{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233894,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233894,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233894,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233894,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233894,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233894,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233894,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233894,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233894,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233894,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233894,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233894,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233894,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233894,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233894,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233894,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233894,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233894,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3894","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Der Wolf als Vektor f\u00fcr epizootische Krankheiten? Ein zus\u00e4tzliches Risiko f\u00fcr Wildtiere, Haustiere und Menschen?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Im Gegensatz zu einigen Raubtieren kann der Wolf sehr grosse Distanzen - bis zu 1500 Kilometer - zur\u00fccklegen.</p><p>Beispielsweise wurde die Anwesenheit eines der 2020 am Col du Marchairuz geborenen M\u00e4nnchen im August 2021 in Graub\u00fcnden best\u00e4tigt. Ein in Graub\u00fcnden geborener Wolf ist mit Sicherheit gestorben, nachdem er von der Schweiz nach Ungarn gewandert war. In weniger als einem Jahr legte dieser Wolf, der ein GPS-Halsband trug, eine Strecke von 1927 Kilometern von Graub\u00fcnden bis nach Ungarn zur\u00fcck. Dies ist die l\u00e4ngste Wanderung, die jemals in Europa f\u00fcr diese Tierart festgestellt wurde.</p><p>Diese langen Wanderungen subadulter, oft einzelg\u00e4ngerischer W\u00f6lfe auf der Suche nach Nahrung und Artgenossen durch ganz Europa k\u00f6nnen durch Gebiete f\u00fchren, in denen die Tollwut noch nicht vollst\u00e4ndig ausgerottet ist. Auch die Vogelgrippe wird durch Zugv\u00f6gel in ganz Europa verbreitet, und nicht zu vergessen die Afrikanische Schweinepest, die ebenfalls in Europa und insbesondere in den osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern vorkommt.</p><p>Die Schweiz und einige westeurop\u00e4ische L\u00e4nder sind heute frei von Tollwut. Die Schweiz f\u00fchrte ab 1978 eine Impfkampagne f\u00fcr F\u00fcchse durch, bei der mit Impfstoff gef\u00fcllte K\u00f6der verwendet wurden. Dank dieser Kampagne konnte die Tollwut in der Schweiz ausgerottet werden. Seit 1998 gilt die Schweiz offiziell als tollwutfrei.</p><p>Im Jahr 2008 wurden in Italien neun Tollwutf\u00e4lle registriert. Ein Jahr sp\u00e4ter waren es 69 Tiere, die tot aufgefunden wurden. Und 2010 hat das Virus bis Mitte Mai bereits \u00fcber 180-mal get\u00f6tet.</p><p>Daher habe ich die Ehre, folgende Fragen an den Bundesrat zu richten:</p><p>- Wie ist die aktuelle Tollwutsituation in Europa und insbesondere in unseren Nachbarl\u00e4ndern?</p><p>- Welche Massnahmen werden in der Schweiz ergriffen, um zu verhindern, dass mittels \u00dcbertragung durch den Wolf die Tollwut und andere epizootische Krankheiten zur\u00fcckkehren?</p><p>- Wie hoch ist das Risiko der Ausbreitung und \u00dcbertragung dieser Krankheiten durch den Wolf auf andere Kaniden oder Feliden?</p><p>- Werden DNA-Tests, die an Kadavern von Wolfsbeutetieren durchgef\u00fchrt werden, von Tests auf Tollwut und andere m\u00f6glicherweise \u00fcbertragbare Krankheiten begleitet?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>S\u00e4mtliche westeurop\u00e4ischen L\u00e4nder gelten seit Jahren als frei von Tollwut; darunter Frankreich (2001), Deutschland (2008), \u00d6sterreich (2008) und Italien (nach den registrierten F\u00e4llen im Jahr 2010 hat Italien seine Impfkampagne wieder aufgenommen und galt somit 2013 wieder als \u00abtollwutfrei\u00bb). Im \u00f6stlichen Europa wurden 2022 Tollwutf\u00e4lle vor allem aus der Ukraine, Georgien und Rum\u00e4nien bei Haus- und Wildtieren und aus Polen vorwiegend bei Wildtieren gemeldet. In der Schweiz konnte die Tollwut mittels oraler Immunisierung von&nbsp;Rotf\u00fcchsen ausgerottet werden, so dass sie seit 1998 amtlich anerkannt frei von terrestrischer Tollwut ist, d.h. bei Tieren, die nicht fliegen k\u00f6nnen. In der EU werden die gleichen Bek\u00e4mpfungs- und Ausrottungsmassnahmen angewandt. Somit ist die Gefahr einer nat\u00fcrlichen Verbreitung der Tollwut durch Wildtiere gegenw\u00e4rtig als gering anzusehen. Die gr\u00f6sste Gefahr eines Eintrags der Tollwut in ein als frei anerkanntes Land wie der Schweiz besteht gegenw\u00e4rtig durch die illegale Einfuhr von Heimtieren.</p><p>In der Schweiz und den Nachbarl\u00e4ndern wird die Tollwutsituation regelm\u00e4ssig \u00fcberwacht. So werden j\u00e4hrlich bei Verdacht ca. 100-120 Haus- und Wildtiere von der Schweizerischen Tollwutzentrale am Institut f\u00fcr Virologie und Immunologie auf Tollwut untersucht. Alle beh\u00f6rdlich erlegten oder tot aufgefundenen W\u00f6lfe in der Schweiz werden im Auftrag des Bundes im Sinne der Fr\u00fcherkennung hinsichtlich des Vorkommens von Tollwut und weiteren Krankheiten \u00fcberwacht und auf ihren Gesundheitszustand hin untersucht. Bisher wurde bei keinem der untersuchten W\u00f6lfe Tollwut nachgewiesen.</p><p>Das Risiko ist sehr klein, dass die Tollwut durch migrierende W\u00f6lfe weiterverbreitet wird, denn diese Krankheit kommt bei W\u00f6lfen in den durchwanderten L\u00e4ndern nicht h\u00e4ufig vor. Als weitere auf den Menschen \u00fcbertragbare Erkrankungen sind vor allem die Infektion mit dem Fuchsbandwurm (Echinokokkose) und die Trichinellose, eine Infektionskrankheit, die durch einen Fadenwurm verursacht wird, zu nennen. Infizierte W\u00f6lfe scheiden die Erreger mit dem Kot aus. Als Hauptansteckungsquellen gelten f\u00fcr die Echinokokkose aufgrund der N\u00e4he zum Menschen der Kot infizierter F\u00fcchse und Hunde und bei der Trichinellose die orale Aufnahme infizierten Fleisches von Wildschweinen.</p><p>Es werden keine DNA-Tests auf Tollwut und andere Krankheitserreger an den Kadavern der Beutetiere von W\u00f6lfen durchgef\u00fchrt. Der Nachweis des Tollwut-Erregers ist nur aus Hirnproben von klinisch kranken Tieren mit Symptomen sinnvoll.</p><p>Die Tollwut-Freiheit der Schweiz wird also gegenw\u00e4rtig durch W\u00f6lfe nicht als gef\u00e4hrdet betrachtet. Des Weiteren steht heute f\u00fcr Hauss\u00e4ugetiere eine effiziente Tollwut-Impfung, und f\u00fcr den Menschen eine effiziente Immunprophylaxe zur Verf\u00fcgung.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1692748800000)\/","SubmittedBy":"Berthoud Alexandre","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1695995477000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1751297735663)\/","SubmissionDate":"\/Date(1686873600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5121,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Gesundheit"}}