{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243241,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243241,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243241,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243241,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243241,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243241,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243241,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243241,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243241,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243241,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243241,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243241,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243241,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243241,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243241,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243241,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243241,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20243241,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.3241","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Perspektiven f\u00fcr die Produktion von pflanzlichen Lebensmitteln","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Schweizer Landwirtschaft soll in Zukunft deutlich mehr pflanzliche Lebensmittel erzeugen. Dies sieht der Bund in seiner Ern\u00e4hrungs- und der Klimastrategie vor. Auch die \u00dcberlegungen zur Weiterentwicklung der Agrarpolitik 2030 gehen sich in diese Richtung. Gleichzeitig soll die Landwirtschaft noch st\u00e4rker von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln wegkommen und den N\u00e4hrstoffeinsatz deutlich reduzieren -als noch \u00f6kologischer produzieren. Gem\u00e4ss der landwirtschaftlichen Gesamtrechnung verdienen die Betriebe rund 70% ihres Einkommens mit der tierischen Produktion. Nur gerade mal 30% stammen aus dem Pflanzenbau und davon tragen Spezialkulturen (Obst- und Weinbau, Gem\u00fcse) und der Futterbau zu beinahe \u00be des Umsatzes bei. Das best\u00e4tigt auch der j\u00fcngst ver\u00f6ffentlichte Bericht des Bundesrates zu den landwirtschaftlichen Einkommen. Hinzu kommt, dass sich der Pflanzenbau in der Schweiz seit 10 Jahren r\u00fcckl\u00e4ufig entwickelt und sein Anteil am Gesamtverbrauch bei allen wichtigen Hauptkulturen zur\u00fcckgeht&nbsp;(Selbstversorgungsgrad der einzelnen Kulturen und in der Nahrungsmittelbilanz der Schweiz). Der Selbstversorgungsgrad im Pflanzenbau ist mit 33% auf einem historischen Tiefststand angekommen.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>In diesem Zusammenhang bitte ich den Bundesrat, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>&nbsp;</p><ol><li>Was sind die Gr\u00fcnde f\u00fcr die oben beschriebenen Entwicklungen im Pflanzenbau? Wie sch\u00e4tzt der Bundesrat diese Entwicklung ein?&nbsp;</li><li>Welche Rolle spielen die weniger hohe Umweltstandards f\u00fcr importierte pflanzliche Lebensmittel bei eingangs erw\u00e4hnter Entwicklung?</li><li>Wie konkret soll die Umstellung auf eine vermehrte pflanzliche Produktion unter der oben beschriebenen Ausgangslage umgesetzt werden und wie wird sie sich auf die Einkommen der Bauernfamilien auswirken?</li><li>Ist der Bundesrat bereit, Anpassungen beim Grenzschutz in Betracht zu ziehen, um die Wirtschaftlichkeit der pflanzlichen Produktion zu verbessern und wo sieht er konkrete M\u00f6glichkeiten?&nbsp;</li><li>Welche anderen M\u00f6glichkeiten kommen in Frage, um die pflanzliche Produktion zu st\u00e4rken?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<div><ol type=\"1\" style=\"margin:0pt; padding-left:0pt\"><li style=\"margin-left:14.2pt; margin-bottom:6pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-family:Arial; font-size:11pt\"><span>Der Produktionswert der Landwirtschaft zu laufenden Preisen bewegt sich seit 2010 im Pflanzenbau zwischen 3.8 und 4.5 und in der Tierhaltung zwischen 5.1 und 6 Mia. Franken. Im Pflanzenbau wirken sich insbesondere witterungsbedingte Ertrags- und Qualit\u00e4tsschwankungen auf die Produktionswerte aus. Im Trend sind die Produktionswerte bedeutender Bereiche wie Getreide, \u00d6lsaaten, Kartoffeln und Obst stabil, Frischgem\u00fcse steigend und Zuckerr\u00fcben sowie Futterpflanzen eher r\u00fcckl\u00e4ufig. Innerhalb der Futterpflanzen dominieren die trockenheitsanf\u00e4lligen Wiesenertr\u00e4ge, deren Produktionswert auf dem Niveau von 0.9 Mia. Franken schwankt.