{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233727,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233727,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233727,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233727,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233727,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233727,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233727,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233727,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233727,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233727,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233727,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233727,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233727,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233727,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233727,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233727,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233727,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233727,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3727","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Zero HPV. Elimination von HPV-Infektionen in der Schweiz","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>85-90 Prozent der Personen infizieren sich im Laufe ihres Lebens mit humanen Papillomaviren (HPV), die zu diversen Krebserkrankungen f\u00fchren k\u00f6nnen. Um HPV-Infektionen zu eliminieren sind Impfraten von mind. 80 Prozent notwendig. In der Schweiz liegen diese deutlich tiefer, v.a. bei M\u00e4nnern (49%) und es gibt erhebliche Unterschiede in der Durchimpfung zwischen den Kantonen. Die Impfraten waren w\u00e4hrend der Pandemie, gem\u00e4ss Gountas et al. (2023), r\u00fcckl\u00e4ufig. Die steigende Impfskepsis und ein lmpfr\u00fcckgang wurde auch in der NZZ vom 24. M\u00e4rz 2023 geschildert, wonach die Zahl der Impfungen gegen MMR eingebrochen ist.</p><p>Eine Fr\u00fcherkennung steht nur f\u00fcr Zervixkarzinome zur Verf\u00fcgung, f\u00fcr alle anderen HPV-bedingten Krebsarten nicht. Daher ist die genderneutrale HPV-Impfung besonders wichtig, da es Hinweise gibt, dass die Inzidenz von HPV-assoziierten Tumoren bei beiden Geschlechtern zunimmt. Dies zeigt sich in der hohen lnzidenz von Kopf-Hals-Karzinomen bei M\u00e4nnern, wovon ausgegangen wird, dass \u00fcber die H\u00e4lfte durch HPV ausgel\u00f6st werden.</p><p>Die Impfung sch\u00fctzt nicht nur vor Geb\u00e4rmutterhalskrebs und zervikalen Neoplasien, sondern reduziert wom\u00f6glich auch das Risiko f\u00fcr Fr\u00fchgeburten sowie die Inzidenz von rezidivierenden Larynxpapillomatosen bei Kleinkindern.</p><p>In der Schweiz gibt es keine Strategie zur Elimination von HPV-Infektionen. Die St\u00e4rkung der Pr\u00e4vention gegen HPV hat ein hohes Potenzial, um Kosten einzusparen.</p><p>Ein systematisches Impfmonitoring fehlt allerdings, um die Wirkung von Impfkampagnen zu evaluieren.</p><p>Bezugnehmend auf meine lp. (20.4499) vom 15. Dezember 2021 ersuche in den Bundesrat zu den folgenden Fragen Stellung zu nehmen:</p><p>- Wann wird die HPV-Impfung f\u00fcr Jungen/M\u00e4nner zwischen 11-26 Jahren als Basis-Impfung empfohlen?</p><p>- Wie hoch ist die lnzidenz an HPV-bedingten Kopf-Hals-Karzinome bei M\u00e4nnern?</p><p>- Wie will der Bund die Elimination von HPV-Infektionen erreichen?</p><p>- Wann gedenkt der Bundesrat ein systematisches Impfmonitoring einzuf\u00fchren?</p><p>- Wie will der Bundesrat die Durchimpfung erh\u00f6hen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1.&nbsp;Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) ist in Zusammenarbeit mit der Eidgen\u00f6ssischen Kommission f\u00fcr Impffragen zurzeit daran, die Empfehlung zur Impfung bei Jungen als Basisimpfung zu \u00fcberarbeiten. Diese Arbeiten sind voraussichtlich im Verlauf 2024 abgeschlossen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>2. Das Nationale Institut f\u00fcr Krebsepidemiologie und Registrierung (NICER) sammelt und publiziert die Daten zur Krankheitslast von Krebserkrankungen in der Schweiz. Das NICER gibt f\u00fcr Karzinome am Oropharynx, Tonsillen und Zungengrund (ICD-10 Codes C01, C09-10) bei M\u00e4nnern f\u00fcr den Zeitraum 2015-2019 288 F\u00e4lle pro Jahr und eine Inzidenz von 5.39/100'000 an. Diese Krebslokalisationen im Kopf-Hals-Raum k\u00f6nnen u.a. auf HPV-Infektionen zur\u00fcckgef\u00fchrt werden.