{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234117,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234117,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234117,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234117,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234117,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234117,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234117,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234117,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234117,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234117,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234117,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234117,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234117,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234117,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234117,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234117,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234117,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20234117,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.4117","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Aufwandbesteuerung in der Schweiz. Geraten wir international ins Hintertreffen?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Aufwandbesteuerung ist f\u00fcr struktur\u00e4rmere Gemeinden und Kantone ein Instrument, sich im internationalen Steuerwettbewerb einen Vorteil zu verschaffen. Die betroffenen Gemeinden generieren so f\u00fcr die Region \u00fcberlebenswichtige und in Krisenzeiten stabile Steuereinnahmen. Wichtiger noch - sie generieren eine nachhaltige Wertsch\u00f6pfung und sind damit wichtige .Wirtschaftsfaktoren ihrer Wohngemeinden.&nbsp;<br>W\u00e4hrendem die OECD weiterhin Druck auf den weltweiten Wettbewerb bei der Besteuerung der Unternehmen macht, ist die Aufwandbesteuerung international ein nach wie vor ein akzeptiertes Instrument. In den letzten Jahren haben einige, vor allem strukturschw\u00e4chere L\u00e4nder in Europa dieses sogar ausgebaut, um f\u00fcr verm\u00f6gende Steuerzahler attraktiv zu werden. Insbesondere Italien, Portugal und Griechenland heute laufen L\u00e4ndern wie Frankreich und der Schweiz den Rang ab.&nbsp;<br>Trotzdem die Aufwandbesteuerung in der Schweiz eine lange Tradition hat, steht es aktuell nicht gut um sie. Die \u00c4nderungen der nationalen Gesetze, die 2016 bzw. 2021 in Kraft getreten sind, haben den Berggemeinden und&nbsp;<br>-kantonen einen B\u00e4rendienst erwiesen. Zwar nahmen die Steuereinnahmen seither zu. Die seit Januar 2021 auch f\u00fcr bereits ans\u00e4ssige Ausl\u00e4nder geltenden Versch\u00e4rfungen haben aber dazu eine substanzielle Zahl an nach Aufwand besteuerte Personen das Land verlassen (Beobachter vom 7. Juli 2022: \u00abWo sind die reichen Ausl\u00e4nder hin\u00bb).<br>Dies spricht nicht f\u00fcr die Attraktivit\u00e4t des Wirtschaftsstandorts und verheisst auch f\u00fcr die Zukunft nichts Gutes. Entsprechend wird der Bundesrat gebeten, die folgenden Fragen zu beantworten:&nbsp;</p><p>1. Wieviel Wertsch\u00f6pfung generieren pauschalbesteuerte Personen heute noch in der Schweiz (Immobilien, Konsum, Arbeitspl\u00e4tze)?<br>2. Was bedeutet dies f\u00fcr die Attraktivit\u00e4t des Steuerstandorts Schweiz?<br>3. Wie hat sich der Standortwettbewerb bei der Aufwandbesteuerung europaweit entwickelt?<br>4. Wie sieht die Situation der Schweiz in diesem internationalen Vergleich aus?<br>5. Was macht die Schweiz, um attraktiv zu bleiben?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Wie der Bundesrat bereits in Beantwortung der Frage 23.7635 festgehalten hat, verf\u00fcgt der Bund \u00fcber keine Informationen seitens der Kantone betreffend allf\u00e4llige Wohnsitzwechsel von aufwandbesteuerten Personen ins Ausland. Eine Abnahme der Anzahl Aufwandbesteuerten bedeutet jedenfalls nicht zwingend, dass diese Personen die Schweiz verlassen haben.