsorganisationen einrichten l\u00e4sst. Auch bei einem differenzierten Zugang zum veterin\u00e4rmedizinischen Studium (z.B. Passerelle) m\u00fcssten die Kandidatinnen und Kandidaten den klinischen Teil und somit das Nadel\u00f6hr der Ausbildung nachholen.</p><p>&nbsp;</p><p>Die SHK hat 2017 gest\u00fctzt auf den Bericht des Schweizerischen Wissenschaftsrats den kognitiv orientierten EMS als geeignetes Instrument zur Selektion der Studierenden aller medizinischen Disziplinen best\u00e4tigt. Die Vor- und Nachteile alternativer Selektionsmethoden, wie die Einf\u00fchrung von Praktika, wurden vertieft diskutiert. Alle Methoden wurden auf Grund des hohen Aufwandes f\u00fcr das Klinikpersonal sowie der geringen klinischen Pl\u00e4tze abgelehnt.&nbsp;</p><p>Die VSF hat die F\u00f6rderung von \u00abprofessional knowledge\u00bb w\u00e4hrend des Studiums als Notwendigkeit erkannt und den Lehrplan entsprechend \u00fcberarbeitet. In der F\u00f6rderperiode 2021\u20132024 erh\u00e4lt die VSF vom Bund CHF 1,2 Mio. an projektgebundenen Beitr\u00e4gen f\u00fcr den Aufbau einer Struktur f\u00fcr externe Ausbildungsmodule f\u00fcr die Studierenden in Lehrpraxen. Mit der Unterst\u00fctzung des Bundes wird das Curriculum in der Veterin\u00e4rausbildung neu ausgerichtet und um ein Semester verl\u00e4ngert, welches der fortgeschrittenen Praxisausbildung dient.</p><p>Betreffend Arbeitsbedingungen hat der Bund ebenfalls keine Handlungskompetenzen. Der zust\u00e4ndige Berufsverband, die Gesellschaft Schweizer Tier\u00e4rztinnen und Tier\u00e4rzte GST, hat das Problem jedoch erkannt und Richtlinien ausgearbeitet. So werden beispielsweise Ans\u00e4tze diskutiert, die gezielt zur Entlastung der angespannten Personalsituation f\u00fchren sollen, namentlich bei kleineren Praxen. Zudem ist das \u00f6ffentliche Veterin\u00e4rwesen bestrebt, den administrativen Aufwand f\u00fcr Tier\u00e4rztinnen und Tier\u00e4rzte so gering als m\u00f6glich zu halten und zu entsch\u00e4digen. Die digitale Transformation wird zur Entlastung im administrativen Bereich beitragen. Die GST und einige ihrer Fach- und Regionalsektionen haben zudem die Thematik der Abwanderung von Tier\u00e4rztinnen und Tier\u00e4rzten aus der klinischen T\u00e4tigkeit aufgegriffen und L\u00f6sungsans\u00e4tze diskutiert. Auf der Grundlage von regelm\u00e4ssig durchgef\u00fchrten Umfragen und Studien hat die GST Empfehlungen ausgearbeitet, f\u00fchrt Bildungs- und Kommunikationsmassnahmen durch und engagiert sich f\u00fcr spezifische L\u00f6sungen.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1693353600000)\/","SubmittedBy":"Guggisberg Lars","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1750411921000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|44|52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1750411931677)\/","SubmissionDate":"\/Date(1683158400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5120,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Umwelt|Gesundheit"}}