{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233650,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233650,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233650,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233650,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233650,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233650,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233650,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233650,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233650,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233650,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233650,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233650,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233650,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233650,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233650,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233650,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233650,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233650,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3650","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Systemrelevante \"Frauenberufe\" endlich aufwerten!","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird aufgefordert, eine gesetzliche Grundlage zu schaffen mit dem Ziel, die Arbeitsbedingungen in klassischen \"Frauenbranchen\" wie im Pflege- und Betreuungsbereich aufzuwerten. Die Vorlage soll eine deutliche Lohnerh\u00f6hung bewirken und die Arbeitsbedingungen verbessern.</p>","ReasonText":"<p>Die Arbeit in Pflege und Betreuung ist systemrelevant, Teil des unverzichtbaren Service public und mit einer hohen Verantwortung verbunden. Trotzdem sind die Careberufe deutlich unterbezahlt, oft nur knapp existenzsichernd und die Arbeitsbedingungen ungen\u00fcgend. Die hohe psychische und physische (Arbeits-)Belastung, familienunfreundliche Arbeitszeiten, dazu die unbezahlte Care-Arbeit zuhause verunm\u00f6glichen ein 100 Prozent-Pensum und verschlimmern die finanzielle Situation zus\u00e4tzlich. 86 Prozent der Pflegefachpersonen in Spit\u00e4lern und Heimen sind Frauen, in den Kitas sind es gar 92 Prozent.</p><p>\u00dcber 300 Pflegefachkr\u00e4fte steigen monatlich aus dem Beruf aus. Bis 2029 d\u00fcrften wegen der demographischen Entwicklung gegen 100 000 Personen mit unterschiedlichen Qualifikationen im Pflege- und Betreuungsbereich fehlen. \u00dcber 10 000 Stellen in der Pflege sind aktuell unbesetzt. \u00dcberstunden sind an der Tagesordnung. Der Druck ist durch den Personalmangel und die zunehmende Administration riesig - viele haben nicht mehr gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr die Patient*innen. Die Umsetzung der Pflege-Initiative wird Verbesserungen bringen, schliesst aber nicht den ganzen Pflegebereich ein, der ebenfalls dringend eine Aufwertung erfahren muss.</p><p>Fr\u00fchkindliche Bildung und Betreuung haben eine hohe gesellschaftliche und \u00f6konomische Bedeutung. Dazu ist gen\u00fcgend qualifiziertes Personal unabdingbar. Doch die Arbeitsbedingungen werden den hohen Anforderungen an den Beruf nicht gerecht. Die L\u00f6hne in der familien- und schulerg\u00e4nzenden Betreuung sind oft viel zu tief. Es mangelt an Personal, der Betreuungsschl\u00fcssel ist zu knapp, die Institutionen sind finanziell ungen\u00fcgend ausgestattet. Viele Fachpersonen steigen nach wenigen Jahren aus dem Beruf aus.</p><p>Die Aufwertung der \"Frauenbranchen\" in Pflege und Betreuung, welche die hohe Verantwortung, das Fachwissen und die Relevanz f\u00fcr die Gesellschaft endlich ad\u00e4quat bewertet und honoriert, ist ein l\u00e4ngst f\u00e4lliger Schritt zur Gleichberechtigung von Frau und Mann. Zudem wirkt eine deutliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen dem Fachkr\u00e4ftemangel und dem drohenden \"Pflexit\" effektiv entgegen.