&nbsp; So werden im erw\u00e4hnten Artikel vom 7. Juli 2022 die Walliser Beh\u00f6rden mit der Aussage zitiert, dass rund zwei Drittel der zuvor Aufwandbesteuerten in die ordentliche Besteuerung gewechselt h\u00e4tten und weiterhin im Wallis wohnten.</p><ol><li>Zur H\u00f6he der Wertsch\u00f6pfung, welche nach Aufwand besteuerte Personen in der Schweiz generieren, liegen keine aktuellen Untersuchungen vor. Die Eidgen\u00f6ssische Steuerverwaltung untersuchte zuletzt 2010 die volkswirtschaftliche Bedeutung der Besteuerung nach dem Aufwand und machte Aussagen zu der damals mit ihr verbundenen Wertsch\u00f6pfung (\u00abDie Besteuerung nach dem Aufwand aus \u00f6konomischer Sicht\u00bb, https://www.estv.admin.ch/dam/estv/de/dokumente/estv/steuerpolitik/berichte/2010/besteuerung-nach-aufwand-aus-oekonomischer-sicht.pdf.download.pdf/2010_Besteuerung_Aufwand.pdf).</li><li>Selbst wenn bekannt w\u00e4re, wieviel Wertsch\u00f6pfung nach Aufwand besteuerte Personen generieren, w\u00e4ren die Implikationen dieser Wertsch\u00f6pfung f\u00fcr die Attraktivit\u00e4t des Steuerstandorts Schweiz unklar. Die Frage nach der Standortattraktivit\u00e4t stellt sich eher unter Bezugnahme auf die Fragen 3 und 4.</li><li>Eine der Aufwandbesteuerung \u00e4hnliche Form der Besteuerung existiert beispielsweise im Vereinigten K\u00f6nigreich (\u00abTaxation on Remittance Basis\u00bb bzw. \u00abResident but not domiciled (non-dom)\u00bb). Im Jahre 2017 wurde im Vereinigten K\u00f6nigreich eine zeitliche Begrenzung eingef\u00fchrt, wodurch Steuerpflichtige nach 15 bzw. 20 Jahren vom \u00abnon-dom\u00bb Status in die regul\u00e4re Besteuerung wechseln m\u00fcssen. Gem\u00e4ss einer Untersuchung der \u00d6konomen Advani, Burgherr und Summers (IZA DP 16432, 2023) wanderten nur wenige Steuerpflichtige aufgrund des resultierenden h\u00f6heren Steuersatzes ab. Weitere Beispiele f\u00fcr \u00e4hnliche Arten der Besteuerung gibt es in Portugal (auf zehn Jahre beschr\u00e4nkt) und in Griechenland, sowie seit dem Jahr 2017 in Italien. Diese Aufz\u00e4hlung ist nicht abschliessend. Umfassende Zusammenstellungen auf internationaler Ebene fehlen.</li><li>Im Gegensatz zur schweizerischen Aufwandbesteuerung gilt f\u00fcr die vergleichbaren Formen der Besteuerung im Vereinigten K\u00f6nigreich und in Italien die Nationalit\u00e4t nicht als Ausschlusskriterium. Auch britische bzw. italienische Staatsangeh\u00f6rige k\u00f6nnen unter bestimmten Bedingungen unter die pauschale Besteuerung fallen. Im Gegensatz zur Schweiz ist es im Vereinigten K\u00f6nigreich und in Italien grunds\u00e4tzlich erlaubt, eine Erwerbst\u00e4tigkeit im Inland auszu\u00fcben. Dabei werden diese Eink\u00fcnfte in beiden L\u00e4ndern voll besteuert. Untersuchungen, welche die Situation in den drei L\u00e4ndern vergleichen, sind nicht bekannt. Wie attraktiv die Schweiz also im Vergleich zum Vereinigten K\u00f6nigreich und zu Italien ist, ist aufgrund der Datenlage kaum zu beantworten.</li><li>Der Bundesrat betrachtet die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Steuerharmonisierungsgesetzes (StHG) und des Bundesgesetzes \u00fcber die direkte Bundessteuer (DBG) nach den letzten Revisionen als sachgerecht und sieht hier keinen Handlungsbedarf (vgl. auch Interpellation 23.4055).</li></ol>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1700611200000)\/","SubmittedBy":"von Siebenthal Erich","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1701936207000)\/","ResponsibleDepartment":7,"ResponsibleDepartmentName":"Finanzdepartement","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EFD","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"8|2446","Category":null,"Modified":"\/Date(1763099443517)\/","SubmissionDate":"\/Date(1695772800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5122,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Internationale Politik|Steuer"}}