{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233595,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233595,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233595,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233595,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233595,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233595,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233595,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233595,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233595,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233595,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233595,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233595,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233595,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233595,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233595,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233595,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233595,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233595,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3595","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Schutz der Wildtiere in den eidgen\u00f6ssischen Jagdbanngebieten und den Wasser- und Zugvogelreservaten. Die Transparenz ist die H\u00fcterin des Vertrauens","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In den eidgen\u00f6ssischen Jagdbanngebieten und den Wasser- und Zugvogelreservaten sind Wildtiere gesch\u00fctzt, doch ist der Anwendungsbereich der Schutzmassnahmen heute unklar.</p><p>Ich bitte den Bundesrat daher um die Beantwortung der folgenden Fragen:</p><p>1. Wie viele S\u00e4ugetiere und V\u00f6gel (nach Art, Geschlecht [sofern bekannt] und Name des Schutzgebiets) wurden im Verlauf der letzten drei Jahre in den Wasser- und Zugvogelreservaten und den eidgen\u00f6ssischen Jagdbanngebieten (in den Teilen mit partiellem und in den Teilen mit integralem Schutz) geschossen?</p><p>2. Neben dem Jagdverbot und den Vorschriften \u00fcber den Abschuss von Tieren, die gejagt werden d\u00fcrfen, gelten f\u00fcr diese Gebiete noch weitere Bestimmungen. Wurden in Jagdbanngebieten oder Wasser- und Zugvogelreservaten in den letzten drei Jahren Ausnahmen f\u00fcr begrenzte Nutzungen erteilt? Falls ja, f\u00fcr welche Nutzung(en)?</p><p>3. Aufgrund von welchen \u00f6kologischen und biologischen Kriterien in Bezug auf die Tierwelt gew\u00e4hrt der Bund Ausnahmen f\u00fcr den Abschuss von jagdbaren / gesch\u00fctzten Tieren oder f\u00fcr verbotene T\u00e4tigkeiten in den eidgen\u00f6ssischen Jagdbanngebieten und den Wasser- und Zugvogelreservaten? Wie wird sichergestellt, dass Ausnahmen die Ausnahme bleiben?</p><p>4. In den eidgen\u00f6ssischen Jagdstatistiken der letzten Jahre waren zumindest auf Anfrage Informationen zu den Absch\u00fcssen in den eidgen\u00f6ssischen Jagdbanngebieten und in den Wasser- und Zugvogelreservaten verf\u00fcgbar. Warum gibt es diese Transparenz heute nicht mehr?</p>","ReasonText":"<p>Die eidgen\u00f6ssischen Jagdbanngebiete und die Wasser- und Zugvogelreservate von nationaler und internationaler Bedeutung dienen in erster Linie dazu, wild lebende S\u00e4ugetiere und Wildv\u00f6gel zu sch\u00fctzen.</p><p>Um dieses Schutzziel zu erreichen, ist es wichtig, dass es dort zu m\u00f6glichst wenig St\u00f6rungen durch den Menschen kommt.</p><p>Die Jagdbanngebiete bestehen aus zwei Teilen: Im Teil mit partiellem Schutz sind f\u00fcr Wildtiere regelm\u00e4ssige Regulierungsabsch\u00fcsse zul\u00e4ssig; im Teil mit integralem Schutz sind Regulierungsabsch\u00fcsse nur ausnahmsweise erlaubt.</p><p>F\u00fcr die Wasser- und Zuvogelreservate k\u00f6nnen unter bestimmten Bedingungen besondere Massnahmen zur Regulierung von jagdbaren Tierarten vorgesehen werden.</p><p>Ein k\u00fcrzlicher Bundesgerichtsentscheid hat den Grundsatz best\u00e4tigt, dass der Abschuss von Wildtieren in einem Jagdbanngebiet nur in Ausnahmef\u00e4llen zul\u00e4ssig ist nach einer umfassenden Interessenabw\u00e4gung und nur durch Personen, die dazu berechtigt und eigens daf\u00fcr ernannt worden sind. Derzeit werden keine Informationen dar\u00fcber ver\u00f6ffentlicht, wie oft Ausnahmen f\u00fcr den Abschuss von Wildtieren in den Jagdbanngebieten und den Wasser- und Zugvogelreservaten gew\u00e4hrt werden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1) Die folgenden Tabellen geben eine \u00dcbersicht \u00fcber die zwischen 2019 und 2021 get\u00e4tigten Absch\u00fcsse von Huftieren in den eidgen\u00f6ssischen Wildtierschutzgebieten (nach Art. 8, 9 und 10 der Verordnung \u00fcber die eidgen\u00f6ssischen Jagdbanngebiete, VEJ, SR <i>922.31</i>; Verordnung \u00fcber die Wasser- und Zugvogelreservate von internationaler und nationaler Bedeutung, WZVV, SR <i>922.32</i> und beim Steinbock nach Art. 12 der Verordnung \u00fcber die Regulierung von Steinbockbest\u00e4nden, VRS, <i>922.27</i> und Art. 10 VEJ).