{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243381,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243381,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243381,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243381,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243381,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243381,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243381,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243381,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243381,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243381,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243381,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243381,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243381,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243381,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243381,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243381,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243381,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20243381,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.3381","BusinessType":6,"BusinessTypeName":"Postulat","BusinessTypeAbbreviation":"Po.","Title":"Massnahmen zur Reduktion von Saatgutbeschichtungen mit Mikrokunststoffen pr\u00fcfen","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird beauftragt, zu pr\u00fcfen, ob ein Verbot oder andere Massnahmen zu treffen sind, um die Verseuchung der landwirtschaftlichen Nutzfl\u00e4chen durch in&nbsp;Saatgutbeschichtungen enthaltene Mikrokunststoffe zu stoppen.</p>","ReasonText":"<p>Mikrokunststoffe stellen eine wachsende Bedrohung sowohl f\u00fcr die Artenvielfalt als auch f\u00fcr die menschliche Gesundheit dar. Wissensl\u00fccken zur Toxizit\u00e4t von Zusatzstoffen und anderen in Kunststoffen enthaltenen Substanzen machen es erforderlich, die Ausbreitung von Kunststoffen jeglicher Art in der Umwelt zu bek\u00e4mpfen. Vor diesem bekannten und in den Medien oft thematisierten Hintergrund ist es erstaunlich, dass Saatgutbeschichtungen, die Mikrokunststoffe enthalten, noch immer zugelassen sind.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Das Vorkommen von Mikrokunststoffen in der Umwelt und in den B\u00f6den ist problematisch. Die Bedeutung der B\u00f6den liegt in ihren Dienste f\u00fcr das \u00d6kosystem von der landwirtschaftlichen Produktion \u00fcber die CO2-Abscheidung und den Erhalt der Artenvielfalt bis hin zur Regulierung und Reinigung des Wassers.</p><p>In der Landwirtschaft richtet sich die mittel- und langfristige Produktivit\u00e4t der B\u00f6den stark nach der Gesundheit der in den B\u00f6den vorhandenen Organismen. Daher ist es \u00e4usserst besorgniserregend, dass sich dort \u00fcber die Saatgutbeschichtungen Mikrokunststoffe ablagern, und dies oft unbemerkt von den Landwirtinnen und Landwirten. Nach dem Ausbringen des Saatguts wird der Kunststoff langsam abgebaut und setzt dabei nach und nach Mikrokunststoffe in den Boden frei. Diese Partikel schaden nicht nur den Organismen im Boden, sondern verseuchen auch die Wasserl\u00e4ufe, das Grundwasser und unsere Nahrungskette. Das Schadpotenzial ist umso h\u00f6her, als noch grosse Unsicherheiten bez\u00fcglich der Arten und der Toxizit\u00e4t der Zusatzstoffe in diesen Kunststoffen bestehen.</p><p>&nbsp;</p><p>Es ist deshalb zu pr\u00fcfen, welche Massnahmen, bis hin zu einem Verbot, f\u00fcr die Reduktion der Saatgutbeschichtungen mit Mikrokunststoffen notwendig sind.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>Saatgutbeschichtungen sind z. B. Pillierung oder Inkrustierung. Bei der Pillierung wird das Saatkorn mit einem gleichm\u00e4ssigen Schutzmantel umgeben. Bei der Inkrustierung wird das Saatkorn beschwert. Beide Verfahren erm\u00f6glichen eine bessere und gezieltere Aussaat. F\u00fcr eine bessere Bindung und einen gleichm\u00e4ssigen \u00dcberzug werden bei den Beschichtungen des Saatgutes zus\u00e4tzlich Polymere eingesetzt.</p><p>&nbsp;</p><p>Diese wirken als Bindemittel, Filmbildner, Stabilisator, Schutzschicht und regulieren die N\u00e4hrstoff- und Wasserzufuhr zum Saatkorn. In der Regel werden f\u00fcr die Beschichtungen eine Vielzahl unterschiedlicher Stoffe verwendet (z. B. Tonmineralien, Zellulose, Chitosan, Gummi, Polyurethan), darunter einige Kunststoffe.</p><p>&nbsp;</p><p>Einsatzmengen zu Beschichtungen mit Plastik von Saatgut liegen in der Schweiz nicht vor. Das Fraunhofer Institut (D) sch\u00e4tzt die Kunststoffemissionen aus der Saatgutbeschichtung auf ca. 87 Tonnen pro Jahr in Deutschland. Bezogen auf die schweizerische Ackerfl\u00e4che sollten diese Kunststoffemissionen in der Schweiz bei rund 3 Tonnen pro Jahr liegen.</p><p>&nbsp;</p><p>Gem\u00e4ss einer in 2019 durchgef\u00fchrten Studie sch\u00e4tzt Agroscope, dass in der Schweiz j\u00e4hrlich 160 Tonnen Kunststoff in die landwirtschaftlichen B\u00f6den gelangen. Der Anteil der Beschichtungen daran betr\u00e4gt rund 2 %. Laut dieser Studie sind die wichtigsten Eintragspfade von Plastik in B\u00f6den Littering und verunreinigte G\u00e4rgut- und Kompostd\u00fcnger. Ein spezifisches Verbot von Saatgutbeschichtungen wird somit nicht als zielf\u00fchrend angesehen, um die Belastung der B\u00f6den mit Plastik zu reduzieren. In der EU ist eine Beschr\u00e4nkungsregelung f\u00fcr prim\u00e4res Mikroplastik in diversen Produkten wie Einstreumaterial f\u00fcr Kunstrasenpl\u00e4tze, Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmittel und andere Haushaltprodukte sowie D\u00fcnger und die fraglichen Pflanzenschutzmittel am 25. September 2023 in Kraft getreten (Verordnung (EU) 2023/2055). Der Bundesrat wird voraussichtlich 2025 nach Anh\u00f6rung der interessierten Kreise \u00fcber eine allf\u00e4llige Anpassung der Chemikalien-Risikoreduktions-Verordnung (ChemRRV, SR 814.81) entscheiden.</p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.</p>","FederalCouncilProposal":45,"FederalCouncilProposalText":"Ablehnung","FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1714521600000)\/","SubmittedBy":"Zopfi Mathias","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1716888022000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763096605560)\/","SubmissionDate":"\/Date(1710460800000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5202,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft|Gesundheit"}}