{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243623,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243623,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243623,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243623,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243623,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243623,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243623,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243623,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243623,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243623,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243623,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243623,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243623,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243623,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243623,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243623,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243623,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20243623,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.3623","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Verwaltungskosten in der obligatorischen Krankenpflegeversicherung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Krankenversicherer verbuchten im Jahr 2022 Total-Verwaltungskosten im Betrag von 1,7 Milliarden Franken. Belief sich der Verwaltungsaufwand pro Versicherte Person im Jahr 2012 auf 152 Franken, stieg dieser bis ins Jahr 2017 auf 171 Franken und betrug im Jahr 2022 194 Franken&nbsp;\u2013 trotz Digitalisierung und Automatisierung. Zwischen 2012 und 2022 sind die Verwaltungskosten pro versicherte Person demnach um 27.6% angestiegen.</p><p>&nbsp;</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><p>&nbsp;</p><ul><li>Was sind die Faktoren bei den Kostensteigerungen der einzelnen Jahre, dass die Verwaltungskosten \u2013 trotz Digitalisierung und Automatisierung \u2013 zwischen 2012 und 2022 pro Kopf um 27.6% gestiegen sind, und somit stetig linear wie die Gesamtgesundheitskosten ohne nachweisbare Effizienzsteigerung wachsen?</li><li>Gem\u00e4ss einer Auswertung von Comparis gibt es erhebliche Unterschiede bei den Verwaltungskosten der verschiedenen Krankenversicherungen: Die effizienteste Krankenversicherung verbuchte f\u00fcr das Jahr 2022 Verwaltungskosten von 105.3 Franken pro Versicherte Person (2.6%). Bei der ineffizientesten Kranversicherung betrugen die Kosten 949.35 Franken pro versicherte Person. Wie lassen sich die deutlichen Unterschiede begr\u00fcnden und erkennt der Bundesrat Handlungsbedarf, damit Effizienz innerhalb des Systems belohnt werden kann.</li><li>Welchen Anteil der Ausgaben machen die Verwaltungskosten bei anderen Sozialversicherungen in der Schweiz aus, namentlich der SUVA, der privaten Unfallversicherungen, der Invaliden- sowie Milit\u00e4rversicherung? Und wie haben sich diese Anteile in den vergangenen Jahren ver\u00e4ndert?</li><li>Wie hat sich die Einf\u00fchrung des&nbsp;Krankenversicherungsaufsichtsgesetzes (KVAG) auf die Verwaltungskosten ausgewirkt? Sieht der Bundesrat m\u00f6gliche administrative Entlastungen f\u00fcr die Krankenversicherer, um die Verwaltungskosten weiter zu senken?</li><li>Ist der Bundesrat auch der Meinung, dass im Zuge der vollen Digitalisierung im Gesundheitswesen die Verwaltungskosten weiter gesenkt werden k\u00f6nnen und ist er bereit Massnahmen zu ergreifen, um dem Kostenwachstum der Verwaltungskosten entgegenzuwirken?</li><li>Erkennt der Bundesrat gesetzgeberisches Potenzial, um den administrativen Aufwand zu minimieren oder Zielvorgaben des pro Kopf Kostenwachstums der Verwaltungskosten zu machen, damit der zu beobachtete Kostenanstieg ged\u00e4mpft oder die Kosten in diesem Bereich gesenkt werden k\u00f6nnen?&nbsp;</li></ul>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<div><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; font-weight:bold\">1. </span><span style=\"font-family:Arial\">Obschon die Verwaltungskosten der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP) zwischen 2012 und 2022 um rund einen Viertel gestiegen sind, machten sie in dieser Zeitspanne konstant jeweils rund 5% der verdienten OKP-Pr\u00e4mien aus. In j\u00fcngeren Jahren machten die Verwaltungskosten 4,6% (2019), 4,9% (2020), 5,3% (2021), 5,2% (2022) und 4,9% (2023) der verdienten OKP-Pr\u00e4mien aus. Der Anstieg in den letzten Jahren ist insbesondere auf Investitionen in IT-Systeme zur\u00fcckzuf\u00fchren. Hohe Verwaltungskosten in einzelnen Jahren lassen nicht per se auf eine ineffiziente Organisation schliessen. So k\u00f6nnen z.B. Kosten f\u00fcr Leistungen mit einer ausgebauten Leistungspr\u00fcfung und Rechnungskontrolle gesenkt werden, was sich in h\u00f6heren Verwaltungskosten niederschl\u00e4gt. Ebenfalls gab es im genannten Zeitraum eine Zunahme der Leistungsf\u00e4lle und der versicherten Personen.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; font-weight:bold\">2.