{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233863,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233863,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233863,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233863,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233863,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233863,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233863,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233863,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233863,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233863,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233863,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233863,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233863,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233863,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233863,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233863,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233863,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233863,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3863","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"F\u00fcr einen wahren nationalen Plan zur Vorbeugung von medizinischen Fehlern in der Schweiz ","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, einen Bericht \u00fcber medizinische Fehler in der Schweiz vorzulegen. Die Ursachen und die Art der Fehler sowie die finanziellen Mittel, die die Regierung zu deren Vorbeugung und Bek\u00e4mpfung bereitzustellen gedenkt, sollen dargelegt werden. Weiter soll der Bericht besonderes Augenmerk auf folgende Fragen legen:&nbsp;</p><p>1. Wie viele bekannte und als solche gemeldete medizinische Fehler gab es in der Schweiz im Jahr 2022 und seit Beginn des Jahres 2023?</p><p>2. Wie viele davon haben nach Kenntnis des Bundesrates zu einer \u00dcbersterblichkeit gef\u00fchrt? Und zu gesundheitlichen Beeintr\u00e4chtigungen?</p><p>3. Ist es m\u00f6glich, einen Teil der medizinischen Fehler auf die mangelnde Ausbildung von \u00c4rztinnen und \u00c4rzten zur\u00fcckzuf\u00fchren? Und wenn ja, in welchem Umfang und besonders in welchen Fachgebieten?</p><p>4. Umgekehrt: Hat die zunehmende Spezialisierung Auswirkungen auf die Anzahl der medizinischen Fehler?</p><p>5. Inwiefern haben medizinische Fehler organisatorische Ursachen?</p><p>6. Wird die Einf\u00fchrung eines Systems zur Meldung und Erfassung von medizinischen Fehlern \u2013 wie es von der Stiftung Patientensicherheit empfohlen und gefordert wird \u2013 in der Schweiz in Erw\u00e4gung gezogen?&nbsp;</p>","ReasonText":"<p>Von der Nachl\u00e4ssigkeit bis zum Fehler, vom Zwischenfall bis zum Unfall \u2013 medizinische Fehler sind in der Schweiz leider immer noch zahlreich. Ein Fehler ist laut der WHO die Ausf\u00fchrung einer Handlung, die nicht mit der geplanten Handlung \u00fcbereinstimmt, oder die Umsetzung eines falschen Plans. Im Gesundheitswesen werden diese Fehler schamhaft als unerw\u00fcnschte Ereignisse betitelt. Sie k\u00f6nnen sich unterschiedlich \u00e4ussern: Die Implantation eines falschen Medizinproduktes, der Verlust von biologischem Material oder Verletzungen durch die Fixierung von Patientinnen und Patienten \u2013 die Folgen von medizinischen Fehlern k\u00f6nnen dramatisch sein; in erster Linie aus menschlicher Sicht, da die Sch\u00e4den irreparabel sein k\u00f6nnen, aber auch aus rechtlicher oder sogar finanzieller Sicht. In Bezug auf Medikationsfehler, die zu rund 7 Prozent der Spitaleinweisungen f\u00fchren (1), wies die Stiftung Patientensicherheit Schweiz noch im Jahr 2022 darauf hin, dass Medikations- und Behandlungsfehler Kosten von bis zu 41&nbsp;Milliarden Franken verursachen k\u00f6nnen (von denen laut WHO ein Drittel vermeidbar w\u00e4re) (2).