{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243244,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243244,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243244,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243244,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243244,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243244,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243244,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243244,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243244,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243244,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243244,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243244,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243244,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243244,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243244,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243244,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243244,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20243244,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.3244","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Nach 15 Jahren Sonderp\u00e4dagogik-Konkordat braucht es eine Kurskorrektur","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, an die EDK die folgenden Forderungen zu stellen:</p><p>Die obligatorische Vollintegration aller Kinder in die Regelklasse muss aufgehoben werden. Die Einzelfall-Integration sowie die Wiedereinf\u00fchrung bew\u00e4hrter F\u00f6rderklassen zum Wohle aller Kinder ist zu pr\u00fcfen.</p>","ReasonText":"<p>Nach mehr als zehn Jahren Integration m\u00f6glichst aller Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler in die Regelklasse zeigt sich, dass der integrative Unterricht selten den erw\u00fcnschten Nutzen f\u00fcr die Kinder mit besonderen Bed\u00fcrfnissen bringt. Vielmehr wird die Integration aller Kinder in die Regelklasse als grosse Belastung empfunden. Das hehre Ziel der Inklusion ist gescheitert. &nbsp;<br><br>Viele Kinder mit Defiziten w\u00e4ren in kleinen Gruppen mit einer verst\u00e4ndnisvollen Fachperson besser aufgehoben und k\u00f6nnten individueller gef\u00f6rdert werden. F\u00fcr Kinder mit typischen Teilleistungsschw\u00e4chen wie Legasthenie oder Dyskalkulie oder auch mit einer k\u00f6rperlichen Behinderung kann eine integrative Schulung mit Unterst\u00fctzung ihrer Teilleistungsschw\u00e4che n\u00fctzlich sein, da sie in Kleinklassen oft unterfordert w\u00e4ren. Doch Kinder mit markanten Verhaltensauff\u00e4lligkeiten m\u00fcssten mindestens vor\u00fcbergehend separat beschult werden, da der Unterricht massiv gest\u00f6rt wird. Durch die grosse Unruhe im Klassenzimmer leidet die Aufnahme- und Konzentrationsf\u00e4higkeit aller Kinder.<br><br>Die aktuelle Schulsituation ist f\u00fcr pflichtbewusste, engagierte Lehrpersonen \u00e4usserst unbefriedigend, da sie durch die Gesamtbelastung den wenigsten Kindern gerecht werden k\u00f6nnen. Durch all die Sondersettings und den damit verbundenen Absprachen ist es der Klassenlehrperson kaum mehr m\u00f6glich, den eigentlichen Berufsauftrag zu erf\u00fcllen. Resultat: Gestandene Lehrpersonen fliehen in die Teilzeitarbeit oder verlassen ihren urspr\u00fcnglich geliebten Beruf.&nbsp; Dies ist auch in Anbetracht des akuten Lehrermangels dramatisch.<br><br>Nur mit mehr Ressourcen den riesigen Herausforderungen entgegnen zu k\u00f6nnen, ist ein Irrglaube. Dazu stehen auch zu wenig Schulische Heilp\u00e4dagogen zur Verf\u00fcgung. Durch die Aufhebung der Pflicht alle Kinder in die Regelklasse integrieren zu m\u00fcssen, w\u00fcrde die differenziertere Einzelfall-Integration und die Wiedereinf\u00fchrung von F\u00f6rderklassen erm\u00f6glicht. Von einer solchen Anpassung des Sonderp\u00e4dagogikkonkordats w\u00fcrden alle Kinder und Lehrpersonen profitieren und k\u00f6nnte der Senkung des Schweizer Bildungsniveaus entgegengewirkt werden.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<div><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:6pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Die interkantonale Vereinbarung \u00fcber die Zusammenarbeit im Bereich der Sonderp\u00e4dagogik vom 25. Oktober 2007 (nachfolgend: Konkordat) ist am 1. Januar 2011 in Kraft getreten (</span><a href=\"https://www.edk.ch/de\" style=\"text-decoration:none\"><span style=\"font-family:Arial; text-decoration:underline; color:#0000ff\">www.edk.ch</span></a><span style=\"font-family:Arial\"> &gt; Themen &gt; Sonderp\u00e4dagogik &gt; Grundlagendokumente). Bisher sind ihr 16 Kantone beigetreten. Das Konkordat folgte auf die Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen. Im Rahmen dieser Vereinbarung setzen die Beitrittskantone ihr kantonales Konzept f\u00fcr die Sonderp\u00e4dagogik um.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:6pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Mit der Verankerung des Grundsatzes, dass integrative L\u00f6sungen separierenden L\u00f6sungen vorzuziehen sind, richtet sich Artikel 2b des Konkordats lediglich nach Artikel 20 Absatz 2 des Behindertengleichstellungsgesetzes (BehiG; SR 151.3) sowie nach Artikel 24 des \u00dcbereinkommens \u00fcber die Rechte von Menschen mit Behinderungen (SR 0.109), dem die Schweiz 2014 beigetreten ist. Der Grundsatz ist im \u00dcbrigen nicht absolut. Er gilt, \u00absoweit dies m\u00f6glich ist und dem Wohl des behinderten Kindes oder Jugendlichen dient\u00bb (BehiG) oder \u00abunter Beachtung des Wohles und der Entwicklungsm\u00f6glichkeiten des Kindes oder des Jugendlichen sowie unter Ber\u00fccksichtigung des schulischen Umfeldes und der Schulorganisation\u00bb (Konkordat). Der Kommentar zu den einzelnen Bestimmungen des Konkordats pr\u00e4zisiert, dass der Grundsatz der Verh\u00e4ltnism\u00e4ssigkeit wie auch die Auswirkungen auf bestimmte Aspekte (Klasse, Personalressourcen, zeitliche und materielle Organisation, technische Probleme) ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen, um Situationen zu vermeiden, die f\u00fcr eine einzelne Schule nur mit grossen Schwierigkeiten oder gar nicht zu bew\u00e4ltigen w\u00e4ren.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:6pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Im Rahmen ihrer Gestaltungsfreiheit haben viele Kantone in Regelschulen Sonderklassen</span><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:spaces\">&#xa0; </span><span style=\"font-family:Arial\">eingerichtet, in denen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler mit bestimmten Lernschwierigkeiten oder Verhaltensauff\u00e4lligkeiten in kleinen Gruppen zusammengefasst werden. Zudem gibt es von den kantonalen Beh\u00f6rden anerkannte Sonderschulen, die spezialisiert sind auf Jugendliche mit bestimmten spezifischen Schwierigkeiten oder besonderen Behinderungsformen, die aufgrund eines Abkl\u00e4rungsverfahrens Anspruch auf verst\u00e4rkte Massnahmen haben.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:3pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Vor diesem Hintergrund sieht der Bundesrat davon ab, in einem Bereich, der haupts\u00e4chlich in die Zust\u00e4ndigkeit der Kantone f\u00e4llt, Forderungen an die Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektorinnen und -direktoren zu stellen. Die Kantone sind am besten in der Lage, angemessene Massnahmen zu treffen.</span></p></div><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1715126400000)\/","SubmittedBy":"Gafner Andreas","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1727359774000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|28|32","Category":null,"Modified":"\/Date(1763096474170)\/","SubmissionDate":"\/Date(1710374400000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5202,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Soziale Fragen|Bildung"}}