</span></li><li style=\"margin-left:14.2pt; margin-bottom:6pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-family:Arial; font-size:11pt\"><span>Die Frage der Umweltstandards stellt sich f\u00fcr importierte pflanzliche Lebensmittel nicht grunds\u00e4tzlich anders als f\u00fcr die Inlandproduktion. Im Wesentlichen gehen die Umweltwirkungen vom Anbau aus, Transport und Verarbeitung sind meist von untergeordneter Bedeutung. Teils kann der Import von Frischprodukten gegen\u00fcber langer Lagerhaltung gar mit geringeren Umweltbelastungen verbunden sein. Schliesslich entscheiden die Konsumierenden mit ihrem Konsumverhalten \u00fcber die Herkunft und das angewendete Produktionssystem. Der Bund stellt der Bev\u00f6lkerung Informationen zu den Auswirkungen der Ern\u00e4hrung auf die Umwelt und die Gesundheit zur Verf\u00fcgung.</span></li><li style=\"margin-left:14.2pt; margin-bottom:6pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-family:Arial; font-size:11pt\"><span>Zur langfristigen Sicherstellung der Ern\u00e4hrungssicherheit ist eine St\u00e4rkung des Pflanzenbaus wichtig. Ver\u00e4nderungen in diese Richtung m\u00fcssen jedoch auf Stufe Produktion und Konsum synchron erfolgen. Es ist z.B. nicht zielf\u00fchrend, \u00fcber den Bedarf hinaus Brotgetreide, Kartoffeln oder K\u00f6rnerleguminosen anzubauen, um Speisequalit\u00e4ten schliesslich mangels Nachfrage den Nutztieren zu verf\u00fcttern. Eine auf den Bedarf ausgerichtete Produktion st\u00fctzt die Preise und damit auch die landwirtschaftlichen Einkommen. Die Branchenorganisationen, die Akteure \u00fcber die gesamte Wertsch\u00f6pfungskette vereinen, nehmen in der Abstimmung von bedarfsgerechten Mengen und Qualit\u00e4ten eine zentrale Rolle ein. Sie sind gefordert, Chancen in Bezug auf zukunftstr\u00e4chtige Nahrungsmittel zu ergreifen.</span></li><li style=\"margin-left:14.2pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-family:Arial; font-size:11pt\"><span>Grenzschutzerh\u00f6hungen im Nahrungsmittelbereich bewirken tendenziell h\u00f6here Abgabepreise f\u00fcr inl\u00e4ndische Erzeugnisse, weniger Wettbewerb, h\u00f6here Preise f\u00fcr die Endkonsumierenden und mehr Einkaufstourismus. Eiweissreiche Leguminosen wie Linsen oder Bohnen zu Speisezwecken weisen einen geringen Grenzschutz auf, gleichzeitig belaufen sich die j\u00e4hrlichen Importe insgesamt auf lediglich 10'000 Tonnen. Bei einigen Produkten, wie frischem Obst und Gem\u00fcse, wird eine h\u00f6here Wertsch\u00f6pfung der inl\u00e4ndischen Produktion nicht durch einen unzureichenden Grenzschutz eingeschr\u00e4nkt, sondern durch die bereits hohen Verbraucherpreise, die die Nachfrage bremsen.</span></li></ol><p style=\"margin-top:0pt; margin-left:14.2pt; margin-bottom:6pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Einer Grenzschutzerh\u00f6hung zu Gunsten des inl\u00e4ndischen Anbaus steht eine mit steigenden Preisen sinkende Nachfrage entgegen.</span></p><ol start=\"5\" type=\"1\" style=\"margin:0pt; padding-left:0pt\"><li style=\"margin-left:14.2pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-family:Arial; font-size:11pt\"><span>Chancen bieten sich dem Anbau und der Verarbeitung in der Schweiz \u00fcber eine Herkunftsauslobung, die bei Endkonsumierenden auch eine gewisse Preisdifferenzierung zul\u00e4sst. Der Bundesrat hat eine Angebotserh\u00f6hung mit der auf Speisezwecke ausgeweiteten Ausrichtung des Einzelkulturbeitrags f\u00fcr K\u00f6rnerleguminosen und dessen Ausdehnung auf weitere Leguminosenarten unterst\u00fctzt. Ferner bestehen Instrumente zur F\u00f6rderung von Forschung, Beratung und Innovation. Vom Bund getragene oder mitfinanzierte Forschungseinrichtungen wie Agroscope oder FiBL erarbeiten im Rahmen ihrer Forschungsprogramme auch Grundlagen f\u00fcr einen nachhaltigeren Pflanzenbau. Ferner kann der Bund in den Bereichen Z\u00fcchtung/Sortenpr\u00fcfung, landwirtschaftlicher Forschung und Beratung sowie Nachhaltigkeit Projekte mitfinanzieren. </span></li></ol></div>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1714521600000)\/","SubmittedBy":"Badertscher Christine","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1718387765000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1763096645910)\/","SubmissionDate":"\/Date(1710374400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5202,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Umwelt|Landwirtschaft"}}