{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233942,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233942,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233942,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233942,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233942,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233942,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233942,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233942,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233942,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233942,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233942,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233942,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233942,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233942,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233942,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233942,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20233942,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20233942,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.3942","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"F\u00fcr ein sicheres, effizientes und umweltfreundliches Schweizer H\u00f6chstspannungsnetz. Neue Technologie in die Netzplanung aufnehmen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Verschiedene H\u00f6chstspannungsleitungen sind am Ende ihrer Lebensdauer angelangt und m\u00fcssen, zwecks Sicherstellung der Stromversorgung erneuert und/oder ausgebaut werden. Der entsprechende Prozess ist anspruchsvoll und dauert, aufgrund verschiedenster Anspr\u00fcche bei gleichzeitig enger werdenden R\u00e4umen erfahrungsgem\u00e4ss Jahre, wenn nicht Jahrzehnte. </p><p>Die genannten Probleme k\u00f6nnten durch eine neue Druckluftkabel-Technologie, welche in der Schweiz entwickelt und patentiert wurde, gel\u00f6st werden. Diese erlaubt die \u00dcbertragung bis 420kV mit teils markant weniger Energieverlusten. Zudem erlaubt diese Technologie eine baulich deutlich einfachere und damit bei vielen Projekten auch kosteng\u00fcnstigere Erdverlegung als VPE-Kabel. Im Vergleich mit Freileitungsanlagen beeintr\u00e4chtigt diese das Landschaftsbild nicht, ist wesentlich sicherer gegen\u00fcber Naturereignissen und gezielten Angriffen und geniesst eine hohe gesellschaftliche Akzeptanz. Im Gegensatz zu herk\u00f6mmlichen Technologien enthalten die Druckluftkabel zudem keine umweltsch\u00e4dlichen Treibhausgase (wie z.B. in SF6 GIL Anlagen), ben\u00f6tigen keine Beton-Rohrbl\u00f6cke, keine Muffen, sind ger\u00e4uschlos, nicht brennbar und komplett recyclebar. Die innovative Schweizer Druckluftkabel-Technologie ist marktreif. Sie wurde mit Erfolg \u00fcber ein Jahr bei der SBB getestet (145kV). Alle Zertifizierungsprozesse bis 145kV sind erfolgt, jene f\u00fcr 220kV werden 2023 abgeschlossen. Trotz aller Vorz\u00fcge z\u00f6gert Swissgrid, damit zu planen, mangels langfristiger Erfahrungswerte, welche allerdings nur zu Stande kommen k\u00f6nnen, wenn die Technologie auch eingesetzt wird.</p><p>Bei der geschilderten Ausgangslage bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>1. Warum setzt man immer noch auf die veraltete, gesellschaftlich kaum noch akzeptierte, Technologie von Freileitungen f\u00fcr Projekte, welche die n\u00e4chsten Generationen mindestens 80 Jahre belasten werden, und man weiss, dass diese \u00dcbertragungsverluste aufweisen, verwundbar sind, viel Raum beanspruchen, das Landschaftsbild beeintr\u00e4chtigen und eine neue, marktreife Schweizer Technologie diese Probleme l\u00f6sen k\u00f6nnte?