{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243654,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243654,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243654,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243654,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243654,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243654,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243654,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243654,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243654,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243654,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243654,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243654,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243654,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243654,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243654,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243654,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243654,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20243654,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.3654","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Gesundheitskompetenz st\u00e4rken und Krankheitskosten senken durch die F\u00f6rderung der gemeinschaftlichen Selbsthilfe","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Selbsthilfe Schweiz z\u00e4hlt in ihrer nationalen Datenbank aktuell rund 2'800 verschiedene Selbsthilfeangebote und ca. 200 Selbsthilfeorganisationen zu \u00fcber 300 gesundheitlichen und sozialen Themen. Unabh\u00e4ngig davon gibt es noch unz\u00e4hlige andere, unabh\u00e4ngige Selbsthilfegruppen in anderen Organisationen und Verb\u00e4nden sowie in verschiedenen &nbsp;Social Media Kan\u00e4len. Gemeinsam erg\u00e4nzen und entlasten diese das medizinische Therapie- und Behandlungsangebot und f\u00f6rdern die Lebensqualit\u00e4t der Betroffenen durch mehr \u00abSelbstmanagementkompetenz\u00bb und \u00abPatientenzentriertheit\u00bb. Sie tragen dadurch zur Kostend\u00e4mpfung im Schweizer Gesundheitswesen in der Schweiz bei.&nbsp;<br>Die Mitglieder von gemeinschaftlichen Selbsthilfegruppen und deren Angeh\u00f6rige unter-st\u00fctzen sich gegenseitig bei der Bew\u00e4ltigung ihres Alltags und im Umgang mit oft anspruchsvollen medizinischen und psychologischen Erkrankungen und Behandlungen. Trotz steigender Nachfrage nach Selbsthilfhilfeangeboten und deren zunehmend wichtigeren Bedeutung f\u00fcr das Schweizer Gesundheits- und Sozialwesen fehlen noch immer die notwendigen finanziellen und strukturellen Ressourcen f\u00fcr eine nachhaltige Sicherstellung und Optimierung des Angebots in der Schweiz, wie dies in Deutschland und \u00d6sterreich bereits vor Jahren erfolgreich umgesetzt wurde.</p><p>Der Bundesrat wird gebeten, folgende Fragen zu beantworten:</p><ol><li>Wie k\u00f6nnen die gemeinschaftliche Selbsthilfe und sonstige Selbsthilfegruppen und Selbsthilfeorganisationen rechtlich und strukturell noch besser verankert werden, damit sie einen noch gr\u00f6sseren Beitrag f\u00fcr die physische und psychische Gesundheit von Betroffenen und deren Angeh\u00f6rige sowie f\u00fcr das Schweizer Gesundheitswesen leisten k\u00f6nnen? Welche strukturelle, organisatorische und gesetzliche Basis w\u00e4re daf\u00fcr aus Sicht des Bundesrates sinnvoll und hilfreich?</li><li>Wie stellt der Bundesrat sicher, dass Selbsthilfeangebote einen h\u00f6heren Stellenwert in den geplanten Massnahmen des Bundes f\u00fcr eine Qualit\u00e4tssteigerung und f\u00fcr mehr Patientenzentriertheit im Schweizer Gesundheitswesen beitragen k\u00f6nnen?&nbsp;</li><li>Wie wird sichergestellt, dass die Expertise aller betroffenen Bundes\u00e4mter wie z.B. das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit BAG oder das Bundesamt f\u00fcr Sozialversicherungen BSV und anderen relevanten Organisationen die Bekanntheit und das Angebot von Selbsthilfeangeboten in der Schweiz noch besser ber\u00fccksichtigen und unterst\u00fctzen?