{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20240431,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20240431,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20240431,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20240431,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20240431,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20240431,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20240431,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20240431,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20240431,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20240431,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20240431,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20240431,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20240431,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20240431,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20240431,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20240431,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20240431,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20240431,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.431","BusinessType":4,"BusinessTypeName":"Parlamentarische Initiative","BusinessTypeAbbreviation":"Pa. Iv.","Title":"G\u00e4nses\u00e4ger. Schutzstatus senken, um gef\u00e4hrdete Fischarten zu retten und die Biodiversit\u00e4t in den Gew\u00e4sserlebensr\u00e4umen zu f\u00f6rdern","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Mit dieser parlamentarischen Initiative wird verlangt, das Jagdgesetz (JSG, SR 922.0) wie folgt zu \u00e4ndern:</p><p><u>Art. 7a Regulierung gesch\u00fctzter Tierarten</u></p><p>1 [...]:&nbsp;</p><p>c (<i>neu</i>). G\u00e4nses\u00e4ger: im Zeitraum vom 1.&nbsp;September bis zum 31.&nbsp;Januar.</p>","ReasonText":"<p>Das Forschungsprojekt \u00ab<i>Fischnetz\u00bb</i> der Eidgen\u00f6ssischen Anstalt f\u00fcr Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gew\u00e4sserschutz (EAWAG) sowie des Bundesamtes f\u00fcr Umwelt (BAFU), das 2004 abgeschlossen wurde, hat einen allgemeinen R\u00fcckgang der Fischbest\u00e4nde und in der Folge des Fischfangs in den Schweizer Gew\u00e4ssern nachgewiesen. In der Zusammenfassung zu einer der zehn Hypothesen zur Verbesserung der Situation wird auf die Notwendigkeit hingewiesen, ein ausgewogenes Verh\u00e4ltnis zwischen dem Schutz der Fischbest\u00e4nde und der Fischerei einerseits und dem Schutz der fischfressenden V\u00f6gel andererseits zu gew\u00e4hrleisten. Insbesondere wurde die Notwendigkeit hervorgehoben, im Falle einer zu hohen G\u00e4nses\u00e4ger-Dichte entlang von Fliessgew\u00e4ssern Abwehrmassnahmen zu bewilligen.</p><p>Die Situation wurde bereits im Jahr 2004 als kritisch eingestuft und schon damals hielt man eine Regulierung des G\u00e4nses\u00e4gers bei einer zu hohen Dichte f\u00fcr angebracht. Laut den Daten der Schweizerischen Vogelwarte Sempach hat sich der G\u00e4nses\u00e4ger in den vergangenen 20&nbsp;Jahren verbreitet und der Brutbestand hat zugenommen. Das Ergreifen von Massnahmen gegen\u00fcber dem G\u00e4nses\u00e4ger ist heute daher notwendiger denn je und eindeutig gerechtfertigt.</p><p>Seit mehr als zehn Jahren werden auf eidgen\u00f6ssischer Ebene j\u00e4hrlich zweistellige Millionenbetr\u00e4ge f\u00fcr die Revitalisierung der Fliessgew\u00e4sser und zur Abschw\u00e4chung der negativen Auswirkungen der Wasserkraft (Durchwanderbarkeit, t\u00e4glicher Schwall-Sunk-Betrieb, ver\u00e4nderter Geschiebetransport) ausgegeben, unter anderem damit sich der Fischbestand erholen kann. Im Anhang zur geltenden Verordnung zum Bundesgesetz \u00fcber die Fischerei sind mehrere Fischarten aufgef\u00fchrt, die entweder gef\u00e4hrdet, stark gef\u00e4hrdet oder sogar vom Aussterben bedroht sind. Wie schon die rote Liste der Fische und Rundm\u00e4uler des BAFU von 2007 macht auch