{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243426,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243426,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243426,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243426,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243426,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243426,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243426,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243426,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243426,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243426,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243426,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243426,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243426,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243426,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243426,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243426,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243426,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20243426,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.3426","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Langfristige L\u00f6sungen f\u00fcr Phosphor\u00fcbersch\u00fcsse","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Phosphor wird als D\u00fcnger f\u00fcr die Nahrungsmittelproduktion eingesetzt. Da der globale Vorrat an Phosphatgestein jedoch abnimmt, ist ein geschlossener Phosphorkreislauf zentral.</p><p>Die Abfallverordnung VVEA vom Dezember 2015 beinhaltet die Pflicht, ab 2026 Phosphor aus phosphorreichen Abf\u00e4llen zur\u00fcckzugewinnen. Das BAFU schreibt auf seiner Webseite: \u00abDamit ist die einheimische Landwirtschaft in der Lage, ihren Bedarf am wertvollen N\u00e4hrstoff aus hiesigen Quellen zu decken.\u00bb</p><p>Bez\u00fcglich der Machbarkeit der R\u00fcckgewinnung berichtete SRF-Kultur am 21. Januar 2023 von einer Studie der Uni Hohenheim und des Leibniz-Instituts, die nachweist, dass D\u00fcnger aus menschlichen F\u00e4kalien geeignet f\u00fcr den Gem\u00fcseanbau ist. Mit menschlichem Urin ged\u00fcngter Kohl lieferte in den Feldversuchen gleichviel Ertrag wie jener, bei dem ein etablierter Bio-D\u00fcnger verwendet wurde. Menschlicher Urin-D\u00fcnger steht in der Schweiz bereits im Verkauf (\u00abAurin\u00bb), hergestellt von einem Spin-Off der EAWAG. Kot-D\u00fcnger ergebe zwar weniger Ertrag und trage das Risiko von Medikamentenr\u00fcckst\u00e4nden, f\u00f6rdere jedoch mit der Einbringung von organischem Kohlenstoff in den Boden eine klimaschonende Nahrungsmittelproduktion. Diese Formen der D\u00fcngerverarbeitung und -verwendung sind laut SRF klima-, umwelt- und ressourcenschonend.&nbsp;</p><p>Die Empfehlungen des wissenschaftlichen Gremiums zur Ern\u00e4hrungszukunft Schweiz, die Bundesrat Parmelin am 2. Februar 2023 im Rahmen des Ern\u00e4hrungssystemgipfels \u00fcberreicht wurden, schlagen vor, dass Phosphor ab 2030 vollst\u00e4ndig aus Abwasser, Kl\u00e4rschlamm und Tiermehl zur\u00fcckgewonnen werden soll.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><ol><li>Wo steht der Bundesrat bez\u00fcglich der Umsetzung der VVEA und Phosphorr\u00fcckgewinnung bis 2026? Was sind die n\u00e4chsten Schritte?</li><li>In Bezug auf die Versorgungssicherheit, plant der Bundesrat einen schrittweisen Ausstieg bei Kunstd\u00fcnger? Wenn ja, bis wann? Wenn nein, warum nicht?</li><li>Was ist der Stand der technischen M\u00f6glichkeiten zur Schliessung des Phosphorkreislaufs, was sind insbesondere die Probleme? Treibt der Bundesrat entsprechende Anstrengungen voran? Welche weiteren M\u00f6glichkeiten gibt es?</li><li>Erachtet der Bundesrat die Ziele des wissenschaftlichen Gremiums zur Ern\u00e4hrungszukunft Schweiz bez\u00fcglich Phosphor-Reduktion bei der Produktion als machbar? Plant er konkrete Massnahmen?</li><li>Sieht der Bundesrat vor, auch bei den Ern\u00e4hrungsempfehlungen anzusetzen, um dadurch den Phosphor\u00fcberschuss zu reduzieren?