{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243364,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243364,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243364,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243364,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243364,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243364,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243364,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243364,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243364,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243364,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243364,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243364,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243364,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243364,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243364,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243364,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243364,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20243364,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.3364","BusinessType":5,"BusinessTypeName":"Motion","BusinessTypeAbbreviation":"Mo.","Title":"Verbot von die B\u00f6den verschmutzenden Saatgutbeschichtungen mit Mikroplastik","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament einen Erlassentwurf zu unterbreiten, der die weitere Verschmutzung der landwirtschaftlich genutzten B\u00f6den durch Mikroplastik enthaltende Saatgutbeschichtungen verhindert, oder entsprechende Massnahmen zu ergreifen.</p>","ReasonText":"<p>Mikroplastik bedroht die Biodiversit\u00e4t und die Gesundheit in zunehmendem Mass. Dieser Sachverhalt wird unter anderem in dem Bericht <a href=\"https://www.unep.org/fr/resources/de-la-pollution-la-solution-une-evaluation-mondiale-des-dechets-marins-et-de-la-pollution\"><span style=\"color:#44546A;\">\"From Pollution to Solution\"</span></a> beschrieben, der 2021 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen ver\u00f6ffentlicht wurde. Noch gibt es L\u00fccken im Wissen \u00fcber die Toxizit\u00e4t von Zusatzstoffen und anderen Substanzen, die in Kunststoffen vorkommen. Umso entschiedener muss gegen die Freisetzung jeglichen Kunststoffs in die Umwelt gek\u00e4mpft werden.</p><p>Vor diesem Hintergrund erstaunt es, dass Mikroplastik enthaltende Saatgutbeschichtungen weiterhin zugelassen werden. So scheint es auf jeden Fall, wenn man die Website von <a href=\"https://www.incotec.com/fr-fr/sustainable-seed-solutions/microplastic-free-seed-coatings\">Incotec</a> betrachtet, einem Unternehmen, das auf die Herstellung von Saatgutbeschichtungen spezialisiert ist. Laut Incotec ist das Bindemittel von Saatgutbeschichtungen <i>in der Regel ein Polymer, und bei den meisten Polymeren wird davon ausgegangen, dass sie Mikroplastik enthalten</i> .</p><p>Mikroplastik in der Umwelt ist ohnehin problematisch. Erst recht problematisch ist er aber im Boden, einem komplexen \u00d6kosystem mit grosser Artenvielfalt. Die B\u00f6den haben anerkanntermassen eine grosse Bedeutung. Sie stehen f\u00fcr zahlreiche \u00d6kosystemleistungen, von der landwirtschaftlichen Produktion \u00fcber die Wasserregulierung und -reinigung bis hin zur Kohlenstoffsequestrierung und zum Erhalt der Artenvielfalt. Das auf Wunsch von Bundesrat und Parlament geschaffene Kompetenzzentrum Boden ist ein Zeichen dieses Bewusstseins.</p><p>In der Landwirtschaft ist die mittel- und langfristige Produktivit\u00e4t des Landes eng mit der Gesundheit der Organismen im Boden verkn\u00fcpft. Umso besorgniserregender ist, dass sich dort Mikroplastik ansammelt, der aus den Saatgutbeschichtungen stammt. Ausser auf der Incotec-Website wird denn auch nur wenig \u00fcber das Vorhandensein von Mikroplastik in Saatgutbeschichtungen berichtet.</p><p>Beschichtetes Saatgut oder pilliertes Saatgut, wie es im landwirtschaftlichen Hilfsstoffbuch (<a href=\"https://www.fedlex.admin.ch/filestore/fedlex.data.admin.ch/eli/cc/1955/159_163_167/20050510/fr/doc/fedlex-data-admin-ch-eli-cc-1955-159_163_167-20050510-fr-doc.doc\"><span style=\"color:#44546A;\">SR 916.052</span></a>) genannt wird, tr\u00e4gt somit in nicht zu vernachl\u00e4ssigendem Mass zur Plastikverschmutzung bei. Nach dem Ausbringen des Saatguts zersetzt sich der Kunststoff langsam und gibt nach und nach Mikroplastik in den Boden ab.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<div><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:6pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Saatgutbeschichtungen sind z. B. Pillierung oder Inkrustierung. Bei der Pillierung wird das Saatkorn mit einem gleichm\u00e4ssigen Schutzmantel umgeben. Bei der Inkrustierung wird das Saatkorn beschwert. Beide Verfahren erm\u00f6glichen eine bessere und gezieltere Aussaat. F\u00fcr eine bessere Bindung und einen gleichm\u00e4ssigen \u00dcberzug werden bei den Beschichtungen des Saatgutes zus\u00e4tzlich Polymere eingesetzt. Diese wirken als Bindemittel, Filmbildner, Stabilisator, Schutzschicht und regulieren die N\u00e4hrstoff- und Wasserzufuhr zum Saatkorn. In der Regel werden f\u00fcr die Beschichtungen eine Vielzahl unterschiedlicher Stoffe verwendet (z. B. Tonmineralien, Zellulose, Chitosan, Gummi, Polyurethan), darunter einige Kunststoffe.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:6pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Einsatzmengen zu Beschichtungen mit Plastik von Saatgut liegen in der Schweiz nicht vor. Das Fraunhofer Institut (D) sch\u00e4tzt die Kunststoffemissionen aus der Saatgutbeschichtung auf ca. 87 Tonnen pro Jahr in Deutschland. Bezogen auf die schweizerische Ackerfl\u00e4che sollten diese Kunststoffemissionen in der Schweiz bei rund 3 Tonnen pro Jahr liegen.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:6pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Gem\u00e4ss einer in 2019 durchgef\u00fchrten Studie sch\u00e4tzt Agroscope, dass in der Schweiz j\u00e4hrlich 160 Tonnen Kunststoff in die landwirtschaftlichen B\u00f6den gelangen. Der Anteil der Beschichtungen daran betr\u00e4gt rund 2 %. Laut dieser Studie sind die wichtigsten Eintragspfade von Plastik in B\u00f6den Littering und verunreinigte G\u00e4rgut- und Kompostd\u00fcnger. Spezifische Massnahmen im Bereich der Saatgutbeschichtung werden somit nicht als zielf\u00fchrend angesehen, um die Belastung der B\u00f6den mit Plastik zu reduzieren. In der EU ist eine Beschr\u00e4nkungsregelung f\u00fcr prim\u00e4res Mikroplastik in diversen Produkten wie Einstreumaterial f\u00fcr Kunstrasenpl\u00e4tze, Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel und andere Haushaltprodukte sowie D\u00fcnger und die fraglichen Pflanzenschutzmittel am 25. September 2023 in Kraft getreten (Verordnung (EU) 2023/2055). Der Bundesrat wird voraussichtlich 2025 nach Anh\u00f6rung der interessierten Kreise \u00fcber eine allf\u00e4llige Anpassung der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV, SR 814.81) entscheiden.</span></p></div><br><br>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1714521600000)\/","SubmittedBy":"Weichelt Manuela","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1734006740000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55","Category":null,"Modified":"\/Date(1763110904190)\/","SubmissionDate":"\/Date(1710460800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5202,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft"}}