</span><span style=\"font-family:Arial\"> Die aufgef\u00fchrten Unterschiede bei den Verwaltungskosten sind neben dem jeweiligen Digitalisierungsstand auch auf andere Faktoren wie die Organisation des Versicherers, die Risikostruktur und die Gr\u00f6sse des Versichertenbestands zur\u00fcckzuf\u00fchren. Der genannte Versicherer verf\u00fcgte \u00fcber einen \u00e4usserst kleinen Bestand von weniger als 500 Versicherten, was zu hohen Verwaltungskosten pro Person f\u00fchrte. Dieser hat seinen Bestand mittlerweile auf einen anderen Versicherer \u00fcbertragen und das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG) als Aufsichtsbeh\u00f6rde hat ihm die Bewilligung zur Durchf\u00fchrung der sozialen Krankenversicherung entzogen. Die Versicherer sind verpflichtet, ihre Verwaltungskosten auf das f\u00fcr eine wirtschaftliche Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung erforderliche Mass zu beschr\u00e4nken. Die Organisationsfreiheit gew\u00e4hrt den Versicherern einen gewissen Ermessensspielraum. Das BAG pr\u00fcft, ob die H\u00f6he der f\u00fcr die Zwecke der OKP aufgewendeten Mittel (Verwaltungskosten) gerechtfertigt ist. Das BAG greift als Aufsichtsbeh\u00f6rde nur dann in die Betriebsautonomie eines Krankenversicherers ein, wenn die Verwaltungskosten offensichtlich unangemessen sind (vgl. BGE 135 V 39 E. 7). Der Bundesrat sieht derzeit keinen Handlungsbedarf, da die Marktmechanismen bereits dazu f\u00fchren, dass ineffiziente Strukturen nicht aufrechterhalten werden.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; font-weight:bold\">3.</span><span style=\"font-family:Arial\"> Die durchschnittlichen Verwaltungskosten der Suva belaufen sich in der Berufsunfallversicherung (BUV) auf 11,6% (2019 bis 2022) resp. 11,5% (2023) und in der Nichtberufsunfallversicherung (NBUV) auf 12,7% (2019), 12,5% (2020, 2021), 12,6% (2022) und 12,3% (2023). Bei den Privatversicherern lagen die durchschnittlichen Verwaltungskostenzuschl\u00e4ge in der BUV bei 25,1% (2019), 24,8% (2020), 25% (2021) und 24,3% (2022). In der NBUV lagen sie bei 21,1% (2019), 20,5% (2020 und 2021) sowie 20,1% (2022). Der Grund f\u00fcr die h\u00f6heren S\u00e4tze bei den Privatversicherern ist, dass auf das im Allgemeinen tiefere Nettopr\u00e4mienniveau ein h\u00f6herer Zuschlag erhoben werden muss, um die Verwaltungskosten zu finanzieren. Die Suva f\u00fchrt im Auftrag des Bundes die Milit\u00e4rversicherung durch. Im Jahre 2023 beliefen sich die Gesamtausgaben gem\u00e4ss der Statistik der Milit\u00e4rversicherung auf CHF 170,8 Millionen, davon CHF 20,4 Millionen Verwaltungskosten, was einen Anteil von 11,9% ausmacht. Die Anteile haben sich in den Jahren zuvor lediglich minim ver\u00e4ndert (2019: 11,7%, 2020: 11,3%, 2021: 11,5%, 2022: 12%). Im Bereich der Invalidenversicherung (IV) machten die Verwaltungskosten 5,8% (2019), 5,5% (2020), 5,6% (2021), 5,8% (2022) und 6% (2023) der IV-Gesamtausgaben aus. </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; font-weight:bold\">4.</span><span style=\"font-family:Arial\"> Das Bundesgesetz vom 26. September 2014 betreffend die Aufsicht \u00fcber die soziale Krankenversicherung (KVAG; SR</span><span style=\"font-family:Arial\">&#xa0;</span><span style=\"font-family:Arial\">832.12) und die dazugeh\u00f6rige Verordnung sind seit dem 1.</span><span style=\"font-family:Arial\">&#xa0;</span><span style=\"font-family:Arial\">Januar 2016 in Kraft. Eine im Jahr 2022 durch eine externe Stelle durchgef\u00fchrte Evaluation (bag.admin.ch &gt; Das BAG &gt; Publikationen &gt; Evaluationsberichte &gt; Kranken- und Unfallversicherung &gt; 2022) kommt zum Schluss, dass mit dem Inkrafttreten des KVAG die finanzielle Stabilit\u00e4t und die Transparenz in der sozialen Krankenversicherung gest\u00e4rkt wurden und die Auswirkungen des Gesetzes auf die Verwaltungskosten der Versicherer insgesamt moderat sind.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; font-weight:bold\">5. </span><span style=\"font-family:Arial\">Der Bundesrat hat zur F\u00f6rderung der digitalen Transformation im Gesundheitswesen das Programm DigiSant\u00e9 lanciert. Mit einer durchg\u00e4ngigen Standardisierung aller Prozesse durch die involvierten Akteure, hat die Digitalisierung das Potential, den administrativen Aufwand weiter zu senken. Dies wird bei den Akteuren wahrscheinlich Anfangsinvestitionen bedingen, mittelfristig aber die Prozesseffizienz steigern und damit den Verwaltungsaufwand senken. Eines der vier Massnahmenpakete betrifft die Digitalisierung der Beh\u00f6rdenleistungen, wovon auch die Akteure im Gesundheitswesen profitieren werden.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; font-weight:bold\">6.</span><span style=\"font-family:Arial\"> Der Bundesrat achtet im Rahmen seiner Zust\u00e4ndigkeit darauf, Einsparpotentiale im Bereich der Informationstechnologie bestm\u00f6glich auszusch\u00f6pfen. Die Krankenversicherer sind privatrechtlich organisiert und stehen untereinander im Wettbewerb und haben deshalb Anreize, die jeweils f\u00fcr sich und ihre Kunden vorteilhafteste L\u00f6sung umzusetzen. Der Bundesrat sieht aktuell keinen gesetzgeberischen Handlungsbedarf hinsichtlich weiterer Vorgaben im Bereich der Verwaltungskosten.</span></p></div>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1724803200000)\/","SubmittedBy":"Dobler Marcel","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1727444646000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"34|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763095441843)\/","SubmissionDate":"\/Date(1718236800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5204,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Medien und Kommunikation|Gesundheit"}}