{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234489,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234489,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234489,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234489,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234489,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234489,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234489,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234489,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234489,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234489,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234489,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234489,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234489,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234489,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234489,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234489,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20234489,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20234489,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"23.4489","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"\u00dcbersetzung in der Bundesverwaltung. Gef\u00e4hrdung eines Berufs durch Lohndumping und Einsatz k\u00fcnstlicher Intelligenz","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Im Jahr 2019 reichte Nationalr\u00e4tin Silva Semadeni die Interpellation (19.3607) ein zu den \u00dcbersetzungsdiensten des Bundes und zur Verteilung der \u00dcbersetzungen zwischen der Schweiz und dem Ausland. Sie machte sich Sorgen \u00fcber die Situation der \u00dcbersetzerinnen und \u00dcbersetzer und das Lohndumping, an dem ihrer Ansicht nach der Bund in dieser Branche beteiligt war.</p><p>Zu dieser Zeit betrug das im Ausland \u00fcbersetzte Volumen 17&nbsp;Prozent, w\u00e4hrend 83&nbsp;Prozent im Inland \u00fcbersetzt wurden. </p><p>Die Vergabe von \u00dcbersetzungen von Texten ins Ausland durch die Departemente und die Bundeskanzlei ist eindeutig eine Form von Lohndumping. Es entsteht ein Wettbewerb zwischen Schweizer \u00dcbersetzerinnen und \u00dcbersetzern, die zu Schweizer Lohnbedingungen arbeiten, und \u00dcbersetzerinnen und \u00dcbersetzern mit wesentlich tieferen Lohnbedingungen.</p><p>Seit der Einreichung der Interpellation und der Antwort des Bundesrats sind mehr als vier Jahre vergangen. Es ist daher hilfreich zu wissen, ob der Bund seither Lohndumping vermieden oder ob er es vielmehr weiter verst\u00e4rkt hat. </p><p>Zudem hat seit 2019 die \u00dcbersetzung mit k\u00fcnstlicher Intelligenz \u00fcber Websites, die f\u00fcr einfache Internetnutzer und auch f\u00fcr Fachpersonen gedacht sind, sowohl bei Privatpersonen als auch bei Unternehmen relativ schlagartig Einzug gehalten. Auch in der Bundesverwaltung werden \u00dcbersetzungshilfen im Internet zunehmend eingesetzt. </p><p>Vor diesem Hintergrund wird der Bundesrat gebeten, folgende Fragen zu beantworten: </p><ol><li>Wie ist die aktuelle Verteilung der \u00dcbersetzungen des Bundes zwischen dem In- und Ausland, insbesondere seit der Abschaffung der Mindesttarife im Jahr 2018?</li><li>Gelten \u00dcbersetzungen, die an Agenturen mit Sitz oder Niederlassung in der Schweiz vergeben werden, die aber ihrerseits im Ausland ans\u00e4ssige \u00dcbersetzerinnen und \u00dcbersetzer mit diesen \u00dcbersetzungen beauftragen, immer als in der Schweiz angefertigte \u00dcbersetzungen?</li><li>Verbietet der Bund die Weitervergabe von \u00dcbersetzungen ins Ausland, wenn er Auftr\u00e4ge an Personen mit Wohnsitz oder Unternehmen mit Sitz in der Schweiz vergibt? </li><li>Welcher Anteil der \u00dcbersetzungen amtlicher Texte wird mit k\u00fcnstlicher Intelligenz \u00fcber Websites wie Google oder DeepL erstellt?</li><li>Erfolgen das Lektorat und die Korrektur von Texten, die mit k\u00fcnstlicher Intelligenz \u00fcbersetzt wurden, in der Schweiz? Falls ja, in welchem Umfang?</li><li>Welche Massnahmen will der Bundesrat generell ergreifen, um Lohndumping in der \u00dcbersetzungsbranche und das Verschwinden des \u00dcbersetzerberufs in der Schweiz zu verhindern?</li></ol><p>&nbsp;</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<div><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt;\"><span style=\"font-family:Arial;\">1. Im Zeitraum 2019&ndash;2023 blieb die Verteilung der externen &Uuml;bersetzungen der Bundesverwaltung zwischen dem Ausland und der Schweiz weitgehend stabil. Sie stellt sich wie folgt dar: 2019 entfielen 18,9</span><span style=\"font-family:Arial;\">&nbsp;</span><span style=\"font-family:Arial;\">Prozent des externen &Uuml;bersetzungsvolumens auf das Ausland und 81,1</span><span style=\"font-family:Arial;\">&nbsp;</span><span style=\"font-family:Arial;\">Prozent auf das Inland, 2020 war die Verteilung 19,8 zu 80,2</span><span style=\"font-family:Arial;\">&nbsp;</span><span style=\"font-family:Arial;\">Prozent, 2021 14,7 zu 85,3</span><span style=\"font-family:Arial;\">&nbsp;</span><span style=\"font-family:Arial;\">Prozent, 2022 16,8 zu 83,2</span><span style=\"font-family:Arial;\">&nbsp;</span><span style=\"font-family:Arial;\">Prozent und 2023 18,2 zu 81,8</span><span style=\"font-family:Arial;\">&nbsp;</span><span style=\"font-family:Arial;\">Prozent.