{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243534,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243534,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243534,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243534,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243534,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243534,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243534,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243534,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243534,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243534,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243534,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243534,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243534,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243534,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243534,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243534,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243534,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20243534,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.3534","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Fairer Umgang mit der Berufsbildung in offiziellen Bundesdokumenten ","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>&nbsp;</p><p>1. Wie stellt der Bund sicher, dass in der Verwaltung die Gleichwertigkeit der Bildungswege gelebt und das Berufsbildungssystem mit seinen Voraussetzungen und M\u00f6glichkeiten anerkannt wird?</p><p>&nbsp;</p><p>2. Welches sind aus Sicht des Bundes die Entwicklungsperspektiven der Berufsbildung und wie sieht die Relevanz dieser Perspektiven f\u00fcr Personen mit unterschiedlichen Voraussetzungen aus?</p><p>&nbsp;</p><p>3. Welche Strategie verfolgt der Bund, damit allgemein bildende und berufsbezogene Bildungswege eine gleichwertige gesellschaftliche Anerkennung erfahren, wie es Art. 61a der Bundesverfassung vorsieht?</p><p>&nbsp;</p><p>4. Welche Massnahmen trifft der Bund zur F\u00f6rderung der Berufsbildung angesichts ihrer grossen Bedeutung f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung des Fachkr\u00e4ftemangels?<span style=\"color:#E22F2B;\">&nbsp;</span></p>","ReasonText":"<p>In den letzten Monaten hat der Bund im Rahmen verschiedener Vernehmlassungen die Berufsbildung gegen\u00fcber dem allgemeinbildenden Weg als zweite Wahl oder eine Art Trostpreis dargestellt. Im erl\u00e4uternden Bericht zur Botschaft des Bundes \u00fcber die F\u00f6rderung von Bildung, Forschung und Innovation steht beispielsweise, die H\u00f6here Berufsbildung erm\u00f6gliche \u00abinsbesondere Personen ohne Maturit\u00e4tsabschluss eine staatlich anerkannte H\u00f6herqualifizierung auf Terti\u00e4rstufe\u00bb. Dies impliziert f\u00e4lschlicherweise, dass der Weg \u00fcber die Allgemeinbildung der erstrebenswerte Normalverlauf und die h\u00f6here Berufsbildung eine Notl\u00f6sung sei. Berufsleute sind Personen mit eidgen\u00f6ssischem F\u00e4higkeitszeugnis und somit bestens ausgebildet. Der fehlende Maturit\u00e4tsabschluss ist dabei kein Manko, sondern schlicht ein anderer, gleichwertiger Weg. Weiter steht im erl\u00e4uternden Bericht zur Totalrevision der Berufsmaturit\u00e4tsverordnung einleitend, die Berufsmaturit\u00e4t sei auch aus Sicht der Chancengerechtigkeit wichtig, indem sie \u00absozio-\u00f6konomisch benachteiligten Personen den Zugang zur Terti\u00e4rstufe\u00bb erm\u00f6gliche. Auch hier steht ein Defizit im Fokus. Zudem wird die ebenfalls zur Terti\u00e4rstufe geh\u00f6rige H\u00f6here Berufsbildung v\u00f6llig ausgeblendet.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Integration von Menschen mit unterschiedlichen Voraussetzungen geh\u00f6rt zu den grossen Leistungen der Berufsbildung f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft. Sie deswegen als Angebot speziell f\u00fcr Unterprivilegierte darzustellen, ist weder fair noch faktisch richtig und schadet ihrem Ansehen.