{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234046,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234046,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234046,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234046,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234046,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234046,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234046,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234046,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234046,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234046,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234046,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234046,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234046,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234046,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234046,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234046,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234046,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20234046,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.4046","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Anzahl Lehrverh\u00e4ltnisse in schwach dotierten Branchen anheben","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Das BFS hat Anfang August 2023 die aktuellen Daten zu den Lehrverh\u00e4ltnissen ver\u00f6ffentlicht. Rund 70'000 Lernende starteten dieses Jahr ihre Berufslehre. Das sind weniger als 12 Jahre fr\u00fcher: Im Sommer 2011 hatten 78'500 Lernende die Berufsausbildung gestartet. Die Gesamtzahl der Besch\u00e4ftigten in der Schweiz ist seither deutlich gewachsen. Es werden folglich immer weniger Lernende im Verh\u00e4ltnis zu den regul\u00e4ren Besch\u00e4ftigten ausgebildet. Die Zeitungen von CH Media berichteten am 2. August im Artikel \u00abDie unebene Bildungslandschaft\u00bb, dass die Lehrstellenquote in dieser Zeit von 4.9 auf 4,5 Prozent gesunken sei. Als Sollgr\u00f6sse (Faustregel) gelte eine Quote von 6 Prozent, also pro 100 Vollzeitangestellte 6 Lehrverh\u00e4ltnisse.</p><p>Vor allem aber zeigte der Artikel auf, dass der Anteil Lernender, gemessen an den Anzahl Besch\u00e4ftigten, je nach Branche sehr unterschiedlich ausf\u00e4llt. W\u00e4hrend beispielsweise im Baugewerbe oder im Gesundheits- und Sozialwesen die Anteile \u00fcberdurchschnittlich sind, gibt es diverse Branchen mit sehr tiefen Quoten. Unter 3 Prozent ist sie beispielsweise in den Branchen Wasserversorgung und Abfallentsorgung, Gastronomie, Grundst\u00fccks- und Wohnungswesen, Kunst und Unterhaltung und Erholung, Verkehr und Lagerei, Finanz- und Versicherungsdienstleistun\u00adgen sowie Information und Kommunikation. Die letztgenannten drei Branchen waren zudem gem\u00e4ss Seco/BFS (SAKE-Erhebung) im Jahr 2021 diejenigen mit dem gr\u00f6ssten Fachkr\u00e4ftemangel.</p><p>&nbsp;</p><p>Aus diesen Gr\u00fcnden bitte ich den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:</p><ol><li>Welche M\u00f6glichkeiten hat der Bund, um in Branchen mit einem sehr geringen Anteil Lernender diesen Anteil zu erh\u00f6hen? Welche Instrumente erachtet der Bundesrat als zielf\u00fchrend?</li><li>Gibt es erfolgreiche Beispiele, wie sich dank Bundesengagement in bestimmten Branchen die Anzahl Lehrverh\u00e4ltnisse anheben liess? Wenn ja: Weiss der Bundesrat, ob der Effekt auch nach Abschluss eines Engagements des Bundes anh\u00e4lt?</li><li>Grosse Unterschiede gibt es auch zwischen den Kantonen: Sie lassen sich nur zum Teil mit der unterschiedlichen Branchenstruktur erkl\u00e4ren. Was unternimmt der Bund in Zusammenarbeit mit den kantonalen Berufsbildungs\u00e4mtern in jenen Kantonen mit einer unterdurchschnittlichen \u00abKultur\u00bb der Berufsbildung?</li><li>K\u00f6nnten f\u00fcr k\u00fcnftige statistische Erhebungen die Anzahl Lehrverh\u00e4ltnisse pro Arbeitsmarktgrossregion noch aufschlussreicher als jene pro Kanton sein?