{"d":{"__metadata":{"id":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243664,Language='DE')","uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243664,Language='DE')","type":"itsystems.Pd.DataServices.DataModel.Business"},"BusinessResponsibilities":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243664,Language='DE')/BusinessResponsibilities"}},"RelatedBusinesses":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243664,Language='DE')/RelatedBusinesses"}},"BusinessRoles":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243664,Language='DE')/BusinessRoles"}},"Publications":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243664,Language='DE')/Publications"}},"LegislativePeriods":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243664,Language='DE')/LegislativePeriods"}},"Sessions":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243664,Language='DE')/Sessions"}},"Preconsultations":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243664,Language='DE')/Preconsultations"}},"Bills":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243664,Language='DE')/Bills"}},"Councils":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243664,Language='DE')/Councils"}},"BusinessTypes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243664,Language='DE')/BusinessTypes"}},"Votes":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243664,Language='DE')/Votes"}},"SubjectsBusiness":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243664,Language='DE')/SubjectsBusiness"}},"BusinessStates":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243664,Language='DE')/BusinessStates"}},"Council":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243664,Language='DE')/Council"}},"Transcripts":{"__deferred":{"uri":"https://ws.parlament.ch/OData.svc/Business(ID=20243664,Language='DE')/Transcripts"}},"ID":20243664,"Language":"DE","BusinessShortNumber":"24.3664","BusinessType":8,"BusinessTypeName":"Interpellation","BusinessTypeAbbreviation":"Ip.","Title":"Entwicklung der Gesundheitskosten in den Kantonen je nach demografischer Entwicklung","Description":null,"InitialSituation":null,"Proceedings":null,"DraftText":null,"SubmittedText":"<p>Die Alterszusammensetzung der Wohnbev\u00f6lkerung in den Kantonen zeigt zunehmende Unterschiede zwischen peripheren l\u00e4ndlichen Kantonen mit geringer Wirtschaftsentwicklung und st\u00e4dtischen Kantonen mit hohem Wirtschaftswachstum.<strong> </strong></p><p>&nbsp;</p><p><strong>Im schweizerischen Durchschnitt machen die \u00dcber-65-J\u00e4hrigen 19 Prozent aus, im Kanton mit dem h\u00f6chsten Altersdurchschnitt liegt dieser Anteil bei 24 Prozent, im \"j\u00fcngsten\" Kanton bei 17 Prozent.</strong>&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Diese grossen und gr\u00f6sser werdenden Unterschiede sind insbesondere auf die Abwanderung der jungen Leute aus den Randregionen in die grossen St\u00e4dte und Agglomerationen, die sich in Kantonen mit einem interessanten Arbeitsmarkt befinden, zur\u00fcckzuf\u00fchren.</p><p>&nbsp;</p><p>Die Gesundheitskosten steigen bekanntlich mit dem Alter. Mit der oben erw\u00e4hnten demografischen Entwicklung werden diese Kosten die Krankenkassenpr\u00e4mien (KK) in den Randkantonen im Vergleich zu den st\u00e4dtischen Kantonen, die dank ihrer g\u00fcnstigeren demografischen Struktur einen moderateren Wachstumstrend aufweisen, immer st\u00e4rker belasten; die Kluft der Ungleichheiten zwischen den Kantonen wird gr\u00f6sser.&nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Der Einfluss der Altersrisiken auf die Gesundheitskosten l\u00e4sst sich an den Betr\u00e4gen pro Kostenstelle im Gesundheitswesen ablesen: Altersheime, Physiotherapie, Spitex (siehe Mokke). &nbsp;</p><p>&nbsp;</p><p>Kantone wie das Tessin und der Jura weisen eine Entwicklung in der Altersstruktur der Bev\u00f6lkerung auf, die zu einem \u00fcberdurchschnittlichen Anstieg der Gesundheitskosten und damit auch der Pr\u00e4mien f\u00fcr die Krankenversicherung f\u00fchren wird.