die aktualisierte Liste von 2022 die prek\u00e4re Situation der Fische deutlich. Es ist leider keine Umkehrung der Tendenz erkennbar, vielmehr nimmt die Zahl der gef\u00e4hrdeten Fischarten laufend zu, was zu einem Verlust an Biodiversit\u00e4t f\u00fchrt. Die Situation hat sich trotz der Investitionen in die Gew\u00e4sserlebensr\u00e4ume verschlechtert; von 71 als einheimisch geltenden Fischarten sind 9 ausgestorben, 15 vom Aussterben bedroht und 8 stark gef\u00e4hrdet. Zu den vom Aussterben bedrohten Arten geh\u00f6ren unter anderem die Adriatische \u00c4sche, die Alborella, der Aal, die Nase sowie die Marmorata- und die Donauforelle.</p><p>Diese Entwicklung rechtfertigt Massnahmen zum Schutz und zur F\u00f6rderung der Biodiversit\u00e4t in unseren Gew\u00e4ssern, dem wahren Reichtum unseres Landes, und Artenvielfalt bei den gef\u00e4hrdeten wertvollen einheimischen Fischarten. Auch vor dem Hintergrund der erw\u00e4hnten grossen Investitionen zur Gew\u00e4ssersanierung d\u00fcrfen wir nicht unt\u00e4tig bleiben. Wir d\u00fcrfen nicht zulassen, dass die fischfressenden V\u00f6gel, die heute ungerechtfertigterweise absolut gesch\u00fctzt sind, ungest\u00f6rt Fische jagen und fangen. So stehts es im \u00dcbrigen auch bereits im Schlussbericht des BAFU und der EAWAG zum Projekt \u00abFischnetz\u00bb <i>(</i> 2004 und 2007). Andernfalls werden wir die nat\u00fcrliche Artenvielfalt und die Best\u00e4nde der einheimischen Fischarten sowie den Schutz der heute gef\u00e4hrdeten Fischarten endg\u00fcltig aufs Spiel setzen. Und wir werden die Anstrengungen in diesem Bereich zunichte machen, wie den Versuch, drei Fischarten, die heute lokal als ausgestorben gelten, wieder anzusiedeln, n\u00e4mlich die Europ\u00e4ische \u00c4sche in der Maggia im Kanton Tessin, den Lachs in der Schweiz n\u00f6rdlich der Alpen und den Schlammpeitzger, auch Moorgrundel genannt, in der Region Basel.</p><p>Der Kormoran wurde zu Recht in die Liste der jagdbaren Arten aufgenommen (Art.&nbsp;5 Abs.&nbsp;1 Bst.&nbsp;o JSG); f\u00fcr die anderen beiden Vogelarten, den G\u00e4nses\u00e4ger und den Graureiher sind jedoch keinerlei Massnahmen vorgesehen. W\u00e4hrend beim Graureiher die Auswirkungen auf die Fischfauna aufgrund seiner selektiven Fangtechnik und der Tatsache, dass er sich auch von kleinen S\u00e4ugetieren und Amphibien ern\u00e4hrt, als eher gering einzusch\u00e4tzen sind, liegen die Dinge beim G\u00e4nses\u00e4ger anders. Diese fischfressende Vogelart ern\u00e4hrt sich ausschliesslich von Fischen und zwar in grossen Mengen. Es ist daher wichtig, Massnahmen ergreifen zu k\u00f6nnen, wenn eine \u00fcberm\u00e4ssige Verbreitung der Art auf Fliessgew\u00e4ssern die Erhaltung der Fischartenvielfalt gef\u00e4hrdet. Aus diesen Gr\u00fcnden ist es wichtig, dass die Kantone die M\u00f6glichkeit haben, nach vorheriger Zustimmung des BAFU regulierend einzugreifen, wie dies bereits bei anderen gesch\u00fctzten Tierarten der Fall ist, und den G\u00e4nses\u00e4ger in Artikel&nbsp;7a Absatz&nbsp;1 Buchstabe&nbsp;c JSG aufzunehmen.&nbsp;</p><p>So erhalten die Kantone im Gegensatz zu heute, wo sie nur beim Kormoran Massnahmen ergreifen k\u00f6nnen, den n\u00f6tigen Spielraum, um den G\u00e4nses\u00e4ger-Bestand zu regulieren und ein Gleichgewicht zwischen den Arten und dem Schutz der Biodiversit\u00e4t zu gew\u00e4hrleisten.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":null,"FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":null,"SubmittedBy":"Regazzi Fabio","BusinessStatus":206,"BusinessStatusText":"In Kommission des St\u00e4nderats","BusinessStatusDate":"\/Date(1769595548000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52","Category":null,"Modified":"\/Date(1769595566063)\/","SubmissionDate":"\/Date(1717545600000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5204,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt"}}