{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233821,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233821,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233821,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233821,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233821,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233821,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233821,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233821,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233821,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233821,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233821,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233821,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233821,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233821,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233821,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233821,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233821,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233821,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3821","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Brustkrebs aufgrund von Nachtarbeit als Berufskrankheit anerkennen und Revision der Liste der Berufskrankheiten","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Wie verschiedene Medien berichteten wurde k\u00fcrzlich in Frankreich Brustkrebs aufgrund von Nachtarbeit im Fall einer ehemaligen Pflegefachfrau anerkannt. Ebenfalls wird in D\u00e4nemark unter bestimmten Voraussetzungen Brustkrebs als Berufskrankheit angesehen.&nbsp;</p><p>Zwar k\u00f6nnen in der Schweiz Betroffene versuchen, ihren Brustkrebs als Berufskrankheit anerkennen zu lassen (Artikel&nbsp;9, Absatz&nbsp;2 UVG). Sie tragen daf\u00fcr allerdings die Beweislast. Doch reicht das nicht aus.&nbsp;</p><p>In der Schweiz werden die Risiken verschiedener Faktoren wie etwa der Nachtarbeit evaluiert, Brustkrebst wurde bislang aber nicht als Berufskrankheit aufgrund von Nachtarbeit anerkannt.&nbsp;</p><p>Nachtarbeit ist bekannt eine grosse k\u00f6rperliche Herausforderung und deren Risiken m\u00fcssen unbedingt beobachtet werden und dann auch die Schl\u00fcsse gezogen werden.&nbsp;</p><p>Die Liste der Berufskrankheiten gem\u00e4ss Artikel 9 UVG wurde seit 2018 nicht mehr revidiert. Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat die Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) einer 11. Revision unterzogen. Diese revidierte ICD-11 wurde im Mai 2019 von der WHO verabschiedet und trat am 01. Januar 2022 in Kraft. Eine Modernisierung und \u00dcberpr\u00fcfung der Liste der Berufskrankheiten dr\u00e4ngt sich also auf.&nbsp;</p><p>Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:&nbsp;</p><p>1. Sind dem Bundesrat F\u00e4lle von Brustkrebs aufgrund von Nachtarbeit bekannt?</p><p>2. Wie werden die Risiken von Nachtarbeit evaluiert und wie fliessen diese Erkenntnisse in die Liste der Berufskrankheiten ein?</p><p>- Ist der Bundesrat bereit eine Revision und Modernisierung der Liste der Berufskrankheiten anzugehen, damit zb. die Risiken der Nachtarbeit besser anerkennt werden?&nbsp;</p><p>3. Welche anderen Krankheiten, beispielsweise Longcovid oder Krankheiten wie Posttraumatische Belastungsst\u00f6rung (PTSD) (als Berufskrankheit bereits im ICD-10 anerkannt) werden evaluiert?&nbsp;</p><p>4. In welchem Zeitraum ist damit bzw. mit einer Anpassung an die ICD-11 zu rechnen?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Die Suva beaufsichtigt nach Artikel 50 Absatz 1 der Verordnung \u00fcber die Unfallverh\u00fctung (VUV; SR 832.30) die Anwendung der Vorschriften \u00fcber die Verh\u00fctung von Berufskrankheiten in allen Betrieben. Ihr sind weder angemeldete noch abgelehnte F\u00e4lle, bei welchen Brustkrebs als Berufskrankheit geltend gemacht wurde, bekannt.</p><p>&nbsp;</p><p>2. Gem\u00e4ss wissenschaftlicher Forschung erh\u00f6ht die Nachtarbeit signifikant das Risiko f\u00fcr die Entstehung verschiedener Krankheiten, auch f\u00fcr die Entstehung von Brustkrebs. F\u00fcr Personen, die regelm\u00e4ssig Nachtarbeit leisten, ist daher eine regelm\u00e4ssige Vorsorgeuntersuchung durch einen Arbeits- oder Betriebsmediziner vorgeschrieben. Bei dieser Vorsorgeuntersuchung werden einerseits die Eignung f\u00fcr die Nachtarbeit \u00fcberpr\u00fcft und andererseits die Pr\u00e4vention im Hinblick auf die verschiedenen Gesundheitsrisiken thematisiert. Die Suva und das Staatssekretariat f\u00fcr Wirtschaft (SECO) stehen regelm\u00e4ssig im Austausch zu Gesundheitsthemen und Schnittstellen. Da die Nachtarbeit im Arbeitsgesetz (ArG; SR 822.11) und nicht im Bundesgesetz \u00fcber die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) geregelt ist, obliegt die Evaluation der Risiken von Nachtarbeit aber dem SECO.</p><p>&nbsp;</p><p>Grunds\u00e4tzlich ist das Risiko, aufgrund der Nachtarbeit an Brustkrebs zu erkranken, nicht hoch genug, um den gesetzlichen Vorgaben des UVG (Artikel 9 Abs\u00e4tze 1 und 2), die einen Kausalzusammenhang zwischen der beruflichen T\u00e4tigkeit und der Krankheit verlangen, zu gen\u00fcgen. Grund daf\u00fcr ist, dass oft verschiedene multifaktorielle Risiken zusammen \u2013 wie genetische Pr\u00e4disposition, \u00dcbergewicht, Bewegungsmangel oder Hormonersatztherapie \u2013 das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, erh\u00f6hen.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Anpassung der Liste der Berufskrankheiten gem\u00e4ss Anhang 1 der Verordnung \u00fcber die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) liegt in der Verantwortung des Bundesrats (Artikel 9 Absatz 1 UVG). Die Liste der Berufskrankheiten wird bei Bedarf an die neuen wissenschaftlichen und technischen Erkenntnisse zu den sch\u00e4digenden Stoffen und mechanischen Einfl\u00fcssen auf die Gesundheit angepasst. Dazu \u00fcberpr\u00fcft die Suva ihrerseits laufend die neuen sowie schon bestehenden Risiken betreffend die sch\u00e4digenden Stoffe und arbeitsbedingten Erkrankungen und unterbreitet \u2013 falls erforderlich - dem Eidgen\u00f6ssischen Departement des Innern (EDI) Vorschl\u00e4ge zur \u00dcberarbeitung der Liste der Berufskrankheiten.</p><p>&nbsp;</p><p>3. Long-Covid und die posttraumatische Belastungsst\u00f6rung k\u00f6nnen heute schon unter gewissen Umst\u00e4nden als Berufskrankheit beziehungsweise als Berufsunfall anerkannt werden. Die Suva evaluiert fortlaufend neue und bestehende Risiken betreffend die sch\u00e4digenden Stoffe und arbeitsbedingten Erkrankungen. Darunter f\u00e4llt auch die regelm\u00e4ssige \u00dcberpr\u00fcfung neuer gef\u00e4hrdender Stoffe sowie berufsassoziierter Krankheiten.</p><p>&nbsp;</p><p>4. Es besteht kein direkter Zusammenhang zwischen der Liste der Berufskrankheiten gem\u00e4ss Anhang 1 UVV und der ICD-10 bzw. ICD-11 Kodierung (ICD f\u00fcr \"International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems\"<span style=\"background-color:white;\">)</span>. Die Aktualisierung der Liste der Berufskrankheiten erfolgt daher unabh\u00e4ngig gem\u00e4ss dem unter Punkt 2 beschriebenen Prozess durch den Bundesrat.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1693353600000)\/","SubmittedBy":"Gysi Barbara","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1695995153000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"44|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1751297434720)\/","SubmissionDate":"\/Date(1686787200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5121,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Gesundheit"}}