</p><p>&nbsp;</p><p>Eine Studie von Sant\u00e9suisse (September 2021) hat gezeigt, dass die Gesundheitskosten im Kanton Tessin auf den Schweizer Durchschnittswert s\u00e4nke, wenn dieser die durchschnittliche demografische Struktur der Schweiz aufwiese.</p><p>&nbsp;</p><p><strong>Der Ausgleich der soziodemografischen Lasten hilft den Kantonen mit geringer wirtschaftlicher Entwicklung sicher nicht, beg\u00fcnstigt aber eindeutig die st\u00e4dtischen Kantone (GE, ZH, VD, BS).</strong></p><p>&nbsp;</p><p>Darum frage ich den Bundesrat:&nbsp;</p><ol><li>Ist sich der Bundesrat bewusst, dass die Unterschiede bei den Gesundheitskosten in den Kantonen je nach demografischer Struktur der Wohnbev\u00f6lkerung immer gr\u00f6sser werden?&nbsp;</li><li>Wie werden sich seiner Ansicht nach die altersbezogenen demografischen Szenarien je Kanton entwickeln?</li><li>Wie stark wirkt sich der Anteil der alternden Bev\u00f6lkerung auf die Entwicklung der allgemeinen Gesundheitskosten aus?</li><li>Wie wird sich der Unterschied bei den Gesundheitskosten zwischen den Kantonen entwickeln?&nbsp;</li><li>Wie wird sich diese Entwicklung auf die finanzielle Nachhaltigkeit, das Angebot und die Qualit\u00e4t der Pflege in Kantonen mit geringer wirtschaftlicher Entwicklung und dem h\u00f6chsten Wachstum der \u00fcber 65-j\u00e4hrigen Bev\u00f6lkerung auswirken?</li></ol>","ReasonText":null,"DocumentationText":null,"MotionText":null,"FederalCouncilResponseText":"<p>1. Der Bundesrat ist sich der beobachteten kantonalen Unterschiede bei den Gesundheitskosten bewusst. Es gibt eine Vielzahl von Faktoren, die zu einem Wachstum der Gesundheitskosten beitragen, und es ist noch zu wenig bekannt, wie viel jeder einzelne davon ausmacht. Deshalb ist der Bundesrat bestrebt, Analysen zu diesem Thema in Auftrag zu geben, um die Kostenfaktoren und ihren Einfluss auf das Kostenwachstum besser zu verstehen (siehe z.&nbsp;B. Analysen von 2023 unter <a href=\"http://www.bag.admin.ch\"><u>www.bag.admin.ch</u></a> &gt; Das BAG &gt; Publikationen &gt; Forschungsberichte &gt; Kranken- und Unfallversicherung). Der Bundesrat hat im Bericht \u00abDemografischer Wandel und Zusammenhalt in der Schweiz\u00bb in Erf\u00fcllung des Postulats 20.4257 W\u00fcrth SR vom 25. September 2020 ausgiebig untersucht, wie der demografische Wandel die kantonalen Ausgaben f\u00fcr Bildung und Gesundheit beeinflusst. Er hat festgestellt, dass die mittelfristige demografische Entwicklung zwar eine Herausforderung f\u00fcr die Kantone darstellt, dass aber der Finanzausgleich die ungleiche Entwicklung d\u00e4mpfen wird, indem die besonders stark betroffenen Kantone von h\u00f6heren Ausgleichszahlungen profitieren werden.</p><p>&nbsp;</p><p>2. Auf Verlangen des Bundesrates erstellt das Bundesamt f\u00fcr Statistik periodisch Szenarien zur demografischen Entwicklung in der Schweiz und in den Kantonen. Die neuesten Szenarien beziehen sich auf den Zeitraum 2020\u20132050 und wurden im Mai 2020 publiziert (zu finden unter <a href=\"http://www.bfs.admin.ch\"><u>www.bfs.admin.ch</u></a> &gt; Statistiken finden &gt; Bev\u00f6lkerung &gt; Zuk\u00fcnftige Entwicklung &gt; Kantonale Szenarien). Die Schweizer Bev\u00f6lkerung w\u00e4chst seit 1990 stark, und die verschiedenen Szenarien gehen alle davon aus, dass dieses Wachstum auch in Zukunft anhalten wird. Je nach Szenario k\u00f6nnte das Wachstum bis 2050 etwa gleich, st\u00e4rker oder schw\u00e4cher als in der Vergangenheit ausfallen. Bei den Kantonen werden manche ein Bev\u00f6lkerungswachstum, andere einen Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang im gleichen Zeitraum verzeichnen. Auf kantonaler wie auch auf nationaler Ebene wird jedoch unabh\u00e4ngig vom Szenario die Zahl der \u00e4lteren Menschen steigen. Der Anteil der ab 65-J\u00e4hrigen wird zunehmen, da diese Personengruppe schneller w\u00e4chst als die anderen Altersklassen. Auch die Migrationsbewegungen werden einen direkten Einfluss auf die demografische Zusammensetzung der Bev\u00f6lkerung in der Schweiz und in den Kantonen haben.