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt;\"><span style=\"font-family:Arial;\">2. &Uuml;bersetzungen, die von der Bundesverwaltung an Agenturen mit Sitz oder Niederlassung in der Schweiz in Auftrag gegeben werden, gelten als in der Schweiz angefertigte &Uuml;bersetzungen. Die &Uuml;bersetzerinnen und &Uuml;bersetzer, die diese Agenturen besch&auml;ftigen d&uuml;rfen, sind bekannt. Ihre Namen sind in den verschiedenen mit den erw&auml;hnten Agenturen abgeschlossenen Vertr&auml;gen aufgef&uuml;hrt. Andere als die vertraglich vereinbarten und von den Sprachdiensten der Bundesverwaltung gepr&uuml;ften Fachpersonen d&uuml;rfen nur mit Zustimmung der Sprachdienste besch&auml;ftigt werden.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt;\"><span style=\"font-family:Arial;\">3. Die Vertr&auml;ge, die die Departemente und die Bundeskanzlei mit Freischaffenden oder Agenturen abschliessen, verbieten die Weitervergabe von Auftr&auml;gen.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt;\"><span style=\"font-family:Arial;\">4. Zu diesem Punkt gibt es keine Statistiken. Alle Dokumente, die ver&ouml;ffentlicht, verbreitet oder in einem offiziellen Kontext verwendet werden, m&uuml;ssen grunds&auml;tzlich von den Sprachdiensten der Bundesverwaltung &uuml;bersetzt werden (Art.</span><span style=\"font-family:Arial;\">&nbsp;</span><span style=\"font-family:Arial;\">10 Abs.</span><span style=\"font-family:Arial;\">&nbsp;</span><span style=\"font-family:Arial;\">1 SpDV; SR 172.081). Diese k&ouml;nnen das am besten geeignete Hilfsmittel w&auml;hlen. Der Anteil der Dokumente, die mithilfe von k&uuml;nstlicher Intelligenz &uuml;bersetzt und nicht von einer professionellen &Uuml;bersetzerin oder einem professionellen &Uuml;bersetzer revidiert werden, ist grunds&auml;tzlich gleich null.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt;\"><span style=\"font-family:Arial;\">5. Nach Artikel</span><span style=\"font-family:Arial;\">&nbsp;</span><span style=\"font-family:Arial;\">11 Absatz</span><span style=\"font-family:Arial;\">&nbsp;</span><span style=\"font-family:Arial;\">2 SpDV ist f&uuml;r die Sicherung der Qualit&auml;t der Sprachdienstleistungen die Einheit verantwortlich, die f&uuml;r die Erbringung der Sprachdienstleistungen zust&auml;ndig ist oder &uuml;ber welche Sprachdienstleistungen an externe &Uuml;bersetzerinnen und &Uuml;bersetzer oder andere externe Sprachfachleute vergeben werden. Die Revision von Texten, die von den Sprachdiensten mit Hilfe von computergest&uuml;tzter &Uuml;bersetzung, maschineller &Uuml;bersetzung oder k&uuml;nstlicher Intelligenz vor&uuml;bersetzt wurden, wird daher von den Sprachdiensten der Bundesverwaltung vorgenommen. Ausgenommen sind Texte, die von Bundesangestellten zu Verst&auml;ndniszwecken und f&uuml;r den pers&ouml;nlichen Gebrauch &uuml;bersetzt werden.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11.5pt;\"><span style=\"line-height:150%; font-family:Arial; font-size:11pt;\">6. Die Sprachdienstleistungen der Bundesverwaltung unterliegen dem Bundesgesetz &uuml;ber das &ouml;ffentliche Beschaffungswesen, das die Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung der Anbieterinnen</span><span style=\"font-family:Helvetica; color:#454545; background-color:#ffffff;\">&nbsp;</span><span style=\"line-height:150%; font-family:Arial; font-size:11pt;\">gew&auml;hrleistet. Es ist daher nicht m&ouml;glich, ausl&auml;ndische Dienstleister von Ausschreibungen der Bundesverwaltung auszuschliessen oder sie zu verpflichten, sich an einen Mindesttarif zu halten, um den Binnenmarkt zu sch&uuml;tzen. Ein solcher Tarif war bis 2017 in Kraft und wurde in Erf&uuml;llung der Motion 16.3870 Steinemann &laquo;Mindesttarife bei der Auftragsvergabe in der Bundesverwaltung aufheben&raquo; abgeschafft.</span></p></div>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1707868800000)\/","SubmittedBy":"Sommaruga Carlo","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1709811483000)\/","ResponsibleDepartment":10,"ResponsibleDepartmentName":"Bundeskanzlei","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"BK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|34|44|2831","Category":null,"Modified":"\/Date(1763097855847)\/","SubmissionDate":"\/Date(1703203200000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5201,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Medien und Kommunikation|Besch\u00e4ftigung und Arbeit|Kultur"}}