&nbsp;</p><figure class=\"table\"><table><tbody><tr><td colspan=\"5\"><strong>Eidgen\u00f6ssische Jagdbanngebiete</strong></td></tr><tr><td><strong>Tierart</strong></td><td><strong>2019</strong></td><td><strong>2020</strong></td><td><strong>2021</strong></td><td>&nbsp;</td></tr><tr><td>Rothirsch</td><td>455</td><td>459</td><td>324</td><td>&nbsp;</td></tr><tr><td>G\u00e4mse</td><td>132</td><td>164</td><td>77</td><td>&nbsp;</td></tr><tr><td>Reh</td><td>64</td><td>54</td><td>36</td><td>&nbsp;</td></tr><tr><td>Wildschwein</td><td>17</td><td>32</td><td>15</td><td>&nbsp;</td></tr><tr><td>Steinbock</td><td>90</td><td>185</td><td>92</td><td>&nbsp;</td></tr></tbody></table></figure><figure class=\"table\"><table><tbody><tr><td colspan=\"4\"><strong>Wasser- und Zugvogelreservate</strong></td><td colspan=\"2\">&nbsp;</td></tr><tr><td><strong>Tierart</strong></td><td><strong>2019</strong></td><td><strong>2020</strong></td><td colspan=\"2\"><strong>2021</strong></td><td>&nbsp;</td></tr><tr><td>Wildschwein</td><td>225</td><td>115</td><td colspan=\"2\">154</td><td>&nbsp;</td></tr><tr><td>Reh</td><td>64</td><td>55</td><td colspan=\"2\">36</td><td>&nbsp;</td></tr><tr><td>Rothirsch</td><td>0</td><td>8</td><td colspan=\"2\">7</td><td>&nbsp;</td></tr><tr><td>&nbsp;</td><td>&nbsp;</td><td>&nbsp;</td><td>&nbsp;</td><td>&nbsp;</td><td>&nbsp;</td></tr></tbody></table></figure><p>In eidgen\u00f6ssischen Jagdbanngebieten erfolgten am meisten Absch\u00fcsse beim Rothirsch. Mehr als 70 Prozent der Regulationsabsch\u00fcsse an Rothirschen wurden in partiell gesch\u00fctzten Gebieten gemacht, in denen jagdbare Huftiere gem\u00e4ss Art. 9 VEJ regelm\u00e4ssig reguliert werden k\u00f6nnen. Bei G\u00e4msen wurden in den drei Jahren in maximal f\u00fcnf Jagdbanngebieten Regulationsabsch\u00fcsse get\u00e4tigt. Die Absch\u00fcsse erfolgten zu \u00fcber 80 Prozent in partiell gesch\u00fctzten Gebieten.</p><p>2015 wurde aufgrund der steigenden Kormoransch\u00e4den in der Berufsfischerei die M\u00f6glichkeit geschaffen, dass auch Best\u00e4nde schadenstiftender Vogelarten in Wasser- und Zugvogelreservaten reguliert werden d\u00fcrfen. Bislang erfolgten lediglich Einzelabsch\u00fcsse von Kormoranen in Wasservogelreservaten in \u00c4schenlaichgebieten von nationaler Bedeutung, dies zum Schutz der gem\u00e4ss Roter Liste gef\u00e4hrdeten Fischart. Des Weiteren erfolgten wiederholt Absch\u00fcsse von gebietsfremden Vogelarten zum Schutz der Biodiversit\u00e4t.</p><p>2) Ausnahmebewilligungen f\u00fcr Bestimmungen zum Artenschutz in Artikel 5 VEJ und Artikel 5 WZVV werden durch die Kantone erteilt. Dem Bund liegen hierzu keine detaillierten Informationen vor.</p><p>3) Das Bundesamt f\u00fcr Umwelt (BAFU) pr\u00fcft die kantonalen Antr\u00e4ge f\u00fcr Regulationsmassnahmen gem\u00e4ss den rechtlichen Bestimmungen. Es ber\u00fccksichtigt unter anderem Bestandsgr\u00f6sse, Art und Ausmass des Schadens, M\u00f6glichkeiten zum Ergreifen milderer Massnahmen sowie unerw\u00fcnschte Auswirkungen der Absch\u00fcsse auf das Schutzgebiet. Das BAFU formuliert in seinen Bewilligungen Auflagen zu den zu erlegenden Geschlechts- und Altersklassen, zum Zeitraum der Eingriffe (z.B. Schutz der Brunftzeit) oder anderen zu ergreifenden Massnahmen (aktive Wildschadenverh\u00fctung im Wald, Lenkung der Freizeitnutzung).</p><p>4) Die Zahlen zu den Absch\u00fcssen sind Teil der Berichterstattung der Kantone zu den eidgen\u00f6ssischen Schutzgebieten ans BAFU und k\u00f6nnen auch weiterhin beim BAFU eingesehen werden.&nbsp;</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1692144000000)\/","SubmittedBy":"Vara C\u00e9line","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1694691168000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52","Category":null,"Modified":"\/Date(1751900803230)\/","SubmissionDate":"\/Date(1685404800000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5121,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt"}}