{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233630,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233630,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233630,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233630,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233630,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233630,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233630,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233630,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233630,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233630,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233630,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233630,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233630,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233630,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233630,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233630,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233630,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233630,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3630","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"F\u00f6rderung der Gleichstellung der Geschlechter im Schweizer Kulturbereich","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, gem\u00e4ss der Kulturbotschaft 2021-2024 qualitative Daten zum Thema Geschlecht im Kulturbereich zu erheben und daraus Statistiken zu erstellen. Um die H\u00fcrden f\u00fcr Karrieren von Frauen im Kulturbetrieb zu identifizieren, sollen die erhobenen Daten \u00fcber alle Sparten hinweg Aufschluss geben \u00fcber das Ausmass der Lohnunterschiede zwischen Frauen und M\u00e4nnern, die Karrierewege und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.</p>","ReasonText":"<p>Es fehlt an Daten und Statistiken, die sich mit der Geschlechterfrage im Kulturbereich befassen. Dennoch geh\u00f6rt die Verbesserung der Chancengleichheit f\u00fcr Frauen und M\u00e4nner im Kulturbereich zu den Hauptzielen der Kulturbotschaft 2021-2024.</p><p>Im Rahmen der Partnerschaft zwischen Pro Helvetia, dem Swiss Center for Social Research und dem Zentrum Gender Studies der Universit\u00e4t Basel wurde 2021 eine Vorstudie durchgef\u00fchrt. Erste Studienergebnisse zeigen erhebliche Unterschiede zwischen Frauen und M\u00e4nnern im Kulturbereich, insbesondere in den Sparten Musik, visuelle K\u00fcnste und darstellende K\u00fcnste. Frauen sind in F\u00fchrungspositionen mit nur 28,8 Prozent \u00fcber alle Sparten hinweg betrachtet deutlich unterrepr\u00e4sentiert, w\u00e4hrend das Geschlechterverh\u00e4ltnis auf operativer Ebene fast ausgeglichen ist. Auch als k\u00fcnstlerische Leiterinnen sowie als Autorinnen und Komponistinnen sind sie in der Minderheit, was einen dringenden Bedarf einer st\u00e4rkeren Diversifizierung der kulturellen Programmgestaltung und Ausbildung belegt. K\u00fcnstlerinnen und ihre Werke werden weniger wahrgenommen und erhalten weniger Auszeichnungen. Obwohl die Daten zu dieser Frage nicht geschlechtsspezifisch erhoben wurden, l\u00e4sst sich daraus schliessen, dass ein Viertel der Frauen gegen\u00fcber einem Drittel der M\u00e4nner mehr als 21 150 Franken im Jahr verdienen. Das sagt viel \u00fcber die prek\u00e4ren Verh\u00e4ltnisse des Kulturbereichs insgesamt, aber auch \u00fcber die geschlechtsspezifischen Lohnunterschiede aus.</p><p>Es sei jedoch angemerkt, dass die im Rahmen dieser Vorstudie gewonnenen Daten zu uneinheitlich sind, um daraus allgemeine Schlussfolgerungen zu ziehen. Die sich abzeichnenden Trends m\u00fcssen auf regionaler Ebene und in Bezug auf jede Kultursparte best\u00e4tigt werden k\u00f6nnen. Zudem sind die grundlegenden statistischen Daten, z. B. \u00fcber die Anzahl der Kulturschaffenden in der Schweiz, ihr Einkommen und ihre Arbeitsmodelle, l\u00fcckenhaft. Es ist deshalb derzeit nicht m\u00f6glich, die festgestellten Ungleichgewichte zu erkl\u00e4ren. Daher ist es notwendig, unsere Grundkenntnisse zu diesem Thema zu erweitern. Dabei m\u00fcssen nicht nur klare quantitative, sondern auch qualitative Daten erhoben und daraus Statistiken erstellt werden, um sparten\u00fcbergreifende Probleme zu identifizieren - mit dem Ziel, die Massnahmen so anzupassen, dass eine echte Chancengleichheit im Kulturbereich erreicht wird.