&nbsp;</p><p>Fehler sind gewiss menschlich. Damit sie nicht wieder vorkommen, muss man jedoch wissen, dass es sie gibt, und sie benennen. Dies geschieht sowohl im Interesse der Patientinnen und Patienten als auch im Interesse der \u00c4rzteschaft. Daher fordere ich den Bundesrat auf, einen Bericht zu erstellen, der einen \u00dcberblick \u00fcber die Situation in Bezug auf medizinische Fehler in der Schweiz gibt und M\u00f6glichkeiten aufzeigt, wie man sie \u2013 gegebenenfalls sogar mit einer Gesetzes\u00e4nderung \u2013 wirksam bek\u00e4mpfen k\u00f6nnte. So sollte zum Beispiel sehr dringend gr\u00fcndlich in Erw\u00e4gung gezogen werden, eine Liste und ein nationales Melderegister f\u00fcr medizinische Fehler einzuf\u00fchren. Dies gibt es in der Schweiz immer noch nicht. Weiter werden nur ganz wenige Fehler und Probleme im Zusammenhang mit der Sicherheit in der Patientenversorgung gemeldet oder bekannt. Nur mit einer straffreien, konstruktiven Kultur und Struktur, die spezifisch auf die Erhebung dieser Daten ausgerichtet und daher absolut vertraulich und von den Vorgesetzten abgekoppelt ist, kann das Ziel erreicht werden.&nbsp;</p><p>(1) Swiss Medical Forum, \u00abFehlererkennung und -management in der medizinischen Grundversorgung\u00bb, 2018</p><p>(2) Medienmitteilung Stiftung Patientensicherheit Schweiz, Aktionswoche Patientensicherheit \u2013 Gemeinsam zur sicheren Medikation</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Mit dem Inkrafttreten der \u00c4nderung des Bundesgesetzes \u00fcber die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) zur St\u00e4rkung von Qualit\u00e4t und Wirtschaftlichkeit per 1. April 2021 erhielt der Bundesrat die Aufgabe, jeweils f\u00fcr vier Jahre die zu erreichenden Ziele im Hinblick auf die Sicherung und F\u00f6rderung der Qualit\u00e4t der Leistungen (Qualit\u00e4tsentwicklung) festzulegen. Zur Realisierung seiner Ziele hat der Bundesrat eine Eidgen\u00f6ssische Qualit\u00e4tskommission (EQK) eingesetzt. Diese ber\u00e4t die zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden und die verschiedenen Akteure hinsichtlich der Qualit\u00e4tsentwicklung und beauftragt zudem Dritte, nationale Programme zur Qualit\u00e4tsentwicklung und systematische Studien und \u00dcberpr\u00fcfungen durchzuf\u00fchren, sowie neue Qualit\u00e4tsindikatoren zu entwickeln. Die EQK gew\u00e4hrt ebenfalls Finanzhilfen zur Unterst\u00fctzung nationaler oder regionaler Projekte zur Qualit\u00e4tsentwicklung.</p><p>&nbsp;</p><p>Der Bundesrat legt in seinen aktuellen Zielen zur Qualit\u00e4tsentwicklung einen Fokus auf die Patientensicherheit und insbesondere auf die Vermeidung von unerw\u00fcnschten Ereignissen. Die Jahresziele der EQK haben sich an den Zielen des Bundesrates zur Qualit\u00e4tsentwicklung zu orientieren. Mit den Jahreszielen der EQK hat der Bundesrat festgelegt, dass die EQK eine Machbarkeitsstudie zu unerw\u00fcnschten Ereignissen im Schweizer Gesundheitssystem durchzuf\u00fchren hat. Darauf aufbauend soll eine Studie Daten \u00fcber unerw\u00fcnschte Ereignisse (Art, Umfang, Schweregrad, Vermeidbarkeit) bei der Leistungserbringung liefern, die f\u00fcr alle Akteure als Grundlage f\u00fcr Massnahmen zur Qualit\u00e4tsverbesserung dienen k\u00f6nnen. Die Studie soll auch einen internationalen Vergleich erm\u00f6glichen. Der Schlussbericht der Machbarkeitsstudie zu unerw\u00fcnschten Ereignissen wird voraussichtlich Ende des Jahres vorliegen.</p><p>&nbsp;</p><p>Zudem beabsichtigt der Bundesrat mit seinen Zielen die Just Culture (z.B. nicht bestrafende Reaktion auf Fehler, Analyse von Zwischenf\u00e4llen und unerw\u00fcnschten Ereignissen, Unterst\u00fctzung der an einem Zwischenfall beteiligten Fachpersonen und Information des Patienten oder der Patientin \u00fcber ein unerw\u00fcnschtes Ereignis) in der Schweiz zu f\u00f6rdern. Die EQK hat in diesem Zusammenhang einen Bericht, der Grundlagen und Empfehlungen zur systematischen Messung und Entwicklung von Just Culture erarbeitet, in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse m\u00fcssen gem\u00e4ss ihren Jahreszielen im Jahr 2023 vorliegen.</p><p>&nbsp;</p><p>Mit den vorgesehenen Arbeiten wird das Anliegen des Postulates bereits aufgenommen. Ein Auftrag an den Bundesrat ist daher nicht mehr notwendig.</p>","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1693353600000)\/","SubmittedBy":"Hurni Baptiste","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1727269020000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"32|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1727269044320)\/","SubmissionDate":"\/Date(1686787200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5121,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Bildung|Gesundheit"}}