{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233868,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233868,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233868,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233868,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233868,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233868,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233868,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233868,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233868,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233868,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233868,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233868,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233868,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233868,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233868,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233868,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233868,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233868,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3868","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"SNF. Ungereimtheiten in Nachwuchspolitik und Forschungsfinanzierung der Schweiz?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Schweizerischen Nationalfonds (SNF) hat f\u00fcr die Periode 2025\u20132028 beschlossen, sich st\u00e4rker auf die projektbezogene F\u00f6rderung und die F\u00f6rderung von Karrieren auf Postdoc-Stufe zu konzentrieren und daf\u00fcr verschiedene F\u00f6rderinstrumente f\u00fcr Forschende, insbesondere Doc.CH, zu streichen.&nbsp;</p><p>Darum stelle ich dem Bundesrat folgende Fragen:</p><p>- Warum hat der SNF die Streichung dieser F\u00f6rderinstrumente, insbesondere Doc.CH, beschlossen, wo doch ein interner Bericht des SNF zu Recht auf den unbestreitbaren Nutzen dieses Instruments und den realen Finanzierungsbedarf hinweist?</p><p>- Das Programm Doc.CH stellt in der Tat eine echte Unterst\u00fctzung f\u00fcr junge Schweizer Forschende dar: Es erm\u00f6glicht ihnen, ihre Forschung unabh\u00e4ngig durchzuf\u00fchren, innovative Fragen aufzuwerfen und fr\u00fchzeitig wissenschaftliche Autonomie zu erlangen, die f\u00fcr eine zuk\u00fcnftige Karriere unerl\u00e4sslich ist. Wie begr\u00fcndet der SNF also die Streichung?</p><p>- Doc.CH ist ein Instrument, das mehrheitlich von Frauen genutzt wird. Wie gedenkt der SNF den weiblichen Nachwuchs auf Doktoratsstufe spezifisch zu unterst\u00fctzen?</p><p>- Welche Unterst\u00fctzung ist f\u00fcr die Kantone und Hochschulen vorgesehen, um diese Streichungen zu kompensieren und die Arbeitsbedingungen und die Attraktivit\u00e4t f\u00fcr den Nachwuchs weiterhin zu gew\u00e4hrleisten?</p><p>- Die prek\u00e4re Situation des akademischen Nachwuchses wurde in den letzten Jahren wiederholt angeprangert. Wie gedenkt der Bundesrat dem ein Ende zu setzen? Der SNF hat in den letzten Monaten angek\u00fcndigt, in dieser Angelegenheit t\u00e4tig werden zu wollen: Tut er das wirklich?</p>","ReasonText":"<p>Der SNF hat seine Priorit\u00e4ten f\u00fcr die Periode 2025\u20132028 bekannt gemacht: Er wird sich st\u00e4rker auf die projektbezogene F\u00f6rderung und die F\u00f6rderung von Postdoc-Karrieren konzentrieren. Diese Neuausrichtung f\u00fchrt zur Einstellung verschiedener F\u00f6rderprogramme, namentlich von Doc.CH, R'Equip und MD-PhD. Er verzichtet zudem auf die Einf\u00fchrung eines F\u00f6rderinstruments zugunsten von Frauen in den MINT-F\u00e4chern. Zudem will der SNF ab 2024 sein Pilotinstrument Practice-to-Science nicht mehr ausschreiben.&nbsp;</p><p>Dieser Entscheid ist aus mehreren Gr\u00fcnden bedauerlich:</p><p>- Das Programm Doc.CH unterst\u00fctzt die brillantesten jungen Absolventinnen und Absolventen aus dem Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften: Es erm\u00f6glicht ihnen, ein individuelles Projekt im Rahmen eines Doktorats durchzuf\u00fchren, und dies unabh\u00e4ngig von hierarchischen Strukturen, offenen Stellen und laufenden Forschungsprojekten. Dieses Programm hat mit seiner hohen Erfolgsquote und der starken Hebelwirkung seinen Nutzen unter Beweis gestellt. Im \u00dcbrigen wollte es der SNF im Rahmen seiner Planung 21\u201324 auch auf andere Disziplinen ausdehnen. Nun m\u00f6chte es aber die Direktion trotz f\u00fcr eine Beibehaltung sprechender Berichte abschaffen, auch wenn sie damit ihrer eigenen Gleichstellungs- und Exzellenzpolitik widerspricht.</p><p>- Dass es wichtig ist, die Frauen in den MINT-F\u00e4chern bereits ab dem Doktorat zu unterst\u00fctzen, ist unbestritten. Ohne Doktorandinnen gibt es auch keine Postdoktorandinnen!</p><p>- Die Absicht, den Schwerpunkt auf die F\u00f6rderung von Postdoktorandinnen und Postdoktoranden zu legen, blendet die Bedeutung des Doktorats f\u00fcr die akademische Karriere aus.