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Der Bundesrat ist mit der Stossrichtung der Motion einverstanden, darum hat er die Verbesserung der Chancengleichheit im Kultursektor auch als Ziel in der Kulturbotschaft 2021-2024 verankert und im Vernehmlassungsentwurf zur Kulturbotschaft 2025\u20132028 als Ziel best\u00e4tigt (Vernehmlassung er\u00f6ffnet am 09.06.2023).</p><p>&nbsp;</p><p>Die bestehenden Kulturstatistiken des Bundes, namentlich die Synthesestatistik der Kulturwirtschaft, erlauben es bereits heute, gewisse Tendenzen zu erkennen (z.B. die Vertretung der Geschlechter nach Sparten, das Anstellungsverh\u00e4ltnis und die Funktion im Betrieb, das Lohneinkommen nach Geschlecht).&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Auf dieser Grundlage haben das Bundesamt f\u00fcr Kultur (BAK) und Pro Helvetia (PH) bereits konkrete Massnahmen zum Abbau von Ungleichheiten eingef\u00fchrt. Weitere Massnahmen werden im Vernehmlassungsentwurf zur Kulturbotschaft 2025\u20132028 vorgeschlagen, namentlich spezifische F\u00f6rdermassnahmen in einzelnen Sparten wie Visuelle K\u00fcnste, Darstellende K\u00fcnste, Design und Musik oder Film, die Finanzierung eines Netzwerks \u00fcber die Geschichte der Gleichstellung von Mann und Frau oder die Anforderung an Gesuchsteller, die Kulturschaffenden am Arbeitsplatz von Diskriminierung, sexueller Bel\u00e4stigung und Missbrauch zu sch\u00fctzen.</p><p>&nbsp;</p><p>Im Vernehmlassungsentwurf zur Kulturbotschaft 2025\u20132028 schl\u00e4gt der Bundesrat auch die Einf\u00fchrung eines Monitorings vor, das die Beobachtung wesentlicher Entwicklungen im Kultursektor auf Dauer erm\u00f6glichen soll. Im Rahmen dieser Arbeiten werden die bestehenden Statistiken im Kulturbereich nochmals auf ihre Aussagekraft bez\u00fcglich Genderthemen \u00fcberpr\u00fcft werden.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Im \u00dcbrigen beauftragt die Motion 20.3588 Herzog \u00abVerbesserung der Datenlage bez\u00fcglich Auswirkungen auf die Geschlechter\u00bb den Bundesrat \u00absicherzustellen, dass alle massgeblichen Statistiken und Studien des Bundes nach Geschlechtern aufgeschl\u00fcsselt beziehungsweise deren Auswirkungen auf die Geschlechter untersucht und dargestellt werden.\u00bb Die Umsetzung dieser Motion erfolgt im Rahmen der Gleichstellungsstrategie 2030 (www.gleichstellung2030.ch/de/4.1.3.1). Entsprechende Instrumente werden bis Ende 2023 erarbeitet.</p><p>&nbsp;</p><p>In ihrer Forderung nach der Erhebung von zus\u00e4tzlichen quantitativen und qualitativen Daten f\u00fcr alle Sparten und alle Regionen geht die Motion weiter als n\u00f6tig. Eine so umfassende Erhebung ist aufwendig und entsprechend teuer und f\u00fcr die Festlegung geeigneter Massnahmen zur F\u00f6rderung der Gleichstellung der Geschlechter nicht zwingend n\u00f6tig. Das Parlament hat im \u00dcbrigen ein praktisch gleichlautendes Postulat unl\u00e4ngst im M\u00e4rz 2022 abgelehnt (<span style=\"color:windowtext;\">Postulat </span>21.4335 Kommission f\u00fcr Wissenschaft, Bildung und Kultur NR \u00abSystematische Datenerhebung im Kultursektor zur F\u00f6rderung der Gleichstellung von Frau und Mann\u00bb).</p>","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1693353600000)\/","SubmittedBy":"Python Valentine","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1726077292000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|44|2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1726077307030)\/","SubmissionDate":"\/Date(1686182400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5121,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Kultur"}}