</p><p>&nbsp;</p><p>3. Das Bundesamt f\u00fcr Gesundheit hat im Rahmen der Kostenprognosen f\u00fcr die obligatorische Krankenpflegeversicherung (OKP) die Z\u00fcrcher Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften (ZHAW) beauftragt, ein Rahmendokument zur Analyse der Kostenentwicklung zu erstellen. Gem\u00e4ss dieser Studie der ZHAW (zu finden unter <a href=\"http://www.bag.admin.ch\"><u>www.bag.admin.ch</u></a> &gt; Das BAG &gt; Publikationen &gt; Forschungsberichte &gt; Kranken- und Unfallversicherung) machte die Alterung der Bev\u00f6lkerung im Jahresdurchschnitt 0,5&nbsp;Prozent des Kostenwachstums aus. Im Rahmen eines Studienmandats zu Umsetzungsfragen bei einer Zielvorgabe zur Kostend\u00e4mpfung im Gesundheitswesen (Infras 2020, Studie zur Kl\u00e4rung von Umsetzungsfragen im Rahmen der Einf\u00fchrung einer Zielvorgabe, zu finden unter <a href=\"http://www.bag.admin.ch\"><u>www.bag.admin.ch</u></a> &gt; Das BAG &gt; Publikationen &gt; Forschungsberichte &gt; Kranken- und Unfallversicherung) versuchte die Autorenschaft, die Hauptfaktoren der Kostenentwicklung sowie deren Bedeutung zu ermitteln und hat dabei auch die Demografie ber\u00fccksichtigt.</p><p>&nbsp;</p><p>4. In den letzten Jahren beauftragte das BAG die Konjunkturforschungsstelle der Eidgen\u00f6ssische Technische Hochschule Z\u00fcrich (KOF) mit der Erstellung einer Prognose der Bruttokosten nach Abrechnungsjahr f\u00fcr das laufende und das kommende Jahr (<a href=\"http://www.bag.admin.ch\">www.bag.admin.ch</a> &gt; Publikationen &gt; Forschungsberichte &gt;Kranken- und Unfallversicherung). Im Bericht f\u00fcr die Jahre 2024 und 2025 wird ausgef\u00fchrt, wie die Alterung im Modell ber\u00fccksichtigt wird (Appendix 6.2). Weiter in die Zukunft blickende Prognosen zur demografisch bedingten Teuerung werden nicht erstellt.</p><p>&nbsp;</p><p>5. Eine genaue Prognose der Auswirkungen einer vom Interpellanten skizzierten Entwicklung ist nicht m\u00f6glich, weil sie von einer Vielzahl von Faktoren abh\u00e4ngt (wie z.&nbsp;B. Entwicklung von Versorgungsangebot, Wirtschaftswachstum sowie Fachkr\u00e4ftenachfrage und \u2011angebot). Tendenziell f\u00fchrt eine \u00e4ltere Bev\u00f6lkerung zu h\u00f6heren Gesundheitsausgaben, die die Kantone allerdings nur teilweise tragen m\u00fcssen: Zurzeit finanzieren die Kantone etwa einen Viertel der Ausgaben f\u00fcr Leistungen der OKP (Nettoleistungen); drei Viertel der Ausgaben werden von den Pr\u00e4mienzahlenden finanziert. Die Kantone verf\u00fcgen zudem \u00fcber Instrumente, mit denen sie die Gesundheitsversorgung und folglich auch die Kostenentwicklung steuern k\u00f6nnen (wie Spital- und Pflegeheimplanung, Zulassungssteuerung im ambulanten Bereich, Vergabe von Leistungsauftr\u00e4gen und Kompetenzen im Tarifbereich).</p>","FederalCouncilProposal":null,"FederalCouncilProposalText":null,"FederalCouncilProposalDate":"\/Date(1725408000000)\/","SubmittedBy":"Storni Bruno","BusinessStatus":229,"BusinessStatusText":"Erledigt","BusinessStatusDate":"\/Date(1734695654000)\/","ResponsibleDepartment":4,"ResponsibleDepartmentName":"Departement des Innern","ResponsibleDepartmentAbbreviation":"EDI","IsLeadingDepartment":true,"Tags":"4|24|28|2841","Category":null,"Modified":"\/Date(1763094649720)\/","SubmissionDate":"\/Date(1718236800000)\/","SubmissionCouncil":1,"SubmissionCouncilName":"Nationalrat","SubmissionCouncilAbbreviation":"NR","SubmissionSession":5204,"SubmissionLegislativePeriod":52,"FirstCouncil1":1,"FirstCouncil1Name":"Nationalrat","FirstCouncil1Abbreviation":"NR","FirstCouncil2":null,"FirstCouncil2Name":null,"FirstCouncil2Abbreviation":null,"TagNames":"Staatspolitik|Finanzwesen|Soziale Fragen|Gesundheit"}}