{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243028,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243028,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243028,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243028,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243028,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243028,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243028,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243028,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243028,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243028,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243028,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243028,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243028,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243028,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243028,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243028,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243028,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20243028,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.3028","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Fr\u00fcherkennung Zervixkarzinom. Ist die Schweiz auf dem richtigen Weg?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Schweiz verf\u00fcgt wohl \u00fcber das weltweit beste Geb\u00e4rmutterhalskrebs-Screening. Kein anderes Programm hat eine \u00e4hnlich niedrige Inzidenz (6,1) oder Mortalit\u00e4t (1,7) (pro 100k Frauen). Der Erfolg beruht auf einer in der Regel j\u00e4hrlichen zytologischen Diagnostik.&nbsp;</p><p>In einigen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern wurde ein HPV-Prim\u00e4rscreening eingef\u00fchrt. Obwohl der HPV-Test sensitiver als der Pap-Test ist, erreicht keines dieser L\u00e4nder die hiesige Screening-Qualit\u00e4t. Zudem sind dort eine Abnahme der Teilnehmerrate sowie ein Anstieg der Anzahl von Nachfolgeuntersuchungen (z.B. Kolposkopien) zu beobachten. Die Unsicherheit zwischen HPV-Screening und finaler Diagnostik wird oft als psychisch belastend wahrgenommen. Um diese Zeit kurz zu halten, muss die Anzahl an Kolposkopie-Pl\u00e4tzen mit hoher Qualit\u00e4t ausgebaut werden.&nbsp;</p><p>Das Schweizer Cancer Screening empfiehlt nun f\u00fcr Frauen zwischen 30 und 70 Jahren den HPV-Test mit einem Intervall von drei Jahren sowie die Kosten\u00fcbernahme f\u00fcr HPV-Tests.</p><p>1. Soll eine Ver\u00e4nderung des Screening-Programms auf einem insgesamt besseren klinischen Outcome beruhen mit ganzheitlicher Betrachtung? Falls nein, warum nicht?</p><p>2.&nbsp;Ist zur Kostenabsch\u00e4tzung ein gesundheits\u00f6konomisches Modell n\u00f6tig, das auch Folgekosten f\u00fcr Abkl\u00e4rungsdiagnostik (mit erheblichen Kosten), organisiertes Screening und spezielle Schweizer Situation ber\u00fccksichtigt? Falls nein, warum nicht? Die CH w\u00fcrde nicht vom konventionellen Pap-Test, sondern von D\u00fcnnschichtzytologie auf HPV-Tests wechseln.</p><p>3.&nbsp;Soll man nur dann von einer zu erwartenden Verbesserung der Gesundheitsversorgung sprechen, wenn Modelle nahelegen, dass die Krebsinzidenz weiter abgesenkt wird, ohne viele Frauen durch falsch-positive Ergebnisse psychisch zu belasten und ohne allenfalls potenziell fertilit\u00e4tssch\u00e4digende Untersuchungen durchzuf\u00fchren? Falls nein, warum nicht?</p><p>4.&nbsp;Sollen bei einem Antragsverfahren neben der Arbeitsgemeinschaft f\u00fcr Kolposkopie auch die Gyn\u00e4kologen und Zytologen ihre Expertise einbringen? Falls nein, warum nicht?</p><p>5.&nbsp;Ca. 80% der Krebsf\u00e4lle treten bei den 20% Frauen auf, die nicht oder selten am Screening teilnehmen. In den Niederlanden zeigte sich, dass ein Umstieg auf prim\u00e4re HPV Diagnostik mit einer kleineren Teilnahmerate (trotz M\u00f6glichkeit der Selbstentnahme) einhergehen kann. W\u00e4re prim\u00e4r eine Steigerung der Teilnehmerrate an aktuellen Programmen sinnvoller? Falls ja: warum? Falls nein: warum nicht?</p>","ReasonText":"<p>Die Schweiz verf\u00fcgt wohl \u00fcber das weltweit beste Geb\u00e4rmutterhalskrebs-Screening. Kein anderes Programm hat eine \u00e4hnlich niedrige Inzidenz (6,1) oder Mortalit\u00e4t (1,7) (pro 100k Frauen). Der Erfolg beruht auf einer in der Regel j\u00e4hrlichen zytologischen Diagnostik.