</p><p>2. Wie gross sind die aktuellen \u00dcbertragungsverluste im Swissgrid Netz (220/380kV), und wie gross w\u00e4ren die Verluste, wenn das Swissgrid Netz nur aus Druckluftkabel bestehen w\u00fcrde?</p><p>3. Inwiefern werden reduzierte \u00dcbertragungsverluste bei der Netzplanung und der Ausschreibung f\u00fcr Leitungsprojekte ber\u00fccksichtig?</p><p>4. Bei einer Betrachtung der Auslastungsprognose des H\u00f6chstspannungs\u00fcbertragungsnetzes im Jahr 2050: Wie gross w\u00e4ren die \u00dcbertragungsverluste mit einem Netz bestehend aus Freileitungen und VPE-Kabel (realistische Anteile beider Technologien im Jahr 2050), und wie gross w\u00e4ren diese in einem Netz aus Druckluftkabel? W\u00fcrden die daraus resultierenden Stromeinsparungen erlauben, auf ein oder mehrere Stromproduktionsgrossprojekte (neue Stauseen, alpine Solarparks) zu verzichten und somit weitere Auswirkungen auf die Umwelt zu vermeiden?</p><p>5. Erf\u00fcllt die neue Druckluftkabel-Technologie aus Sicht des Bundesrates die Anforderungen an den Umweltschutz, sowie die technologischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Bewilligungsbeh\u00f6rden und Netzbetreiber, allen voran der Swissgrid, so dass die neue Technologie bei der Netzplanung und deren Ausbau ber\u00fccksichtigt werden kann? Falls nicht, welche fehlen?</p><p>6. Falls ja, welche gesetzlichen Grundlagen m\u00fcssen erf\u00fcllt, bzw. allenfalls abge\u00e4ndert werden, damit Swissgrid/BFE/ElCom und alle anderen involvierten Stellen mit der Druckluftkabel-Technologie planen (k\u00f6nnen)?</p><p>7. Ist der Bundesrat bereit, die notwendigen Massnahmen rasch an die Hand zu nehmen, damit die Druckluftkabeltechnologie im Rahmen der aktuellen Erneuerung/Erweiterung des H\u00f6chstspannungsnetzes umgesetzt werden kann?</p>","ReasonText":"<p>Neben der geringen gesellschaftlichen Akzeptanz ist die Freileitungstechnologie mit \u00dcbertragungsverlusten, mit Strahlung und anderen umweltrelevanten Auswirkungen verbunden. Angesichts der aktuellen sicherheitspolitischen Lage zeigt die Freileitungstechnologie zudem, wie verwundbar sie ist und wie die Stromversorgung des Landes mit geringem Aufwand lahmgelegt werden kann. Keine wirkliche Alternative (beim Ersatz des H\u00f6chstspannungsnetzes &gt;100kV) bildet die VPE-Kabeltechnologie, u.a. weil die Energieverluste und die Erstellungskosten zu hoch sind und aus netzbetrieblichen Gr\u00fcnden nur ein bescheidener Anteil des H\u00f6chstspannungsnetzes entsprechend verlegt werden kann. </p><p>Die Erneuerungen im H\u00f6chstspannungs\u00fcbertragungsnetz k\u00f6nnten deutlich schneller und somit kosteng\u00fcnstiger realisiert werden. Zudem l\u00e4sst sich die Druckluftkabel-Technologie sehr gut mit anderen linearen Infrastrukturen (Strasse, Bahnlinien, Stollen) b\u00fcndeln.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Die Netzbetreiber sind gem\u00e4ss Artikel 8 des Stromversorgungsgesetzes vom 23.&nbsp;M\u00e4rz 2007 (SR 734.7) f\u00fcr die Gew\u00e4hrleistung eines sicheren, leistungsf\u00e4higen und effizienten Netzes verantwortlich. Damit ist f\u00fcr Fragen bez\u00fcglich der Wahl der Technik der Strom\u00fcbertragung im \u00dcbertragungsnetz (220/380 kV) grunds\u00e4tzlich die nationale Netzgesellschaft (Swissgrid) zust\u00e4ndig.