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<div><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:6pt; line-height:18pt; widows:0; orphans:0\"><span style=\"font-family:Arial; font-size:11pt\">Der Bundesrat ist sich bewusst, dass der Mangel an Fachkr\u00e4ften eine Herausforderung f\u00fcr die Wirtschaft darstellt. Die Berufsbildung leistet dabei einen wichtigen Beitrag. Nach wie vor entscheiden sich zwei Drittel der Jugendlichen f\u00fcr den Einstieg in die Arbeitswelt \u00fcber eine berufliche Grundbildung. Die Anzahl der Lehrverh\u00e4ltnisse h\u00e4ngt von verschiedenen Faktoren ab. Nebst dem Interesse der Jugendlichen spielt auch die Demografie eine entscheidene Rolle. Da in den letzten Jahren geburtenschw\u00e4chere Jahrg\u00e4nge die obligatorische Schule verlassen, ist die Gesamtzahl der Lehrverh\u00e4ltnisse tiefer als in fr\u00fcheren Jahren. </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:6pt; line-height:18pt; widows:0; orphans:0\"><span style=\"font-family:Arial; font-size:11pt\">1./2. Das Schweizer Berufsbildungssystem beruht wesentlich auf der freiwilligen Beteiligung der Wirtschaft. Die Betriebe und Organisationen der Arbeitswelt (OdA) haben ein ureigenes Interesse, ihren Nachwuchs an Fachkr\u00e4ften sicherzustellen. Dieser Bottom-up-Ansatz in der Berufsbildung bew\u00e4hrt sich. Der Staat f\u00f6rdert nicht einzelne Branchen, sondern unterst\u00fctzt die private Initiative durch g\u00fcnstige Rahmenbedingungen insgesamt, beispielsweise durch die Entwicklung neuer Berufe, in denen Fachkr\u00e4ftemangel herrscht, wie Entwicklerin digitales Business EFZ oder Solarinstallateur EFZ. Branchenspezifisches Lehrstellenmarketing ist Aufgabe der Betriebe und OdA. Der Bund leistet auf Grundlage des Berufsbildungsgesetzes (BBG; SR 412.10) im Weiteren Beitr\u00e4ge f\u00fcr besondere Leistungen im \u00f6ffentlichen Interesse (Art. 55 BBG). Dazu z\u00e4hlen Beitr\u00e4ge an regionale Berufsmessen oder f\u00fcr die \u00abWoche der Berufsbildung\u00bb, an der sich rund 30 Lokalradios beteiligen. Die Schweiz hat zudem Erfahrung im Umgang mit angespannten Lehrstellensituationen. W\u00e4hrend der Covid-19-Pandemie zeigte sich deutlich, dass erprobte Instrumente vorhanden sind und bei Bedarf zeitnah aktiviert und weiterentwickelt werden k\u00f6nnen. Mit der Einrichtung eines F\u00f6rderschwerpunkts konnte ein effektives Instrumentarium f\u00fcr die Unterst\u00fctzung von Projekten in Kantonen und Branchen, wo Bedarf vorhanden war, bereitgestellt werden. So konnte beispielsweise die Nachwuchsrekrutierung f\u00fcr die Fleischwirtschaft ausgebaut werden. Alle durch den Bund gef\u00f6rderten Projekte werden angemessen evaluiert und mit einem Schlussbericht abgeschlossen. </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:6pt; line-height:18pt; widows:0; orphans:0\"><span style=\"font-family:Arial; font-size:11pt\">3. Der Bundesrat begr\u00fcsst es, dass sich die Kantone f\u00fcr optimale Rahmenbedingungen f\u00fcr die Berufsbildung einsetzen. Dabei steht es ihnen frei, im Rahmen ihrer Vollzugsaufgaben innovative Wege zu beschreiten und in Zusammenarbeit mit den Organisationen der Arbeitswelt neue L\u00f6sungen zu finden. So haben in den letzten Jahren verschiedene Kantone Programme zur F\u00f6rderung der Berufsbildung lanciert, beispielsweise die Kantone Genf, Waadt, St. Gallen oder Z\u00fcrich. Wie bereits erw\u00e4hnt, kann der Bund entsprechende Projekte auf Grundlage des BBG finanziell unterst\u00fctzen.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:18pt; widows:0; orphans:0\"><span style=\"font-family:Arial; font-size:11pt\">4. Das Bundesamt f\u00fcr Statistik erhebt die Lehrverh\u00e4tlnisse jeweils unter anderem nach Lehrbetriebskanton, Ausbildungsfeld und Beruf. Aus Sicht des Bundesrats sind diese Daten aussagekr\u00e4ftig genug, so dass eine zus\u00e4tzliche Erhebung nach den 16 Arbeitsmarktgrossregionen oder 101 Arbeitsmarktregionen keinen zus\u00e4tzlichen Nutzen br\u00e4chte. </span><a name=\"_Hlk129251570\"></a></p></div>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1700611200000)\/","SubmittedBy":"Wettstein Felix","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1758876602000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|15|32|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1777995547253)\/","SubmissionDate":"\/Date(1695600000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5122,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Wirtschaft|Bildung|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}