{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233669,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233669,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233669,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233669,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233669,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233669,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233669,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233669,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233669,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233669,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233669,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233669,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233669,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233669,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233669,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233669,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233669,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233669,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3669","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Anreize bzw. Massnahmen zum nachhaltigen Verbleib am Arbeitsplatz f\u00fcr \"Arbeitskr\u00e4fte mit Beeintr\u00e4chtigung\" f\u00f6rdern","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Ich ersuche den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Teilt der Bundesrat die Ansicht, dass f\u00fcr die nachhaltige, arbeitsplatzerhaltende Integration und deren Verbleib im Betrieb von Menschen mit Beeintr\u00e4chtigung dem Arbeitgeber die wesentlichste Rolle zuf\u00e4llt?</p><p>2. Ist der Bundesrat auch der Meinung, dass ein erfolgreicher Verbleib im ersten Arbeitsmarkt (im Betrieb) von Menschen mit Beeintr\u00e4chtigung eine markante Entlastung f\u00fcr die gesamte Volkswirtschaft darstellt?</p><p>3. Trifft es zu, dass f\u00fcr den nachhaltigen Verbleib von Menschen mit Beeintr\u00e4chtigung im ersten Arbeitsmarkt nicht nur finanzielle Anreize f\u00fcr den arbeitgebenden Betrieb, sondern insbesondere der Erwerb von Kompetenzen (der vorgesetzten Personen) im Betrieb f\u00fcr den t\u00e4glichen Umgang mit den beeintr\u00e4chtigten Personen wegweisend sind?</p><p>4. Welche Massnahmen gedenkt der Bundesrat in Erg\u00e4nzung zum Artikel\u00a068sexies IVG einzuleiten, damit die F\u00f6rderung der Kompetenzen der Arbeitgeber erm\u00f6glicht werden k\u00f6nnen?</p>","ReasonText":"<p>Die Schweiz verzeichnet rekordhohe vorzeitige Aufl\u00f6sungen von Arbeits- und Lehrverh\u00e4ltnissen. Sehr viele davon erfolgen aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden. Der akut vorhandene Arbeitskr\u00e4ftemangel wird durch diese prek\u00e4re Situation verst\u00e4rkt. Ein niederschwellig kompetenter Umgang mit den Menschen mit Beeintr\u00e4chtigung ist in den Betrieben oft nicht oder nur ungen\u00fcgend vorhanden. </p><p>F\u00fcr eine erfolgreiche Integration und deren Verbleib im Arbeitsmarkt spielt der Arbeitgeber eine zentrale Rolle. Eine nachhaltige Integration bedeutet eine signifikante Entlastung der IV-Versicherung (Rente) und des Sozialstaates. Ein Wohlbefinden am Arbeitsplatz erh\u00f6ht die Wahrscheinlichkeit eines nachhaltigen l\u00e4ngeren Verbleibs am Arbeitsplatz markant. Um den Arbeitsplatz so zu gestalten, dass die beeintr\u00e4chtigte Person ihre Perspektive und den Nutzen sieht, ben\u00f6tigt der Arbeitgeber F\u00e4higkeiten im Umgang mit der Beeintr\u00e4chtigung der angestellten Person. Diese niederschwelligen F\u00e4higkeiten k\u00f6nnen nicht in Form einer zeitversetzten gecoachten Beratung oder elektronischer Informationskampagne angenommen werden, sondern sie m\u00fcssen betriebsintern niederschwellig erlernt und angeeignet werden. </p><p>Arbeitgeber