{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234398,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234398,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234398,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234398,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234398,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234398,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234398,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234398,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234398,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234398,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234398,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234398,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234398,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234398,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234398,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234398,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234398,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20234398,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.4398","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Lachgas als Partydroge. Noch immer kein Handlungsbedarf?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>In den letzten Jahren hat sich der Bundesrat mehrmals zum Gebrauch von Distickstoffmonoxid (Lachgas) als Partydroge ge\u00e4ussert. In seinen Stellungnahmen gab er jedes Mal an, dass der Konsum dieser Substanz in der Schweiz marginal sei. Infodrog, das Kompetenzzentrum des Bundes im Bereich Sucht, r\u00e4umt jedoch in einem Bericht von 2022 \u00fcber Lachgas ein, dass \u00ab[...] es kaum verl\u00e4ssliche Daten zum Konsum [von Lachgas gibt]. Anhand eines Monitorings k\u00f6nnten genauere Daten erhoben werden.\u00bb</p><p>Die Einstufung als marginales Ph\u00e4nomen scheint im Widerspruch zu den Medienberichten zu stehen, die verschiedene Vorf\u00e4lle (Todesfall, Lachgas am Steuer) und vor allem einen zunehmenden Konsum von Lachgas in Bars und Clubs in j\u00fcngster Zeit dokumentieren, wobei einige Zeitungen berichten, dass es in einigen Clubs sogar \u00fcblich sei, Lachgas zu kaufen. W\u00e4hrend dieser Konsum bereits 2021 in der Region Basel in den Medien thematisiert wurde, breitet sich das Ph\u00e4nomen nun auf einen weit gr\u00f6sseren Teil des Landes aus, insbesondere auf die Genferseeregion.</p><p>Dieser Trend ist auch in Europa zu beobachten. Die Europ\u00e4ische Beobachtungsstelle f\u00fcr Drogen und Drogensucht sch\u00e4tzte den Freizeitkonsum von Lachgas in einigen Regionen Europas sogar als \u00abproblematisch\u00bb ein. Mehrere L\u00e4nder haben k\u00fcrzlich entschieden, Gesetze zu diesem Thema zu erlassen. Zum Beispiel hat Frankreich den Verkauf von Lachgas an Minderj\u00e4hrige im Juni 2021 verboten. Das Verbot gilt an Ausschankstellen und in Tabakl\u00e4den auch f\u00fcr Vollj\u00e4hrige. Die Niederlande haben den Verkauf und Besitz von Lachgas als Partydroge ab dem 1. Januar 2023 verboten. Das neuste Verbot stammt aus Grossbritannien, wo der Besitz von Lachgas als Partydroge seit dem November 2023 illegal ist und mit bis zu zwei Jahren Haft f\u00fcr Wiederholungst\u00e4terinnen und -t\u00e4ter und bis zu vierzehn Jahren f\u00fcr Drogenh\u00e4ndlerinnen und -h\u00e4ndler bestraft wird. In einer Stellungnahme erkl\u00e4rte ein britischer Staatsminister im Innenministerium, dass der Konsum dieser Droge im \u00f6ffentlichen Raum schon zu lange zu asozialem Verhalten beigetragen habe, was sich negativ auf die Gemeinschaften auswirke.</p><p>Auf der Grundlage dieser Aussagen und aktuellen Entwicklungen stelle ich dem Bundesrat die folgenden Fragen:<br>1. H\u00e4lt der Bundesrat den Konsum von Lachgas als Partydroge nach wie vor f\u00fcr ein marginales Ph\u00e4nomen?<br>2. Ist der Bundesrat bereit, seine Strategie in Sachen Monitoring, Pr\u00e4vention und Regulierung des Konsums von Lachgas als Partydroge zu \u00e4ndern?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<div><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">1. Nach heutigem Informations- und Datenstand deutet nichts darauf hin, dass sich die Situation in der Schweiz seit der Beantwortung der Interpellationen 22.3835 Wyss \u00abLachgas als Partydroge\u00bb und 20.4564</span><span style=\"font-family:Arial\">&#xa0;</span><span style=\"font-family:Arial\">Fridez \u00abLachgas als Partydroge. Auch in der Schweiz ein Problem?\u00bb wesentlich ver\u00e4ndert hat. Im Vergleich zum Konsum anderer legaler und illegaler Substanzen ist der Konsum von Lachgas in der Schweiz nach wie vor ein relativ marginales Ph\u00e4nomen. Anhand ihres Fragebogens Nightlife stellt Infodrog, die Schweizerische Koordinations- und Fachstelle Sucht, keinen wachsenden Konsum dieser Substanz fest. Manche kantonalen Laboratorien vermelden jedoch eine Zunahme des Konsums in Bars und Nachtclubs sowie der Einfuhr von Lachgas zu privaten Zwecken.</span><span style=\"font-family:Arial; font-weight:bold\"> </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">2. In der Schweiz wird der Konsum von Lachgas nicht systematisch \u00fcberwacht. Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit erh\u00e4lt jedoch von kantonalen Laboratorien, Suchtfachstellen, Notfalldiensten und Tox Info Suisse Hinweise zu diesem Ph\u00e4nomen. Infodrog hat Lachgas im Fr\u00fchjahr 2022 in seinen j\u00e4hrlichen Fragebogen aufgenommen, mit dem die Gewohnheiten und das Risikoverhalten der Konsumierenden von Freizeitsubstanzen ermittelt werden sollen. Ausserdem wird das BAG pr\u00fcfen, ob der Konsum von Lachgas in die n\u00e4chste HBSC-Erhebung (Health Behaviour in School-aged Children) im Jahr 2026 einfliessen soll. Bez\u00fcglich Massnahmen f\u00fchren die Kantone verst\u00e4rkte Kontrollen in Bars und Nachtclubs durch. Die Pr\u00e4ventionsmassnahmen haben zum Ziel, Menschen vom Konsum abzuhalten und wenn dies nicht m\u00f6glich ist, Menschen f\u00fcr einen risikoarmen Umgang mit Substanzen oder Verhaltensweisen zu ermutigen. Hier gibt Infodrog den Zielgruppen detaillierte Informationen zu den Gesundheitsrisiken des Lachgaskonsums ab. Abgesehen von den im Rahmen der Nationalen Strategie Sucht umgesetzten Massnahmen, wie die F\u00f6rderung der Gesundheitskompetenzen der Menschen, sieht der Bundesrat derzeit keine spezifischen Pr\u00e4ventionsmassnahmen gegen Lachgas vor. Aufgrund der weit verbreiteten Verwendung von Lachgas in der Medizin oder in der Nahrungsmitteltechnikh\u00e4tte eine Klassifizierung von Lachgas im Bet\u00e4ubungsmittelrecht oder gar ein Verbot weitreichende Folgen. Angesichts des relativ marginalen Missbrauchs dieser Substanz w\u00e4ren solche Massnahmen aus Sicht der \u00f6ffentlichen Gesundheit unn\u00f6tig und damit unverh\u00e4ltnism\u00e4ssig. Der Bundesrat wird die weitere Entwicklung dieser Problematik jedoch aufmerksam verfolgen und die Massnahmen bei Bedarf anpassen.</span></p></div>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1707868800000)\/","SubmittedBy":"Maret Marianne","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1710415563000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763098648450)\/","SubmissionDate":"\/Date(1702944000000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5201,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Gesundheit"}}