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<div><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">1) Derzeit sind noch keine Anlagen zur Phosphorr\u00fcckgewinnung in Betrieb, und der Termin 2026 kann nicht eingehalten werden. Deshalb ist eine Revision der Abfallverordnung (VVEA, SR</span><span style=\"font-family:Arial\">&#xa0;</span><span style=\"font-family:Arial\">814.600) in Arbeit. Das entsprechende Vernehmlassungsverfahren soll im Herbst 2024 er\u00f6ffnet werden. Die Revision basiert auf den \u00c4nderungen des Umweltschutzgesetzes (Art. 30d Abs. 2, 4-6), die im Rahmen der parlamentarischen Initiative 20.433 \u00abSchweizer Kreislaufwirtschaft st\u00e4rken\u00bb am 15. M\u00e4rz 2024 vom Parlament beschlossen worden sind. </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:ignore\">&#xa0;</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">2) Der Bundesrat sieht keinen Ausstieg bei Kunstd\u00fcngern (Minerald\u00fcngern) vor. Mit der Phosphorr\u00fcckgewinnung in der Schweiz sollen wertvolle Phosphorprodukte wie Phosphord\u00fcnger oder Phosphors\u00e4ure gewonnen werden. Dadurch k\u00f6nnte in Zukunft mengenm\u00e4ssig gleich viel Phosphor zur\u00fcckgewonnen werden, wie heute in Form von Minerald\u00fcngern importiert wird. Die Schweiz k\u00f6nnte somit die Versorgungssicherheit mit Phosphorprodukten massgeblich verbessern.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:ignore\">&#xa0;</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">3) Die heutigen Technologien erm\u00f6glichen die R\u00fcckgewinnung von Phosphor aus Tier- und Knochenmehlasche sowie aus der Asche von Kl\u00e4rschlamm. Zurzeit sind in der Schweiz drei Anlagen zur R\u00fcckgewinnung von Phosphor aus diesen Materialien in Planung, namentlich ZAB (SG), erzo (AG) und Phos4Life (SO). Hinderlich f\u00fcr die bisherige Umsetzung war die mangelnde Planungssicherheit, insbesondere bez\u00fcglich der Frage, ob diese Anlagen tats\u00e4chlich mit Kl\u00e4rschlammasche beliefert werden. Mit der erw\u00e4hnten Revision der VVEA (vgl. Antwort auf die Frage 1) soll auch mehr Planungssicherheit geschaffen werden. </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:ignore\">&#xa0;</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">4) Das Parlament hat im Rahmen der erw\u00e4hnten parlamentarischen Initiative 20.433 eine Pflicht zur Teilr\u00fcckgewinnung von Phosphor aus Kl\u00e4rschlamm beschlossen. Das bedeutet, dass nicht der gesamte Phosphor aus dem Kl\u00e4rschlamm zur\u00fcckgewonnen werden muss. Die Phosphormenge, die zur\u00fcckgewonnen werden muss, wird vom Bundesrat aufgrund des inl\u00e4ndischen Bedarfs festgelegt. </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; -aw-import:ignore\">&#xa0;</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><a name=\"_Hlk168740800\"><span style=\"font-family:Arial\">5) Die Schweizer Ern\u00e4hrungsempfehlungen werden gegenw\u00e4rtig vom Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen aktualisiert, um die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse aufzunehmen und die Nachhaltigkeit besser zu ber\u00fccksichtigen. Die Freiheit der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger in Bezug auf ihre Ern\u00e4hrung wird durch diese selbstverst\u00e4ndlich freiwillig zu ber\u00fccksichtigenden Empfehlungen nicht beeintr\u00e4chtigt.</span></a></p></div>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1723593600000)\/","SubmittedBy":"T\u00f6ngi Michael","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1727441171000)\/","ResponsibleDepartment":9,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"UVEK","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"52|55|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763096056597)\/","SubmissionDate":"\/Date(1713312000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5203,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Umwelt|Landwirtschaft|Gesundheit"}}