</li><li>Wie wird vorgegangen, dass eine nachhaltige Finanzierung der Selbsthilfeangebote und der Selbsthilfeorganisationen kantonal und national nachhaltig erhalten und weiter ausgebaut werden kann, damit mittel- und langfristig das Schweizer Gesundheitswesen entlastet, die Lebensqualit\u00e4t der Betroffenen gesteigert und schlussendlich auch Kosten gespart werden k\u00f6nnen? Sind die gesetzlichen und organisatorischen Vorgaben sowie deren erfolgreiche Umsetzung f\u00fcr Selbsthilfeangebote in Deutschland und \u00d6sterreich den Schweizer Beh\u00f6rden und Entscheidungstr\u00e4gern gen\u00fcgend bekannt und vertraut?</li></ol>","ReasonText":"<p>Eine umfassende Studie der Hochschule Luzern und der Universit\u00e4t Lausanne aus dem &nbsp;Jahr 2017 zeigt auf, dass Selbsthilfe sich in der individuellen wie auch auf der der gesellschaftlichen Ebene positiv auswirkt. Zus\u00e4tzlich weist eine im Herbst 2022 durch das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit BAG durchgef\u00fchrte Literaturstudie darauf hin, dass die der F\u00f6rderung der Selbstmanagementkompetenz und damit auch der Selbsthilfe eine m\u00f6gliche Entlastung des Sozial- und Gesundheitswesens bietet und zu m\u00f6glichen Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen f\u00fchren kann.&nbsp;</p><p>Trotz wissenschaftlich erwiesener Tatsachen und steigender Nachfrage, insbesondere im Gesundheitsbereich, fehlt noch immer eine gesetzliche Verankerung der Selbsthilfe in der Schweiz, wie sie in Deutschland und in \u00d6sterreich bereits seit Jahren erfolgreich umgesetzt wurde.</p>","DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<div><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Die gemeinschaftliche Selbsthilfe hat eine wichtige Bedeutung in der Begleitung von Menschen mit langandauernden Erkrankungen. Der Austausch unter Betroffenen erm\u00f6glicht es, die Selbstmanagement-Kompetenzen zu st\u00e4rken und somit einen verbesserten Umgang mit der Krankheitsbew\u00e4ltigung zu finden. </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; font-weight:bold\">1. und 4.</span><span style=\"font-family:Arial\"> Die systematische Integration der Selbsthilfe in die Beratung und Behandlung leistet einen relevanten Beitrag zur Pr\u00e4vention und tr\u00e4gt zu einer ganzheitlichen, personen- und ressourcenorientierten Behandlung bei. Die Gesundheitsversorgung und damit die rechtliche und strukturelle Einbindung von Selbsthilfeangeboten liegen in der Kompetenz der Kantone. Diese f\u00f6rdern beispielsweise die Arbeiten von Selbsthilfezentren, welche die verschiedenen lokalen Selbsthilfegruppen (zum Beispiel f\u00fcr Angeh\u00f6rige von Demenzerkrankten) koordinieren. Die Kompetenzen des Bundes im Pr\u00e4ventionsbereich sind beschr\u00e4nkt. </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Die nationale Dienst- und Koordinationsstelle Selbsthilfe Schweiz ist jedoch eine Partnerin des Bundesamts f\u00fcr Gesundheit (BAG) im Rahmen der Umsetzung der Nationalen Strategie zur Pr\u00e4vention nicht \u00fcbertragbarer Krankheiten 2017-2024 (www.bag.admin.ch &gt; Strategie &amp; Politik &gt; Nationale Gesundheitsstrategien &gt; Nicht\u00fcbertragbare Krankheiten) und der Nationalen Strategie Sucht (www.bag.admin.ch &gt; Strategie &amp; Politik &gt; Nationale Gesundheitsstrategien &gt; Sucht). Eine darin enthaltene Massnahme betrifft die Implementierung und nachhaltige Finanzierung von Angeboten der Selbstmanagementf\u00f6rderung (inkl. Selbsthilfe). Gemeinsam mit Stakeholdern werden die notwendigen Rahmenbedingungen geschaffen, um Angebote der Selbstmanagementf\u00f6rderung und damit auch der Ansatz der gemeinschaftlichen Selbsthilfe niederschwellig f\u00fcr Menschen mit langandauernden Erkrankungen und deren Angeh\u00f6rigen zug\u00e4nglich zu machen. </span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Die F\u00f6rderungsmechanismen der Selbsthilfeangebote in Deutschland und \u00d6sterreich sind dem Bundesrat bekannt. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen sind in der Schweiz jedoch anders: Wie erw\u00e4hnt, verf\u00fcgt der Bund nicht \u00fcber umfassende Kompetenzen im Bereich der Gesundheit, weshalb auf nationaler Ebene keine explizite gesetzliche Grundlage f\u00fcr eine umfassende F\u00f6rderung der Selbsthilfe besteht. Durch den Artikel 74 des Bundesgesetzes \u00fcber die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) wird die Selbsthilfe jedoch mit einem j\u00e4hrlichen Betrag von rund 650 000 CHF f\u00fcr Leistungen zugunsten von Personen mit IV-Massnahmen gef\u00f6rdert. Die Kantone schliessen zudem Leistungsvertr\u00e4ge mit Selbsthilfe Schweiz und den regionalen Selbsthilfezentren ab.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial\">Der Bundesrat sieht keinen spezifischen Handlungsbedarf auf Bundesebene in Bezug auf die strukturelle und organisatorische Basis der Selbsthilfe. Die Kompetenzen in diesem Bereich sind klar und liegen grunds\u00e4tzlich bei den Kantonen.</span></p><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; font-weight:bold\">2.</span><span style=\"font-family:Arial\"> Bei der Umsetzung der Strategie zur Qualit\u00e4tsentwicklung in der Krankenversicherung sowie der Ziele des Bundesrates f\u00fcr die Jahre 2022 \u2013 2028 (www.bag.admin.ch &gt; Strategie &amp; Politik &gt; Nationale Gesundheitsstrategien &gt; Qualit\u00e4tsstrategie Krankenversicherung), wird die nationale Dienst- und Koordinationsstelle Selbsthilfe Schweiz in zwei Projekten einbezogen: </span></p><ul type=\"disc\" style=\"margin:0pt; padding-left:0pt\"><li style=\"margin-left:47pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; padding-left:6.4pt; font-family:serif; font-size:11pt; -aw-font-family:'Symbol'; -aw-font-weight:normal; -aw-number-format:'\uf0b7'\"><span style=\"font-family:Arial\">Die Eidg. Qualit\u00e4tskommission (EQK) hat f\u00fcr das Projekt \u00abSelbsthilfefreundliche Spit\u00e4ler\u00bb eine Finanzhilfe von CHF 540 000 direkt an Selbsthilfe Schweiz zugesichert. Die Laufzeit des Projekts betr\u00e4gt drei Jahre. </span></li><li style=\"margin-left:47pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; padding-left:6.4pt; font-family:serif; font-size:11pt; -aw-font-family:'Symbol'; -aw-font-weight:normal; -aw-number-format:'\uf0b7'\"><span style=\"font-family:Arial\">Zudem hat die EQK ein Mandat an die Berner Fachhochschule vergeben. Namentlich handelt es sich um eine Studie, die den Handlungsbedarf zur F\u00f6rderung der Qualit\u00e4t im Gesundheitswesen aus Sicht der Patientenorganisationen abkl\u00e4ren wird. Bei der Realisierung der Studie werden auch Selbsthilfeorganisationen einbezogen. </span></li></ul><p style=\"margin-top:0pt; margin-bottom:0pt; line-height:150%; widows:0; orphans:0; font-size:11pt\"><span style=\"font-family:Arial; font-weight:bold\">3.</span><span style=\"font-family:Arial\"> Der Austausch zwischen den Bundes\u00e4mtern hinsichtlich der St\u00e4rkung der Angebote der </span><a name=\"_Hlk174090632\"><span style=\"font-family:Arial\">nationalen Dienst- und Koordinationsstelle </span></a><span style=\"font-family:Arial\">Selbsthilfe Schweiz findet einmal j\u00e4hrlich statt. Teilnehmende \u00c4mter sind das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit (BAG), das Bundesamt f\u00fcr Sozialversicherungen (BSV) und das Eidgen\u00f6ssische B\u00fcro f\u00fcr die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen (EBGB).</span></p></div>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1725408000000)\/","SubmittedBy":"Graf Maya","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1727358013000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763094853177)\/","SubmissionDate":"\/Date(1718236800000)\/","SubmissionCouncil":2,"SubmissionCouncilName":"St\u00e4nderat","SubmissionCouncilAbbreviation":"SR","SubmissionSession":5204,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":2,"FirstCouncil1Name":"St\u00e4nderat","FirstCouncil1Abbreviation":"SR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Gesundheit"}}