{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233926,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233926,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233926,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233926,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233926,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233926,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233926,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233926,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233926,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233926,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233926,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233926,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233926,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233926,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233926,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233926,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233926,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233926,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3926","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Auch Frauen betreiben Naturwissenschaften. Wie kann sichergestellt werden, dass bei staatlich gef\u00f6rderten Filmen die Gesellschaft breiter abgebildet wird?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In der Schweiz ist der Anteil der Absolventinnen, die MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) studieren, tief. Gem\u00e4ss UNO Statistik liegt der Anteil in der Schweiz bei 22 Prozent, im Vergleich dazu ist Deutschland bei 28 Prozent, die USA bei 34 Prozent und in Schweden bei 36 Prozent. In s\u00fcdlichen L\u00e4ndern ist der Anteil noch h\u00f6her. An der ETH studieren 30 Prozent Frauen, bei den Professoren:innen ist der Anteil aber nur noch 15 Prozent. Die Hochschulen und insbesondere die ETH bem\u00fchen sich deshalb mit unterschiedlichen Massnahmen um den sogenannten Science Gender Gap zu reduzieren. Eine Massnahme ist, den vorherrschenden Stereotyp zu \u00fcberwinden, dass Naturwissenschaft eine M\u00e4nnersache ist. Hier kann auch die Kultur einen Beitrag leisten, indem sie Stereotypen nicht reproduziert, sondern auf Frauen hinweist, die in der Naturwissenschaft t\u00e4tig sind. </p><p>Das Bundesamt f\u00fcr Kultur scheint diesen Aspekt nur ungen\u00fcgend zu ber\u00fccksichtigen. So wurde der Film \"Kr\u00e4hen\" mit rund 360 000 Franken unterst\u00fctzt, doch der Film interviewt nur m\u00e4nnliche Darsteller, sogar bei den Nebenrollen fehlt jegliche weibliche Vertreterin. Damit wird das Bild vermittelt, dass Naturwissenschaft M\u00e4nnersache ist. Und dies obwohl in dem genannten Bereich durchaus auch Frauen t\u00e4tig sind. </p><p>In diesem Zusammenhang stellen sich folgende Fragen: </p><p>1. Anerkennt der Bundesrat die Notwendigkeit, das Berufsbild der naturwissenschaftlichen Forschung f\u00fcr Frauen attraktiver zu machen? </p><p>2. Erkennt der Bundesrat die Notwendigkeit, dass die Kultur die Diversit\u00e4t f\u00f6rdert und nach M\u00f6glichkeiten die Gesellschaft in ihrer Breite abbildet und vor allem auf die Reproduktion von Stereotypen verzichtet? </p><p>3. Das Filmgesetz nennt in Artikel\u00a016 verschiedene Gr\u00fcnde, die den Ausschluss aus der Filmf\u00f6rderung des Bundes begr\u00fcnden. Filmf\u00f6rderung ist dann untersagt, wenn namentlich Angeh\u00f6rige eines Geschlechts oder einer Gruppierung in erniedrigender Weise darstellen. Die fehlende gesellschaftliche Diversit\u00e4t kann aber nicht als F\u00f6rderkriterium verwendet werden. Besteht hier gesetzlicher Anpassungsbedarf? </p><p>4. Welche Massnahmen sieht der Bundesrat vor, damit die staatlich gef\u00f6rderten Filme die gesellschaftliche Breite besser abbilden?