{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234222,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234222,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234222,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234222,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234222,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234222,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234222,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234222,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234222,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234222,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234222,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234222,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234222,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234222,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234222,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234222,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234222,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20234222,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.4222","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Anstieg der Ertrinkungsf\u00e4lle in offenen Gew\u00e4ssern. Welche M\u00f6glichkeiten der Pr\u00e4vention und Verbesserung gibt es?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Das Jahr 2022 wird das Jahr eines traurigen Rekords bei den t\u00f6dlichen Ertrinkungsunf\u00e4llen in Schweizer Gew\u00e4ssern bleiben. Die Schweizerische Lebensrettungsgesellschaft (SLRG) z\u00e4hlte allein in diesem Jahr 63 Opfer. Der bisherige Rekord bestand seit 20 Jahren. 2023 sind bisher bereits 36 Todesf\u00e4lle zu beklagen. Darum beauftrage ich den Bundesrat, einen Bericht vorzulegen, der den Bedarf und die notwendigen Mittel f\u00fcr eine bessere Pr\u00e4vention und einen besseren Schutz der Bev\u00f6lkerung vor den Gefahren des Ertrinkens in offenen Gew\u00e4ssern aufzeigt. Dieser Bericht soll insbesondere folgende Fragen beleuchten:</p><p>1. Zwar sind die 16- bis 30-J\u00e4hrigen nach wie vor die am st\u00e4rksten gef\u00e4hrdete Gruppe, doch scheint es, dass auch Seniorinnen und Senioren eine neue Risikogruppe darstellen. Allerdings sind die Angaben zu den Ursachen f\u00fcr diese Gruppe nach wie vor l\u00fcckenhafter als bei Jugendlichen, bei denen Risikobereitschaft und Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung als Gr\u00fcnde angef\u00fchrt werden k\u00f6nnen. Wie l\u00e4sst sich also der Anstieg bei den 61- bis 75-J\u00e4hrigen und den 75- bis 90-J\u00e4hrigen erkl\u00e4ren?</p><p>2. Beabsichtigt der Bundesrat, in Zusammenarbeit mit der SLRG und den Kantonen die Pr\u00e4ventions- und Sicherheitsmassnahmen zu verst\u00e4rken, insbesondere in der N\u00e4he von Seen und Fliessgew\u00e4ssern, wo die Gefahr am gr\u00f6ssten ist?</p><p>3. Ist der Bundesrat angesichts der Tatsache, dass Sonnenschein- und Hitzeperioden in den kommenden Jahren tendenziell an Intensit\u00e4t und Dauer zunehmen werden und unbestreitbar einen wichtigen Risikofaktor darstellen, immer noch der Ansicht, dass keine weiteren Massnahmen erforderlich sind, wie 2007 in der Antwort auf die Anfrage Berberat 07.1088?</p><p>4. Welche Bilanz zieht der Bundesrat generell \u00fcber die geltenden Pr\u00e4ventions- und Sicherheitsmassnahmen und wie lassen sie sich verbessern?</p><p></p>","ReasonText":"<p>Hitze, Risikobereitschaft oder Selbst\u00fcbersch\u00e4tzung sind nur einige Annahmen, die aber die Dramen, die sich bei einem Ertrinkungsunfall abspielen, nie vollst\u00e4ndig erkl\u00e4ren k\u00f6nnen. Nat\u00fcrlich l\u00e4sst sich nicht jegliches Risiko ausschalten, aber es scheint doch Anlass zur Sorge zu geben, wenn die Zahl der Ertrinkungsunf\u00e4lle mit Todesfolge so exponentiell ansteigt wie in den letzten Jahren. Wie die SLRG am 17. August dieses Jahres bekannt gab (1), fielen 2022 \"63 Personen einem t\u00f6dlichen Ertrinkungsunfall zum Opfer, davon waren 12 (19%) weiblichen und 51 (81%) m\u00e4nnlichen Geschlechts. Damit liegt die Anzahl Opfer um knapp 40% \u00fcber dem langj\u00e4hrigen Mittel.\" Ertrinkungsunf\u00e4lle in \u00f6ffentlichen Schwimmb\u00e4dern werden zwar auch in der Statistik erfasst, doch der gr\u00f6sste Teil der Ertrinkungsunf\u00e4lle ereignet sich in offenen Gew\u00e4ssern (57 % in Seen, 38 % in Fliessgew\u00e4ssern und 5 % beim Tauchen). Um zu verhindern, dass sich dieser Trend fortsetzt, ist es notwendig, die bestehenden Massnahmen auf ihre Tauglichkeit hin zu pr\u00fcfen und nach Schwachstellen und m\u00f6glichen Verbesserungen zu fragen, insbesondere in der N\u00e4he von Seen und Fliessgew\u00e4ssern. Dar\u00fcber hinaus sollte man sich auch mit dem Ph\u00e4nomen der besonders hohen Rate an t\u00f6dlichen Ertrinkungsunf\u00e4llen bei Seniorinnen und Senioren befassen, deren Ursachen aufgrund fehlender Daten noch nicht vollst\u00e4ndig bekannt sind, sowie mit der Frage, ob dieser Trend im Laufe der Zeit anh\u00e4lt oder nicht.