{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243445,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243445,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243445,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243445,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243445,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243445,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243445,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243445,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243445,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243445,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243445,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243445,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243445,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243445,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243445,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243445,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243445,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20243445,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.3445","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Welche Kostenfolgen f\u00fcr Patientinnen und Patienten haben die ab 1. Juli 2024 geltenden Anpassungen des Vertriebsanteils bei g\u00fcnstigen Medikamenten?","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) f\u00fchrt per 1. Juli 2024 ein neues Margenmodell f\u00fcr Medikamente ein. Dieses besteht erstens aus dem einheitlichen Vertriebsanteil bei wirkstoffgleichen Arzneimitteln (neu Art. 67 Abs. 4bis KVV), mit welchem der Zwischenhandel beim Verkauf gleich viel verdient, wenn er ein teureres Originalmedikament oder ein g\u00fcnstiges Generikum abgibt. Zweitens verteuert die Anpassung des Berechnungsmodells f\u00fcr den Vertriebsanteil (neu Art. 38 Abs. 1-2 KLV) g\u00fcnstige Medikamente (mehr als die H\u00e4lfte der abgegebenen Medikamente) auf Kosten der Patienten, w\u00e4hrend die restlichen, teuren Medikamente etwas g\u00fcnstiger werden.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Der Zwischenhandel spricht nicht \u00fcber seine h\u00f6here Abgeltung. Die Pharmaindustrie profitiert nicht. Es kursieren auf dem Markt jedoch Bef\u00fcrchtungen, dass durch die Anpassung des Vertriebsanteils bei den g\u00fcnstigen Medikamenten Mehrkosten in der H\u00f6he von mehreren hundert Millionen Franken zulasten der Patienten und Patienten verschoben werden. Auch das BAG scheint kein Interesse daran zu haben, \u00fcber diese Umverteilung zu sprechen, obschon ein Sturm der Entr\u00fcstung droht.</p><p>&nbsp;</p><p>Ich bitte den Bundesrat folgende Fragen vor der Einf\u00fchrung des Modells am 1. Juli 2024 zu beantworten:&nbsp;</p><p>1.&nbsp;Die g\u00fcnstigen Medikamente werden von Patientinnen und Patienten meistens direkt aus dem eigenen Portemonnaie bezahlt, da entweder kein Rezept vorliegt oder die Franchise noch nicht erreicht ist. Mit welcher erh\u00f6hten Zuzahlung f\u00fcr g\u00fcnstige Medikamente werden Patientinnen und Patienten insgesamt konfrontiert aufgrund des neuen Berechnungsmodells f\u00fcr den Vertriebsanteil (KLV Art. 38)?&nbsp;</p><p>2. Was sind die Gesamteinsparungen der Anpassung des Berechnungsmodells f\u00fcr den Vertriebsanteil f\u00fcr den Zwischenhandel (KLV, Art. 38)?</p><p>3. Wann plant das BAG eine breite Kampagne an die Versicherten, &nbsp;die erkl\u00e4rt, weshalb der Vertriebsanteil-Aufschlag zugunsten des Zwischenhandels notwendig ist, damit kein Sturm der Entr\u00fcstung entsteht?</p>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p><strong>1 / 2:</strong> Die Anpassung des Vertriebsanteils wurde vom Bundesrat am 8. Dezember 2023 entschieden. Dem Beschluss ging ein intensiver Austausch mit den betroffenen Akteuren voraus, konkret mit den Verb\u00e4nden der Leistungsbringer, Krankenversicherer und der Versicherten bzw. Konsumenten. Letztlich konnte ein Kompromiss gefunden werden, der von der Mehrheit der Akteure getragen wird.</p><p>Die Anpassung basiert auf zwei Massnahmen; zum einen wird das Berechnungsmodell f\u00fcr den Vertriebsanteil nach Artikel 38 der Krankenpflege-Leistungsverordnung, (KLV; SR 832.112.31) angepasst und zum anderen wird ein einheitlicher Vertriebsanteil f\u00fcr wirkstoffgleiche Arzneimittel eingef\u00fchrt. Dies f\u00fchrt zu einer Angleichung des Vertriebsanteils. F\u00fcr die Leistungserbringer (Apotheken, selbstdispensierende \u00c4rztinnen und \u00c4rzte, Spit\u00e4ler) soll es nicht mehr attraktiver sein, das teurere Arzneimittel anstelle eines g\u00fcnstigeren Pr\u00e4parats (z.B. Generika, Biosimilars) abzugeben. Gesamthaft werden Einsparungen im Umfang von 60 Mio. CHF zu Gunsten der Pr\u00e4mienzahlenden erm\u00f6glicht. Mittelfristig wird eine Verlagerung zu preisg\u00fcnstigen Arzneimitteln erwartet.</p><p>Die Angleichung des Vertriebsanteils f\u00fchrt unweigerlich zu gewissen Preiserh\u00f6hungen auf Ebene Publikumspreis bei tiefpreisigen Arzneimitteln. Arzneimitteln mit Fabrikabgabepreis (FAP) bis CHF 4.99 werden um knapp CHF 5.00 pro Packung teurer. Arzneimitteln mit FAP zwischen CHF 8.00 bis 10.99 erh\u00f6hen sich um CHF 8.00 pro Packung. Arzneimittel mit einem FAP \u00fcber CHF 15.00 werden in der Regel g\u00fcnstiger. Bezogen auf den Publikumspreis werden rund 64% der auf der Spezialit\u00e4tenliste aufgef\u00fchrten Arzneimittel g\u00fcnstiger, w\u00e4hrend 36% teurer werden. Die Versicherten werden bez\u00fcglich Franchise und Selbstbehalt von der Anpassung betroffen sein. Die Anpassung des Berechnungsmodells zum Vertriebsanteil (Art. 38 Abs. 1 und 2 KLV) betrifft jedoch ausschliesslich die rezeptpflichtigen Arzneimittel der Spezialit\u00e4tenliste.</p><p>Mit diesen Massnahmen setzt der Bundesrat zudem den mit der Motion der SGK-N 20.3936 \u00abMedikamentenpreise. F\u00fcr eine Kostend\u00e4mpfung dank Beseitigung negativer Anreize unter Aufrechterhaltung von Qualit\u00e4t und Versorgungssicherheit\u00bb \u00fcberwiesenen parlamentarischen Auftrag um.</p><p><strong>3. </strong>Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) hat ein Faktenblatt zur Anpassung bereitgestellt (www.bag.admin.ch &gt; Versicherungen &gt; Krankenversicherung &gt; Abgeschlossene Neuerungen &gt; Register Arzneimittel). Hinsichtlich der Inkraftsetzung per 1. Juli 2024 werden weitere kommunikative Massnahmen gepr\u00fcft. Es wird aber in erster Linie Aufgabe der Leistungserbringer sein, ihre Patientinnen und Patienten direkt \u00fcber die Neuerungen und die Vorteile einer anreizneutralen Arzneimittelabgabe zu informieren.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1719360000000)\/","SubmittedBy":"Rechsteiner Thomas","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1727441598000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"15|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763095958600)\/","SubmissionDate":"\/Date(1713312000000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5203,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Wirtschaft|Gesundheit"}}