sollen \u00fcber ihre Dachorganisationen (unentgeltlich) M\u00f6glichkeiten erhalten, wesentliche Parameter ('Kompetenzen') zur F\u00f6rderung und dem Verbleib der Person mit Beeintr\u00e4chtigung zu erwerben. In einem (wissenschaftlich begleiteten) 'Kompetenzzentrum' k\u00f6nnen Arbeitgeber bef\u00e4higt werden, die daf\u00fcr notwendigen Instrumente zu erwerben und so situativ im eigenen Betrieb aktiv einzusetzen, bzw. unmittelbar anzuwenden. </p><p>Eine gezielte Unterst\u00fctzung der Arbeitgeber bringt schlussendlich einen eindeutigen Vorteil f\u00fcr die beeintr\u00e4chtigen Personen. Aus dieser WIN-WIN-WIN Konstellation (Mitarbeiter - Betrieb - Volkswirtschaft) profitieren nicht nur die beeintr\u00e4chtige Person (f\u00fchlt sich willkommen und verstanden am Arbeitsplatz) oder der Arbeitgeber (hat Arbeitsstelle besetzen k\u00f6nnen/kann Arbeitskr\u00e4ftemangel auffangen) sondern vor allem die \u00f6konomisch entlastete Volkswirtschaft, weil die integrierte Person mit grosser Selbstst\u00e4ndigkeit wirtschaftlich wie auch sozial unabh\u00e4ngig im gesellschaftlichen Alltag steht. </p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Es sind verschiedene Faktoren, die es Menschen mit Behinderungen erm\u00f6glichen, im ersten Arbeitsmarkt zu arbeiten. Dazu geh\u00f6ren neben individuellen Voraussetzungen von Menschen mit Behinderungen, die bei Bedarf durch Eingliederungsmassnahmen gezielt verbessert werden k\u00f6nnen, auch ein inklusives Arbeitsumfeld. Gerade mit der Bereitstellung inklusiver Rahmenbedingungen k\u00f6nnen Arbeitgeber und Arbeitgeberinnen wesentlich zu einer dauerhaften und chancengleichen Besch\u00e4ftigung von Menschen mit Behinderungen beitragen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>2. Dass Menschen mit Behinderungen Teil der Arbeitswelt sind und ihren Lebensunterhalt ganz oder teilweise selbst bestreiten k\u00f6nnen, ist nicht nur ein volkswirtschaftliches, sondern auch ein gesellschaftliches und menschenrechtliches Anliegen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>3. Wie ausgef\u00fchrt, sind verschiedene Faktoren f\u00fcr die berufliche Integration von zentraler Bedeutung. Dazu geh\u00f6rt auch die Bereitschaft, sich im Arbeitsalltag mit den Anforderungen auseinanderzusetzen, welche die berufliche Inklusion je nach Konstellation an Mitarbeitende, Vorgesetzte, Teams wie auch an Abl\u00e4ufe, Organisation und Kultur stellen kann.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>4. Angesichts der grossen Vielfalt an m\u00f6glichen Konstellationen ist die Offenheit, sich im konkreten Fall mit den genannten Anforderungen auseinanderzusetzen, und die M\u00f6glichkeit, gerade in einer ersten Phase bei Bedarf auf Begleitung und Beratung zur\u00fcckgreifen zu k\u00f6nnen, die zentrale Voraussetzung f\u00fcr eine gelingende berufliche Inklusion. Die Invalidenversicherung IV unterst\u00fctzt in konkreten F\u00e4llen die Arbeitgeber bei der beruflichen Eingliederung von Menschen mit gesundheitlichen Einschr\u00e4nkungen. Mit Unterst\u00fctzung des Eidgen\u00f6ssischen B\u00fcros f\u00fcr die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen EBGB konnten zudem verschiedene Instrumente zur F\u00f6rderung eines inklusiven Arbeitsumfelds entwickelt werden, die sich an Arbeitgeber richten. Da bereits zahlreiche Instrumente zur Verf\u00fcgung stehen, sind keine weiteren Massnahmen notwendig.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1693958400000)\/","SubmittedBy":"St\u00f6ckli Hans","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1694623839000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1711490790700)\/","SubmissionDate":"\/Date(1686614400000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5121,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}