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Der Bundesrat anerkennt die Wichtigkeit der Nachwuchsf\u00f6rderung im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Um diese F\u00e4cher den M\u00e4dchen m\u00f6glichst fr\u00fch n\u00e4herzubringen, werden sowohl in der Schule als auch bei ausserschulischen Aktivit\u00e4ten entsprechende Massnahmen umgesetzt. Diese unterst\u00fctzt der Bund \u00fcber das MINT-Mandat an die Akademien der Wissenschaften Schweiz im Rahmen der BFI-Botschaft&nbsp;2021\u20132024. Der Aktionsplan der Gleichstellungsstrategie&nbsp;2030 des Bundesrats sieht ebenfalls verschiedene Massnahmen vor, um den Frauenanteil insbesondere in der terti\u00e4ren Ausbildung im MINT-Bereich sowie in Lehre und Forschung zu erh\u00f6hen (www.gleichstellung2030.ch &gt; Aktionsplan &gt; Massnahmen 1.1.2.2 und 1.1.2.4). In den strategischen Zielen f\u00fcr den ETH-Bereich hat der Bundesrat ausserdem festgehalten, dass der Frauenanteil in der Periode 2021\u20132024 auf allen Ebenen von Lehre und Forschung sowie in F\u00fchrungspositionen erh\u00f6ht werden soll. In der Berufsbildung werden ebenfalls Massnahmen getroffen, um das Interesse junger Frauen an MINT-Berufen zu wecken. Unter anderem wurde die Imagekampagne BERUFSBILDUNGPLUS.CH lanciert und die regionalen Berufsmessen werden mitfinanziert.&nbsp;</p><p>2. Diversit\u00e4t spielt eine zentrale Rolle in der Kulturpolitik des Bundes, indem sie die Gleichstellung der Geschlechter und die Chancengleichheit unterrepr\u00e4sentierter Personengruppen f\u00f6rdert. Der Bundesrat bekr\u00e4ftigt dies als Ziel zur Kulturbotschaft 2025\u20132028, die zurzeit in Vernehmlassung ist. Seit 2016 setzt der Bund bei der F\u00f6rderung von Filmprojekten auf eine ausgewogene F\u00f6rderung von Projekten von Frauen und M\u00e4nnern. Diese Strategie f\u00fchrt zu konkreten Resultaten: Bei der Filmf\u00f6rderung hat der Anteil der Zusagen an Projekte mit Regisseurinnen von 26&nbsp;Prozent (2013\u20132016) auf 44&nbsp;Prozent (2019\u20132022) zugenommen. Im internationalen Vergleich geh\u00f6rt der Schweizer Film mit einem Frauenanteil von 34&nbsp;Prozent (2020\u20132022) bei der Regie von Kinofilmen zum vorderen Drittel der europ\u00e4ischen L\u00e4nder.&nbsp;</p><p>Auch die SRG, die im Rahmen des Pacte de l\u2019audiovisuel den Schweizer Film f\u00f6rdert, muss sich nach dem Diskriminierungsverbot gem\u00e4ss Artikel&nbsp;4 Absatz&nbsp;1 RTVG um eine angemessene Darstellung und Vertretung der Geschlechter in ihrem publizistischen Angebot bem\u00fchen (Art.&nbsp;3 Abs.&nbsp;3 der Konzession SRG).</p><p>3. Die Bundesverfassung gew\u00e4hrleistet die Kunstfreiheit (Art.&nbsp;21 BV). Zweck des Filmgesetzes ist die F\u00f6rderung der Vielfalt und der Qualit\u00e4t (Art.&nbsp;1 FiG), wobei die selektive Filmf\u00f6rderung nach Qualit\u00e4tskriterien zu erfolgen hat. Artikel&nbsp;16 FiG zieht absolute rechtliche Grenzen der F\u00f6rderbarkeit und ist nicht geeignet, inhaltliche Vorgaben f\u00fcr die unterst\u00fctzten Filme zu setzen. Solche Vorgaben w\u00e4ren auch mit einem umfangreichen Regelwerk nicht umsetzbar. Der Bundesrat ist der Ansicht, dass sich die inhaltliche Vielfalt durch die Diversit\u00e4t der an den Filmen beteiligten Filmschaffenden ergeben soll und nicht f\u00fcr jedes einzelne Filmwerk eingefordert werden muss.</p><p>4. Das Filmgesetz regelt bereits heute den Grundsatz von Qualit\u00e4t und Vielfalt, der in den letzten Jahren durch Kriterien zur besseren Repr\u00e4sentanz der Geschlechter bei der Filmf\u00f6rderung erfolgreich konkretisiert worden ist. Neben diesen Massnahmen in der selektiven Filmf\u00f6rderung f\u00fchrt das BAK seit 2017 auch ein Monitoring mit der \u00abGender Map\u00bb, welche nicht nur die Vertretung der Filmschaffenden (Off-Screen), sondern auch diejenige der Protagonistinnen und Protagonisten aller Kinofilme abbildet. Bei den Dokumentarfilmen gab es innert kurzer Zeit signifikante Verbesserungen. Der Anteil der Frauen bei der Regie ist in drei Jahren von 29 Prozent (2017\u20132019) auf 39 Prozent (2020\u20132022) gestiegen. Gleichzeitig erh\u00f6hte sich beim Dokumentarfilm der Anteil der Frauen an den Hauptfiguren von 34 Prozent auf 42 Prozent. Der Bundesrat verfolgt diese Entwicklung weiterhin und sieht zurzeit keine weiteren Massnahmen vor.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1692748800000)\/","SubmittedBy":"Girod Bastien","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1750409225000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|32|36","Category":null,"Modified":"\/Date(1750409234993)\/","SubmissionDate":"\/Date(1686873600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5121,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Bildung|Wissenschaft und Forschung"}}