</p><p>Aufgrund der geschilderten Zust\u00e4ndigkeiten k\u00f6nnen die Fragen 1 \u2013 7 wie folgt beantwortet werden:</p><p>Die Druckluftkabel-Technologie ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht zertifiziert f\u00fcr den H\u00f6chstspannungsbereich (220/380 kV) und somit nicht verf\u00fcgbar. Zudem fehlen Erkenntnisse bez\u00fcglich den (Langzeit-) Auswirkungen auf den Netzbetrieb. F\u00fcr die Leitungsverluste liegen bislang nur die Angaben des Herstellers vor. Vor einem allf\u00e4lligen Einsatz dieser neuen Technologie im \u00dcbertragungsnetz muss das Betriebsverhalten vertieft untersucht werden und eine Zertifizierung erfolgen. Aktuell wird die neu entwickelte Technologie auf der Spannungsebene 145&nbsp;kV im Rahmen eines Pilotprojekts auf dem SBB-Gel\u00e4nde in Z\u00fcrich-Seebach getestet. Der Bund f\u00f6rdert dieses Projekt mit \u00fcber 300'000 Franken im Rahmen des Pilot- und Demonstrationsprogramms des Bundesamts f\u00fcr Energie. Die Netzbetreiber sind aufgefordert, die Erkenntnisse aus diesem Projekt bei zuk\u00fcnftigen Kabelprojekten zu ber\u00fccksichtigen. Auch die nationale Netzgesellschaft (Swissgrid) beabsichtigt einen Pilotversuch dieser neuen \u00dcbertragungstechnik im H\u00f6chstspannungsbereich (220/380 kV) durchzuf\u00fchren.</p><p>Im Sachplanverfahren f\u00fcr \u00dcbertragungsleitungen (S\u00dcL) legt der Bundesrat das Planungsgebiet, den Planungskorridor und die \u00dcbertragungstechnologie fest. Der Entscheid ist das Ergebnis einer umfassenden Interessenabw\u00e4gung bez\u00fcglich technischer Aspekte, Raumentwicklung, Umwelt und Wirtschaftlichkeit. Teil des Entscheids des Bundesrates ist auch die Wahl der \u00dcbertragungstechnologie (Kabel oder Freileitung). Swissgrid ist dabei zust\u00e4ndig f\u00fcr Abkl\u00e4rungen zu den verschiedenen \u00dcbertragungstechniken der \u00dcbertragungstechnologien, u.a. bez\u00fcglich der Vor- und Nachteile, Life Cycle Cost (LCC)-Betrachtungen und den Auswirkungen auf den sicheren Betrieb der Stromnetze (bspw. bez\u00fcglich der erforderlichen Schutzeinrichtungen).&nbsp;</p><p>Sowohl Erdkabel- als auch Freileitungsvarianten haben Vor- und Nachteile betreffend Bau, Betrieb und Instandhaltung, die Verf\u00fcgbarkeit von Elektrizit\u00e4t, Einfl\u00fcsse auf den Raum, die Umwelt und das Landschaftsbild sowie Kosten und gesellschaftliche Akzeptanz. So ist die Fehlerh\u00e4ufigkeit bei Freileitungen zwar h\u00f6her als bei Erdkabeln, da sie Natureinfl\u00fcssen (z.B. Blitzeinschlag) st\u00e4rker ausgesetzt sind. Erdkabel haben daf\u00fcr deutlich l\u00e4ngere Reparaturzeiten. Ebenso weisen Freileitungen gegen\u00fcber den heute zur Anwendung kommenden Verkabelungstechniken zwar h\u00f6here elektrische Verluste im Betrieb auf, die heutigen Verkabelungen ben\u00f6tigen jedoch mehr Massnahmen zur Kompensation von Blindleistung. Das \u00dcbertragungsnetz der Schweiz besteht heute zu rund 99&nbsp;Prozent aus Freileitungen, was folglich kaum mit einem hypothetischen Netz aus Druckluftkabeln verglichen werden kann. Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich eine neue \u00dcbertragungstechnik \u2013 sofern verf\u00fcgbar (zertifiziert) und erprobt \u2013 rasch durchsetzen wird, falls diese eindeutige Verbesserungen gegen\u00fcber dem heutigen Stand der Technik aufweist.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1692748800000)\/","SubmittedBy":"Ettlin Erich","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1695210490000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"66","Category":null,"Modified":"\/Date(1711490200843)\/","SubmissionDate":"\/Date(1686873600000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5121,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Energie"}}