&nbsp;</p><p>In einigen europ\u00e4ischer L\u00e4nder wurde ein HPV-Prim\u00e4rscreening eingef\u00fchrt. Obwohl der HPV-Test sensitiver als der Pap-Test ist, erreicht keines dieser L\u00e4nder die hiesige Screening-Qualit\u00e4t. Zudem sind dort eine Abnahme der Teilnehmerrate sowie ein Anstieg der Anzahl von Nachfolgeuntersuchungen (z.B. Kolposkopien) zu beobachten. Die Unsicherheit zwischen HPV-Screening und finaler Diagnostik wird oft als psychisch belastend wahrgenommen. Um diese Zeit kurz zu halten, muss die Anzahl an Kolposkopie-Pl\u00e4tzen mit hoher Qualit\u00e4t ausgebaut werden.&nbsp;</p><p>Das Schweizer Cancer Screening empfiehlt nun f\u00fcr Frauen zwischen 30 und 70 Jahren den HPV-Test mit einem Intervall von drei Jahren sowie die Kosten\u00fcbernahme f\u00fcr HPV-Tests.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<div><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">1-3 und 5. Die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) \u00fcbernimmt aktuell die Kosten f\u00fcr die Fr\u00fcherkennung des Geb\u00e4rmutterhalskrebs mittels Papanicolau-Test (Pap-Test) oder D\u00fcnnschicht-Zytologie f\u00fcr die ersten beiden Untersuchungen im Jahresintervall und danach alle drei Jahre (Art. 12e Bst. b Krankenpflege-Leistungsverordnung [KLV]; SR 832.112.31). Der Nachweis des Humanen Papilloma Virus (HPV-Test) zwecks Fr\u00fcherkennung des Geb\u00e4rmutterhalskrebs ist bisher von der Kosten\u00fcbernahme explizit ausgeschlossen.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Neue Technologien und Evidenzgrundlagen haben grunds\u00e4tzlich das Ziel, die medizinische Versorgung zu verbessern. Dies ist auch das Ziel bei einer Weiterentwicklung des Screenings auf Geb\u00e4rmutterhalskrebs. </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Das Expertengremium Krebsfr\u00fcherkennung (Cancer Screening Committee) hat im 2021 nach einer wissenschaftlichen Analyse der international vorhandenen Evidenzgrundlagen die Aufnahme des HPV-Test in die Fr\u00fcherkennung des Geb\u00e4rmutterhalskrebses empfohlen. </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Im Anschluss an die Empfehlung des Expertengremiums Krebsfr\u00fcherkennung stellen sich die Fragen der Organisation, Qualit\u00e4tssicherung sowie der Kostenfolgen eines angepassten Screenings, das einen HPV-Test verwenden w\u00fcrde. Es ist grunds\u00e4tzlich die Aufgabe der Fachkreise, die Screeningprogramme weiterzuentwickeln und Antr\u00e4ge zur OKP-Kosten\u00fcbernahme zu stellen. Insbesondere sollte ein allf\u00e4lliger Antrag konkretisieren, wie das Screening organisiert, welche Art von HPV-Test verwendet und wie dieser im Screening-Ablauf eingesetzt werden soll. Auch Daten bez\u00fcglich der Wirksamkeit des angepassten Screenings (beispielsweise Auswirkungen auf die H\u00e4ufigkeit des Geb\u00e4rmutterhalskrebs und der Krebsvorstufen) sind zu ber\u00fccksichtigen. Auch ist es Sache der Antragsstellenden, mit den geeigneten Methoden den Nachweis zu erbringen, dass ein angepasstes Screening das Kriterium der Wirtschaftlichkeit erf\u00fcllt. Ebenso ist darzulegen, wie eine angemessene Teilnahmerate erreicht und eine Fehlversorgung vermieden werden k\u00f6nnen. </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Anhand eines entsprechenden Antrags einerseits und dem Bericht des Expertengremium Fr\u00fcherkennung anderseits wird die Eidgen\u00f6ssische Kommission f\u00fcr allgemeine Leistungen und Grundsatzfragen (ELGK) ein angepasstes Screening auf die Erf\u00fcllung der Kriterien der Wirksamkeit, Zweckm\u00e4ssigkeit und Wirtschaftlichkeit (WZW) nach dem Bundesgesetz \u00fcber die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) pr\u00fcfen und eine Empfehlung an das Eidgen\u00f6ssische Departement des Innern (EDI) abgeben. Das EDI wird danach den Entscheid hinsichtlich Leistungspflicht durch die OKP f\u00e4llen. </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:ignore\">&#xa0;</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">4. Die Antragsstellung liegt in der Verantwortung der interessierten Kreise. Der Bundesrat geht davon aus, dass sich die verschiedenen Fachgesellschaften gegenseitig austauschen und informieren.</span></p></div>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1715731200000)\/","SubmittedBy":"Balmer Bettina","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1718386414000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"28|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763097472447)\/","SubmissionDate":"\/Date(1708905600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5202,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Soziale Fragen|Gesundheit"}}