</p><p>- Die Abschaffung dieser Programme verschlechtert die Arbeitsbedingungen des akademischen Nachwuchses.</p><p>- Dar\u00fcber hinaus ist es illusorisch, diese Aufgaben allein an die Kantone, Universit\u00e4ten und Fachhochschulen zu delegieren. Ohne zus\u00e4tzliche Ressourcen, die von den Kantonen nur schwer zu erhalten sein werden, werden die Hochschulen nicht in der Lage sein, diese Streichung auszugleichen. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund relevant, dass einige Fakult\u00e4ten der Geistes- und Sozialwissenschaften ihre Nachwuchsf\u00f6rderungsstrategie vorrangig auf das Programm Doc.CH ausgerichtet haben.</p><p>- Zudem werden Assistenzstellen zunehmend mit promovierten Forschenden besetzt, da diese auch in der Lehre eingesetzt werden k\u00f6nnen. Dadurch werden die Finanzierungsquellen f\u00fcr Doktoranden zus\u00e4tzlich eingeschr\u00e4nkt.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Bei der Erf\u00fcllung seines Grundauftrags ist der Schweizerische Nationalfonds (SNF) frei, im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen und der Leistungsvereinbarung mit dem Bund eigene Schwerpunkte zu setzen und geeignete Instrumente zu entwickeln. Die Karriere- und Projektf\u00f6rderung geh\u00f6ren zum Grundauftrag des SNF (vgl. Ant-worten auf die gleichlautenden Interpellationen Amoos 23.3877 und Prezioso 23.3874 \u00abSNF: Ungereimtheiten in Nachwuchspolitik und Forschungsfinanzierung der Schweiz?\u00bb. Ausnahmen davon sind die Zusatzmandate des Bundes wie die Massnahmen zu Horizon Europe, wo der Bund den SNF mandatiert und ihm die Umsetzung \u00fcbertragen hat.&nbsp;</p><p>Fragen 1, 2 und 3</p><p>Im Mehrjahresprogramm 2025-2028 fokussiert der SNF sein Portfolio, unter anderem indem er sich in der Karrieref\u00f6rderung auf die Stufe Postdoktorat konzentriert. Das Doktorat liegt prim\u00e4r in der Verantwortung der Hochschulen.&nbsp;</p><p>Von der Verzichtsentscheidung des SNF sind mit j\u00e4hrlich ca. 50 gef\u00f6rderten Doktorierenden relativ wenige Personen betroffen. Gest\u00fctzt auf die Evaluation des SNF durch den Schweizerischen Wissenschaftsrat (SWR) hat der SNF entschieden, sein F\u00f6rderportfolio st\u00e4rker zu fokussieren. Die Anwendung dieser Empfehlung auf Doc.CH ist nachvollziehbar, insbesondere da der Bundesrat in der BFI-Botschaft 2021-2024 festgestellt hat, dass der SNF bei der Doktoratsf\u00f6rderung gegen\u00fcber den Hochschulen st\u00e4rker subsidi\u00e4r ausgerichtet sein soll. Dass der SNF personengebundene Beitr\u00e4ge erst nach Abschluss des Doktorats vergeben will, ist konsequent. Auch bei der Chancengerechtigkeit fokussiert der SNF die F\u00f6rderung von Forscherinnen nach Abschluss des Doktorats: Mit dem F\u00f6rderinstrument SNSF Professorial Fellowships f\u00f6rdert der SNF explizit promovierte Forscherinnen im Rahmen einer integrierten Gleichstellungsmassnahme.&nbsp;</p><p>Frage 4</p><p>Die Schweizerische Hochschulkonferenz (SHK) anerkennt die Nachwuchsf\u00f6rderung als Priorit\u00e4t. Die Hochschulen werden bei der Nachwuchsf\u00f6rderung im Rahmen der Grundbeitr\u00e4ge nach dem Hochschulf\u00f6rderungs- und -koordinationsgesetz (HFKG, SR 414.20) unterst\u00fctzt (Art. 49-53 HFKG). Zudem wird in der laufenden Periode mit den Projektgebundenen Beitr\u00e4gen (PgB gem\u00e4ss Art. 59-61 HFKG) das Programm \u201eMobilit\u00e4tsf\u00f6rderung von Doktorierenden und Weiterentwicklung des 3. Zyklus\u201c unterst\u00fctzt. PgBs sind zeitlich begrenzt, adressieren Aufgaben von gesamtschweizerischer hochschulpolitischer Bedeutung und erfordern neben dem Beitrag des Bundes eine angemessene Eigenleistung der Kantone. Klassische F\u00f6rderprogramme im Sinne des Doc.CH oder MD-PhD sind darin nicht vorgesehen.</p><p>Frage 5&nbsp;</p><p>Die Situation des wissenschaftlichen Nachwuchses wird bereits l\u00e4nger diskutiert (Postulat WBK-S 12.3343 \u201eMassnahmen zur F\u00f6rderung des wissenschaftlichen Nachwuchses in der Schweiz\u201c). Sie muss mit Blick auf die Stellenstrukturen an Hochschulen betrachtet werden. Aktuell wird die Situation vom Bund im Rahmen eines Berichts zum Postulat WBK-N 22.3390 \u201eF\u00fcr Chancengleichheit und die F\u00f6rderung des akademischen Nachwuchses\u201c untersucht, wobei auch Massnahmen zur St\u00e4rkung des Nachwuchses gepr\u00fcft werden. Der Bericht liegt sp\u00e4testens bis zur Verabschiedung der BFI-Botschaft 2025-2028 durch den Bundesrat Anfang 2024 vor.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1692748800000)\/","SubmittedBy":"Fivaz Fabien","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1750412266000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"24|36","Category":null,"Modified":"\/Date(1750412279643)\/","SubmissionDate":"\/Date(1686787200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5121,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Finanzwesen|Wissenschaft und Forschung"}}