&nbsp;</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1./3. Die Bundesverfassung beauftragt Bund und Kantone, gemeinsam f\u00fcr eine hohe Qualit\u00e4t und Durchl\u00e4ssigkeit des Bildungsraumes Schweiz zu sorgen (Art. 61a Abs. 1). Gest\u00fctzt darauf haben sie sich auf bildungspolitische Ziele geeinigt, welche wegleitend f\u00fcr die Verwaltung sind. Sie setzen sich dabei f\u00fcr die gleichwertige gesellschaftliche Anerkennung allgemeinbildender und berufsbezogener Bildungswege ein. Diese Zielsetzungen widerspiegeln sich im Bildungssystem: Die Schweiz verf\u00fcgt \u00fcber ein komplement\u00e4res Angebot an berufspraktischen und akademischen Ausbildungen. Bund und Kantone setzen sich dabei f\u00fcr die klare Profilierung dieser Angebote ein. Mit der beruflichen Grundbildung gelingt es, die Jugendlichen und Erwachsenen passgenau f\u00fcr den Arbeitsmarkt auszubilden. Auf der Terti\u00e4rstufe versorgen die h\u00f6here Berufsbildung und die Hochschulen die Wirtschaft mit qualifizierten Fach- und F\u00fchrungskr\u00e4ften. Weiterf\u00fchrende Bildungsangebote erm\u00f6glichen das lebenslange Lernen. Damit das Schweizer Bildungssystem auch k\u00fcnftig sorgf\u00e4ltig auf die Bed\u00fcrfnisse der Wirtschaft und Gesellschaft abgestimmt werden kann, haben Bund und Kantone ein Bildungsmonitoring installiert.</p><p>2. Rund zwei Drittel der Jugendlichen und jungen Erwachsenen entscheiden sich f\u00fcr den Einstieg ins Arbeitsleben \u00fcber eine berufliche Grundbildung. Aus Sicht der Jugendlichen und Eltern ist entscheidend, dass die Berufsbildung nicht nur eine solide Grundlage f\u00fcr das Berufsleben schafft, sondern auch Karriereperspektiven bietet. Dies ist gew\u00e4hrleistet, unter anderem dank der Berufsmaturit\u00e4t und der h\u00f6heren Berufsbildung. Die Attraktivit\u00e4t der Berufsbildung zeigt sich zudem darin, dass sie Personen den Zugang zu formalen, gesamtschweizerisch anerkannten Berufsabschl\u00fcssen erm\u00f6glicht. Dazu z\u00e4hlen auch die beruflichen Grundbildungen mit eidgen\u00f6ssischem Berufsattest. Die Beteiligung der Betriebe an der Berufsbildung ist freiwillig. Daher ist es ebenso wichtig, ihnen weiterhin optimale Rahmenbedingungen zu gew\u00e4hren, damit sich die Ausbildung aus ihrer Sicht lohnt.</p><p>4. Der Bund setzt sich zusammen mit den Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt gemeinsam f\u00fcr die Attraktivit\u00e4t der Berufsbildung ein. In den letzten Jahren hat der Bund verschiedene Massnahmen zur St\u00e4rkung der h\u00f6heren Berufsbildung ergriffen. Seit 2018 werden die Teilnehmenden vorbereitender Kurse f\u00fcr eidgen\u00f6ssische Berufs- und h\u00f6here Fachpr\u00fcfungen finanziell entlastet. F\u00fcr 2023 wurden \u00fcber 16\u2019000 Bundesbeitr\u00e4ge genehmigt und insgesamt knapp 110 Millionen Franken ausbezahlt. Um die Attraktivit\u00e4t und die gesellschaftliche Anerkennung der h\u00f6heren Berufsbildung zu steigern, hat der Bundesrat im Juni 2024 ein entsprechendes Massnahmenpaket in die Vernehmlassung geschickt. Weiter f\u00f6rdert der Bund Projekte zur Entwicklung der Berufsbildung (Art. 54 und 55 Berufsbildungsgesetz; SR 412.10). Dazu z\u00e4hlen Beitr\u00e4ge an regionale Berufsmessen oder die Stiftung SwissSkills f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der Berufsmeisterschaften. Weitere Massnahmen h\u00e4lt der Bundesrat im Ende 2023 verabschiedeten Bericht \u00abBed\u00fcrfnisse des Arbeitsmarktes und der Arbeitskr\u00e4fte\u00bb fest.</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1724803200000)\/","SubmittedBy":"Riem Katja","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1727442051000)\/","ResponsibleDepartment":8,"ResponsibleDepartmentName":"Departement f\u00fcr Wirtschaft, Bildung und Forschung","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"WBF","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|32|44","Category":null,"Modified":"\/Date(1763095436037)\/","SubmissionDate":"\/Date(1717545600000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5204,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Bildung|Besch\u00e4ftigung und Arbeit"}}