</p><p>Bereits 2007 stellte Nationalrat Didier Berberat die Frage, ob der Bundesrat bereit sei, zus\u00e4tzliche Pr\u00e4ventions- und Sicherheitsmassnahmen einzuf\u00fchren oder nicht (2). Angesichts der Tatsachen, dass sich der Bundesrat vor knapp 20 Jahren geweigert hat, auf diese Frage einzugehen, und dass Episoden starker Hitze und Sonneneinstrahlung neben anderen Risikofaktoren in den kommenden Jahren besonders h\u00e4ufig auftreten werden, ist es angebracht, die Frage neu zu \u00fcberdenken und sich die Mittel zu verschaffen, um noch wirksamer gegen diese Trag\u00f6dien vorzugehen.</p><p>&nbsp;</p><p>(1) SLRG , \u00abH\u00f6chste Anzahl Ertrinkungsopfer seit knapp 20 Jahren\u00bb, 17. August 2023</p><p>(2) BERBERAT Didier, Die Anzahl der Ertrinkungsf\u00e4lle in der Schweiz reduzieren, Frage 07.1088, 19.09.2007</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<div><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Der Bundesrat teilt die Sorge des Postulanten angesichts der hohen Zahl t\u00f6dlicher Badeunf\u00e4lle in Schweizer Gew\u00e4ssern und appelliert in erster Linie an die Selbstverantwortung (vgl. dazu seine Antwort auf die Anfrage 07.1088 Berberat \u00abReduzierung der Todesf\u00e4lle durch Ertrinken in der Schweiz\u00bb). </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Der Bundesrat weist darauf hin, dass die unterschiedlichen Organisationen im Sportbereich, die Gemeinden wie auch die kantonalen Stellen und das BASPO in ihrem Zust\u00e4ndigkeitsbereich viel f\u00fcr die Sensibilisierung der Schwimmenden tun. Das BASPO z.B. bietet Jugend und Sport-Kurse f\u00fcr Leiterinnen und Leiter an, um Jugendliche m\u00f6glichst sicher im Wasser unterrichten zu k\u00f6nnen. Die Beratungsstelle f\u00fcr Unfallverh\u00fctung (BFU), tr\u00e4gt durch Aufkl\u00e4rung und allgemeine Sicherheitsvorkehrungen ebenfalls zur Verh\u00fctung von Nichtberufsunf\u00e4llen bei (Artikel 88 des Bundesgesetzes vom 20. M\u00e4rz 1981 \u00fcber die Unfallversicherung; UVG, SR 832.20). Auch die Schweizerische Lebensrettungs-Gesellschaft (SLRG) setzt sich f\u00fcr die Ertrinkungspr\u00e4vention und die F\u00f6rderung des Rettungsschwimmsports ein.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Der Bundesrat beantwortet die Fragen 1 bis 4 wie folgt:</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">M\u00f6gliche Gr\u00fcnde f\u00fcr die hohe Zahl an Badeunf\u00e4llen sind \u2013 nach Einsch\u00e4tzung der BFU \u2013 unter anderem Folgende: die Altersgruppe der 61 \u2013 90-J\u00e4hrigen ist in den letzten Jahren gr\u00f6sser geworden. Die Menschen sind heute auch im h\u00f6heren Alter fitter als fr\u00fcher und sind mehr auf, am und im Wasser unterwegs. In dieser Alterskategorie k\u00f6nnen aber auch vermehrt medizinische Probleme bei gleichzeitigem \u00dcbersch\u00e4tzen der k\u00f6rperlichen Leistungsf\u00e4higkeit eine Rolle spielen (siehe Medienmitteilung der SLRG vom 17. August 2023; </span><a href=\"http://www.slrg.ch\" style=\"text-decoration:none\"><span style=\"font-family:Arial; color:#000000\">www.slrg.ch</span></a><span style=\"font-family:Arial\"> / \u00fcber uns /medien / </span><a href=\"https://www.slrg.ch/de/hoechste-anzahl-ertrinkungsopfer-seit-knapp-20-jahren\" style=\"text-decoration:none\"><span style=\"font-family:Arial; color:#000000\">H\u00f6chste Anzahl Ertrinkungsopfer seit knapp 20 Jahren</span></a><span style=\"font-family:Arial\">). Zudem besteht ein Zusammenhang zwischen hohen Temperaturen sowie vielen Sonnenstunden in der Sommersaison und der Zahl an t\u00f6dlichen Ertrinkungsunf\u00e4llen. In einem lange andauernden und sehr warmen Sommer sind mehr Menschen im, auf und am Wasser unterwegs, was zu mehr Unf\u00e4llen f\u00fchrt (</span><a href=\"http://www.bfu.ch\" style=\"text-decoration:none\"><span style=\"font-family:Arial; color:#000000\">www.bfu.ch</span></a><span style=\"font-family:Arial\"> / Bestellen &amp; herunterladen / 2022 Wasser-Sicherheits-Forum WSF / Seite 19). </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt; background-color:#ffffff\"><span style=\"font-family:Arial\">Offene Gew\u00e4sser sind f\u00fcr die BFU und die SLRG ein Schwerpunkt in ihrer Pr\u00e4ventionsarbeit, was sich durch zahlreiche Pr\u00e4ventionsaktivit\u00e4ten zeigt. Die BFU besch\u00e4ftigt sich zudem mit der Erhebung und der Erforschung des Unfallgeschehens. </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Der Bundesrat ist der Auffassung, dass bereits sehr viele Pr\u00e4ventionsanstrengungen unternommen werden und kein Anlass besteht, einen Bericht zu erstellen, der den Bedarf und die notwendigen Mittel f\u00fcr eine bessere Pr\u00e4vention und einen besseren Schutz der Bev\u00f6lkerung vor den Risiken des Ertrinkens in offenen Gew\u00e4ssern aufzeigt.</span></p></div><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1700611200000)\/","SubmittedBy":"Hurni Baptiste","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1746625971000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|52|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763099482410)\/","SubmissionDate":"\/Date(1695859200000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5122,"SubmissionLegislativePeriod":51,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Umwelt|Gesundheit"}}