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>3. Auf Grund der sehr leichten \u00dcbertragung und hohen Durchseuchung in der Bev\u00f6lkerung ist eine Elimination der HPV-Infektion nicht m\u00f6glich. Es kann jedoch eine Reduktion der Krankheitslast durch eine Sensibilisierung und Erh\u00f6hung des Wissensstandes in der Bev\u00f6lkerung zu HPV und HPV-assoziierten Erkrankungen sowie konsekutiv eine Erh\u00f6hung der Durchimpfungsraten erreicht werden. Die Weltgesundheitsorganisation hat in ihrer \u00abCervical Cancer Elimination Strategy\u00bb ein Durchimpfungsziel von 90% f\u00fcr M\u00e4dchen bis 2030 definiert. Dabei geht es jedoch nicht um die Elimination von HPV sondern um die Elimination von Geb\u00e4rmutterhalskrebs.</p><p>&nbsp;</p><p>4. Das Monitoring der HPV-Impfung, das vom BAG koordiniert wird, erfolgt im Rahmen des etablierten kantonalen Durchimpfungsmonitorings f\u00fcr Jungen und M\u00e4dchen im Alter von 16 Jahren.</p><p>&nbsp;</p><p>5. HPV als Erreger und die Impfung gegen HPV sind Teil zweier nationaler Strategien: der Nationalen Strategie zu Impfungen (NSI) und des Folgeprogramms \u00abStopp HIV, Hepatitis B und C - Nationales Programm gegen sexuell \u00fcbertragbare Infektionen\u00bb (NAPS, Arbeitstitel), welches derzeit erarbeitet wird.</p><p>Die Bev\u00f6lkerung optimal vor impfverh\u00fctbaren Erkrankungen zu sch\u00fctzen, ist ein generelles Ziel der NSI. Dabei werden m\u00f6glichst hohe Durchimpfungsraten angestrebt. Um dies zu erreichen, ist die Information der Bev\u00f6lkerung \u00fcber HPV als Krankheitserreger sowie die Entstehung HPV-assoziierter Krebserkrankungen und das Wissen \u00fcber die pr\u00e4ventive M\u00f6glichkeit einer Impfung elementar. Dieser Ansatz wird \u00fcber die Bereitstellung von Informationsmaterial f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung und die Gesundheitsfachpersonen verfolgt.<span style=\"color:black;\">&nbsp;</span>Um eine ad\u00e4quate, f\u00fcr die verschiedenen Zielgruppen gut verst\u00e4ndliche Kommunikation sicherstellen zu k\u00f6nnen, werden aktuell&nbsp;s\u00e4mtliche Kommunikationsaktivit\u00e4ten zum Impfen unter dem Dach der NSI neu konzipiert bzw. weiterentwickelt und ab 2024 koordiniert realisiert.&nbsp;Entsprechend wird auch das Informationsmaterial zur HPV-Impfung an die modernen Standards, insbesondere auch in Bezug auf die Nutzung von digitalen Informationsquellen sowie die zielgruppenspezifische Kommunikation angepasst.&nbsp;</p><p>Ausserdem ist der niederschwellige Zugang zur Impfung von grosser Bedeutung. Eine wichtige Rolle spielen hierbei die Kantone, da diese bei der Impfthematik f\u00fcr die Umsetzung zust\u00e4ndig sind. Die HPV-Impfung wird im Rahmen von kantonalen Programmen ohne Kostenbeteiligung f\u00fcr die empfohlenen Altersgruppen angeboten.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Das Folgeprogramm \u00abStopp HIV, Hepatitis B und C - Nationales Programm gegen sexuell \u00fcbertragbare Infektionen\u00bb (NAPS, Arbeitstitel), welches bis Ende 2023 vom Bundesrat verabschiedet werden soll, fokussiert wie das Vorg\u00e4ngerprogramm Nationales Programm HIV und andere sexuell \u00fcbertragbare Infektionen (NPHS) im Bereich Impfungen auf die Information und Promotion. Hierbei steht der chancengerechte Zugang zu Information und Beratung sowie Impfungen gem\u00e4ss den Empfehlungen des Schweizerischen Impfplans im Vordergrund. Zus\u00e4tzlich soll der niederschwellige Zugang zu Impfangeboten gef\u00f6rdert werden, insbesondere f\u00fcr besonders gef\u00e4hrdete Personengruppen.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1693353600000)\/","SubmittedBy":"Lohr Christian","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1695990789000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1751297369990)\/","SubmissionDate":"\/Date(1686700800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5121,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}