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Wie der Bundesrat bereits in seiner Stellungnahme zur Motion 21.3082 Prelicz-Huber \u00abAufwertung der \u2018Frauenberufe\u2019 in Pflege und Betreuung\u00bb ausgef\u00fchrt hat, ist er sich der Herausforderungen in den klassischen Frauenbranchen wie im Pflege- und Be\u00adtreu\u00adungsbereich bewusst. Gute Arbeitsbedingungen sind eine Voraussetzung daf\u00fcr, dass genug Pflege- und Betreuungspersonal zur Verf\u00fcgung steht, da sie ein wichti\u00adges Element zur Verbesserung der Berufsverweildauer sind.</p><p>Sowohl f\u00fcr die familienerg\u00e4nzende Kinderbetreuung als auch f\u00fcr den Bereich der Hilfe und Pflege sind in erster Linie die Kantone zust\u00e4ndig. Die Vereinbarung von arbeitsrechtlichen Bedingungen liegt indessen in der Autonomie der Vertragsparteien bzw. der Sozialpartner einer Branche. Zus\u00e4tzlich zu den bereits in seiner Stellung\u00adnah\u00adme zur Motion 21.3082 Prelicz-Huber&nbsp;aufgef\u00fchrten verschiedenen Massnahmen hat der Bund im Rahmen seiner Kompetenzen in den vergangenen Jahren weitere Massnahmen zur Verbesserung der Attraktivit\u00e4t dieser Berufe ergriffen.</p><p>So will der Bundesrat die Pflege als wichtigen Pfeiler der medizinischen Versorgung st\u00e4rken und die Pflegeinitiative rasch umsetzen. Nach Verabschiedung der 1. Etappe durch das Parlament im Dezember 2022 wird im zweiten Halbjahr 2023 die Ver\u00adnehm\u00adlassung zum zugeh\u00f6rigen Ausf\u00fchrungsrecht gestartet. An seiner Sitzung vom 25. Januar 2023 hat der Bundesrat die Stossrichtung der 2. Etappe festgelegt und die Ausarbeitung eines neuen Bundesgesetzes sowie weitere Massnahmen in Auf\u00adtrag gegeben. Mit diesem Massnahmenpaket sollen insbesondere die Arbeitsbedin\u00adgungen im Bereich der Pflege verbessert und damit die Zahl der fr\u00fchzeitigen Berufs\u00adaustritte reduziert werden.</p><p>Weiter konzentriert sich die vom Bundesrat im 2021 verabschiedete Gleichstellungs\u00adstrategie 2030 (<a href=\"http://www.gleichstellung2030.ch\">www.gleichstellung2030.ch</a>) auf eine St\u00e4rkung der wirtschaftlichen Autonomie von Frauen und eine Verbesserung der Vereinbarkeit von Erwerbs- und Familienleben. Der Aktionsplan Gleichstellungsstrategie 2030 enth\u00e4lt hierzu eine Reihe von Massnahmen, unter anderem betreffend die Lohngleichheit von Frau und Mann, die St\u00e4rkung der Charta f\u00fcr Lohngleichheit. \u00dcberdies stellt der Bund neu allen Arbeitgebenden kostenlos das Webtool \u00abLogib Lohnsystem\u00bb zur Verf\u00fcgung. Dieses Webtool erm\u00f6glicht den Arbeitgebenden die Erstellung einer geschlechtsneutralen und klaren Lohnsystematik, mit der die Lohngleichheit zwischen Frau und Mann noch einfacher eingehalten werden kann.</p><p>Auch die Finanzhilfen gest\u00fctzt auf Artikel 14 Gleichstellungsgesetz (SR 151.1) wer\u00adden vom Eidgen\u00f6ssischen B\u00fcro f\u00fcr die Gleichstellung von Frau und Mann priorit\u00e4r f\u00fcr Programme zur F\u00f6rderung der Lohngleichheit von Frau und Mann, der Vereinbarkeit von Beruf und Familie und der gleichwertigen Teilhabe von Frauen und M\u00e4nnern in Berufen und Branchen mit Fachkr\u00e4ftemangel vergeben.</p><p>Der Bundesrat erachtet daher die Schaffung neuer gesetzlicher Grundlagen als nicht angezeigt.</p>","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1692748800000)\/","SubmittedBy":"Prelicz-Huber Katharina","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1727264732000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|44|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1727264753293)\/","SubmissionDate":"\/Date(1686528000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5121,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Gesundheit"}}